Liebe

Schattenwellen…

Schattenwellen
spiegeln sanfte Küsse
musizierend durch tiefe Täler

Fliegend durch Lüfte
zum goldtrinkenden Mond
tieftauchend in Flüsse

Rasten in Sonnen
tanzen langsam zur Musik
voll Wonne in Liebe

© Amy Herzog

Sie…

volltrunken
von ihrem Licht
– kein Fluss
wird mich ertränken
solang wir gemeinsam
– in Liebe
darauf tanzen

© Amy Herzog

Wo nur, Tod?

Ein Kuss im Schatten, ich krall mich fest.
Umklammere und wärme mein Fleisch,
der Kälteschauer erdrückt mich heut.
Fester, küss mich und nimm mein Herz
trenne mich von Sternen und zeige mir, wo nur
lässt du heute meinen Schmerz?
Wär´s nicht mehr dein prunkvolles Fest,
zu sehen, wie nur du mich durchs Leben fickst?

Vermisse deinen schmalen Grat,
der mich des Nachts verwundet hat.
Sinnlos ist die Dunkelheit,
zu leuchtend der Mond des Glücks.
Die Folterqualen, die einst geliebt,
gespürt hab ich, wie du in mir wohnst.
Halte mich und fessle mich,
fest und fester in deinen Klauen.
Reiße mich, zerfleische mich
am Ende weiß ich, liebst du mich.

Die Hoffnung kommt, verdammt!
Du Schatten sei der gnadenlose Tod,
der wieder in mein Leben tritt.
Sieh wie leicht, das Erdbeereis.
Glück, Gelächter über dich!

Verzeih, doch wo nur, zeige dich.
Tanzen will ich, kalt geschwächt.
In Lust die Schmerzen Leben nennen,
lieben dich im Todesschatten.

Nur im Traum, ja der Traum! Da sehe ich
und sehne mich nach deinem Schmerz.
In See betrunken schwimmende Schatten,
retten Peitschen aus Todeszellen.
Angst, nein, ich nehm mich nicht in Acht,
wiege mich in Hoffnung, dass du bald Qualen,
gar folternde Schmerzen über mich bringst.

© Amy Herzog

Kuss…

Warmer Regen
Nieselt auf uns hinab
Hand in Hand gehen wir lachend
Die hellgrüne Wiese bergab

Suchend nach Schutz
Unterm blühend großen Apfelbaum
Fallen wir hinein in Gefühle
Als seien wir in unserem Traum

Verbunden tiefe Augenblicke
Verlieren wir uns hier im Sommer
Berühren, zärtlich, sinnlich, liebend
Der Kuss währt ewig miteinander

© Amy Herzog

Braune Augen…

Braune Farben tanzen wild
Auf weich-weißem Sand
Treiben mich in den Wahnsinn
Bis nah an den Rand

Dein Braun
So glänzend, lieblich, sanft
Doch manchmal auch
Ganz wutentbrannt

Freudenstrahlen
Sind hell erleuchtet
Seh ich darin
Was Liebe bedeutet

Nachts, taucht ein
Das Schwarz ins Braun
Und Leidenschaft
Beginnt zu schau’n

Am Ende ist dein Schwarz bedeckt
Der Weiße Sand vom Wind verweht
Träumend leuchtet nun dein Braun
Schlafend, bis die Nacht vergeht

© Amy Herzog

Lichter…

Verliebt in tausend Lichter
scheinen sie nur allzu hell
heller als ich je scheinen könnte
und täglich wird es heller

Ihr funkelnd schönen Lichter
zu Euch bin ich verdammt
bleibt mir doch fern, es schmerzt
hier lieg ich schon gekrümmt

Lasst mich im Dunkel lieben
nur Euch Lichter aufrichtig
lasst mich allein hier sterben
und scheint weiter ohne mich

© Amy Herzog

Reisen…

Komm, lass uns träumen
Durch weiche Nebelschwaden
Bis in die zeitlosen Räume
Immer weiter reisen

Die Gedanken zurück lassen
Und die Wärme spüren
Lass sie uns teilen
In unseren Umarmungen

Gehen wir gemeinsam
Und lassen uns fallen
Bis wir dort ankommen
In unseren Küssen

© Amy Herzog

Nur Chemie…

Nichts weiter als Chemie,
Gefühle aus der Biologie.
Wenn Monoamin, Dopamin,
Noradrenalin und Serotonin
miteinander spielen wollen,
dann sind Gefühle im Kommen.

