Liebe

Lieder deines Herzens

Ich höre Lieder deines Herzens,
ob du mir fern bist oder nah,
es singt von Liebe durch die Winde,
wo vorher nur der Regen war.

Ich spüre Lieder deines Herzens,
sie wehen durch mein Haar geschwind,
vertreiben all die grauen Wolken,
im Kuss, wenn wir zusammen sind.

Ich sehe Lieder deines Herzens,
in deinen Augen sternenklar,
ein glitzernd Funkeln auf dem Meer,
wo ohne dich nur Stille war.

© Amy Herzog

Mein Herze

Die Lügen des deinen,
die glaubte es fein,
mein Herze nur leider,
es liebte allein.

Drum suchte es Worte,
den Troste im Licht,
mein Herze nur leider,
stets weiter zerbricht.

Es flossen die Tränen,
und Zeiten vergeh’n,
mein Herze nur leider,
kann gar nicht mehr seh’n.

So schickt es zum Schlusse,
noch Wärme zu dir,
mein Herze nur leider,
verbleibet nicht hier.

© Amy Herzog

 

Reinstes Gold…

Wie reinstes Gold aus deinem Munde tropft,
so baden Wolken tief im Himmelblau,
doch ehe noch mein Unheil leise klopft,
so merke ich doch schon der Wolken grau.

Doch trinke ich mit Leid und ganzer Seele,
dein gold’nes Gift verhüllt mich gänzlich warm,
und wie ich mich ganz leise darin quäle,
so scheint mein Herz im Augenblick nicht arm.

So wie das Leben nach dem Glücke sterbe,
so kostete mein Herz auf Erden blau,
und schnitze ich den Tagen ihre Kerbe,
dann sehe ich vom Himmel aus kein grau.

© Amy Herzog

Allein.

Ich lehne mich an meinen Traum,
dort wo ich nicht alleine bin,
mit der Musik aus deinem Herz,
ergibt im Traum die Liebe Sinn.

Geschlossen liegend Arm in Arm,
dort wo es warm und sicher ist,
so wanke ich durch meinen Traum,
und niemand bleibt dort je vermisst.

Nur wenn das Licht den Tag erweckt,
wo finde ich dann noch den Sinn,
wenn ohne die Musik des Traums,
ich doch am Schluss alleine bin.

© Amy Herzog

Schweige für den Augenblick..

Allein der Mund spricht keine Liebe,
denn jedes Wort ist noch zu kühl,
so warm es dennoch stets gemeint,
kennt nur mein Herz dieses Gefühl.

Es komponiert die Liebeslieder,
und singt ganz ohne Wort vom Glück,
so lausche du auch mit dem Herz,
und schweige für den Augenblick.

© Amy Herzog

Blühender Weg…

Und flüsternd atmen all die Worte,
ahnungslos – doch Hand in Hand,
wohin der Weg auch führen mag,
so wage ich den Schritt zum Rand.

Und schweigend wehen laue Winde,
als schwebten sie mich hin zum Glück,
und schlaf‘ ich ruhig in deinem Schutz,
die Hoffnung weht mich nicht zurück.

Und schaltet sich die Welt dann aus,
in Wärme schwimme ich durchs Meer,
saphirblau strahlt dein Liebesblick,
so blüht der Weg in Zukunft sehr.
© Amy Herzog

Vertrauen..

So was der Heiligtümer droht,
beschütze ich mit meinen Lungen,
wo selbst noch lauert höchst der meine Tod,
noch kann ich mit den Wellen summen.

So was die Meerestiefen schreiben,
sind Worte die ich selbst durchschwamm,
und könnt ich, aber muss noch lang nicht schweigen,
solang ich neue Liebeslieder sang.

So wie die meinen Augen strahlen,
wenn ich die meine Luft mit wem geteilt,
selbst wenn wir unser Herzen gegenseitig stahlen,
so wundervoll vertraut es doch verweilt.

© Amy Herzog

Mein Licht

Du bist das Licht in meiner Seele,
die Sonne, die mir Hoffnung bringt,
das Schlaflied klingt aus deinem Herz,
wo auch mein Herz in Liebe singt.

© Amy Herzog

 

Warmes Nest.

