Gedicht

Grinsen…

Weit über das ganze Gesicht
grinse ich bei jedem Gedicht
ob schön, grausam oder traurig
grinsen muss ich dennoch glücklich

Mag es heut am Wetter liegen
nein, ich seh‘ nur Wolken oben
nur in mir da scheint sie grell
die Sonne lacht für heute hell

Glück wird es ganz sicher sein
was ich fühle in mir fein
ich weiß nicht, woher es kommt
doch die Gefühle niemand nimmt

Vielleicht ja eine Vorahnung
auf eine kleine Überraschung
dauert es vielleicht nicht lang,
bis ich echtes Glück fühlen kann

Ich hoffe nur ich sehe bald
das Glück in diesem vollen Wald
ich hoffe nur es zeigt sich dann
zum Glück teilen irgendwann

Bis dahin genieße ich
das Grinsen auf meinem Gesicht
das kleine Glücksgefühl zuvor
mit dem strahlenden Humor

© Amy Herzog

Schwarze Augen…

Ein Blick in ihre Augen
lässt Menschen erstarren
sie können sich kaum trauen
sich verführen zu lassen

Diese Augen sind finster
und rauben jede Hoffnung
in ihnen schweben Geister
sie schreien um Vergeltung

Das Rauben der Seelen
hat ihre Augen verfärbt
was die Geister erleiden
dass niemand sie liebt


In dieser Finsternis
sind ihre Augen schwarz
es bleibt ihr Geheimnis
die Seelen frisst Nachts

© Amy Herzog

Kaputt. Geschwächt. Allein. Zerfetzt.

Der Körper zerfällt
nichts kann man tun
er bellt und schreit
zerfällt weiter
und weint.

Die Glieder geschwächt
sinken tiefer hinab
schlafen allein
langsam und müde
es fehlt jede Kraft.

Die Augen sind schwer
der Blick längst getrübt
gerichtet nach unten
wartend auf Sonne
und ein klein wenig Grün.

Der Kopf noch denkend
an Tage wie schöne
sind sie dahin
für immer geschieden.

Stumm und schwach
frierend allein
wartet der Körper
auf Leben in ihm.

© Amy Herzog

Ausgeträumtes Chaos…

Die Träume zerreißen
vereinsamen und blicken
durch trübe Welten
wie letzte Seifenblasen
in Regenbogenfarben
einfach zerplatzen
und wie Geschosse
den Körper durchlöchern
die letzten Gefühle
gnadenlos durchsickern
und für immer verloren
sind in Leere betäubt

© Amy Herzog

Zwinge mich zum Glück…

Viel zu lange schon
suche ich das Glück
doch meine Seele ist zerrissen
und ich sehe es nicht…

Immer, immer wieder
will man es mir geben
doch denke ich dann
das kann es doch nicht sein
warum sollte ich es nehmen…

Ist es jetzt geschehen
die Hoffnung ist gestorben
meine Seele bleibt zerrissen
und die Hoffnung entnommen…

Die Träume sind verschwunden
nur mal ein schlechter ruft
mich in den tiefen Nächten
und kratzt an meiner Haut…

Nur einen Wunsch habe ich
und dieser ist wahr
auch wenn ich nicht glaube
verbürge ich mich dafür…

Bitte komme näher
verschrecke mich nicht
sei nur ein Mal stark genug
und zwinge mich zum Glück…

© Amy Herzog

Trinken…

Verfallen in des Blutes Rausch
lustvoll schmachtend jagen
löschend warm hinab der Kehle
des Verlangen willens wagen

Schleichend nah behutsams Kuss
hoch geachtet dich verführen
sanft schneidend fließen lassen
Lippen Blut und dich berühren

Rausch erleben Herzberasend
leben rasend durch mich fließt
lebendig lieben leiden hassen
bis das nächste Blut vergießt

© Amy Herzog

Ich liebe es, wenn du träumst…

Wenn du schläfst und fällst
sanft in einen Traum,
scheint mir als seist du
in meinem Raum.

Eröffnen sich Welten
mal Nahe, mal Ferne,
reise ich gemeinsam
in wohlige Wärme.

Sind bunt und schwarz
zu gleicher Zeit,
sind laut und stark
und immer befreit.

