Gedankenlose Hände… 

Als läge ein schwerer Stein auf den Händen,
Können sie nicht schreiben, was sie denken,
Wagen sich nicht mit dem Herzen zu bewegen,
Und schon gar nicht offen mit dem Mund zu reden.

Dann wird es wieder leicht, das drehen und wenden,
Einfach die Worte mit dem Herzen zu vollenden,
Nicht daran zu denken, was die anderen denken,
Die Hände können richtig nur mit dem Schicksal lenken.

Sie brauchen nichts, nur das ganze Leben,
Ein Herz, das bereitwillig will lieben und Beben,
Die Gedanken tragen den Stein in weite Ferne,
Zurück bleibt die Freiheit allein, so hat sie es gerne.

Und so lenken gedankenlose Hände zum Glück,
Blicken nach geschriebenen Worten niemals zurück,
Legen sich entspannt in ein weiches überall,
Und lenken die Liebe nicht, wohin sie nicht will.

© Amy Herzog

Zerbrochene Seele…

Die Traurigkeit ziert müde Augen,
Weiße Tränen glitzern im Gesicht,
Sie fließen bis zur grauen Erde,
Dort wo auch die kleine Seele ist.

Die Seele schläft so Kraftgeraubt,
In ihrem Innern spiegeln die Tränen,
Von außen sieht man nur ergraute,
Träume ermüdet zerbrochen spielen.

Die Scherben wüten und toben laut,
Sie nähern sich den letzten Stunden,
Bald schon werden sie auch schlafen,
Und Erliegen ihren zu großen Wunden.

© Amy Herzog

Traum im Schrank…

In der tiefen Nacht schläft mein Herz so fern,
Rechnet mit Liebe, Träumen und Wundern,
Mein Körper ruht, und die Seele kann entdecken,
Ganz ohne die wirkliche Welt zu wecken.

Sie findet in jeder so wertvollen Nacht,
Sterne und all das was noch über sie wacht,
Alles worüber ihr Herz in Wahrheit lacht,
Einfach all das, was sie so glücklich macht.

Die Träume stehen ihr in der Nacht brillant,
Erst am Tage gehen sie mit Gedanken zum Schrank,
Legen die Träume, die Liebe und das Glück,
In eine dunkle, verstaubte kleine Ecke zurück.

Dann warte ich in meinen Gedanken verloren,
Auf das, was nur im Traum bleibt verborgen,
Dass es kommt und mich in den Traum entführt,
Und am helllichten Tag meine Seele berührt.

© Amy Herzog

Stürmische Worte…

Wie ein stürmischer Wind im Nebel,
du mein leise schreiendes Wort,
geliebt wirst du in all deinen Facetten,
zu allen Zeiten und an jedem Ort.

Wache, schlafe und träume mir dir,
reise zuweilen bis zu den Sternen,
der Mond küsst mit dir zur guten Nacht,
nichts und niemand kann dich entfernen.

Still und heimlich schleichst du herum,
wanderst durch all meine Gedanken,
wächst in mir, wirst stark und Groß,
ich beginne langsam zu schwanken.

Deine Macht, sie ist gut verhüllt,
in ewig schimmernder Seide,
erst viel zu spät erkenne ich dann,
ich laufe schon auf Messers Schneide.

Doch du, mein Wort in meinem Herzen,
ich kann dich bedingungslos lieben,
treibst mich bis hin zu den Schmerzen,
und dann schließen wir wieder Frieden.

© Amy Herzog

Gelesen: Schmerzende Worte

Schmerzende Worte


Dankeschön! (-:

Überdeckter Zauber…

Deine Musik, sie ist wunderschön,
Zu hören, was ich zuvor nie hörte,
So lässt sie mich doch wilder tanzen,
Und zerstört dabei all meine Ängste.

Und eigentlich sind sie wunderschön,
Deine Bilder, die ich zuvor sie sah,
So lassen sie mich Farben sehen,
Und bringen mich dir unendlich nah.

Die Worte, ich kann in ihnen liegen,
Wie in Wolken gewickelt, prickeln,
Quer durch meinen Körper wandern,
Und meine Seele täglich entzücken.

Meine Tränen, sie sind nicht traurig,
Nur allein sie, nein, sie sind es nicht,
Erst wenn ich dabei an dich denke,
Sehe ich das Schöne im anderen Licht.

Und so verschwindet deine Schönheit,
Überdeckt dein Zauber mein Lächeln,
Er lässt mein Herz in Tränen weinen,
Und erloschen werden gezündete Fackeln.

© Amy Herzog

Blasse Farben, neue Farben…

Farben die einst hell erleuchtet waren,
tanzten und einander glücklich besangen,
dabei Feuer und auch Wasser überstanden,
und immerzu nacheinander verlangten.

