Lyrik

Grüner Garten…


Am Himmel leuchtet hell ein Stern,

doch bin ich hier allein,

die Nacht, sie ist noch viel zu jung,

ein Traum aus hellem Schein.

 

Die Welt, sie liegt so weit entfernt,

doch riech‘ ich schon das Grün,

der Garten, ein Geschenk zur Nacht,

dort wo Gefühle blüh’n.

 

Tiefer taucht die Nacht ins Schwarz,

der Stern, er wird nicht warten,

ich reiche meine Hand und flieg,

in traumhaft grünen Garten.

 



© Amy Herzog

Für Niemanden…

Deine Stimme
wohnt noch immer in meinem Ohr
und vielleicht bin ich ignorant – aber
sticht kaum noch hervor
der Rest der Welt

Und dein Buch
so geöffnet vor meinem Auge
beinahe ein Fluch – würde deine Schrift
nicht so wundervoll glänzen
im Schein der Kerzen

Wie immer atme ich
lebe, sterbe, falle in dein Wort
und du fängst mich

Für nichts und niemanden
würde ich dich hergeben
selbst wenn da was wichtiges ist
das jemand vermisst

Nein – niemand ist mein

 

© Amy Herzog

Mittag..

Der Mittag scheint mir wie die Nacht,
dort wo mein Herz noch leise lacht,
ein Traum, die Hoffnung überwacht,
dass Schmerz und Leid hat keine Macht.

Doch grell der Himmel wie ich seh,
und das was fehlt tut hier zu weh,
wär’n Tränen nicht so kalt wie Schnee,
dann würden sie zu Meer und See.

Die Seele hier noch zitternd fleht,
dass Hoffnung nicht zu weit weg geht,
doch Rauch und Asche um mich steht,
das Gold’ne Herz vom Wind verweht.

Und Stunden sich in Schwärze färben,
wo Angst und Sehnsucht um mich werben,
lieg‘ liebend, starr und leer auf Scherben,
wartend im letzten Seelensterben.

 

© Amy Herzog

Zurück bleiben…

Mit deinen Liedern aufgewacht,
die Saiten waren nur nie warm,
ziehen bis zum Ende der Welt,
und fliehen doch in deinem Arm.

Geklammert an die Melancholie,
der Kopf vom Dampf gefroren ist,
verbleibt da nur der graue Nebel,
der hin und wieder Sonne vermisst.

Nun küsst ihr Teufelslippen nah,
vor Augen hängen schwere Ketten,
und weil ich Worte niemals sah,
muss jetzt das Eis die Wunden lecken.

Letzte Lebensstunden rauben,
die im Nebel noch verweilen,
Seelen, die nach Wärme zehren,
nie in stummen Liedern heilen.

Bleiben an dem Ort zurück,
wo kein Lied jemals Sonne traf,
ich bitte nur zuletzt und leis‘,
wecke nicht, wenn ich dann schlaf.

 

© Amy Herzog

Herz aus Eis…

Mein Atem schnellt, der Körper heiß,
Gefühle wachsen im Herz aus Eis,
der Puls vibriert, das Hirn, es ringt,
um mein Herz, das durch dich zerspringt.

In tausend Scherben liegt es zerfetzt,
wo du noch weiter die Krallen wetzt,
mein Hirn kocht nur vor Fragen über,
und du? Du stehst auf Wolken darüber.

Mein Herz, es sei dir nicht geschenkt,
wenn man die Unfreiwilligkeit bedenkt,
vor Leid und Schmerz, du bringst mich hin,
kein aus den Augen aus dem Sinn.

Und wo wir nun den Sinn bereden,
wo liegt er denn im Körperbeben,
mein Atem schnellt, der Körper heiß,
Gefühl so groß, im Herz aus Eis.

 

© Amy Herzog

Vom einst so warmen Schmetterling…


Mein Herz, der große Eiskristall,

es hagelt, stürmt und schneit,

die Sonne schien woanders warm,

im Herzen schien das Leid.

