Liebe

Geheim

Für den kurzen Weg
meiner dunklen Zeilen
hungernd in deiner Kunst
verweilen, innigst lieben
auf geheime Weisen
reise durch den Äther
zitternd um diesen Moment

Sinke nieder du Wort
und ziehst mich weiter an
magnetisch, pulsierend
zeigt uns Leere sein nein
aber nein schreit lautes ja
diese Zuneigung ist tiefer
wie sie tiefer niemals war

Doch begehre ich den Wind
wie den Kuss aus der Ferne
und brennst du weiter
Kunst, bis Liebe kniet
du merkst es nicht
so klingen Zeilen nur
im schweigend süßen Lied

© Amy Herzog

Vollendung

Deine Berührung ist wie
die Vollendung meines Körpers
wie die Haut die mir fehlt
und das Ablegen meiner Maske

Pfeifender Wind aus meinem Mund
säuselt um deine Ohren
wie tausend Stimmen Hunger schreien
und dein Kuss meine Seele kühlt

Doch mein Fall in die tiefe Schwärze
Hände warten, Haare zittern
Tropfen vergehen, das Meer bleibt uns
und fällt in Wahrheit vertraut

Deine Berührung ist viel mehr
die Vollendung meiner ganzen Seele
und wie ich mit dir schwebe
so baden wir am Schluss vereint

 

© Amy Herzog

Nur falsche Fratzen haben es schwer.

Täglich blickt man diesen Menschen,
in das Lügengleich‘ Gesicht,
doch mit diesem bleibt ein Leben,
bitter – (einsam) dies Gericht.

Lieber eine wahre Liebe,
wo der Kampf sich selbst gewinnt,
denn die Größe einer Wahrheit,
sieht man, wenn das Glück beginnt.

Liebe soll für immer das sein,
was zum Schluss die Hand mir reicht,
und sie bringt mir überhaupt nichts,
wenn sie falschen Fratzen gleicht.

 

 

© Amy Herzog

Zwei.

Deine Haut ist mein Kleid
und mein Atem ist deine Luft,
die, wie sie um die Ohren tänzelt,
singt von Stille meinen Duft.

Und das knistern eines Astes,
der im Wald am Boden liegt,
der, wie des Kusses leiser Hall,
wie Sommerluft am Körper schmiegt.

Werden Tropfen meines Regens,
nur mit deinen für uns Meer,
das, wie es uns‘re Seelen reinigt,
wiegt die Stille umso mehr.

Nur des Feuers rote Flammen,
dass das Blut zum kochen bringt,
schwebt die Erde zu den Wolken,
ist mein Körper frei und sinkt.

In den Nächten uns‘rer Augen,
wirkt im Innern Malerei,
bis die Sonne will‘s erwecken,
bleiben übrig nur wir zwei.

 

 

© Amy Herzog

Wie ein Mantel

Mein Leben werd ich dir nun schenken,
denn du gibst darauf immer acht,
so wie der Mond trotz aller Wolken,
auch Nacht für Nacht über mich wacht.

Und heute wird es wieder dunkel,
doch ich schlaf sicher in dem Arm,
dort wo die Träume wirklich leben,
für immer hab ich es nun warm.

Die Wärme fließt durch alle Adern,
so sicher ist auch deine Haut,
du legst dich um mich wie ein Mantel,
der mit mir eine Zukunft baut.

© Amy Herzog

Wahre Liebe zu empfangen..

 

Wahre Liebe hier zu fühlen,
doch mein Herze glaubt es kaum,
denn die Lieb‘ an diesen Tagen,
ist sie wie der schönste Traum.

Wahre Liebe hier zu sehen,
all das, was du machst du tust,
mit dem Herzen aufzustehen,
und es durch die Straßen rufst.

Wahre Liebe hier zu hören,
wie sie durch die Gänge schleicht,
stets doch hinter meinen Hacken,
nie von meiner Seite weicht.

 

 

 

© Amy Herzog

Richtung Sonne

Zwischen Tränen und den Träumen,
steht das Glück mit einem Schild,
hat für mich mit Müh‘ gezeichnet,
wie der Weg die Sehnsucht stillt.

Klar und deutlich steht geschrieben,
nur ein Wort, das alles kennt,
diesen Weg des Traums zu gehen,
wo das Wort sich handeln nennt.