© Amy Herzog

Gevatter Tod…

HASS! HASS! HASS!
Ich liebe deine Worte,
verdammt! NEIN!
Ich hasse deine Worte!
Jedes mal ist mir als klatschte man mir
ne Riesen Torte in die Fresse!
Was willst du?
Was glaubst, wer du bist?
Gevatter Tod, verpiss dich!
Du! Nein, DU kannst mich nicht ködern!
Verpiss dich, sagte ich!
Nimm deine Worte und steck
sie dir in den Hals!
Behalte sie! Bitte.
Bitte? Bitte, lass mich nicht betteln.
Lass es weiter in mir lodern.
Der Schmerz erdrückt mit aller Kraft
das Leben was du einst geschafft,
was willst du also, was ich durchleide?
Dich habe ich längst durchschaut
mein liebes zwischendurch.
Zerstören, töten, durch den Wolf drehen
willst du mich.
Aber wo ist die Furcht?
Ein Riesen Bier Fass!
Leer gesoffen mit Hass betroffen!
Wie auch immer ich am Boden liege
kreucht und fleucht –  schmerzt ekelhaft –
besiegst du mich nicht.

Zerstöre wenn du rennst
– mach, ich liebe dich, mir egal.
vergiss aber nicht, Gevatter Tod,
dass auch du lieben kannst!

© Amy Herzog

Einsame Träne…

Eine einsame Träne
rinnt heraus
und macht der Liebe
den garaus
Glitzert sie
im Kerzenschein
dann wird sie
nur immer klein
Die Liebe sehen
wird sie nie
Schlussendlich dann
vertrocknet sie

© Amy Herzog

Dieb…

leise er kam,
ein dieb, charmant,
verkleidet in liebe,
und nahm,
leben..

© Amy Herzog

Sie…

Kann ich sie schon von weitem sehen
wie ihre Locken im Winde wehen
die blasse Haut blendet mein Auge
strahlt sie heller als die Sonne

Komme ich nah an sie heran
so das ich sie berühren kann
ihr zarter Duft der mich erfüllt
meine Arme sie gleich umhüllt

Ihr Lächeln will ich immer sehen
stundenlang ihre Geschichten hören
einfach nur nah bei ihr sein
das wäre doch nur allzu fein

© Amy Herzog

Sprechendes Herz…

Höre meine Worte nicht
gib es auf sie sprechen nicht
höre nur das leise Schlagen
meines Herzens es will sagen

Schlägt es langsam und beruhigt
bis es schweigsam war genug
Gedanken an dich rasen durch
dann passiert es mein Herz spricht

Soll es nicht das Wort ergreifen
dennoch fängt es an zu schlagen
immer schneller rast es her
wenn ich an dich denke sehr

© Amy Herzog

Eifersüchtig!…

Eifersüchtig bin ich
Warum?
Ist dieses Gefühl
Doch so sinnlos
Zumal auch trügerisch

Doch warum?
Verliebt, nein?
Das kann nicht sein!
Unmöglich!
Darum!

Unverbesserlich
Breche ich mir mein Herz
Warum?
Ist es schmerzlich
Und das mag es
Mein Herz

Will es scheinbar
Nichts anderes?!

Peinlich
Verhältst du dich
Du jämmerliches
Herzstück!

Peinlich!
Sei wenigstens still
Während du blutest!

Behalte es für dich!
Du jämmerliches
Herzstück!

Vergiss es!!!

© Amy Herzog

Abgrund der Liebe…

Wie Honig süß
verkleben Triebe
so lebt in mir
im Traum die Liebe
Doch wünsch ich mir
bald zu erwachen
zu spüren
der wahren Liebe
Peitschen

Bunt zeigt sich mir
der Liebe Reize
die sie mir dann
das Herz zerreiße
aus der schönen Liebesnacht
bin ich doch eben
schon erwacht

Hier und jetzt
im wahren Leben
so sollen
die Gefühle beben
sich in mir die Triebe regen
ehe sie den Abgrund zeigen
das Herz zerbrochen
zurück lassen
und es in den
Abgrund werfen