Wenn der Wind ganz sanft nur weht,
wo selbst ein Schweigen alles sagt,
dort sind zwei Herzen auf Eis gelegt,
doch kein Wort über Kälte klagt.

Wenn ein Blick dort alles zeigt,
denn Seelen liegen sich im Arm,
was tief im Meer verborgen bleibt,
schützt beide in sich mollig warm.

Wovon sie auch umgeben sind,
die Liebe hält zwei Herzen fest,
für sie weht stets ein Sommerwind,
und trägt sie sanft ins warme Nest.

© Amy Herzog

Liebes-Macht…

Die Ruhe in den Augen weilt,
dort wo dein Lächeln heller strahlt,
der Duft durch Herbstes Blätter weht,
und für mich grünste Wälder malt.

Die Wärme in dem Herzen liegt,
wo nur für mich dein Lied erklingt,
ein Tanz durch diese Sommernacht,
die größte aller Freuden bringt.

Das Leben durch die Seele springt,
ward ich aus meinem Traum erwacht,
wie ich dort einst im Dunkeln lag,
dort atme ich die Liebes-Macht.

© Amy Herzog

Mit dir..

Mit dir gemeinsam kann ich atmen,
wo unser Wind nur schweigsam weht,
so fließt die Wärme durch die Meere,
auch wenn der Weg durch Wüsten geht.

Nicht zu ermessen sind die Worte,
selbst wenn es aus der Tiefe spricht,
am Grund des Meers zu verborgen,
doch findet sich selbst dort noch Licht.

Mit dir gemeinsam kann ich sehen,
ein Lächeln scheucht die Schatten fort,
und wenn wir durch die Wüsten gehen,
dann schweigend zwar, doch bleiben dort.

© Amy Herzog

Kleine wünsche…?

Die Wünsche die im Herzen leben,
scheinen vielleicht etwas klein,
doch ein Kuss am frühen Morgen,
ließe mein Herz glücklich sein.

Auch ein Kuss am späten Abend,
kurz bevor die Nacht einbricht,
schenkte mir in dunklen Stunden,
Wärme und dein Herzenslicht.

© Amy Herzog

 

Vereint

Atlantikblau und traurig blickend,
doch die Hoffnung aus dir scheint,
wärmstens lieben sich die Herzen,
in deinem Meer ganz fest vereint.

© Amy Herzog

Sonnentanz.

Ein Sonnentanz in meinem Herzen,
so trifft die Liebe den Augenblick,
entfacht das Feuer all der Kerzen,
brennend bis zum wärmsten Glück.

Selbst in der Ferne heller strahlend,
wärmt dich auch im dunkelsten Eck,
die Träume sich gemeinsam malend,
gar uns auf einen gemeinsam‘ Fleck.

© Amy Herzog

Sternenwege..

Unter abertausend hellen Sternen,
da reise ich durch viele kleine Zellen,
und lausche tief in eine dunkle Stund,
welch Sehnsuchtsfragen sie mir stellen.

Unterm Monde scheine ich zu klein,
so unsichtbar bin ich doch in der Zeit,
doch auch in diesen Zellen stets allein,
als wär der Weg zum Traume viel zu weit.

Unter abertausend hellen Sternen,
da lausche ich auch deinem Atem hier,
im hellen Schein erspüre ich den Weg,
zum Traum aus meinen Zellen zum Wir.

© Amy Herzog

 

Hand in Hand..

Wie ein Moment unendlich kostbar,

ward der Wunsch vom Stern gesandt, 

so schicke ich mein Herz auf reisen,

zu deinem warm und Hand in Hand.

© Amy Herzog 

Neue Kerzen…

So trinke ich vom süßen Duft des Traums, 

und koste dort vom reinsten aller Herzen,

sehr wohl bin ich beflügelt gar berauscht,

vergessen gar die alten Liebesschmerzen,

so ward gestohlen sanft das meine Herz,

entflammt im Traum das deine neue Kerzen. 

© Amy Herzog 

Sommerfrost

Sommerfrost auf meinem Herzen,
blühen doch die Wälder ihren Duft,
als brannten lichterloh die Kerzen,
und ruften nur nach ihrer Liebesluft.