 

Dann kamst du, ein Schmetterling,

so golden, samt und rein,

du flatterst Wärme in dem Herz,

ich war nicht mehr allein.

 

Doch brachtest du den eisig Wind,

die Flügel ward zu Scherben,

du einst so warmes Flattertier,

lässt Herz im Blute sterben.



© Amy Herzog

Neuer Weg…


Die Wolke hat sich aufgelöst,

ein Blick auf’s freie Wort,

die Sonne zeichnet einen Weg,

am einst so finst’ren Ort.

 

Der alte Staub fällt langsam ab,

verweht im Meereswind,

und Liebesküsse tauschen sich,

wo Glück von neu beginnt.

 

Und mag der Weg ein weiter sein,

nicht so weit wie man denkt,

der Himmel blau, der Staub verweht,

bleibt wichtig, dass Herz lenkt.



© Amy Herzog

Gelesen: Verloren im Wort

Verloren im Wort

 

Ich bedanke mich für’s lauschen und sende Euch liebe Grüße.

Fremdgelesen: Ein Gedicht, welches gehört werden sollte..

So, etwas geheimnisvoll heute.

Ein Gedicht, gelesen und selbstverstehtsich auch geschrieben vom Autor und Blogger selbst, welcher aber zunächst anonym verbleiben möchte. Deswegen belasse ich es bei diesen kurzen Worten, und überlasse Euch dieses wunderbare Gedicht.


Schreibt mir eure Meinung sehr gern als kurzen oder langen Kommentar. Ihr dürft wie immer ganz ehrlich sein.

Seid lieb gegrüßt, und habt Dankt für`s Anhören.
– Amy

Nur ein leerer Schrei…

Und könnt ich die Sekunden füllen,
mich in deine Wärme hüllen,
in deinen Worten immerzu,
dort wo ich finde Seelenruh‘.

Und würden meine Tage hell,
als sei’s das Wort, das ich nur will,
unterm Baum im Schatten liegen,
mich in deinen Armen schmiegen.

Und würden Jahre bald vergeh’n,
die Sonne mehrfach untergeh’n
so schau ich doch und sitz mit dir,
in Wirklichkeit, im jetzt und hier.

Und ist mein Herz ein voller Krug,
voll Liebe jeder Atemzug,
dann trinke und seie besoffen,
ich passe auf, wenn dein Herz offen.

Und wär die Wärme viel zu heiß,
dein Kuss beschenket mich mit Eis,
und wär’s das letzte meines Seins,
egal, denn ich wär dennoch deins.

Und könnt ich ewig Zeilen bauen,
weil sie nur nach Sehnsucht schauen,
die in meinem Herzen thront,
dort wo noch leise Hoffnung wohnt.

Und winde mich in Phantasie,
dein Wort, so selten, niemals nie,
die Stunden zieh’n an mir vorbei,
Sekunden, nur ein leerer Schrei..

 

 

© Amy Herzog

Nur verliebt..

Wie sich ein „ich vermisse dich“,
durch meine Seele brennt,
und kein Gedicht der weiten Welt,
die Sehnsucht darin kennt.

Und wie ein „ich bin nur verliebt“,
mein Herz so tief zerfrisst,
wo Glück und Hoffnung weilen sollt,
die Traurigkeit vermisst.

Dann wünscht sich noch die Einsamkeit,
ein „nah sein möcht ich dir“,
aufdrängt und den Körper nimmt,
in Kälte lässt ihn hier..

 

© Amy Herzog

– Pablo Neruda fand gute Worte..

Zwei Herzen… 

 

Zwei Herzen summen durch die Nacht,

singt eines viel zu leis,

es schlägt zu weit vom and’ren weg,

wovon es gar nichts weiß.

 

Allein durch schwarze Winternacht,

schlägt laut das bittend Herz,

wenn singen fleht zu weinen wird,

bleibt einem nur der Schmerz.