Waren sie die Farben, die weiter reisten,
Meile um Meile große Steine fort warfen,
doch all das war nur noch längst vergangen,
als sie verblassten, sich nicht mehr besangen.

Nach all den Zeiten waren sie verblasst,
die schönste Farbe war nur noch verhasst,
am Ende des Wegs warten neue Farben,
sie, die noch immer am hellsten strahlen.

Und so trennten sich die alten Farben,
blieben ihnen nur noch einige Narben,
doch überall warten verlassene Farben,
warten wie sie darauf sich zu mischen.

So lassen sich blasse Farben verwischen,
indem sie sich einfach ganz neu vermischen,
im Meer aus Farben kann man nur gewinnen,
wo das Alte verblasst, kann neues beginnen.

© Amy Herzog

Auf Reisen… 


Komm wir gehen auf eine lange Reise,

Und halten nur uns an den Händen,

Wir malen uns die Bilder aus Träumen,

Die zu unseren Zeiten niemals enden.

 

Komm wir setzen uns auf Wolken,

Und trinken ein Bier unter den Sternen,

Malen ein Schloss vor die Gedanken,

Und öffnen lächelnd unsere Herzen.

 

Komm wir reisen durch die Wiesen,

Atmen uns und den Duft der Wälder,

Tief in unsere Körper, blicken verträumt,

Und rücken zusammen, immer näher.

 

Wir malen Farben aus bunten Träumen,

So wird nie eine Farbe für uns gehen,

Wir allein werden auf Reisen bleiben,

Ewig unsere Träume gemeinsam sehen.



© Amy Herzog

Der rechte Weg…


Wo du bist, dort will auch ich sein,

Nun frag ich dich, wo bist denn du?

Wär ich doch nicht noch viel zu klein,

Dann könnt ich dich sehen, immerzu.

 

Der Weg ist mir so schrecklich fremd,

Zeigst du mir bald den rechten Weg?

Schreiten voran wo das Feuer brennt,

Bis hin zum klarblauen See am Steg.

 

Dort sehen wir uns, pünktlich um acht,

Tauchen ein in den See aus Träumen,

Bleiben, bis der Mond nicht mehr wacht,

Und werden den Rest dann versäumen.




© Amy Herzog

Treu ergeben…



Ich kann in deine Seele sehen,

Das was du tief im Herzen fühlst,

Und ich wage es niemals zu gehen,

Selbst wenn du mal herunterkühlst.

 

Bleibe nah an deiner Seite,

Auch wenn du mich mal nicht siehst,

Ich suche niemals mehr das Weite,

Auch wenn du nichts für mich fühlst.

 

Der Seele bleib‘ ich treu ergeben,

Denn ich habe kaum eine Wahl,

Würd‘ es dich nicht in mir geben,

Wär‘ das meines Herzens Qual.






© Amy Herzog

Warum es weh tut…

Ich weiß nicht, was ich empfinde,
was mich in der Nacht wach hält,
zitternd durch den Körper fegt,
und mir die Sterne noch erhellt.

Nur die Wärme kann ich spüren,
wie sie flattert durch den Bauch,
mich zuweilen lächeln lässt,
mir das Glück gedanklich haucht.

All das scheint so unerforscht,
ist es schön, oder doch nur schlecht,
schleicht die Kälte durch ein Fenster,
und ich frage mich, ist es echt.

Worte schleichen durch Gedanken,
weiter an meinem Herz vorbei,
zündet Flammen wo es flattert,
verzweifelt frag‘ ich was das sei.

Und dann spüre ich den Schmerz,
was gerade doch war noch gut,
Sehnsucht drängt sich einfach auf,
und es kocht das kalte Blut.

Zweifel an Gefühl und Wort,
bleiben, wenn der Morgen taut,
Angst und Herzschmerz bleiben,
nur das Flattern schwindet auch.

Das was bleibt ist Unwissenheit,
doch gleichzeitig kommt Erkenntnis,
warum das Herz nun doch weh tut,
bleibt am Tage kühl im Gedächtnis.

© Amy Herzog

Feuer…


in mir lodert ein feuer,

und mich begleitet die angst,

ganz so, als seis ein ungeheuer…

dabei bin ich es selbst die brennt,

sich in der liebe blind verrennt,

den ausweg nicht kennt,

nicht kennen will…

© Amy Herzog

Anker in der Not…


Sie ist einsam, traurig und leer,

Und fühlt sich innerlich nur tot,

Die Seele lastet viel zu schwer,

Wo ist nur ihr Anker in der Not?

 

Der Anker, der zum Grunde sinkt,

Die Tränen unsichtbar werden lässt,

Ihr im tiefen Meer die Liebe singt,

Und sie nicht wieder verlässt.