Und mein Traum vom Glück bleibt übrig,
wie die Sehnsucht oben schwimmt,
treiben wir zwei Richtung Sonne,
die am Schluss die Tränen nimmt.

 

 

© Amy Herzog

Was liebe ist?

Du bringst die Sonne in den Winter,
wenn du an meiner Seite bist,
ein Strahlen nur aus echtem Lachen,
zeigst du mir was die Liebe ist.

 

 

© Amy Herzog

Herzspende

Zehn Gebete malen blaue Finger
Zwanzig werden Schwarz
Bin ich nicht in Zahl und Wort
Doch Regen malt die Antwort dort
Wo meine Wangen nass.

Keine Frage nur so ein Gefühl
Sind meine Finger kühl
So bin bin ich längst schon tot

Nur mein Name regnet auf Papier
Ich mein Herz wir stehen hier
Umarmen hier und liegen auf dem Tisch
Zähle doch von zehn zurück
Und Schlaf für immer ein

Nur du mein Herz tanzt weiter
Wo jedes Wort versinkt
Und doch viel näher als gedacht
Erfreut’s von oben, wie du lachst
Und endlos glücklich klingst

 

 

 

 

© Amy Herzog

Die Sonne

Wie die Wärme einer Sonne,
die für mich auch immer scheint,
bleibt dein Licht an meiner Seite,
selbst wenn jede Wolke weint.

Wie das Wasser in der Erde,
suchst den Weg durch Stein und Sand,
und du schützt vor dem verdursten,
wo mein Herz die Sonne fand.

Mit den Händen einer Seele,
wäschst du stets mein Herze rein,
und wenn wir im Regen tanzen,
will ich nah der Sonne sein.

 

 

© Amy Herzog

Zuneigung = Nahrung

Die Zuneigung braucht deine Seele,
denn ohne das verkümmert sie,
es ist der Antrieb deines Herzens,
und nur mit Leere lebt sie nie.

Und ist dein Herz ein mal in Liebe,
sucht und kämpft sich durch den Wald,
doch wirst du stets nur weggestoßen,
so schnell verlierst du deinen Halt.

Doch deine Seele wandert weiter,
bis etwas warmes zu dir kam,
so lehnst du dich mit deinem Herzen,
an diesen neuen warmen Arm.

 

 

© Amy Herzog

Wahre Träume.

Durch dich kann ich Träume sehen,
funkeln hell und strahlen weit,
in eine Zukunft voller Liebe,
Frohsinn, Glück und Zweisamkeit.

Wie der Himmel hier auf Erden,
Sonnenschein und Blumenduft,
alles was Jahrzehnte grau war,
blüht im Regen, schenkst du Luft.

Und wenn dann der Mond am Himmel,
tanzt mit tausend Sternen gar,
ruh ich träumend in den Armen,
und du machst die Träume wahr.

 

© Amy Herzog

Im Bett ?!

Mal einen Tag im Bett verbringen,
ganz anständig und brav zumeist,
nur eines wird ganz ohne Pausen,
und diese Sache kuscheln heißt.

Kuscheln kann ganz einfach jeder,
ob nur mit Kissen oder doch dir,
so such dir nur das allerwärmste,
und halt es fest im jetzt und hier.

Letztlich nimmt es all die Tränen,
wenn dann auch keine Zeit hier eilt,
so kuschle mit dem was dir wichtig,
wo dann dein Herz auch Liebe teilt.

 

 

 

© Amy Herzog

Wieviele Tage..?

Hundertneununddreißig Tage ziehen
doch sie fliehen nicht
schaukeln sich nur höher
immer
höher
immer
schneller
bis zum schönsten lauten Knall

Doch ein leiser über Schultern
nur ein Lächeln
und ein Sog

Wie ein unentdecktes Meer
bindet sich das Blau zusammen
immer enger
immer
näher
und am Ende wartet Glück

Fünfhundertsechsundsechzig Tage
sollen lachen, sollen lieben
wie ein Schiff an’s Land getrieben
zahlen kommen
zahlen
gehen

Nur welche soll am Ende stehen?

 

© Amy Herzog

Beim Liebenden verbleiben..

Auch kein totes Herz
(sei’s noch so kalt und leer)
kann mir meine Liebe vertreiben.
Sie wird sich nur entfernen
(nur vom Monster, das nicht liebt)
und beim Liebenden verbleiben.