Wie rein und klar der Wind doch weht,
so sehne ich die Wärme mir herbei,
wohin der Weg des Herzens dann auch geht,
wartet nur ein Bild auf seine Malerei.

Und blühet bald der Wald in Farbenpracht,
so spüre ich, der einst so frostig Schnee,
die Pinsel malen durch die eine Nacht,
den uns’ren allerwärmsten Liebessee.

© Amy Herzog

Tränenliebe..

Die Liebe lebt doch so verrückt,
im Leichtsinn scheinend zu verkehrt,
doch sind die Herzen auch entzückt,
und sehen manchmal diesen Wert.

Doch diesen Wert genau zu wissen,
sind auch Herzen manchmal blind,
als sei der Glaube zu vermessen,
wo dann die Herzen traurig sind.

Nur die Tränen zeigen richtig,
wonach die Herzen sehnen sich,
und plötzlich ist die Liebe wichtig,
sie lässt die Wahre nicht im Stich.

© Amy Herzog

Wie ein Kind

Wie ein Kind in deinen Augen,
versinke ich im Schein und Meer,
kann ich nicht der Liebe glauben,
glaubst den kleinen Zweifeln mehr.

Wie ein Kind in deinem Herzen,
erblinde ich im Rauch und Schaum,
helfen Träume gegen Schmerzen,
spüre ich dort die Liebe kaum.

Wie ein Kind in deinen Worten,
trinkt mein Herz die Verliebtheit,
bleibt doch klein an deinen Orten,
fehlt in Wahrheit doch die Zeit.

© Amy Herzog

Haltender Mond…

Und wie meine Seele in der Dunkelheit,
verzweifelt versucht die Liebe zu finden,
doch trägt mich die Sonne zu kurze Zeit,
und der Mond kann Herzen nicht binden.

Und wie mein Flüstern dein Gehör sucht,
so bleibt meine Stimme längst verstummt,
das Herz noch in jeder Nacht Sterne bucht,
doch jeder Wunsch nur in der Ferne summt.

Und wie meine Hände deinen Halt suchen,
wo doch die Sonne an jedem Tag untergeht,
so könnte ich niemals den Mond verfluchen,
ist er doch der Haltende, der mit mir fleht.

© Amy Herzog

Schimmernde Liebe…

Liebend deine Augen schimmern,
für mich in einer finst’ren Nacht,
nur übertönt dein Schlaflied noch,
dein Herzschlag über meinen wacht.

Und wenn du auch nur selten singst,
so glänzt mein Traum doch immerfort,
die Liebe, die mein Herz verschickt,
auch bis zum weit entfernten Ort.

Liegt meine Nacht in Einsamkeit,
so blick‘ ich Sterne an – so warm,
und seh das Funkeln deiner Lieb‘,
als läg‘ es nun in meinem Arm.

© Amy Herzog

Sterbend Kusse…

Lebt im sterbend Kusse,
zählend noch, wo nichts beginnt,
nur lächelt tief im Flusse,
so wenn die Müh‘ der Zeit gerinnt.

Und Blicke fallen tief,
in Nächten sich das Herz gewehrt,
erhört was keiner rief,
sodann im Mondenschein begehrt.

Doch niemand hier erlebt,
ein Ufer bleibt im Nichts gewahr,
im Traume leise schwebt,
der Münder Kuss war einst zu nah.

© Amy Herzog

Wohin???

Wer bin ich, und wer bist du,
warum sind wir nicht anderswo,
wo stehen wir jetzt überhaupt,
der Verstand scheint hier geraubt!

Gehen wir denn irgendwo hin,
mit lachenden Herzen als Gewinn,
sind wir einfach undurchsichtig,
ist das alles nicht so wichtig?

Was kann „alles“ hier nur sein,
ist alles in Wirklichkeit zu klein,
wo bin ich denn, und wo bist du,
gehen wir aufeinander zu…?

 

© Amy Herzog

Im Nebel durch Zeit…

Die Augen ruh’n im halben Schlaf,
schon skandalös dein Atem haucht,
ins Meer ich fiel, als ich dich traf,
wo auch der Traum in Küsse taucht.