 

Dieser Anker, er ist nicht mehr da,

Sie trägt die schwere Last allein,

Sich selbst ist sie schon mehr nah,

Ist sie doch dafür viel zu klein.




© Amy Herzog

Erinnerung an einen Dieb… 



Wortlos schlich ein Dieb vorbei,

Verkleidet in geschwächten Worten,

Sah ich die Macht dahinter nicht,

Führte mich vorbei an dunklen Orten.

 

Die Sonne sank im dichten Nebel,

Plötzlich wurde es um mich kälter,

Der Dieb, er saugte das Leben aus,

Und ich fühlte mich nur noch älter.

 

Dann ließ er dieses Schauspiel sein,

Zeigte sein wahres dunkles Gesicht,

Mir verschlug es ganz die Sprache,

Kein Wort dafür, nichtmal ein Gedicht.

 

Er blickte noch kurz in meine Augen,

Sie tränten vor schmerzender Liebe,

Stahl mir bis zum letzten Tropfen,

Doch nur meine tiefsten Gefühle.

 

Nur meine Hülle ließ er hier liegen,

Die zu schmerzliche Melancholie,

Sie sollte ich als Last behalten,

Als Erinnerung an diesen Dieb.

© Amy Herzog

Worte können…


Worte können das Herz beleben, 

In ferne Welten weiter schweben, 

Gar all die Kriege fort bewegen, 

Die Welt doch auch zu Bette legen. 


Worte können Schmerz besiegen, 

Von einem Ort zum nächsten schieben, 

Trauertränen durch Papiere sieben, 

Die Menschen sich darin verlieren.


Worte können doch auch täuschen, 

Verschlingen die Kalenderwochen,

Blenden in zu lieblichen Geräuschen,

Reales wird darin zerbrochen. 


Worte können Schmerz bereiten, 

Die Liebe könnte falsch entgleiten, 

Sie haben immer zweie Seiten,

Wohin die Worte auch immer leiten.


So können Worte lieblich sein, 

Doch auch trügerischer Schein, 

Manchmal scheinen sie nur klein, 

Dann stechen sie ins Herz hinein. 





(c) Amy H. 

Magie der Worte…

Deine Worte verzaubern mich,
führen mich ein in fremde Welten,
sie sind bunt und wunderschön,
dort regnet es nur sehr selten.

Türen die einst verschlossen waren,
öffnen sich durch deine Magie,
auf Regen folgt ein Regenbogen,
die Geigen spielen eine Melodie.

Diese Welt mag fremd mir sein,
die Angst bringt sie mir mit,
doch sind die Türen lägst geöffnet,
so folge ich Worten auf Schritt.

Verliere ich mich in dem Schein,
den deine Sonne dort spendet,
schließe die Augen und hoffe nur,
dass diese Magie niemals endet.

© Amy Herzog

Eingefrorene Seele…


Wann war die Seele in Sicherheit,

Sie ist umgeben von leeren Spiegeln,

Ihr Innerstes bleibt weiß eingeschneit,

Erlischt Wärme, Licht und Fackeln.

 

Sie sehnt sich nach Geborgenheit,

Nach Freiheit, Sinn und echter Liebe,

Schreit nach außen laut die Wahrheit,

Wenn der Schnee nicht an ihr riebe.

 

Den Kampf hat sie bald aufgegeben,

Erfroren in der dichten Dunkelheit,

Kann ein Herz nur Wärme Spenden,

Mit Worten, Nähe und Zärtlichkeit.

 

Mit letzten Kräften gedruckt im Schnee,

Könnt das Herz nur die Worte sehen,

Die Seele schreit, denn es tut ihr weh,

Während Herzen taub vorbeigehen.



© Amy Herzog

Kein Traum wird genommen!


Das fürchten lehrt mich keine Nacht,

Die Sterne erhellen dunkle Straßen,

Deine Stimme in meinem Herzen wacht,

Als wir uns in Träumereien trafen.

 

Dann Blicke ich zum silbernen Mond,

Und weiß, auch du kannst ihn sehen,

Die Wärme tief im Herzen thront,

Nur du kannst die Worte verstehen.

 

Erst der Tag durchdringt den Traum,

Durchs Fenster schlurft die Realität,

Sie nimmt all wärmende Gefühle,

Und mit ihnen die träumende Naivität.

 

Nur die Hoffnung verbleibt in mir,

Die Nacht, sie wird wieder kommen,

Trägt mich im Traum ganz nah zu dir,

Nur er wird mir niemals genommen.



© Amy Herzog

einst schöne Worte…


Einst nahm ich die schönen Worte,

Trieb dich mit ihnen in die Flucht,

Sie sprachen in träumender Liebe,

Und wurden für mich eine Sucht.

 

Doch waren sie dir viel zu viel,

Sie nahmen dir Kälte und Regen,

Konntest kurz noch Sonne genießen,

Bevor du gewillt warst zu fliehen.