© Amy Herzog

Sehnsucht…

Ich schreie innerlich
Schreie so sehnsüchtig
Jeden Tag lauter
Immer lauter
Und wird es auch
Immer unerträglicher
Das ist egal
Denn ich schreie weiter
Bis es auch für dich
Wird endlich hörbar
Und ich in deinen Armen liege
Nur für eine Nacht
Allein dir gehöre

© Amy Herzog

Nur ein mal…

Mit einem Menschen
einmal mehr zu teilen
als nur Oberflächlichkeiten.
Nicht nur zu zeigen,
die zahlreichen Masken.
Und am Ende
dennoch da zu stehen,
mit einem Lächeln.

Wo sind sie,
die gnadenlosen
Ehrlichkeiten?

Ich bin es leid,
diese Menschen,
mit all diesen Lügen.
Wie sie jeden betrügen,
den sie angeblich lieben.
Nur um sie nicht zu verletzen,
diese ebenso Verlogenen
Gefühle.

Nur einmal einen Menschen
finden,
der nicht nervt,
mit all diesem dummen blinden,
diesen ach so verletzten
Gefühlen.

Nur einmal teilen,
gnadenlose Ehrlichkeiten..

© Amy Herzog

Unverbesserlich…

Unverbesserlich
liebe ich – nicht
nein ich liebe nicht
nein ich rede nicht

Tränenreichlich
weine ich – nicht
nein ich weine nicht
nein verletzt bin ich nicht

Ständig neu
liebt mein Herz – nicht
nein es liebt nicht
nicht ständig – nein

Kleinigkeiten
die das Herz
durchlaufen

Werfen zurück

Unverbesserlich
Tränenreichlich
Liebe ich
nicht.

Nein.
Nie.
Nein.
Ehrlich..

Aber ich sage nichts.

© Amy Herzog

Fürchte dich nicht der Dunkelheit…

Fürchte dich nicht der Nächten
Sind es doch die Sterne
Die in tiefer Dunkelheit
Hell erstrahlt mit uns lachen

Und fürchte dich nicht der Dunkelheit
Mag sie unendlich sein
Das Bild gezeichnet
Von Einsamkeit

Doch sieh in die Sterne
Ertragen sie diese
Unendliche Ferne

Ferne die wir niemals
Ertragen müssen
Nein

Sie lassen uns gar sehen
Wie nah wir uns sind
Lassen uns spüren
Die Nähe zu uns

So schau in die Dunkelheit
Ein Blick in die Ferne
Fürchte dich nicht
Ein Blick in die Sterne
Und wir sind uns nahe

© Amy Herzog

Im Anfang – 1

Im Anfang blüh’n die Blumen bunt
zu Wind und Wetter,
in jeder Stund.
Ein Lachen weit,
ein Strahlen hell,
nichts ahnend, dass’s bald
schreien will.

© Amy Herzog

Sie gab sich ihm hin…

Er packte sie,
küsste sie,
warf sie aufs Bett.

Er nahm sich,
was er wollte,
steigerte seine Lust,
riss ihr die Kleider
vom Leibe komplett.

Kontrolle über sie,
nur das wollte er.

Mit zärtlichem Biss,
steigerte sich ihre Lust,
ihre Schmerzen zu sehen
nur das Er genoss.

Sie vertraue ihm blind
mit verbundenen Augen,
ertrug jede Strafe,
die er für sie hatte.

Für ihn würde sie
heut zur Königin werden,
bis hoch in den Himmel
für ihn sogar fliegen.

Sie stöhnte und schrie,
er züchtigte weiter,
durch ihr lustvolles Geschrei,
fühlte er sich geehrter.

So packte er sie,
wieder und wieder,
nahm keine Rücksicht,
wurde nur fester.

So gab sie sich ihm
und wurde zu seiner,
erfüllt von der Lust
gab sie sich ihm hin.