 

Das laute Herz, es hofft und bangt,

legt sich in Schicksals Arm,

und falls dort singt das leise Herz,

wird zweien Herzen warm.



© Amy Herzog

Das Wort, …

Das Wort, das sich im Schweigen lähmt,
und weder Raum noch Zeiten zählt,
sich hinter Kopf und Tränen leckt,
im Herzen windet zäh und quält.

Das Wort, das jedem Regen trotzt,
doch hinter schwarzen Gassen kotzt,
sich in der Seele kratzt und stirbt,
von außen dennoch weiter wirbt.

Das Wort, das noch im Schweigen schreit,
wo nur ein Herz es dann versteht,
das Herz, das leider leise schlägt,
weshalb das Wort im Wind verweht.

 

© Amy Herzog

Kerze…

Das lauter Nichts
einer brennenden Kerze
die dort auf einer Stelle tanzt
und nach Verbundenheit sucht..
Um sie herum zertrümmertes Herz
das niemals mit dem Feuer zerrinnt
denn sie badet schon im Schmerz..

 

© Amy Herzog

Sternschnuppenmacht…

Schlaflos flossen die salzigen Tränen,
bis halb zwei in die Tiefen der Nacht,
sie tanzten im Schein von Sternen und Mond,
und wünschten sich die Sternschnuppenmacht.

Die Tränen glitzerten heller und heller,
und es wurden alle Himmelslichter berührt,
der Wunsch dieser Seele so unendlich stark,
dass jede kleinste Sternschnuppe spürt.

So schossen am Himmel die Lichter umher,
und ich, ich schlief langsam ein,
der Wunsch hat die endlose Reise begonnen,
und wird irgendwann Erfüllung sein.

 

© Amy Herzog

Keine großen Worte…

Ich kann darüber
kein Gedicht mehr schreiben
wie ich hier sitze, leide, in Tränen mich kleide,
als seien sie aus Seide
obwohl sie doch schneiden in meine Beine
in meine Haut, mein Hirn, mein Herz,
doch siehst du mich nicht
hinter den Saiten der Geige..

Und wie ich sie nicht sehe
deine Worte nicht fühle, lese, höre, verstehe
sei deutlich, endlich! Siehst du denn nicht
wie ich im metaphorischen Regen stehe
und mich so sehr sehne, mich verzehre
nach dir, deinem Wort, deiner Nähe..

Aber wehe..!
ich verliere auch nur ein Wort
an diesem Ort – herrscht Angst
und selbst wenn du sagst
dich nur wortlos beklagst
wo ich sag, ich sei kalt
– ich bin es nicht
ich bin nur alt
mit meiner Angst..

Soll die Zeit für mich schreiben
sich auch mit deinen Tränen kleiden
dich verstehen, mit dem Herzen
deine Worte lesen
große Worte für dich weben
aus meinem Schweigen
– ich kann es nicht, bin es nicht
ich bin nur ein alter Seelenbesen..

© Amy Herzog

Kern…

Wo der Sturm ins Brachland wächst,
und die Zeilen der Zeiten vergisst,
was im Staube so bitterkalt zerfällt,
am Ende der Spur doch vermisst.

Die Sehnsucht nach Sonne und Sand,
findet’s in Phantasie und verrückt,
ob der Zündstoff für’s Feuer reicht,
entscheidet am Rande das Glück.

Ein Klopfen so laut doch zu leis‘,
hämmert aus den Tiefen der Kern,
aus kalter Schale entstanden,
bist du ihm doch nur noch zu fern.

So reiße im Grund deine Spur,
und schicke das Meer auf die Reise,
nimm Salz aus verschlossener Truhe,
und lausche dem Sande ganz leise.

 

© Amy Herzog

Weiße Scherben…

Das Glas aus weißen Scherben,
es kühlt in Schaum und Rauch,
am Rande perlt ein Tropfen,
es fehlt ihm nur der Rausch.

Die Zeit, sie schwebt dahin,
die Scherben werden grau,
sich Klarheit darin spiegelt,
als wüsst‘ das Glas genau.