 

Mit meiner Liebe blieb ich zurück,

Vermag nie wieder Worte zu geben,

Wie dich ließen sie mich zerbrechen,

Und fortan im kalten Regen stehen.



© Amy Herzog

Glück in der Eifersucht…


Wortlos ziehen Schmerzen Bahnen,

Verirren sich in deinen Gefühlen,

Und du leidest, weil sie falsch sind,

Wortlos Schmerzt es tief im Herzen.

 

Hüllst dich sanft im Schweigen ein,

Und du verlierst das Lächeln nicht,

All das frisst sich durch dein Fleisch,

Von außen bleibst du stets ein Licht.

 

Verlierst du dich in den Gedanken,

Deine Eifersucht bedeutet auch Glück,

Ist jemand glücklich, tust du es gleich,

Und dein Gefühl verliert sein Unglück.

 

Gedanken wagen nicht zu schreiben,

Zu groß die Worte schon und mehr,

Du vermisst, was nie war, nie sein wird,

Bis in die Tiefen des blauen Meers.


© Amy Herzog

Gemeinsam schämen…

Für meine Gefühle schäme ich mich,
Sie schlagen kreuz und quer, verkehrt,
Aus meinem Hirn zum Herzen an dich,
Doch habe mich noch stark gewehrt.

Sie fließen weiter, blind und unbedacht,
Schreiben über Block, Blatt und Papier,
Die Worte strömen hinaus bis zur Nacht,
Und selbst jetzt stehen sie weiter hier.

Eines nur haben Hirn und Herz gemein,
Sind sie sonst so verschiedener Meinung,
In Angst versteckt beginnen sie zu wein‘,
Fürchten sich vor der unsanften Landung.

Sie tragen stets eine gute Verkleidung,
Ein Lächeln überdeckt große Scham,
Versperren jedem Herzen den Zugang,
Und überleben im Schmerz mühsam.

© Amy Herzog

Augen aus eisblauem Meer…

In Deinem Herzen
sah ich eine Lücke klaffen,
und ich nahm es in die Hand,
zu unbedacht hat es stets Gefühlt,
stand mit dem Rücken zur Wand.

War es dann sich selbst überlassen,
allein in der verregneten Dunkelheit,
verteilte Worte in Deinem Herzen,
sie linderten Deine Schmerzen,
stärkten Deinen Geist,
tief wurde es berührt,
manchmal gar alle Sinne verführt.

Doch zählte ich die Stunden nicht mehr,
verlor mich selbst mitsamt meines Herzens
tief in Deinen Augen aus eisblauem Meer.

Mein Herz wurde schwach,
immer schwächer von Stunde zu Stunde,
irgendwann mich selbst
an Deiner Wärme gar verbrühte,
nur scheinen konnte ich noch Stark,
wo ich in meiner Brust die Schmerzen spürte.

War schier endlos in der Zeit gefangen,
umklammert von Sehnsucht,
von Träumen und der inneren Flucht.
Fand mich wieder in einem Gewühle,
meiner sprießend wachsenden Gefühle.

War mein Herz doch gleichzeitig leer,
ich fühlte mich nicht mehr, war gefangen,
in Deinen Augen aus eisblauem Meer.

© Amy Herzog

Lautstarke Klänge…

Hast die Noten in mein Hirn dirigiert,
Spielst mit beschwingten Gedanken,
Waren sie gerade noch strukturiert,
Doch nun geraten sie ins Wanken.

Geigen, Trompeten und Kontrabass,
Klingen lauter beinah um die Wette,
Liebe, Trauer, Eifersucht und Hass,
Ein schweigen will, dass ich sie rette.

Laute Töne schwingen wild umher,
Weder oben noch unten ergibt Sinn,
Sie schmerzen im Herzen allzu sehr,
Und der des Endes Anfang Beginn.

Lasse einen Moment nur Ruhe walten,
Lauschen leise den Klängen der Natur,
In den grünen Wiesen kurz inne halten,
Das Gefühlschaos verliert seine Spur.

Ein Bach klimpert leise durch Gestein,
Ich höre nur die Liebe sanft erklingen,
Können wir hier in Ruhe einfach sein,
Darum bitte ich, ehe Töne wieder schwingen.

© Amy Herzog

Gelesen: Melodie Deiner Worte

Melodie Deiner Worte

Dankeschön. (:

Blasses Wort…

Dein warmes Wort ist nur flüchtig,
wie ein blasses Sandkorn im Wind,
ich halte es fest in meinem Herzen,
auch wenn es kaum noch erklingt.

Verschlägt es mich an kalte Orte,
gar zerrissen werde ich im Takt,
im Innern brennt derweil das Blut,
doch außen scheine ich fast nackt.