 

© Amy Herzog

wegen…

Was ich suchte
fand ich in keinem Wort
und zwischen keiner Zeile
nur jetzt, wo ich leise hier verweile
hinter fest verschlossenen Augen
beginnt es stumm zu regnen
mit einem Lächeln
wegen…

Ich kann nur schreiben
dass der Himmel hier blau ist
obwohl es seit einem Jahr regnet
und die Vögel sich bewegen
in lautesten Gesängen
nur ohne Luft
wegen…

Hinter verschlossenen Augen
liegt kein unbeschriebenes Papier
nur Händchenhaltend jetzt und hier
und alles was ihr draußen seht
ist Zeit, die niemals steht

Doch hier im Käfig
kann ich fliegend länger leben
wie an die Zeit den Sinn vergeben
und das alles wegen Regen
und noch mehr nur
wegen…

 

 

 

© Amy Herzog

kennen.

Ein starrer Blick
juckt salzig in den Fingern
vor den Toren meines Himmels
kannte ich den Regen nicht

Wie im Paradies
zuckt es rhythmisch Worte
wie eine neu erlerne Sprache
kannte ich die Tänze nicht

Bleiben kalte Füße
in den Fängen deiner Seele
nun das Hauptgericht des Tages
kannte ich die Sonne nicht

Sättigende Ewigkeit
so fliegend wie ein Luftballon
wandre ich von Mond zu Mond
als kannte ich die Liebe jetzt

 

 

 

© Amy Herzog

Wasser

Deine Augen sind wie Wasser
wie der Nebel um die Abendsonne tanzt
schweigend mit den Fischen schwimmt
und neben Freiheit neue Wege
reißend jeden Berg erklimmt

Deine Augen sind die Stürme
in der Mitte stellst du höchste Türme
noch viel weiter als der Horizont
ist mein Herz die wärmste Quelle
weil es sich unter deinem sonnt

Deine Augen sind die Klarheit
wie der Schnee im letzten Winter
sprühen Funken in die Weiten
und dann ist’s mir plötzlich
als könnt ich in die Ewigkeit gleiten

Deine Augen sind wie Wege
mit den Strömen, selbst gewählte
durch die Wüst‘ ein halbes Leben
mit der Macht zu Brot und Luft
dein Wasser noch zu geben

 

 

© Amy Herzog

Zitat: Liebe

Denn steinerne Grenzen können Liebe nicht fernhalten,und was Liebe kann, das wagt Liebe zu versuchen.

– Shakespeare 

Ich glaube noch

Ich glaube noch an kleine Worte,
sie reichen gleich schon zu Beginn,
schon wissen Herzen wo sie wohnen,
für Zweie wird dies ein Gewinn.

Ich glaube noch an diese Fälle,
dort wo der Zufall trifft den Plan,
und plötzlich malen sich die Bilder,
ganz unverhofft und nur spontan.

Ich glaube noch an diese Liebe,
sie wartet schweigsam und gespannt,
und bald schon wird sie hell erblühen,
wo alle Last dem Herz entschwand.

 

 

© Amy Herzog

Heute oder irgendwann.

Wenn nicht heut der Tag der Liebe,
wann soll er denn kommen dann,
schieb statt gestern doch auf morgen,
oder auch auf irgendwann.

Zeit bleibt eine feine Sache,
viel zu kurz klagt Herz und Leid,
doch die Liebe spielt mit Mächten,
bis in die Unendlichkeit.

Auf der Erde sind wir menschlich,
und zu gern auf bald verschiebt,
wirklich glücklich wird man dann nur,
wenn man heut statt morgen liebt.

 

 

© Amy Herzog

Die Hälfte…

Die Hälfte warf ich weg von mir,
sie war nicht mehr so wichtig.
Nur alte Lasten, tief vergraben,
könnt‘ ich dir nur wahrlich sagen,
was du aber für mich bist.

Freude unter Angst geschlafen
und doch ist’s hier hell und wach!
Ich mache Platz und räume auf,
den Staub, den nehme ich in Kauf,
das ist es, was du wirklich bist.

Morgen ist die Angst vertrieben,
morgen werden wir uns lieben…
Zwischen Düften und der Hitze,
während ich noch schweigend sitze
und dein Platz auf Fülle fühlt.