Der Ruß klebt an den Wangen,
die Scherben matt und stumpf,
sie finden nicht zusammen,
und trennen sich im Sumpf.

 

© Amy Herzog

Wärme ohne Schmerz..?

Die Wärme brachte das Gefühl,
der Wind wehte die Liebe mit,
dein Wort am Ende setzte dann,
dem Herzen einen tiefen Schnitt.

Die Kälte fror das Herzchen ein,
es setzte ein der kalte Schmerz,
und als ich dann zu wein‘ begann,
spürte ich gebrochen mein Herz.

Der Schnee rieselte sanft hinab,
und legte sich so schützend auf,
unter der Decke fühle ich nicht,
nehme den Schnitt leblos in kauf.

Das tote Herz, es spürt dich noch,
denn du hängst weiter tief darin,
doch fühlt es diese Schmerzen nicht,
als schenkte Schnee mir einen Sinn.

Schwelgend in der Erinnerung,
sehnt sich nun mein kaltes Herz,
nach deiner Wärme, die es taut,
doch gibt es diese ohne Schmerz?

 

© Amy Herzog

Ich atme…

Ich atme dich und deine Worte,
selbst das Schweigen kommt mir nah,
ein Lächeln wurde dort geschenkt,
wo vorher nur die Wüste war.

Ich atme dich und deine Nähe,
wodurch ich auch die Tränen fand,
und wo noch gestern Lächeln war,
steh ich heute am Klippenrand.

Ich atme weiter ein dein Licht,
verletzt und schweigend hoffnungslos,
und wünsch mir doch die Wüste nicht,
selbst ohne Liebesrettungsfloß.

Ich atme lieber Salz und Sand,
und sinke bis zum schwarzen Grund,
wenn ich dafür dein Lächeln seh,
bis ich verliere ganz den Mund.

 

© Amy Herzog

Zum Abschied dein Klang…

Müde und nass
klafft meine Seele dahin
der zitternden Zeit
als sei’s dir der Weg
der viel zu weit
aber nein, nein
es ist nur der Stein
tief in meiner Brust
der mich noch erinnert
an deinen wärmenden Duft

Und ich stehe neben mir
als stünde ich gleich vor dir
mit trockenen Lippen
hieltest mich an Arm und Rippen
würdest meine Seele trocknen, küssen
mich fort von diesem Abgrund locken
schlafen, trinken, lachen, lieben
stundenlang den Gefühlsschaum genießen
als sei’s mir doch nur der böse Traum gewesen

Doch meine Rippen sind kalt
und die Arme noch steif
die Seele schreit noch „wecke mich auf!“
ziehe mich aus dieser Dunkelheit hinaus
bergauf ins Grün
wo wir Vögel lächeln seh’n
aber das wird nicht passieren

Oder?
Oder..?

Schrei ich gegen die Monster
vorm letzten Gang
den schwarzen Abgrund entlang
falle durch Sehnsucht, Begierde
rückwärts durch schattige Liebe
mit flehend kniendem Gesang
und auf einem Bild winkt
zum Abschied
dein Klang

 

© Amy Herzog

Für ein wenig Mut…

Wir nennen es das Paradies,
die Träumer, die das Glück verließ,
ich hörte, für ein bisschen Mut,
wird dort drüben alles gut.

An Tränen können wir nicht denken,
sollen die Sterne einfach lenken,
und die Ewigkeit uns buchen,
während wir das Glück versuchen.

Wir werden unser Eis zerbrechen,
wenn wir raus auf Meere stechen,
Wolken sehen und sie lieben,
Strand und Pech nach hinten schieben.

Einfach gehen, dabei schweigen,
für uns fiedeln leise Geigen,
der neue Tag am neuen Ort,
finden wir uns wieder dort.

Das Leben hier im Rauch und Wein,
wir sehen nichts, doch nicht allein,
danach der Morgen – alles gut,
und all das für ein wenig Mut.