© Amy Herzog

Jahreszeiten-Liebe…

Wie im Frühling Blumen blühen
Wie die Bauern Samen sähen
Beginnt die Liebe leis zu wachsen
Schleicht hinein wie Katzen Tatzen

Wie der Sommer sich erhitzt
Bei der glühend Sonne schwitzt
Wird die Liebe heiß wie Feuer
Gefühle werden täglich stärker

Wie im Herbst die Blätter fallen
Und die Vögel langsam ziehen
Wird der Himmel langsam grauer
Wächst in Liebenden die Mauer

Wie der Winter wird zu Schnee
Wie gefrorenes wird zum See
Wenn die kalte Liebe stirbt
Spürt das Herz, dass es noch lebt

© Amy Herzog

Tiefe Liebe…

Mir ist, dass du zu kommen scheinst
Voller Demut senk ich nieder
Höre ich dich näher kommen
Dezidiert im Raum erscheinst

Ziehst mich hoch an dich heran
Tiefe Blicke treffen sich
Sagst du nur mit leiser stimme
Mir gehörst du nun fortan

Schenke dir mein tiefes Vertrauen
Legst mich fest in deine Ketten
Folge gehorsam deinem Willen
Das Wir können uns erfreuen

Seist du nur in meinem Leben
Könnt ich dir auf ewig dienen
Begegnen wir uns aufrichtig
Und werden wir uns tiefer lieben

© Amy Herzog

Küsse der Zeit…

Verweilen die Zeiten
ihre Spuren im Sande
beinah versäumend
wie Winde und Meer
an ihnen vorbeirannte.

Ziehen sie die Mächte
und greifen nach Sternen
ehe sie schneller
die kleinen Zeiten
immer weiter vergehen.

Der Griff in die Sterne
lässt Träume entfachen
wie so sanft sich berühren
die zart umschlungenen
Lippen im Küssen.

Rhythmisch im Takt
der schnellen Sekunden
die letzten Momente
verbundener Liebe
wärmender nutzen.

Und teilen die Sucht
eins pulsierend gefangen
in leidenschaftlicher Lust
der bitteren Sehnsucht
nun küssend die Zeiten.

Für diese Zeiten
so klein sie auch sind
bleibet sie stehen
inexistent
und küssen geschwind.

© Amy Herzog

Begegnung…

Wen zu treffen
der versteht,
beim kleinsten Makel
nicht gleich geht.

Nähe verachtet
und Nähe liebt,
wohlige Wärme
in Freiheit gibt.

Gute Gespräche
vergessen die Emotionen,
gelassene Gemüter
vermeiden Illusionen.

Schreiben im Dunkeln
so ganz allein,
so schätze ich es
nur nicht immer zu sein.

© Amy Herzog

Liebe – Lüge…

Des weg des Lichts
wo Schatten schläft
so schau
und suche Farben.

Lausche still
es knirscht, es klirrt
die Haut
zerbricht für Narben.

Sieh her, sieh tief
so Mühe dich
die Augen sehen
Liebe.

Reiche dir
die Kerze an
auf dass verblasst
die Lüge.

© Amy Herzog

Noch eine letzte Zigarette…

War ich doch einst
nur eine von vielen
klein in der Einzigartigkeit,
die allen anderen gleicht.

Im Lichte aufrecht und perfekt
stand und stehe ich noch heute
inmitten dieser gesichtslosen Meute
von einfallslosen Masken.

Nur hast du mich fallen gelassen,
betäubt zum Monster gewandelt
und mein Inneres zerrissen
im Schlamm liegen gelassen.

So muss ich dich hassen
das kann ich nicht.
Gezwungen in Liebe
will ich dich nicht.

Glücklich will ich dich sehen
nur einmal spüren und wissen,
tu es, mach es gleich
und beschreite dein Begehren.

Beende dein prachtvolles Werk
und schicke mich fort,
gewähre mir nach dem Sex
noch die letzte Zigarette.

Dann ist es so weit
ich bin längst bereit
auf ewig verloren
im Himmel der Nacht.

© Amy Herzog

Schenkt mir Euer Leben…

Nur ganz kurz kostete ich
des Teufels Feuer
und brach mir das Genick.
War’s mir geheuer,
nein, ich Liebe Euch
und Euer Blut.
Ich war nur bleich
und was bin ich schon,
Ihr seid Leben
und sogleich
rann Euer Blut’s Geheimnis
in meines, in mein Streben
nach Euer Leben.
So lasst mich kosten,
mein Herr,
demütig knie ich vor Euch
und Euer Leben.
Schenkt mir Euer Blut,
es soll fließen,
lasst mich nicht sterben.

