Abends, wenn es dunkel wird,
und ich leise in mein Bett schleiche,
rundherum hängen die Bilder von dir,
sobald ich die Traumtüre eröffne.
Wie ich da draußen funktioniere,
davon gibt’s hier im Traumland nichts,
nur das was ich will ist hier wichtig,
steh in der Mitte der Welt und des Lichts.
Doch heute Morgen ist es passiert,
ich habe meine Schlüssel verloren,
jetzt starre ich auf die Zeiger der Uhr,
und spüre wie Gefühle im Herz bohren.
Die Nacht ohne Traum ist kalt und leer,
selbst die Zeiger der Uhr sind erfroren,
und was am Tage so funktioniert,
scheint jetzt mit den Schlüsseln verloren.
Die Tränen laufen mir über die Wange,
was das Herz gerade alles vermisst,
hier draußen ist es in Sehnsucht gekleidet,
sieht wie kalt diese Welt doch ist.
Verliert hier alles seine Bedeutung,
in der Nacht friert die Zeitlosigkeit,
die Regierung hat sich zwar schlafen gelegt,
doch regiert hier jetzt die Einsamkeit.
Übrig bleiben nur kleine Wünsche,
die Phantasie, wie du wärst jetzt bei mir,
doch die Tränen des Kummers fließen weiter,
du bist nur im Nirgendwo bei dir.
© Amy Herzog
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