Die Hälfte warf ich weg von mir,
sie stand uns doch im Weg.
Denn daraus wird ein großes wir,
aus uns, schon lange Tränen hier,
doch das ist dann vorbei.

 

 

© Amy Herzog

Ich zähle nur die letzten Tage..

Versprochen sagst du, wirklich sicher,
bis du dann endlich bei mir bist,
ich zähl‘ nur noch die letzten Tage,
bis nichts mehr dieses Herz vermisst.

Und ich vertraue deinen Worten,
der Tag, der schnell vorüber zieht,
ich zähl‘ nur leise an fünf Fingern,
bis niemand vor der Zukunft flieht.

Versprochen sag ich, wirklich sicher,
mein Herze sei dir stets ein Heim,
ich zähl‘ nur noch die letzten Tage,
und wir zwei sind nie mehr allein.

 

© Amy Herzog

Flüchten…

Flüchten schweigend in Gedanken
lassen deine Schiffe schwanken
Tanz mich wund an deinem Mund
laut sein will ich, schreien gar
wo Sicherheit zugegen war
in deinen Händen leiser fallen
höre ich den Herzschlag schallen
halt mich nur, so halt mich fest
und flüchte mit ins warme Nest

 

 

© Amy Herzog

Herz an Herz..

Du bist nicht meine erste Liebe,
doch ist es wirklich das was zählt?
Wirklich wichtig bleibt am Ende,
das mein Herz fortan deines wählt.

Denn darin höre ich die Zukunft,
und nichts wird jemals dort vermisst,
ein neues Leben für zwei Herzen,
das ist es, was noch wichtig ist.

Ich bin nicht deine erste Liebe,
doch ist auch das nicht, was hier zählt,
hörst du in meinem Herz die Zukunft,
dann deines einfach meines wählt.

So wählen wir für uns das Leben,
was wir uns bald ein Jahr ersehnt,
und hören bis zum Schluss die Lieder,
während wir Herz an Herz gelehnt.

 

 

© Amy Herzog

Vertrauen auf die Liebe..

Ich vertraue auf die Liebe,
die mich täglich weiter lenkt,
durch die Stürme und den Hagel,
bis sie uns die Sonne schenkt.

Ich vertraue auf die Liebe,
wie sie mich zum Glücke trug,
schweben wir gemeinsam weiter,
nur dein Herz ist mir genug.

Ich vertraue auf die Liebe,
wo die Zukunft mit uns bleibt,
nichts werde ich je vermissen,
wenn sie uns durchs Leben treibt.

 

 

© Amy Herzog

Leises Sehnen…

Oh, spürst du nicht mein Sehnen
mein Liebster, und mein leises Flehen
verborgen hinter tausend Sternen
so hoch oben zwischen Wolken
wie könnt ich dich nicht begehren
Liebster, spürst du nicht mein Sehnen

Strahlt ein Lied, ein Licht in Tränen
spiegelt mich in allen Pfützen
sag bloß, kannst du Bilder sehen
durch dein Haar die Stürme wehen
kann dich wärmend sanft beschützen
Spürst du nur mein leises Sehnen

 

 

© Amy Herzog

Ewig.

Du kannst mich vermeiden,
ignorieren, hassen und verachten.
Und vielleicht ist dir mein Leiden
zwischen deinem ewigen schweigen
gekrönt von kalten Worten egal.

Vielleicht.

Aber ich werde immer da sein,
nah bei dir, an deiner Seite,
haltend deine Hand, unsichtbar
und doch vom Himmel,
über Wasser und Land und bis weit
über den letzten trockenen Rand.

Versprochen.

 

 

© Amy Herzog

Für meinen Liebsten..

Ein jeder Tag mit dir ist wertvoll,
doch heut‘ wo dein besonderer ist,
da singt die Eule noch viel lauter,
weil du in meinem Leben bist.

Ich denke an die deine Freude,
die du heut hast mit mir geteilt,
bis in die Zukunft und noch weiter,
du fest in meinem Herzen weilst.

Doch heute, da ist dein Geburtstag,
die Eule fliegt schnell auf dich zu,
sie singt ein Lied von Glück und Liebe,
und lässt dich damit nie in Ruh.

 

 

© Amy Herzog

Lebewohl…

Wenn dieser Horizont dich ruft
und du gehst, dann sage Lebewohl.