© Amy Herzog

Lass mein Herz hier liegen…

Unter Tränen sage ich,
bitte komm und halte mich,
küsse mich so fest du kannst,
eine Nacht dich in mich rammst.

Lasse uns nur einmal fliegen,
sehnlichst will ich bei dir liegen,
einmal spüren deine Nähe,
eh ich dich nie wieder sehe.

Geh nicht ohne mich zu lieben,
zeig es mir in deinen Trieben,
am Ende darfst du einfach gehen,
nur bitte lass mein Herz hier stehen.

© Amy Herzog

Sehnsucht nach dir…

schau die Sehnsucht
zeigt voller Lust
sie saugt mich aus
ich kann nicht mehr
und auch nicht raus
im Dunkeln warte
bis das du kommst
und endlich nimmst
mich hier erweckst
aus dieser kraftlos
stillen Müdigkeit
für einen Moment
nimmst mein Leid
die Sterne zeigst
mir Leben reichst
lass mich spüren
wo bist du hier
ich will mit dir
verführt sein
bis ich war
dein

© Amy Herzog

Frieren…

Wohin mein Weg auch gehen mag
folgen mir kalte Winde
durchwandern wärmende Kleider
und stimmen frierend müde

Meine Augen weit geöffnet
suchend nach deiner Wärme
halte mich fest in deinen Armen
nimm mich unter deine Decke

Lasse mich nicht mehr los
ich will nicht mehr frieren
geben wir uns küssend hin
in Wärme wir uns lieben

© Amy Herzog

Worte (4)

Die warmen Worte
die wir heute teilten
deine sanfte Stimme
dein Geschluchze
deine Reime
und dein Schreien

Deine Worte
zogen die meinen aus
Stück für Stück
heimlich
bis wir beide
waren nackt
uns begehrten
beinah fraßen

Deine Sehnsucht
deiner Worte
mich berühren
verführen
greifen
packen
zwingen
und küssend
lieben

Meine Sehnsucht
deiner Worte
kein bedarf
deine Wärme
deine Hände
deine Nähe

Dein Sein.
In mein.

© Amy Herzog

Grinsen…

Weit über das ganze Gesicht
grinse ich bei jedem Gedicht
ob schön, grausam oder traurig
grinsen muss ich dennoch glücklich

Mag es heut am Wetter liegen
nein, ich seh‘ nur Wolken oben
nur in mir da scheint sie grell
die Sonne lacht für heute hell

Glück wird es ganz sicher sein
was ich fühle in mir fein
ich weiß nicht, woher es kommt
doch die Gefühle niemand nimmt

Vielleicht ja eine Vorahnung
auf eine kleine Überraschung
dauert es vielleicht nicht lang,
bis ich echtes Glück fühlen kann

Ich hoffe nur ich sehe bald
das Glück in diesem vollen Wald
ich hoffe nur es zeigt sich dann
zum Glück teilen irgendwann

Bis dahin genieße ich
das Grinsen auf meinem Gesicht
das kleine Glücksgefühl zuvor
mit dem strahlenden Humor

© Amy Herzog

Gefangene Liebe…

Die ganze Nacht
im Schein einer
einsamen Kerze
liegend und wartend
denken

Denken an
die Worte an Seine
und daran
sie zu vergessen
endlich
niemals wieder
an sie zu denken

Frage mich
wann
wann werde ich
diese Worte
endlich vergessen
wie könnte ich
niemals
niemals

Sie hinter mir lassen
und nie wieder
daran denken
ein Traum
schmerzhaft ein Traum

Die Liebe
sterben lassen
und sie nicht mehr
voller Schmerzen
am Leben erhalten

Jede Nacht
bitte und bettle
ich
lasse diese Gedanken
endlich gedacht sein
und nie wieder
denken

Weinen kann ich
schon lange nicht mehr
konnte ich nie
aber Hoffnung
Hoffnung tragen
jedoch sehr

Wann frage ich
wann
wird diese Hoffnung
endlich verschwinden
wann lässt sie
mich
endlich ruhen

In Freiheit
gefangen
gefangen im Selbst
gefangen in Gedanken
in Liebe
vergehen

Jetzt kann
ich nur noch denken
wie schön es ist
niemand versteht
meine Worte

Niemand weiß

Niemand

© Amy Herzog

Zwinge mich zum Glück…

Viel zu lange schon
suche ich das Glück
doch meine Seele ist zerrissen
und ich sehe es nicht…