Der Nebel durch die Augen zieht,
entreißt mich aus der Wirklichkeit,
und wo mein Herz in Träume flieht,
vergisst auch der Moment die Zeit.

So sprich nur keine Fragen mehr,
der Dieb, so lieblich, leis‘ geliebt,
so fällt der Abschied uns zu schwer,
ich denk an dich, im Traum verliebt.

© Amy Herzog

Sterbende Augenblicke

Die Liebe in Momenten schwebt,
als lebt mein Herz in Ewigkeit,
nur wenn es wieder leiser schlägt,
dann höre ich, es kommt die Zeit.

Mit jedem Augenblick der stirbt,
bricht auch ein Stückchen Herz in mir,
wie lang es dennoch weiter kämpft,
das zeigt die Zeit, wenn ich verlier.

So wartet stets mein krankes Herz,
bis deine Liebe nicht mehr rennt,
und der Moment in Wahrheit weilt,
im lauten Klang die Zeit benennt.

© Amy Herzog

Zwei Schwäne…

Zwei Schwäne tanzen wild umher,
auf Eis, zerbrechlich, dünn und matt,
gesehen hat sie niemand mehr,
den Andern war es wohl zu glatt.

Doch tanzen sie im Sonnenglanz,
und einer sieht das dünne Eis,
voll Anmut, warm, mit Eleganz,
im Schweigen einfach niemand weiß.

Die Hände halten sich so fest,
doch sticht der Sonnenstrahl noch zu,
ein Riss im Eis und ohne Nest,
kommt dieser Tanz schon bald zur Ruh.

Ein Knacken noch im letzten Kuss,
zwei Schwäne tanzen nicht umher,
der Tanz, der im Meer gehen muss,
im Schwarz, im Tief – sie seh’n nie mehr.

© Amy Herzog

Und wie ich liebe, …

Und wie ich liebe, nicht –
was nie war, doch begehre,
das Licht, das um mich strahlt,
doch nie gewesen, nie geschah.

Und wie ich liebe, nicht –
so laut geschrieen, ungesagt,
die Herzen bis zum Himmel ragt,
doch nie gesehen, ohne Licht.

Und wie ich liebe, nicht –
die flüsternde Leidenschaft,
in Lücken tief im Herzen klafft,
ungesehen, ungesagt, dahingerafft.

Und wie ich liebe, nicht –
ein Fall in Arm, Warm und Sucht,
nur eine Flucht in Phantasie,
doch passiert die Liebe nie.

Und wie ich liebe, nicht –
vom frei sein zu leben, schweben,
schwere Sehnsuchtslasten heben,
ohne Beben, heimlich, stumm.

Und wie ich liebe, nicht –
drum Worte auch verenden,
wird die Liebe sich nicht wenden,
nur schweigend im Kusse enden.

Und wie ich liebe, nicht –
das Wort, im warm, im Kuss,
ungewollt und nie geschah,
wo das Herz verlassen muss.

Und wie ich liebe, nicht –
man merkt, es will nicht enden,
hoffen auf Hoffnung, Zukunft, Licht,
bis zum Schluss dem Himmel senden.

(c) Amy Herzog

Sinnverhext…

Gespeist die Sinne in der Tiefe,
als wenn ich lautstark danach riefe,
doch bleiben Worte mir nicht frei,
weil’s noch verhext im Innern sei.

Vertraut wohl noch im Angesicht,
im Sinnenrausch der Liebe spricht,
verzaubert bloß in weiter Fern,
der fremde glühendheiße Stern.

Ergeb‘ ich mich in dieser Pracht,
gar wundervoll verheißte Nacht,
der Duft des Donners hält zu fest,
und sinnverhext nicht gehen lässt.

© Amy Herzog

Schönstes Winterweiß…

Oh, wahrlich schönstes Winterweiß,
ersticke nicht an deinem Kleid,
so geh ich doch in Frühlingsnacht,
und lass dir Eifersucht und Neid.

Oh, wahrlich schönstes Winterweiß,
fand ich die Heimat unter Linde,
dort wo mein Kuss auch Liebe fand,
vergehst nur du allein im Winde.