Schwimme nicht schweigend fort,
halte meine Hand, finde meinen Blick,
ich halte deine und finde dich dort,
und ich finde unser kleines Glück.

Wenn dieser Horizont dich ruft
und du gehst, dann sage Lebewohl.

Dein Duft wird in den Wellen bleiben,
und ich werde nie darin erfrieren,
nur im Sonnenuntergang verweilen,
so niemals deine Hand verlieren.

Wenn dieser Horizont dich ruft
und du gehst, dann sage Lebewohl.

Warte nur solange dort ein Blick,
hier in unsren Zeiten ewig lang,
blicke ich dem Lande bald zurück,
wir singen Lebewohl im Wellenklang.

 

© Amy Herzog

Liebe..?

Woher ich weiß und das gewiss,

so wer mich sieht und deshalb liebt,

das seh‘ ich selbst in tiefster Nacht,

wer mir die Zeit und’s Herze gibt. 

© Amy Herzog  

In deiner Seele…

Wie ich verschlungen war,
von deinen Worten, wie sie fraßen,
doch zeitgleich nur stumm
neben mir saßen.

Wie ich ertrunken war,
in deinen Augen, um Luft rang,
und doch vor Liebesglück
drei Worte sang.

Wie ich gefangen war,
in deiner Hand, sanft und warm,
entrissen dem hier und jetzt
in deinem Arm.

Wie ich versunken war,
in deinem Herz, deiner Seele,
und wie ich umhüllt von dir
in Geborgenheit lebe.

 

© Amy Herzog

Kleine Eule..

Kleine Eule in dem Herzen,
so verspielt und noch so klein,
rosa flauschig strahlen Bäckchen,
grün und zart die Flügelein.

Flattert sie durch die Gedanken,
warm das Nest in meinem Traum,
kleine Lieder zwischen Stürmen,
sicher in dem stärksten Baum.

Kleine Eule in dem Herzen,
doch der hellste Sonnenschein,
und in tiefen schwarzen Nächten,
zaubert sie ein Herzensheim.

 

© Amy Herzog

 

Einsames Einhorn…

Ein Einhorn stand im Wald allein,
so schaut es nach den Vögelein,
sie flogen zweisam wild umher,
und kurz darauf wurden es mehr.

Es hörte Tag für Tag das Lied,
und sah dabei das Glück, es fliegt,
so wünschte sich das Einhorn bald,
auch Flügelein für diesen Wald.

Nur wuchsen mit den Jahren nicht,
die Flügel blieben fern in Sicht,
das Einhorn weinte um sein Glück,
und zog sich immer mehr zurück.

Doch eines fernen Tages dann,
das Lied der Vögel stets erklang,
ein trappeln auch im Hintergrund,
als tat sich eine Botschaft kund.

Die Vögel flogen schneller fort,
ganz ängstlich zu dem fernen Ort,
das trappeln immer lauter hallt,
am Boden groß und schön Gestalt.

Ein Einhorn war es, dieses Lied,
die Einsamkeit noch schneller fliegt,
zwei Einhörner in Zweisamkeit,
vertrappeln sie sich nun die Zeit.

Das Glück der Vögel kehrte nicht,
so lang es da war, nicht in Sicht,
das Einhorn doch erinnert kalt,
es war nicht stets allein im Wald.

Doch nun ist dieses Einhorn da,
das Glück in nun tatsächlich nah,
ganz ohne Flügel nicht allein,
zwei Einhörner im trauten Heim.

 

 

© Amy Herzog

Zitat: Was Liebe ist…

Auch ist das vielleicht nicht eigentlich Liebe, wenn ich sage, daß Du mir das Liebste bist; 

Liebe ist, daß Du mir das Messer bist, mit dem ich in mir wühle.

– Franz Kafka  

Meine Wurzeln..

Ich schlage Wurzeln in die Seele,
bis mein Herz für immer bleibt,
wo weder Sturm noch stärkster Regen,
die Liebe für dich je vertreibt.

Dein Herz bedeutet mir ein Leben,
es zieht in die Unendlichkeit,
die Reise hat mich einst geboren,
und zeigt es mir in dieser Zeit.

Doch halte ich mich fest im Regen,
und lebe mit dem kalten Wind,
so wird er mich niemals zerstören,
solang die Wurzeln stärker sind.