Immer, immer wieder
will man es mir geben
doch denke ich dann
das kann es doch nicht sein
warum sollte ich es nehmen…

Ist es jetzt geschehen
die Hoffnung ist gestorben
meine Seele bleibt zerrissen
und die Hoffnung entnommen…

Die Träume sind verschwunden
nur mal ein schlechter ruft
mich in den tiefen Nächten
und kratzt an meiner Haut…

Nur einen Wunsch habe ich
und dieser ist wahr
auch wenn ich nicht glaube
verbürge ich mich dafür…

Bitte komme näher
verschrecke mich nicht
sei nur ein Mal stark genug
und zwinge mich zum Glück…

© Amy Herzog

Freie Phantasie…

Mein Bette
werde ich heute
nicht verlassen
lasse Erinnerungen
verblassen
und tauche ein
in eine freie
Phantasie
in der das deine
bei mir ist
uns wir uns
leidenschaftlich lieben
bis wir aus dem Bette fallen
und uns woanders weiter lieben

© Amy Herzog

Deine Nähe…

Es wäre wunderbar,
wäre ich dir jetzt nah,

kuscheln und daliegen,
still an dich schmiegen,

dich nicht mehr vermissen,
und einfach die Welt vergessen.

© Amy Herzog

Liebesspiel im Mondschein…

Wenn der Mond den Himmel küsst,
helle Sterne glänzen lässt,
steigt in uns die heiße Lust,
des Feuers kochendes Gelüst.

Enger rücken uns´re Schatten,
ihrer Sehnsucht überlassen,
nichts und niemand wird uns halten,
niemand kann uns noch abhalten.

Ergeben wir uns der Sehnsucht,
wagen wir auch keine Flucht,
berühren, lieben in der Nacht,
Schatten über uns nun wacht.

© Amy Herzog

Wundervoller Fehler…

Der Blick dezent zu Boden geneigt.
Immer wieder kurz schüchtern hochblickend,
um einen Blick von seinem Körper zu erhaschen,
und um einen Blick zu zeigen, voll Lust, der zeigt,
ich will am liebsten gleich hier an dir naschen.
Ein leichtes Grinsen ist nicht zu verachten.
Leise flach-zitternder Atem schleicht über die Lippen,
mit großer Mühe versuchend, diesen so scheinen zu lassen,
als solle er verborgen bleiben.
Wahrlich rundet dieser Atem nur das Bild ab,
welches zeigt, wie viel Lust entsteht im Inneren.
Und wieder nach unten blickend, knabbern weiße Zähne
sanft an der Unterlippe.
Nur dieser Gedanke,

„So nimm endlich, wonach es dir verlangt“,

bleibt im Kopf so hartnäckig bestehen.
Kaum noch ist es möglich, gerade aufrecht zu stehen.

So stellt sich nur noch die eine Frage,..
wo können wir es tun, wo nur, wo?
Gleich hier auf dem Tisch,
auf dass sich unsere Körper schnellstmöglich vereinen.
Nein, nicht in dieser Öffentlichkeit,
nicht in dieser Lage.

Immer weiter zurückhaltend an der Unterlippe knabbernd
suchen wir nach einem lauschigen Plätzchen.

Stehlen wir uns ein, zwei Küsse,
bevor wir uns nicht mehr zurückhalten können.

Ein wundervoller Fehler geschieht.

© Amy Herzog

Gefühle…

wäre die welt perfekt

hättest du längst entdeckt

was ich für dich fühle…

und du fändest die worte

die alles würden richten

und diese gefühle vernichten

© Amy Herzog

Kann’s nicht einfach einfach sein?

kein verletzen
kein entsetzen
kein schweigen
kein schüchtern
kein scheinen
kein ändern
kein weinen
kein einsam
kein lügen

immer ehrlich
immer einfach

nie sinnlos
nie nutzlos

ich liebe mich
mich liebe ich

wenn’s so wär
wär’s nicht schwer

© Amy Herzog

Mein Herz…

Mein Herz…
es weint bitterlich
es schreit sehnsüchtig
es zerreißt schmerzlich
es will dich aufrichtig
es will dich schmerzlos
es will dich bedingungslos
lieben…