Oh, wahrlich schönstes Winterweiß,
sei’s nicht mein Herzens erste Wahl,
und weine durch den Frühling nicht,
lieg‘ ruhig und schweigsam in der Qual.

© Amy Herzog

Kälte oder Liebe?

Meine Hände weich gebettet,
in dem Herz, das Liebe schenkt,
liegt mein Herz nur in der Mitte,
unwissend, wer deines lenkt.

Dieser Mitte kalte Winde,
warm wohl nur für den Moment,
wenn er dann die Augen blickt,
die Zeit danach nur nicht erkennt.

Diese Zeit aus warm und kalt,
wohin wird das Herz noch lenken,
mein Herz aus der Mitte tragen,
Kälte oder Liebe schenken?

© Amy Herzog

Deine Kunst lebt ewig…

Nur deine Kunst überlebt ewig,
schaltet mein düst’res Denken ein,
umschmeichelt meine Seele,
und erhellt die Schatten der Welt.
Und du? Schicke du nur deine
Wortmalerei vom Himmel,
deine Kunst findet einen Weg.
Wie sie ihn immer zu mir fand.
Ich kann sie noch sehen, dich,
wie du malst, schreibst, lachst,
in der unendlichen Sternenkunst
heute und in jeder weit’ren Nacht.

Niemals wirst du mir verstorben sein…

© Amy Herzog

Nimm…!

Sieh her!
Ich bin nicht
zittern rasend Bienenflügel,
fliegen kann ich nicht.
Nackt, verdreckt
mit Schlamm bedeckt.
Gib sie mir!
Die Maske, die mein Alt bedeckt.

Alt!
Bin ich…
Verbraucht wo Falten
Narben sind.
Die zeigen nur
– keine Angst.
Verlauf dich nur auf den
Spuren
des rot gemalten
Labyrinths des Lebens.

Leben!
Was Leben,
ist das sinnvoll?
Mitten im tun,
des Sein im nichtstun.
Am Ende geht’s dahin,
der Tod kommt, lauf!
Er mag’s qualvoll.

Warte!
Ich bin noch nackt.
Demaskiert.
Sieh her, mein Alt und nimm
wonach dir dein verstaubter Sinn
steht.
Dein Sinn.
Nimm.

© Amy Herzog

Des Sumpfes Liebe…

Wie Gold sich hin dem Sumpfe gibt,
des Kusses Wohltat ihn entzückt,
doch schweres Herzgestein noch schiebt,
mit Seelenschmerz fortan geschmückt.

So zögert dieser Regen doch,
wo Seelenschmerz die Liebe fand,
der Stein, er schlägt das Leben noch,
im Sumpfe kriechend an den Rand.

Könnt‘ fliegen gar ins Wolkenreich,
das Gold des Lichts im Himmel harrt,
im Träumen ohne Lückenteich,
ein Rückblick zum Verhängnis ward.

Im blauen Spiegel dieses Steins,
fällt dennoch Liebe sanft hinein,
so zeigt sich aus dem Sumpfe eins,
die Liebe galt nur ihm allein.

 

© Amy Herzog

In schmutzigen Momenten…

In dreckigen Momenten
küssen meine Sinne dein Wort
die hinter glänzendem Wasser
kaum mehr vernommen werden
können gespreizte Knochen
noch mit Leichtsinnigkeit
Blut und Lust kotzen.

Nur das Lächeln – sagst du
nicht vergessen, vergesse nicht
du in deinem Nichts gefangene
Brust von leblosem Gold.

Ja, du schmutziger Wimpernschlag
sag, sag nichts, nur nichts im Atem
halte nur den Wind von lautem
Gestöhne fern, er könnte die
Blätter um die Welt schicken
und jeder könnte das Wasser
hinterm Lächeln sehen.

 

© Amy Herzog

Mätresse…

Nur die Herzen der Nacht,
die morgen um diese Zeit tanzen,
schreiten Hände über brennende Brücken,
erkennen beschämt die klaffenden Lücken,
und tanzen so unnahbar mit Füßen aus Blei,
und noch schwereren Herzen daran vorbei.