Versuche es gänzlich zu vergessen,
warm zu kleiden mein Gefühl,
gefangen in deiner dunklen Welt,
bleibt auch mein Herz ewig kühl.

Deine Worte sind mein Verderben,
übrig bleibt Gift und kalte Asche,
nichts kann ich jetzt noch vererben,
nur das Suchen nach ewiger Liebe.

Wäre ich nie in deine Welt gefallen,
dann müsste ich nun nicht weinen,
die Erinnerung nicht vergessen,
und im Herzen dauernd schreien.

Ich wünsche nur schnell zu rennen,
an deinem Wort nicht mehr zu brennen,
die blasse Stimme doch bleibt gefangen,
sie schmerzt, ich halte sie in Armen.

© Amy Herzog

Depression…


Dir fehlt die Kraft zu richtigen Worten,

Lebst nur an den vergangenen Orten,

Schmerz kannst du nicht überwinden,

Dich nicht an schöne Worte binden.

 

Du bist so frustriert, leer und kalt,

Fühlst dich zu jeder Stunde nur alt,

Bringst dein Leben nicht zustande,

Lebst nur an des Abgrunds Rande.

 

Fehlt dir noch die innere Klarheit,

Zum überleben auch jede Freiheit,

Hoffnung hat sich im Wind verloren,

Deine Seele ist nur eingefroren.

 

Die Angst vor Wärme begleitet dich,

Du zerfrisst dich selbst nur innerlich,

Von außen wahrst du guten Schein,

Erst im Dunkel beginnst du zu Schrein,

 

Doch täglich kochst du etwas mehr,

Du sehnst dich nur nach weitem Meer,

Nach Leben, Glück, einem anderen Ich,

Das alt-kalte ich, von dannen Schlich.

 

Verliere vor der Nähe deine Angst,

Es ist nichts, wovor du dich bangst,

Reiche deine Hand einem Herzen,

Es wird mit tragen deine Schmerzen.


© Amy Herzog

 

Deine Stimme…

Im Winter hast du mich fest gepackt,
mir abertausend Sphären gezeigt,
im Sommer war dein Klang vorbei,
du hast dich von mir abgeneigt.

Es ist nur deine Stimme, die ich höre,
deine helle Seele, die mich berührt,
ich müsste doch wissen, wer ich bin,
doch hast du mich zu sehr verführt.

Ich habe mich im Schnee verloren,
bin zu kleinen Steinen erstarrt,
und suche hier im kalten Sein,
wo deine Stimme hier verharrt.

Deine Stimme, sie schallt in mir,
schenkt mir bitter-süße Sehnsucht,
und wenn du wieder näher kommst,
erfasst du mich in meiner Flucht.

© Amy Herzog

Herz im Kuvert. 

Werde mein Herz nur für dich falten,

Wenn du weinst kannst du es halten,

Schicke es dir bis ans Ende der Welt,

Dann hast du damit dein warmes Zelt.

 

Träume damit an den grauen Tagen,

Du kannst es dann zum lieben nehmen,

Es umarmen und ihm alles erzählen,

Auch trocknen deine großen Tränen.

 

Nur bitte behandele es behutsam,

Denn heilen kann es nur sehr mühsam,

Halte es in Ehren, dann ist es immer da,

Schützt euch gemeinsam, seid euch nah.


© Amy Herzog

 

Der rote Luftballon…

the_suicidal_optimist_by_schizophrenicsmile

Bildquelle

Ein Luftballon glänzt in der Sonne,
schwebt im Wind und schenkt Wonne,
prallgefüllt mit Luft im zarten Rot,
wünscht ich dennoch, es käme der Tod.

Schaue noch mal hoch zum Himmel,
fort vom Lärm und Menschengewimmel,
kommt denn der Tod hier her jemals,
so binde ich den Faden um den Hals.

Mache schnell ein Schleifchen drum,
bleibe dabei einfach nur stumm,
ein niemand kann den Faden sehen,
niemand bleibt einen Moment stehen.

Ein letztes Mal blicke ich ins Rot,
da vorn kommt zu mir schon der Tod,
hinab senkt sich mein ängstlicher Blick,
der Tod nimmt vom Faden ein Stück.

So nimmt er mich mit ganz nach oben,
den Luftballon kann man nicht loben,
gerade glänzte er noch so fein,
jetzt trägt er mich in Wolken rein.

Eine Träne fällt noch zum Boden,
verregnet all die vollen Straßen,
hätt‘ ich doch nur noch etwas gesagt,
der Luftballon, jetzt trägt er mich ins Grab.

© Amy Herzog

Spiegelblick…


Trübe Blicke in glänzende Spiegel,

Beschlagen ziehen sie vorbei,

Ein kleines Herz schweigt dabei still,

Als sei es auf ewig nur aus Blei.