Du weißt es, ich spüre
dich so nah bei mir,
lässt uns in deinen
Träumen werden zu Wir.

Ich weiß, dass du spürst
und lade dich ein,
beim nächsten Traum
bei mir mal zu sein.

Gemeinsames träumen
schreiben wir täglich,
in Freiheit und Liebe,
bis der Traum wird tödlich.

© Amy Herzog

Wartend ertrinken…

Während die Zeit
weiter fliegt,
hoch oben sich dreht
und die Wolken überholt,
stehe ich nur still
und sehe die Richtung nicht
in die es gehen soll.
Bin der Gefangene
meiner Beine,
die nicht mehr rennen können
und nur noch warten,
bis sie mich hinabziehen,
bis tief in den Boden.
Wartend stehen
vor schwarzer Wand,
suche nach der rettenden Hand,
die mich zieht
bevor ich versinke
und in ew’ger Dunkelheit
ertrinke.

© Amy Herzog

Worte (2)

Deine Worte sind es wieder
lassen sie sich in mir nieder
zeichnen, malen, schreien Bilder
immer größer, immer wilder
zaubern sie in dunkler Stund
ein kleines Lächeln auf den Mund

© Amy Herzog

Das letzte Licht…

Das allerletzte Licht erlischt
gemeinsam mit dem Sonnenlicht
und ziehen dichte Wolken auf
bleibt das Licht für immer aus

Wird es dunkel sein auf ewig
bleibt gefangen hier im Käfig
niemals wieder Lichter sehen
irgendwann daran zerbrechen

Ist das Leben erst zerbrochen
wird es nicht mehr wieder kommen
gefangen dunkel langsam sterben
Lichter die für immer gehen

© Amy Herzog

Sehnsüchtig träume ich…

Sehnsüchtig warte ich den ganzen Tag,
bis endlich hereinbricht die so klare Nacht,
und ich dich so tief in meinem Herzen spüre,
deine Hand auf mich legst und über mich wachst.

Sehnsüchtig träume ich und wollt es sei wahr,
das du immer bei mir bist nah, so nah,
doch mag es gerade nur ein kleiner Traum sein,
deine Hand sie liegt immer auf des Körper mein.

© Amy Herzog

Auf Wärme wartend…

Tötende Erinnerungsfetzen
zerstören letzte Gefühle,
die nie da gewesen waren
und hinterlassen nur Kühle.

Auf wärmendes Feuer wartend,
den Moment, der es entfacht,
gekommen am trocken Ufer
und erhellt diese Nacht.

© Amy Herzog

Auf hoher See…

Auf hoher See
bei starkem Wellengang
schwankt das Schiff
mit laut schlagendem Gesang
der Emotionen hin und her.
Stärker und schneller begriff
das Schiff,
Emotionen schwer,
sie fallen über Bord
und ersticken im tiefen Meer.

© Amy Herzog

Deine Nähe…

Es wäre wunderbar,
wäre ich dir jetzt nah,

kuscheln und daliegen,
still an dich schmiegen,

dich nicht mehr vermissen,
und einfach die Welt vergessen.

© Amy Herzog

Liebesspiel im Mondschein…

Wenn der Mond den Himmel küsst,
helle Sterne glänzen lässt,
steigt in uns die heiße Lust,
des Feuers kochendes Gelüst.

Enger rücken uns´re Schatten,
ihrer Sehnsucht überlassen,
nichts und niemand wird uns halten,
niemand kann uns noch abhalten.

Ergeben wir uns der Sehnsucht,
wagen wir auch keine Flucht,
berühren, lieben in der Nacht,
Schatten über uns nun wacht.

© Amy Herzog

Raubtier…

Wenn ich dürfte, wie ich wollte,
mein Raubtier laufen lassen könnte,
wenn ich nur sein könnte, was ich bin
dann hätte das Dasein einen Sinn.

Jagen, reißen, trinken, töten,
jede Nacht auf’s neue starten,
innerlich das Raubtier schlummert,
das Drumherum das noch verhindert.

Es kommt der Tag, da rennt es los,
soviel ist sicher zweifellos,
es kommt der Tag, da holt es sich,
jagt und trinkt ganz feierlich.