Nur die Herzen der Nacht,
die sich dem Hauch von Elend,
ergeben im stillen Fick verliebt küssen,
obwohl die Augen morgen gehen müssen,
lassen sie doch geschehen und schauen,
genervt, denn keiner kann Brücken bauen.

Nur die Herzen der Nacht,
ergossen über die billige Mätresse,
im stetigen Wettbewerb ums verletzen,
hetzen die Herzen Sekunden bis zum letzten,
Blick in die andere Richtung warm umarmt,
wo der Kopf noch immer zu still warnt.

Nur die Herzen der Nacht,
zwischen leeren Umzugskartons,
die nie gefüllt waren, nie gefüllt werden,
bis Fremde vorbeischauen und Herzen bergen,
müssen, denn sie sind am Morgen voll Dreck,
und dann, dann sind sie ungesehen wieder weg.

Nur die Herzen der Nacht,
wie sie tanzten, gestern um diese Zeit,
schön war die Fotografie für den Moment,
der am Ende zur ersten wichtigen Frau rennt,
wo niemand die Gedanken der zweiten kennt,
weil niemand eine billige Mätresse benennt.

 

© Amy Herzog

Bangen um den Kuss…

Leise küssen meine Lippen,
bangen um den nächsten Kuss,
reisen über Meer und Stürme,
bis mein Herz dann gehen muss.

Heimlich schleichen sanfte Hände,
über Liebe, Berg durch’s Tal,
wie ein Herbstblatt durch die Winde,
fliege ich mit dir ohne Wahl.

Und flieg ich höher, fall ich tief,
zu viel doch nur im Traume bleibt,
zitternd Herzen in Ruinen,
bis meine Haut an deiner reibt.

Zeigt sich irgendwann der Sommer,
wo der Wind in Ziele weht,
hält mein Herz solange deines,
bis der Kuss zum Ende geht.

 

© Amy Herzog

Ewige Nacht…


Und wir begrüßen diesen Tag,

so schnell er für uns auch vergeht,

und springen wir über den Rand,

der Welt, wo uns der Wind verweht.

 

Der Wind, er weht uns in die Nacht,

und diese auch zu schnell vergeht,

doch liegt für uns der Zauber dort,

wo für uns diese Welt still steht.

 

Und so verbleiben wir bei Nacht,

denn diese Zeit verweht kein Wind,

mein Herz verbleibt in deinem Arm,

dort wo wir zwei zusammen sind.



© Amy Herzog

Wenn unsichtbares sichtbar wird…

Das Unsichtbare fällt vom Himmel,
und plötzlich sind die Herzen warm,
inmitten Regen, Schnee und Sonne,
sind all die Herzen niemals arm.

Das Unsichtbare fällt vom Himmel,
es ist das was uns menschlich macht,
denn zwischen Leid und Regentagen,
zeigt stets die Sonne, wo sie lacht.

Das Unsichtbare fällt vom Himmel,
mal schwindet es, mal immerdar,
durch Jahreszeiten sehen Herzen,
was sonst für uns bleibt unsichtbar.

 

© Amy Herzog

Im Herzen…


Im Herzen lebt die Ewigkeit,

weil mein Gefühl dort alles speist,

ein klopfen spielt uns Melodien,

die mit uns in die Traumwelt reist.

 

Im Herzen bleibst du mir erhalten,

weil Zeit im Traum gefangen ist,

ein Kuss begleitet durch die Nächte,

wo keine Sehnsucht nur vermisst.

 

Im Herzen blüht Unsterblichkeit,

weil niemand dich dort leben sieht,

die Masken, sie beschützen ewig,

und all die Liebe, die dort siegt.