 

Langsam malen Tropfen dunkel,

Zeichnen müde Erinnerungen an,

Wie zerbrechlich, einsam und klein,

Eine verlassene Seele sein kann.

 

Mit aller Kraft versucht das Herz,

Die Augen immer weiter zu öffnen,

Federleicht vermag es zu schlagen,

Und im Spiegel etwas zu hoffen.


© Amy Herzog

 

Offenes Herz…

Das Herz lag herum, auf der Straße – offen,
war blind, gedankenlos, taub und besoffen,
dachte es kurz dort im Regen noch zu hoffen,
wurde dann aber vom Sturm doch getroffen.

Der Sturm, ist er erst einmal im Herzen,
brennen dort auch nicht mehr die Kerzen,
unbeholfen wagt es noch zu scherzen,
siegen am Ende die quälenden Schmerzen.

Die Schmerzen, wie ein zahmes Gebiss,
in hilflose Schreie folgt Stich auf Biss,
die Seele wuchtig dem Herzen entriss,
wird ihm der Hagel zum Verhängnis.

Zerstochen, blutend liegt es im Regen,
der Schnee kommt noch um zu reden,
um sich sanft in Kälte anzuschmiegen,
bis zum Sommer, dann wird es versiegen.

© Amy Herzog

Wach…


Wach –

Die ganze Nacht

Gedankenloses schaukeln

Mit dem Herzen starrend trinken

Näher – du zu mir, ich zu dir

Küssend durch die Brunnen

Im Schlafsack durch die Wand

Summen wir im Stillstand

Bis an den Rand – darüber

In den Wahnsinn

– schlafen



© Amy Herzog

Wartezeit, Richtung Freiheit. 


 

Ich weiß von der meinen Wartezeit,

weiß, wie falsch ich hier doch bin,

sie folgt mir seit der Vergangenheit,

treibt mich weiter in die Zukunft,

und wartet auf die staubige Ewigkeit.

 

Begleitet von stechender Einsamkeit,

atme ich genüsslich die Naivität ein,

ersticke an meiner Anwesenheit,

die Welt lacht sich schamlos kaputt,

und bleibt in ihrer Beschaffenheit.

 

Ich kürze diese ewige Reisezeit,

das Leben funktioniert ohne mich,

die Welt ist dafür zwar nicht bereit,

aber nur, weil sie mich nicht kennt,

sie genießt lieber die wenige Freizeit.

 

Lassen wir die Rückfahrmöglichkeit,

ich fahre lieber schneller geradeaus,

ich danke für die Gastfreundlichkeit,

die nur die Gutmenschen verdienen,

das bin ich dann in der Zwischenzeit.

 

Ich sage es mit ‚etwas‘ Sicherheit,

ich weiß, wie falsch ich hier doch bin,

sollt von Beginn an nur sein befreit,

von mir, ich, ertrage mich am wenigsten,

bin dann mal weg, und suche Freiheit.

 



© Amy Herzog

Suche die Seelen…



Ein Tanz in weißer Seide zur Nacht

Die Sehnsucht spielt leise im Wind

Auf dass die Erkenntnis weiter ruht

Und Gedanken in Freiheit sind

 

Tanzen die Klänge bis zum Mond

Kühle Freiheit weht durch das Haar

Führt kurz ein in eine ferne Welt

In welcher Geborenheit geschah

 

Hier ist man unter Seelenlosen

In Freiheit, wo nie welche war

In jener Nacht sind die kalten Schatten

Mit dem ganzen Herzen so nah

 

Zum Morgen steigt die Sonne hinauf

SchattenNacht verdrängt von Lichtern

Zum Abschied sagen sie nur noch sanft

„Tanz im Lichte wo Seelen lauern“

 

© Amy Herzog


Träume der Nacht…

Tief gefangen in Träumen der Nacht,

Reichst du mir an dein warmes Herz,

Meines schlägt wie wild und es lacht,

Vergessen ist kurz all dieser Schmerz.

 

Mit einem weinenden Auge genieße ich,

Bade in einem roten Meer aus Wärme,

Gleich klingelt der Wecker, weckt mich,

Vorbei sind all diese HerzensTräume.

 

Dann werde ich wach und du bist fort,

Verborgen bleibst du leider in der Nacht,

Hier am hellen Tage gibt es keinen Ort,

An dem mit dir mein Herz auch lacht.

 

Mit jedem morgen erinnere ich mich,

An den Traum von der letzten Nacht,

Eigentlich ist das Wecken lächerlich,

Denn ich bin mit Schmerzen erwacht.

 

Könnte ich doch nur ewig schlafen,

Auf ewig mit dir im Traumland Leben,

Malen Bilder aus verrückten Visionen,

Und werden einfach nur darin wohnen.



© Amy Herzog

Stimme zum Text: Gelesen – (du)Gedankenblabla.