© Amy Herzog

Stillstand…

stillstehende momente
jeden halt verloren
das leben sich trennte
kaltherzig verlogen

beinah den atem nahm
schatten darüber legte
wird ihm nun warm
und ich nicht lebte


Kleinigkeiten

Die aus der Fassung werfen..

© Amy Herzog

Die Nacht…

so still ist die nacht
während sie über mir wacht
eingeschlossen warm in sich
zeigt nur sie sich wahrhaftig

nimmt mich auf und reicht mir
weisheit und erweckt neugier
gänzlich macht die nacht frei
schreiende einsamkeit ist vorbei

gedankenfreie flüsse rauschen
in der stille lässt sie lauschen
zieht durch meinen leib klangvoll
in kleinen tropfen wundervoll

© Amy Herzog

Verlangen nach Euch!

Warum ich Euch suche,
das kann ich nicht sagen.
Doch ich weiß was ich will,
und werde das Jagen wagen.

Nur einmal vermag ich,
von Euch zu trinken.
Die Lippen benetzend,
Euer Wesen entdecken.

Das Verlangen ein Kampf,
die Jagt hört nicht auf.
Doch ich werde Euch schmecken,
verlasset Euch darauf.

Geduldig und leise verbleibe ich,
weiter im Schatten werde ich lauern.
Warten auf Euer so kostbaren Saft,
eines ist sicher, es wird nicht mehr dauern.

© Amy Herzog

Versunken…

Da stehe ich klein,
allein, während Regen
auf mich fällt.
Meine Haare durchnässt
und meine Kleidung entstellt.
Die Schuhe in Pfützen,
die immer tiefer werden.
Doch stehe ich nur da,
Gedankenverlassen allein
und versinke vergessen
für immer im Wasser.

© Amy Herzog

Im Dunkel allein…

An diesem Ort sehe ich nichts,
dunkel ist einfach alles um mich,
wo ist nur des Auswegs Licht,
ich suche, suche und finde nicht.

Schreite immer weiter voran,
immerzu weiter gerade aus,
macht doch endlich das Licht an,
ich will hier endlich einfach raus.

Gehe doch so lang hier schon,
beginne sogar auch zu rennen,
ohne eine andere Person,
die ich Freund könnte, nennen.

Wo nur ist ein irgendwas,
nichts scheint hier zu sein,
das Dunkel ist mir viel zu krass,
ich fühle mich unendlich klein.

Wie lange mag der Weg noch sein,
fühle überall nur Erschöpfung,
kraftlos kann ich nur noch wein‘,
verblasst auch die Erinnerung.

Setze mich hier resigniert her,
nur die Erde unter mir ist real,
verweile für immer ohne Bilder,
in diesem großen Dunkel Saal.

© Amy Herzog

Seelenlos…

kalt und einsam
hier raste ich nun
gefühle nur schweigsam
als seien sie eingefrohren
in so bitterkalten nächten
wohin die blicke auch wandern
nur das schwarz ist geblieben
nichts mehr ist hier zu sehen
irgendwo schlafend verloren
meine seele ist gegangen
aus fleischlichen hüllen
einfach herausgebrochen
nur kälte ist geblieben
in diesen existenten
kleinen momenten
was mag geschehen
in dunklen nächten
die reste werden
auch zu brechen
beginnen

© Amy Herzog

Mein Herz…

Mein Herz…
es weint bitterlich
es schreit sehnsüchtig
es zerreißt schmerzlich
es will dich aufrichtig
es will dich schmerzlos
es will dich bedingungslos
lieben…

© Amy Herzog

Kalte Gleichgültigkeit…

Versteckt hinter endlos zahllosen Masken,
verbirgt sich dahinter nichts,
nur Kälte in großen Massen.
Sie lauert leise darauf,
dich anzugreifen
und dich langsam
zu fressen.
Mitgefühl
kennt sie nicht.
Für sie bist du nur
ein winzig kleiner Wicht.
Der Kälte, der ist alles egal,
für sie bist du nichts, nur Spielzeug,
das Gleichgültigkeit spielt und nichts bereut.

© Amy Herzog

Das letzte Gedicht…

Dröhnend tönende Laute,
durchfluten meine Hülle,
wie vom Menschen gewollt,
zerfällt die graue Welt.

Und mir wird nun gewahr,
so wie sie einst war,
ist sie dahingegangen,
von Schande überlaufen.