 

© Amy Herzog

Nun…

Nun…
törichtes Denken
durch Wasser und stumm,
und wenn ich’s noch könnt‘,
würd‘ ich fragen warum.

Nun…
ich schlafe, esse, fühle,
wachse im Regen wohin,
kalt und warm wo ich sterbe,
doch irgendwie macht’s Sinn.

Nun…
das Stück ward geschrieben,
mit der Hälfte vertont,
ich bin gleich der Erde,
doch es hat sich gelohnt.

 

© Amy Herzog

Der Traum gegen die wahre Welt…

Der Wunsch durch Morgenröte fließt,
als Stille auf meinem Papier,
er rauscht durch Blatt und Gras geschwind,
und spielt mit mir Klavier.

Die Phantasie des Nachts erweckt,
sich durch den Körper brennt,
in Leidenschaft und Lust getränkt,
was mich vom Tage trennt.

Der Traum, er führt mich durch den Tag,
fernab der Wirklichkeit,
Gedanken zieh’n an mir vorbei,
die Seele dabei laut schreit.

All das kann mein Herz ertragen,
es weint nur um Gedanken,
doch blickt das Aug‘ die wahre Welt,
beginnt das Herz zu wanken.

Bestückt mit der Erinnerung,
kann nichts in mir mehr denken,
der Traum, der Wunsch, die Phantasie,
all das kann nicht mehr lenken.

 

© Amy Herzog

Tabak und Kotze…

Das Licht flackert
unter tropfendem Blut
reiße Seite für Seite heraus
doch nichts ist gut genug
– ich bin taub

Die Decke fällt aus dem Bezug
aber mir ist alles egal
das Leben spielt sein Spiel
aber ich spiele nicht mehr mit
– ich verliere

Sitze hier in meiner Pfütze
zu wertlos für Blut und Tränen
trinke ein paar Kurze
und bade in Tabak und Kotze
– versinke

Mein letzter Gedanke
ich wünschte innerlich tot zu sein
doch ich bin es nicht
ich lebe, fühle, liebe

Sterbe

Kotze und ertrinke
in einem Spiel
das nie zu gewinnen war

© Amy Herzog

Unhandlich…

Die Liebe ist blind und taub gestellt,
reisend durch den stürmischen Schnee,
an fließenden Tränen gefriert das Herz,
und vermisst dabei den wärmenden See.

Doch ist diesem Herzen das alles egal,
es kämpft weiter durch Logik und Sinn,
reist es nur weiter gegen Wahrheit und Zeit,
und der Verstand weiß kaum noch wohin.

Jede kleine Erkenntnis endet in Dummheit,
und Sehnsucht kostet quälende Schmerzen,
Verzweiflung und Hoffnung stehen den Tanz,
mit den Worten eines unhandlichen Herzen.

 

© Amy Herzog

Schlaflied…

Ein Schlaflied summt leise in meinem Ohr,
wenn der Mond diese Erde bescheint,
und ehe die Träume funkeln so fern,
bin ich es, die um einen Traum weint.

Doch sinke ich zeitig im Traum hinab,
ehe Nachtwind die Erinnerung vergisst,
denn wenn Wolken nicht finden, ziehen sie fort,
dorthin wo der Traum nicht zu Ende ist.

Und wenn dieses Lied nicht länger erklingt,
kann mein Wunsch die Uhren nicht sehen,
mit den Tränen der Hoffnung schlafe ich ein,
mit dem Wind in dem Träume verwehen.

 

© Amy Herzog

Glas…


Und ich halte noch mein Glas,

Welches glänzt in meinem Traum,

Betrinkt das Herz im Liebeswein,

Bis es bricht am Wahrheitszaun.

 

Und ich spüre deine Nähe,

Nur die Wärme kommt nicht an,

Denn mein Herz aus kaltem Glas,

Ging zu Bruch bevor’s begann.

 

Und ich spüre diese Scherbe,

Wie sie sticht in meiner Brust,

Die Mauer außen standhaft lebt,

Doch im Innern raubts die Luft.