Hier gibt es dann mal die erste kleine „Lesung“, wenn man so will. Eine kleine Audioaufnahme. Diesen Text [(du)Gedankenblabla.] habe ich gewählt, weil der liebe Autor und Blogger Mic diesen Wunsch als Kommentar geäußert hat.

Seid bitte, bitte, ganz doll feste nachsichtig, wenn euch die kleinen Texthänger auffallen. 😛

Zwei Tage lang habe ich daran schweißtreibend gewerkelt, dachte zuweilen, dass ich weder lesen noch schreiben kann. Ich brauchte verdammt viele Versuche, bis es für mich nicht perfekt, aber akzeptabel war. Ich kann nicht mehr und glaube, dass ich eine Phobie gegen das Lesen entwickelt habe. 😀

Es war echt.. intensiv. 🙂

Schwierig daran war, oder so empfand ich es, den Wechsel der Emotionen. In der einen Sekunde hätte ich weinen müssen, in der nächsten schon wieder schreien vor Wut. Am Ende blieb mir doch nur das kraftlose Hinnehmen all dieser Gedanken.
Ich bin auch noch etwas krank, meine Stimme nach all dem Lesen ist etwas heiser, denke aber, dass es hier echt passend war.

Was man nicht hören kann, sind die Fünftausend Lachanfälle, die ich dazwischen immer und immer wieder hatte. Ich hoffe zumindest, dass man das nicht hören kann. 😉

Was ich aber hervorheben kann, auch wenn das, man glaubt es kaum, echt anstrengend war: es hat mir Riesen Spaß gemacht! Und ich freue mich demnach sehr, wenn in Zukunft öfter mal der Wunsch nach etwas gelesenem geäußert wird. Also nur zu, liebe Leser! Alles was auf meinem Blog zu finden ist, kann auch gelesen werden.

Wie das so ist, gefällt einem die eigene Stimme nie so recht, deshalb überlasse ich euch nun einfach wortlos meinem Werk und hoffe natürlich, es gefällt euch.

Erfordert schon ein wenig Mut, das so zu präsentieren..hui. 🙂

Werfe mich ins Feuer! 


Werfe mich in dein Feuer,

Lasse mich nur Asche sein,

Verstreue mich im Wind,

Er kann mich tragen,

Und ich werde frei sein.

 

Die Hoffnung soll brennen,

Ich will sie nicht mehr kennen,

Dieser Funken, er lügt!

Betrügt meine Sinne,

Keine Wahrheit kann er nennen.

 

Mal dachte ich, du seist ein Anker,

Könntest mich begleiten – sanft

Über die hohe, schwere See,

Aber es brennt nur noch,

Ich gehe unter, es tut weh.

 

Also werfe mich endlich,

In deine hohen Flammen,

Brennend will ich untergehen,

Als Asche – Hand in Hand

Mit dem Wind gehen.

© Amy Herzog

warten auf den Traum…

 

Von tausenden Menschen umgeben,

verweilst nur du in meinen Träumen,

was würde ich noch darum geben,

keinen Traum mehr zu versäumen.

 

Doch ich wache hell durch Nächte,

wünsche kennt nur noch der Mond,

die Sterne zeichnen große Ängste,

der Wunsch nur tief im Traume wohnt.

 

Lasse mich von Sehnsucht tragen,

verweile hier bis zum langen Schlaf,

bis ich dich kann im Traume fragen,

wann ich in deinem Arm liegen darf.


© Amy Herzog

Vergangen…

Traurig liege ich im Bett,
und ich warte auf das eine,
auf ein Zeichen des Lebens,
oder darauf, dass ich weine.

Ich frage, was du machst,
wo du wohl bist, ob du lebst,
und ob du glücklich lachst,
kommst, dann wieder gehst.

Du zogst mich einst mir dir,
in eine ganz andere Welt,
voll Leidenschaft und Wir,
unter unserem Wolkenzelt.

Doch jetzt liege ich hier,
und sehne mich nur noch,
denke an das Vergangene,
und falle tiefer in ein Loch.

Ich hoffe es geht dir gut,
denn böse bin ich dir nicht,
der Rest wird schon gut,
denn du lebst im Licht.

© Amy Herzog

Warte auf die Hand…

Ich werde nicht mehr denken,
das Schicksal nicht mehr lenken,
denn nach all diesem Sterben,
laufe ich nur noch auf Scherben.

Nur dich kann ich noch sehen,
du strahlst, scheinst, weinst,
in der Sonne konnte ich fühlen,
wie auch du gestorben warst.

In dir sehe ich Lust, Leben,
das streben nach Glückseligkeit,
wie konntest du nur entfliehen,
dieser schwarzen Schattenewigkeit.