 

© Amy Herzog

Meine Liebe..

So weit du mir entfernt bist…
Wächst mein Herz in die Ewigkeit
An jedem Tag und in jeder Nacht
Damit dich in allen Träumen
Und in den Tränen der Zeit
Meine aufrichtige Liebe
Wärmt und bewacht

© Amy Herzog

Furcht…

Ich fürchte mich vor deiner Stimme,
denn dort hab ich mich einst verirrt,
verstecke mich vor deinen Worten,
wo mein Herz doch nur fallen wird.

Ich fürchte mich vor deinen Worten,
wo eines mir die Hoffnung spricht,
wenn du doch niemals dazu stehst,
erlischt zugleich mein kleines Licht.

Ich fürchte mich vor deiner Sonne,
vielleicht erscheint sie nicht für mich,
ich bleibe ängstlich in den Schatten,
und warte letztlich dort auf dich.

© Amy Herzog

Ich sehe noch heute…

Ich sehe noch heute –
im Augenwinkel mein Haar,
wie es wehte im Winterwind,
und warm kamst du mir nah…

Ich sehe noch heute –
im Schnee Hand in Hand,
und mit nur einer Berührung,
verschloss das Liebesband…

Ich sehe noch heute –
deinen schüchternen Blick,
als du im Frühling fragtest,
begleitest du mich ins Glück?

© Amy Herzog

In der Wüste…

Einsam ging ich durch die Wüste,
schrieb im Sand „ich liebe dich“,
hoffnungslos verging die Nacht,
doch unerwartet fand ich mich.

Einsam ging ich durch die Wüste,
und fand darin dein blaues Meer,
traf dein Blitz in meinem Herzen,
Liebe – doch sie trägt sich schwer.

Einsam ging in durch die Wüste,
wenn das Schweigen mich geleit,
genügt ein Blick in deine Sterne,
wo Zweisamkeit mein Herz befreit.

© Amy Herzog

Am Felsen im Meer..

Als die Sonne den Sand küsste,
glaubte ich zu träumen.
Mein Blick vom Meere zur Küste,
konnte nichts versäumen.

Wie ich am starken Felsen lehnte,
sog mich der deine Kuss.
Wonach mein ganzes Leben sehnte,
dem ich nun folgen muss.

Sanft lag ich auf deinem Grunde,
gar leer und dunkel-kalt.
Doch küsste ich die Herzenswunde,
und gab dem Felsen Halt.

Als der Mond das Wasser küsste,
tauchten wir dann auf.
Unser Kuss doch brannte Lüste,
und nahmen ihren Lauf.

Doch der Mond wollt schlafen geh’n,
so trieben wir dahin.
Mein Traum, er würd im Wind verweh’n,
doch gab er uns den Sinn.

Und als die Lichter wieder küssten,
wir würden weiter Träumen.
So wie wir von der Zukunft wüssten,
am Strand gab’s kein versäumen.

© Amy Herzog

In meinem Traum..

So fiel ich tief in einen Schlaf,
worin ich tausend Träume traf,
von Sternenlicht um Wolkenbank,
und in des Herzens Arme sank.

So träume ich durch einen Traum,
zuweilen glaube ich ihn kaum,
doch lebe ich im hier und jetzt,
und träume all das bis zuletzt.

So sitz‘ ich auf der Wolkenbank,
und trink der Wolken Liebestrank,
verweil‘ im Sternenlichte warm,
solang ich sink‘ in deinen Arm.

So wenn der Morgen aufgewacht,
mein Herze dennoch weiter lacht,
denn führt der Sternenweg zum Traum,
und schafft für meine Liebe Raum.

© Amy Herzog

Liebe..

Ich liebe dich, mit allen Seiten,
das Wort, das in der Seele steht,
ich bleib bei dir für alle Zeiten,
wo dieser Wind niemals verweht.

Ich liebe dich, kaum zu beschreiben,
in Ecken, Kanten mich verrannt,
doch Hand in Hand möchte ich bleiben,
dein Blick letztendlich so charmant.

Ich liebe dich, dein ganzes Wesen,
mal lustig, zickig, wie ein Kind,
doch bis zum Ende will ich lesen,
wenn wir im Glück zusammen sind.