 

Und ich spüre noch das Wort,

Wie es tropft nur auf die Erde,

Ohne Glas und ohne Schutz,

Dort wo ich ertrinken werde.

 



© Amy Herzog

Das kleine Herz…

Die Seele brennt im alten Schnee,
zwei Namen im Sonnenschein,
das kleine Herz, es ruft und springt,
doch funkelt es ganz allein.

Es fallen die neue Flocken schon,
dem eisigen Sonnenuntergang,
es knistert, rauscht im Nebelschein,
aus der Ferne dein Gesang.

Das kleine Herz im Scherbenmeer,
als täte die Erinnerung weh,
doch legt sich samt und weich dazu,
über allem der neue Schnee.

 

© Amy Herzog

Hoffnungslos..

Wenn Tränen nicht mehr glänzen,
und mein Spiegelbild nichts zeigt,
weil der Tag zu schnell verging,
und jede Wärme sich auch neigt.

Wenn der Duft nach dem Kakao,
mir jede Wirklichkeit verdreht,
doch die Hoffnung in dem Herz,
mit dem Restwind nun verweht.

Wenn die Seele ist vertrocknet,
was wird Liebe dann noch trinken,
wo doch Hoffnung nicht mehr lebt,
muss mein Herz im Staub versinken.

 

© Amy Herzog

Glück in Geschichten..

Vielleicht war es schon zu spät,
als die Zeit um mich geschah,
die Hoffnung wurde dort gesät,
wo es einst am schönsten war.

Wie der Kopf dann mit mir spielt,
spielt das Herz ein kleines Glück,
und wie der Wind dann weiter zieht,
lässt er mich Verzweifelt zurück.

Nun steckt die Zeit im Regen fest,
und ich kann nur schweigend weinen,
das Schöne war wohl nur ein Rest,
und Glück wird in Geschichten scheinen.

 

© Amy Herzog

Hier, mein Herz…

Grafik

Ich werfe dir mein Herz,
hier gleich auf die Erde,
und gebe was du liebst,
nämlich nur diese Scherbe.

Du musst nicht mehr bleiben,
dein Werk ist vollbracht,
du hast mich zerbrochen,
und am Ende gelacht.

© Amy Herzog

Verhasstes Herz…

Du sperrtest mich in einen Raum,
er ist dunkel, und ich fürchte mich,
die Worte, die du einst so warm sangst,
sie gaben dem Herzen den Stich.

Ich wollte nur, ich könnte noch,
das Gefühl, was meine Seele umfasst,
herausreißen und so tief begraben,
wie es dir ist so sehr verhasst.

Doch nun sitze ich in diesem Raum,
er ist wortlos, und ich bin zu klein,
du hast mich in ein Schweigen gehüllt,
und ließt mich darin ganz allein.

Jetzt siehst du nicht, auch ich hasse es,
das Gefühl, was mein Herz versprüht,
siehst nicht, wie ich so lange weine,
bis mein Herz nicht länger glüht.

© Amy Herzog

Ins Meer geworfen…

Die Lippen kalt und blass,
sie schweigen durch die Luft,
als atmeten sie Wasser,
und schmeckten deinen Duft.

Die Augen traurig müd,
als wollten sie dich fragen,
doch tranken sie die Tränen,
die viel zu leise sagen.

Das Herz zerschlägt Sekunden,
die viel zu schnell vergehen,
und doch scheinen sie nutzlos,
weil sie nur unter gehen.

Die Seele schwach und matt,
doch schreit sie dennoch laut,
nur niemand kann sie hören,
weil sie auch Mauern baut.

Doch fehlt mir eine Tür,
für dich stand sie weit offen,
nun zieht es hier so kalt,
und nimmt mir all das hoffen.

Das Lächeln, es ist fort,
das Herz, es schlägt nicht mehr,
die Seele bittet leise,
und du wirfst sie ins Meer.