Eine Hand wurde dir gereicht,
mehr kann ich nicht hören,
doch hat dir das schon gereicht,
um wieder ins Leben zu gehen.

Doch warum du nun weinst,
das kann ich nicht sehen,
du warst doch nur einst,
nicht mehr in diesem Leben.

Und du sagtest zum Schluss,
warte nur auf eine Hand,
auf den kleinen Lebenskuss,
und du treibst nicht im Sand.

© Amy Herzog

Unerreichbares Bild…


Kein Blut mehr, nur noch du pulsierst,

Dein Bild lebt fest in meinem Herzen,

Mein Körper erstarrt kurz und gefriert,

Wie kann Sehnsucht nur so Schmerzen.

 

Deine Worte sind in meinen Gedanken,

Spielst wie wild mit meiner Phantasie,

Visionen wärmen, Lügen, liegen oben,

Raubst nur du mir den Verstand wie nie.

 

Unerreichbar und doch bist du nah,

Dein Bild so hell, doch sehe ich nicht,

Du bist da, hier, wo sonst niemand war,

Bringst mir mit dir ein fremdes Licht.

 

Bitte zeige dich mir nur ein einziges Mal,

Sei nicht nur ein verschwommenes Bild,

Lass uns gemeinsam die Bilder malen,

Und ganz offen tanzen wir dann wild.


© Amy Herzog

Wanderweg….


– wanderweg

 

staubgraubraun

hier und da ein zaun

ein stein – manchmal fein

der schutz, das warten

 

kühl im schatten unterm baum

liegen, verharren im grün

blickend in zukunft –

zeit, glück und raum
ein vogel zwitschert aus dem schlaf

plötzlich klopft ein wanderer

fragt, ob er bleiben darf

reicht ein warmes glas

 

mit flüssigem glück

 

fragt, sag: willst du jetzt

zurück? oder fort?

bleib doch hier, wir klettern

über den zaun – gemeinsam

an den nächsten ort

© Amy Herzog

Austauschbar…

Das Innerste nur rebelliert,
kaum mehr ist es zumutbar,
meistens schütteln Köpfe sich,
das ist einzig sonnenklar.

Manchmal spuckt es Liebe aus,
wie Feuer, zu unkontrollierbar,
dafür aber, und sei’s nur stumm,
doch ehrlich, öfter verletzbar.

Eines war es doch noch nie,
und das ist wirklich wunderbar,
das Innere verirrt sich stets,
es ist nichts, nur verlegbar.

Was ihm bleibt ist dieser Schmerz,
dieser wütet stets furchtbar,
und wurd‘ es gerade erst verlegt,
ist auch schon der nächste da.

Es bleibt nichts, nur unsichtbar,
höchstens vielleicht sonderbar,
wär es etwas, dann vielleicht,
nein ganz bestimmt: dann austauschbar.

© Amy Herzog

Wiedersehen?

Melancholische Blicke,
ziehen durch die Stadt,
wir schweben betäubt,
wie stilllebendes Blatt.

Ein plötzliches Lächeln,
wir spüren den Wind,
gehen aneinander vorbei,
denn wir sind zu blind.

Das Lächeln schwindet,
wir gehen einfach weiter,
vertrödeln unsere Zeit,
sehen wir uns wieder?

© Amy Herzog

Ein kleiner Geist…

large

Ich bin ein kleiner Geist,
eine immer tanzende Seele,
schwarze Augen gefangen,
in ewig drückender Leere.

Ich schreie zwar laut,
Tag ein und Tag aus,
doch hört, ich bin still,
mir gehen die Worte aus.

Und doch tanze ich weiter,
um einen Körper zu weben,
denn als kalte leere Seele,
ist es kein schönes Leben.

© Amy Herzog.

Bildquelle

Sprache des Herzens…

Gedanken wandern durch den Kopf,
Sie Kämpfen, schreien und wüten,
Bleibt die Seele dennoch leer,
Hinterlassen nur noch Spuren.

Spuren sind nur unsichtbar,
Sie ordnen sich im Herzen an,
Wie kann sie jemanden sehen,
Wenn das Herz nicht sprechen kann.

Es hüllt sich ein im Schweigen,
Das Herz, es spricht gebrochen,
Könnt nur jemand diese Sprache,
Einmal fließend Sprechen.

© Amy Herzog

Falsches weißes Kleid…

Traurigkeit wie eine Droge,
konsumiert im Alltagsleid,
tränen fließen innerlich,
unterm reinen weißen Kleid.

Verschluckt ist die Realität,
auf der Bühne das Gefängnis,
berauschtes Lächeln flieht,
wird dem Traum zum Verhängnis.

Der Wahnsinn ist erfunden,
quatscht locker mit Sarkasmus,
und tanzt im falschen Kleid,
im Rausch neben dem Rhythmus.

© Amy Herzog