Ich liebe dich, so wenn ich lache,
das größte Glück, das du mir gibst,
selbst wenn das Herze ist das schwache,
so zeigst du stets, dass du mich liebst.

Ich liebe dich, Fels in der Brandung,
mein Leuchtturm in der Dunkelheit,
in deinem Arm für mich die Landung,
so sanft und warm in Ewigkeit.

© Amy Herzog

Leben im Herzen..

Das Schlagen meines kleinen Herzens,
ein zarter Klang, der hier entspringt,
reicht zum Mond bis zu den Sternen,
wo er mein Lied zum leuchten bringt.

Schau in deinen dunklen Stunden,
vertraue, geh‘ den Schritt hinaus,
und hör den Wind im Baum der Seele,
so spür‘ in dir mein wärmstes Haus.

In meinem Herzen kannst du wohnen,
denn nur durch dich mein Lied erklingt,
und gehst du mit dem Blatt der Noten,
erst dann fällt Regen – und es ertrinkt.

© Amy Herzog

Starke Worte..

Niemals wieder Schmerz empfinden,
hast du aus starkem Wort erbaut,
so einfach Glück und Liebe binden,
hab ich auf deinen Blick vertraut.

Aus deinen Augen sprach die Seele,
und ich ein jedes Wort verstand,
so einfach wie das Schicksal wähle,
doch einfacher in Angst verschwand.

Dein Herzschlag ward zur Traurigkeit,
und ich stand ratlos, still zur Wand,
die Sehnsucht nach Unendlichkeit,
mein Herzschlag bleibt in deiner Hand.

Und lausche ich nun meinen Schmerzen,
die Wahrheit doch erkennend noch,
so denk ich fest an’s Glück der Herzen,
bis zum Sturz ins Schwarze Loch.

© Amy Herzog

Das Schweigen des Liebsten..

Die Lippen mir zittern,
zum Schweigen verdammt,
so fühlt sich das Herze,
als sei es verbannt.

Ein warten im Wasser,
auf Luft oder Not,
die Worte des Liebsten,
erbauten das Boot.

Doch Schweigend der Liebste,
es gleicht einem Tritt,
das Wort, das dann folgend,
dem tödlichen Schnitt?

© Amy Herzog

Eule & Baum… (2/3)

Du bist mein Baum in allen Zeiten,
im Stamm ein großes Herz geschnitzt,
umgeben von gar tausend Blättern,
in Wärme, die mein Kleid beschützt.

Du bist mein Baum in allen Zeiten,
vom Regen bis zum Sonnenschein,
die deine Eule schläft im Schatten,
und fühlt sich dort nicht mehr allein.

Du bist mein Baum in allen Zeiten,
bei Tag und auch im schönsten Traum,
denn du bist, der mein Herz bewegt,
und so bleib ich bei meinem Baum.

© Amy Herzog

Vergessen in der Tiefe…

Tief im grünen Grase,
wollen wir den Sommer singen,
unterm Baume zwischen Blättern,
lächelnd in der Liebe schwingen.

Tief in Herzens Liebe,
wollen wir im Wasser baden,
getränkt im Ozean der Seelen,
wo uns’re Blicke alles sagen.

Tief in blauen Blicken,
wollen wir den Winter finden,
in den Sinnen eingekuschelt,
ewig unser Arme binden.

Tief in uns’ren Armen,
wollen wir die Zeit vergessen,
spielt sie einst vom Tränenlied,
in dem wir Wärme nur vermissen.

© Amy Herzog

Das Abbild meiner Seele…

Du bist das Abbild meiner Seele
auf der größten Bühne unter der Sonne
als erstrahlte ich im neuen Glanz
trägst mich durch die Flüsse der Welt
ohne mich im Meer zu verlieren
bis unterm dunklen Sternenhimmelstanz

Worin sollte ich mich länger sehen
wenn nicht im Glanze meines Herzens
der mein Haar vor Winden schützt
schneller gar scheine ich zu entgleiten
in meine unsichtbare Melancholie
wenn kein Fels in der Brandung stützt

Bleiben all die Sterne an ihrem Platz
auch wenn auf meinem Wege Dürre herrscht
so bin ich doch nur Mensch zu halb
ohne das Bild, das einst von dir gemalt
verliert die Farbe ihre Kraft
und ich, ich verliere meinen Halt

© Amy Herzog