 

© Amy Herzog

Albtraum…

Der Verstand vom Mond geküsst,
und schickt zur guten Nacht,
der Wunsch, der Albtraum sei nicht wahr,
doch hinter mir schon lacht.

Durch mein Herz fließt Nervengift,
im Nebel führt kein Ziel,
ich stecke fest Verzweifelt nun,
die Liebe war zu viel.

Die Seele bricht ein weit’res Stück,
und Hände bleiben kalt,
nichts und niemand hält sie fest,
nur Leere widerhallt.

 

© Amy Herzog

Resignieren…

Wenn Traurigkeit die Stimme lähmt,
verzweifelt schrei ich doch zu leis,
verschlossen ist das was sich schämt,
als gäbe es nur schwarz und weiß.

Wenn Eifersucht nur Hoffnung ist,
der alle Macht der Welt nicht reicht,
und Rat dabei Vernunft vergisst,
mein Herz macht es damit nicht leicht.

Wenn schwacher Geist woanders weilt,
so dass mein Herz nicht weiter schlägt,
es schlaflos durch die Nächte eilt,
und doch am Ende Tränen trägt.

Wenn Wunsch am Ende resigniert,
und Wirklichkeit mit Messern sticht,
dann hat die Seele auch kapiert,
es ist nun aus, das Lebenslicht.

© Amy Herzog

Regenwolke…


Der Regen, er vergießt die Tränen,

Die meinen wirken nur noch klein,

Und irgendwann wird jede Wolke,

Ganz und gar verschwunden sein.

 

Die Wärme deiner Hände spüren,

Wie sie mir schenken reines Licht,

In ruh kann ich die Augen schließen,

Hier fürchten muss ich bei dir nicht.

 

Die Seelen sprechen ohne Worte,

Wir lauschen nur dem lauten Regen,

Und halten uns gemeinsam warm,

Bis wir die Herzen schlafen legen.

 

© Amy Herzog

stumme Traurigkeit…

Im Spiegel liegt zerzaustes Haar,
ein Blick, der mit dem Lächeln ringt,
am Boden krabbelt mein Gesicht,
wo draußen noch der Fahrtwind singt.

Der Glanz der Lichter zieht vorbei,
viel zu schnell fang ich mich ein,
Gefühl aus stumm und Traurigkeit,
macht mich im Fort von hier ganz klein.

Der Atem stoppt und zieht voran,
dazwischen ging verloren mein Herz,
der Tränend Blick noch tiefer fällt,
mit ihm einher ein tiefer Schmerz.

 

© Amy Herzog

Danach…

Und die Liebe, deine Waffe,
ließ sie mich leben,
in der Stunde voll Sterben, Leid und Tränen.
So müsste ich’s hassen – stumm
den Weg durch deine Augen,
in ungewisse Schattenmassen.

So küsste mich der Hunger
hinter den Ohren,
reich an Leichtigkeit
und zerstörten den Tag.

Doch ließen sie mich leben,
die unzähligen Waffen, sie schwiegen –
die Liebenden – Flatternd,
mein Herz pocht geschwind,
durch Lüfte, wissend dem Aufprall
nach dem Kusse im Wind.

 

© Amy Herzog

Ein Vogel singt…

War der Tag zu dunkel oder hell,
ich weiß es nicht, ich schweige nur,
ein Vogel singt das Lied für mich,
und ich lege ihm seine Spur.

Die Worte singt er nicht für mich,
doch schreib ich sie in dem Gedicht,
das Reimen liegt uns beiden sehr,
selbst mit den Tränen im Gesicht.

Die Tränen, die hier fließen nun,
es fließt die Wahrheit aus dem Herz,
die Wahrheit, still, und lausche ihr,
der Traum verschwand hinter dem Schmerz.

Ich schreibe dir, der Tag war hell,
und schweige ich auch hier für dich,
die Goldammer, sie singt ihr Lied,
es zwitschert laut, „Ich…“

 

© Amy Herzog

In deiner Kälte…

Kälte hüllt sich um dein Wort,
Gefühle rasten schweigsam,
mein Blick, er wandert niemals fort,
verbleibt gefroren einsam.