© Amy Herzog

Aufgeben…

Ich gebe es auf
einen Menschen kennenzulernen
Denn kennt man ihn gerade
sodass man ihn mögen könnte
so wird er sich entfernen

Ich gebe es auf
mich einem Menschen zu öffnen
Denn sobald ich dies tue
wird er sich so fühlen
als müsste er flüchten

Ich gebe es auf
einen Menschen lieben zu wollen
Denn das Wahre, Aufrichtige
scheint mir viel zu
ausgestorben

Ich gebe es auf
mit einem Menschen Nähe zu teilen
Denn beginnt man gerade
diese Nähe zu wollen
wird man am Ende
doch allein weilen

Ich gebe es auf
aus dem Schatten zu treten
Denn hier bin ich sicher
nur ich kann meinen
Schatten betreten

© Amy Herzog

Qualvoll Sehnsucht…

Sie schläft nicht, nein
zu keiner Zeit,
mach das es aufhört,
das es in mir
nicht mehr weilt.
Zeige mir den Mond,
den du erblickst
in der Nacht,
lasse ihn auch mich sehn
mitten in schöner
Sternenpracht.
Zeige dich hier,
reiche mir deine Hand,
halte mich so fest,
wie du nur kannst.
Schenke mir dein
schönstes lächeln,
auch deine Worte
lässt sie schwinden.
Kurz nur, bitte,
lass mich strahlen
ich bin die, die
nach dir sucht.
Die, die leidet
große Qualen,
oh, qualvoll suche
in Sehnsucht.

© Amy Herzog

Nähe…

zarte arme
sanft ihn umfangen
liegend auf ihm
die lippen berühren
augen geschlossen
entfesselte träume
bewegungen sinnlich
auf und ab gehen
in geöffneten beinen
seine nähe
spüren

© Amy Herzog

Liebe…

sehen, fühlen wie sie,
die menschen.
lieben, blind, einfach so
auf wolken schweben.

nichts als kälte,
hinter jedem wort.

© Amy Herzog

Staubkorn im Wind

Unsichtbar du schwebst,
hoch oben geschwind,
fällst rasend hinab,
am Abgrund verbleibst.

Der nächste Stoß,
erneutes hoch schweben,
und wieder fliegst du,
unendlich hoch oben.

Rast durch die Wüste,
legst Meilen zurück,
bevor du kommst an,
beim Winde der Küste.

Ziehst deine Strecken,
durch Städte und Land,
siehst Schönheit und Hass,
kannst alles erblicken.

Quer durch die Welt,
suchst du dein Ziel,
wo du dann aufschlägst,
das unsichtbare Zelt.

Doch wie leider so oft,
wirst du wieder verjagt,
bleibst stets unerwünscht,
wenngleich du’s anders hoffst.

So eilig geschwind,
suchst du den Platz,
wo bleibst du willkommen,
du Staubkorn im Wind.

© Amy Herzog

Vereinigung…

Ein Blick genügt, schon ist es geschehen,
in meine Gedanken dich eingeschlichen.
Tag sowie Nacht nur Sehnsüchtgiges denken,
so denk ich, könnt ich dich doch einfach packen.

Eine Berührung, ist einmal vergangen,
steigert in uns sogleich das Verlangen.
Spüren, berühren, mich zerrt es zu dir,
du und ich näher, wir werden zu wir.

Einen Kuss später, entfacht sind die flammen,
liegen wir da, ganz eng nun beisammen.
Die Körper umfasst und sinnlich geküsst,
stillen die Sehnsucht in tiefer Lust.

© Amy Herzog

Masochistische Sehnsucht…

Der lauter Schrei
nach Euch – sticht zu
Immer wieder, immerzu

Der Schmerz, das sei
Das ihr mir gebt
Mein Herz, es weint
Nach mehr – bis ihr geht

Genieße es, das Euch
In mir, bis dass ich
Am Ende doch noch –

Erfrier…

© Amy Herzog

Einsamer Tanz

bei abenddämmerung
tanzt sie vereint
mit hoffnung
schwebend
über der erde
entrinnen jahre
zugleich erscheint
das dasein
hellgrün
unter ihr
zu erblühen
das leuchtend gras
es beginnt
wie sie
zu lieben
den wind
voll anmut
auf ewig
traurig
allein

© Amy Herzog