© Amy Herzog

Wenn ich sehe…

Wenn ich Kindergartenkinder sehe,
dann sehe ich Hoffnung.
Wenn ich den kalten Regen sehe,
dann sehe ich Tränen.
Wenn ich die größten Berge sehe,
dann sehe ich Stärke.
Wenn ich den Wasserfall sehe,
dann sehe ich Macht.
Wenn ich zu schnelle Autos sehe,
dann sehe ich Leichtsinn.
Wenn ich einen Marienkäfer sehe,
dann sehe ich Achtsamkeit.
Wenn ich wilde Blumenfelder sehe,
dann sehe ich Vielfalt.
Wenn ich Nachts die Sterne sehe,
dann sehe ich Möglichkeiten.
Wenn ich eine große Eiche sehe,
dann sehe ich Ewigkeit.
Wenn ich den weißen Schnee sehe,
dann sehe ich Zukunft.
Wenn ich eine Umarmung sehe,
dann sehe ich Zuneigung.
Wenn ich die strahlende Sonne sehe,
dann sehe ich Wärme.
Wenn ich ein großes Erdbeereis sehe,
dann sehe ich Sorglosigkeit.
Wenn ich einen Straßenkünstler sehe,
dann sehe ich Hingabe.
Wenn ich ein buntes Theaterstück sehe,
dann sehe ich Phantasie.
Wenn ich die Wolken vorbeiziehen sehe,
dann sehe ich Leichtigkeit.
Wenn ich einen Krankenwagen sehe,
dann sehe ich Hilfe.
Wenn ich Trauer auf einem Friedhof sehe,
dann sehe ich Schmerz.
Wenn ich den eingeschalteten Fernseher sehe,
dann sehe ich Blödsinn.
Wenn ich die Vögel zwitschern sehe,
dann sehe ich Zusammenhalt.
Wenn ich den tiefen schwarzen Wald sehe,
dann sehe ich Mystisches.
Wenn ich eine große Spinne sehe,
dann sehe ich Angst.
Wenn ich ein strahlendes Lächeln sehe,
dann sehe ich Aufmerksamkeit.
Wenn ich beim Sport den Sieger sehe,
dann sehe ich Kampfgeist.
Wenn ich zwei sich küssende sehe,
dann sehe ich Liebe.
Und wenn ich nach all dem dich sehe,
dann sehe ich alles. Und mehr.

© Amy Herzog

 

Schneetanz…

Kalt weißer Zuckerschnee
umhüllt uns sanft
und gleitet
durch fliegende Winde.

Wir tanzen leicht
im Traum der Winternacht,
ehe der Traum entweicht
küssen wir uns.

Im liebenden Mondschein
sind nur wir,
wir sind nicht klein
nein, wir wachsen
und wärmen uns.

In dieser Schneesanften
Kälte…

© Amy Herzog

Keine Angst…

Dein Rauch versetzt mich
nicht in Angst und Schrecken.
Sitzt neben mir, hältst deine Hände
um mich – ohne mich zu berühren.
Aber ich kann dich spüren!
Deine Kälte, Wärme, Nähe
zum Schweben führen…

Sieh mich an!
Ich habe keine Angst!
Komm ruhig näher.
Gemeinsam können wir
ein letztes Mal am Eis schlecken.
Niemals würde ich wollen,
dass du gehst, deine Anziehung
mich verlässt, dass du mich
des letzten Gefühls beraubst
und nur noch Hass hinterlässt..

Alle sehen nur dein Schlechtes,
doch ich sehe deine Schönheit,
deinen Großmut, deine Wärme,
und sogar deine Liebe,
die den Menschen nicht gut tut,
die sie nicht wollen,
nicht mit dir schweben
in deine leichte Welt…

Frei von Sorgen, Ängsten, Nöten.
Frei von beengten Zimmern,
in denen Menschen
nur einsam wimmern,
in der Ecke kauern,
sich verstecken
und sinnlos ums Überleben
kämpfen.

So oft hast du mich sanft berührt
Mich an die Tür deiner Welt geführt.
Gezeigt wie leicht der Weg mit dir.
Dein Gift der Wärme ruht in mir,
wartend, dass es Wirkung zeigt.
Wieder sanft sich nieder legt,
Schwärze meine Augen streift,
irgendwo das Neue reift.
Weit von allem Raum und Zeit.
Längst verließ sie mich,
die Angst vor dir.
Nur geblieben ist
ein leises…
Ich liebe dich.

 



© Amy Herzog

Sehnsuchtsherzen…

Die Vorsicht, die im Nacken sitzt,
der Irrsinn doch noch treibt,
die Aussichtslosigkeit, die drückt,
und Angst an allem reibt.