In Nächten höre ich dich noch,
als sei ich nicht verloren,
als wenn die Kälte deiner Selbst,
mich nicht hätt‘ eingefroren.

An mir vorbei zieht warmer Rauch,
doch ich verbleibe nur hier,
das Schweigen bricht die Seele bald,
und liebend sterbe ich bei dir.

 

© Amy Herzog

Verlockung…

Wo Fluss um jeden Tropfen ringt,
die Sehnsucht schreit nach mehr,
das Gift, das durch die Adern fließt,
verbrennt in deinem Meer.

Verlockend rot wie Unheil singt,
hat’s mich hinein geführt,
die Finsternis, mein Herz bleibt steh’n,
das Feuer hat’s verführt.

Und als ich diesen Mund geküsst,
verschlungen von der Welt,
volltrunken vom Betrug im Schein,
die Seele tiefer fällt.

Der Hagel schlägt auf mich hinab,
verwundet mein Gemüt,
die Seele trank von Gift und Rauch,
wo Liebe nicht erblüht.

 

© Amy Herzog

Gefangen im Dornenwald…

Gefühle tragen durch die Nacht,
und wachsen in dem Sonnenlicht,
schon längst über den Kopf hinaus,
das Herz, es sieht die Tränen nicht.

Zu dicht ist das Gefühlsgewächs,
ich bin verlor’n im Labyrinth,
wo Hoffnung unter Erde liegt,
und Wünsche noch in Wolken sind.

Doch fest verwurzelt liegst du schon,
die Tränen gießen in der Nacht,
damit du in dem Herzen wächst,
wenn Tags darauf die Sonne lacht.

Nur in den Wolken ist es schön,
hier unten ist es schwarz und kalt,
der Schmerz, er sticht von überall,
gefangen in dem Dornenwald.

 

© Amy Herzog

In meiner Welt…

Dort in meiner Welt der Worte,
kann ich mich noch geborgen fühlen,
mit Feder und einem Zauberpapier,
entfliehe ich den Schmerzgefühlen.

Dort wo ich noch zu Hause bin,
in meiner Welt, da kann ich leben,
frei und sicher, Hand in Hand,
mit dir im Traum auf Wolken schweben.

Dort wo ich die Natur sein kann,
in meiner Welt aus purem Glück,
wo ich mit dir durchs Leben tanz‘,
und keinen Schritt zum Kalt zurück.

 

© Amy Herzog

Schlusswort…

Die Macht der deinen Zeilen,
jedes Wort dringt tiefer ein,
gleite in den Traum der Nacht,
die Sehnsucht zieht mich mit hinein.

Atme mich von Wort zu Wort,
als schnappte ich nach Luft,
in deinem See so sanft ertrinkend,
der Griff nach ungeahnter Lust.

Vergangenes wird aufgelöst,
das hier und jetzt verblasst,
die Rettung der Ertrinkenden,
mich im Schlusswort umfasst.

 

© Amy Herzog

Wenn Fragen antworten…

Fragen, die im Kopfe schwirren,
bei Tag und auch bei Nacht,
wie Wahnsinn und Verrücktheit klirren,
im Schweigen jemand lacht.

Antworten, die im Herzen schlagen,
so stark und fest man glaubt,
die Hoffnung kann nur leise sagen,
die Vernunft, sie ist geraubt.

Am Ende dieser Realität,
wer weiß schon was passiert,
die Liebe weiter oben schläft,
der Rest doch nichts kapiert.

Folgend kann die Liebe lärmen,
mit lauten schrillen Geigen,
doch sollt ich daran heute sterben,
werd ich mich in den Sternen zeigen.

 

© Amy Herzog

Ich möchte schreiben nur vom Glück,

Nicht was das Herz so sehr vermisst,

Von Leichtsinn, Mut und Leichtigkeit,

Und dass die Schrift dann Wahrheit ist.



© Amy Herzog