So lächerlich der Leichtsinn klingt,
ein Traum, der nicht verstirbt,
Erfahrung viel zu lieblich singt,
und doch den Rest verdirbt.

Unmöglich – flüstert die Vernunft,
wo Schmerz schon laut zitiert,
und Einsicht irgendwann erscheint,
wenn Einsamkeit quittiert.

Und sei mal auf das Herz gehört,
man könnt’s auch gehen lassen,
nur wo es dann alleine weint,
dort schreibt es dann: vermissen.

Die Angst doch über allem sitzt,
wo Tränen nicht versiegen,
doch Träume darin untergeh’n,
wo Sehnsuchtsherzen liegen.

 

© Amy Herzog

Mein Sturm…

Du bist der Sturm auf meiner Haut,
der eine, der mich sachte streift,
zuerst, doch immer wilder dann,
weshalb im Herz die Liebe reift.

Du bist der Sturm in meinem Herz,
strahlst ein, wie heller Sonnenschein,
die Wolke, die das Glück geraubt,
dein Wind, er pustet sie ganz klein.

Du bist der Sturm in meinem Hirn,
der Ort, an dem die Seele wohnt,
und streifst dabei jedes Gefühl,
wo jeder Atemzug sich lohnt.

 

© Amy Herzog

Gemeinsam…

Ein Schluchzen hinter schwarzer Tür,
verzweifelt schließt die Wahrheit ab,
doch hält die Sehnsucht bei der Hand,
und stürzt die Freiheit stumm hinab.

Verführend greifen Küsse stumm,
wer in der Schlucht nach Reimen sucht,
und hält die Sehnsucht weiter fest,
die Seelen seien nicht verflucht.

Dann fassen Worte dies Gefühl,
im Dunkel könnt es niemand sehen,
doch eine Seele sieht gewiss,
mit dieser kann’s gemeinsam gehen.

 

© Amy Herzog

Die Botschaft….


Die Botschaft, die im Herzen zuckt,

wie Honig aus dem Munde tropft,

verlockend lächelt süßes Gift,

wo niemand eine Warnung klopft.

 

Die Botschaft, die im Herzen zuckt,

so schreite ich über den Pfad,

berauscht von einer Leidenschaft,

wanke ich auf dem schmalen Grat.

 

Die Botschaft, die im Herzen zuckt,

hier oben wird sie immer leis‘,

betrunken – doch im Traum erstickt,

was niemand ahnt, und niemand weiß.

 

 

© Amy Herzog

Schönster Abgrund…

Wie sanfte Worte mich umkreisen,
als fiele Sommer in den Schnee,
suchend Schutz im finstren Rauch,
und Herzen tun geheim nur weh.

Warmer Wind fegt durch mein Haar,
wie ein so warmer Kuss im Wort,
und ich verfall‘ mit diesem Herz,
bis in den schönsten Abgrundsort.

Ein fester Kuss an meinem Hals,
lässt blühen, leben, leiden, sterben,
noch tiefer dingt die Sehnsucht ein,
und fällt mit Freuden ins Verderben.

 

© Amy Herzog

Unverhofft…

Fassbar wird mir der Widerspruch
schmerzhaft wohl – verliebt zugleich
doch nähern sich mir schwarze Wände
ersticke ich? Nein, es waren deine Hände

Und dieser unverhofft warme Wind
so plötzlich in meinem Nacken – zart
schlägt Strom durch meine Adern
lässt mich zittern, lachen, leben.

Scheint noch alles unsichtbar
die Wahrheit tanzt am anderen Ende
Welten, groß, doch klein genug
Gedanken wärmen meine Hände

 

© Amy Herzog

Mein Regen…

Mein Regen flutet gestern Geist,
erst zäh und spät das Gold im Mund,
tropft flüssig, rein und sanft, dann fest,
als sei’s des Glückes wahrer Grund.

Elektrisiert, doch kaum dahin,
ward ich nach Schlucken schwerer,
bin ich der Bettler, stinkendreich,
seid ihr’s doch, ihr seid leerer.

Mein Regen, er lässt Dürre blüh’n,
tropft Gold aus seinen Händen,
Gefühl, welch unbeschreiblich schön,
lässt Augenblick nie enden.

 

© Amy Herzog