Die wunderschöne Dunkelheit,
befreit in die Ewigkeit,
mit dem letztem Gedicht,
schweife ich durch Licht.

Lebt wohl im Schein,
in des falschen Sein,
ziehe ich von dannen,
durch Gewässer und Flammen.

© Amy Herzog

In Ekstase…

Ziehen sie sich magisch an,
ein schöner Tag der nun begann,
sie leeren eine Flasche Wein,
im abendlichen Kerzenschein.

Sie wird müde es ist spät,
draußen ist es bitterkalt,
bleibt sie bei ihm leicht verlegen,
wie vertraut zu bette gehen.

Müde schläft sie langsam ein,
er trinkt noch den letzten Wein,
dann schaut er und geht zu ihr,
und denkt an ein Wildes wir.

Legt sich sanft zu ihr ins Bett,
streichelt ihr zartes Blassgesicht,
gerät er steigend in Ekstase,
öffnet er leise ihre Bluse.

Den Busen streichelt er zärtlich,
die Brustwarzen erhärten sich,
langsam beginnt sie zu stöhnen,
merklich lässt sie sich verwöhnen.

Ist sie nun so halb erwacht,
entfacht in ihr die Leidenschaft,
er küsst und streichelt stetig weiter,
legt sich sacht über sie drüber.

Im Rhythmus er Bewegungen macht,
erschreckt sie nun die Augen öffnet,
sie spürt, wie er sie ganz ausfüllt,
und es ihr sogleich gefällt.

In ihnen tobt und kocht das Blut,
sie ihm leicht den Hintern schlug,
immer wilder immer schneller,
Kerzen leuchten immer heller.

Einen innig sanften Kuss,
geben sie sich noch zum Schluss,
Arm in Arm schliefen sie ein,
im glücklich und zufrieden sein.

© Amy Herzog

Mondesnacht…

Abends, wenn die Sonne lacht,
noch kurze Zeit in schöner Pracht,
genug gesehn das Licht die Welt,
die Seiten wechselt’s Lichterzelt.

Zur Seite schreitet für die Nacht,
so lachend Sonne drüben wacht,
die Strahlen sich im Rauch verziehn,
erwachen Sterne im Mondschein.

Dämmerung so dunkler wird,
Glühwürmchen umher geschwirrt,
Rauschens Wasser funkelt bunt,
um Mitternacht zur Geisterstund.

Keine Angst vorm Glitzerstern,
glänzt auf uns doch all zu fern,
Mond und Sterne welche Pracht,
schöner Tag – die schönste Nacht.

© Amy Herzog

Entführung…

Wenn du es willst,
dann sage jetzt nichts,
sei dir nur bewusst,
des totalen Verzichts.
Küsse mich ein Mal,
und komm in die Welt,
wo kurz du verlierst,
dein eigenes Wort.

Bist du gegangen,
wirst du dann entführt,
verbinde die Augen,
und seie vergnügt.
Mit Haut und Haaren,
gibst du dich mir hin,
dein eigener Wille,
er schwindet dahin.

Deine Lust wird bebend,
bis zum Ende getragen,
zu stöhnen beginnend,
wirst du es ertragen.
Als könntest du nun,
die Sterne berühren,
darfst du dich ausruhn,
nach heißen Gefühlen.

© Amy Herzog

Die Frau im dämmergrau…

Im Abendlichen dämmergrau,
sieht in der Ferne ungenau,
eine wunderschöne Frau,
diese Gestalt in Dunkelblau.

Auf dem Weg ins traute Heim,
umher lustwandelt sie allein,
die Gestalt steht nah im Schein,
ein großer Mann, wer mag das sein?

Er steht da und schaut sie an,
dieser wunderschöne Mann,
geht auf sie zu und begann,
zu sprechen, oh welch ein Klang.

Begleitet er sie noch ein Stück,
höflich mit betörendem Blick,
denkt sie noch, was für ein Glück,
nicht zu ahnen, das Unglück.

Er schmeichelt ihr ein letztes Mal,
sucht einen Platz der ideal,
im Dunkel ist für seine Qual,
die Uhr schlägt 12, gerad an der Zahl.

Hat er einen Platz gefunden,
beißt und trinkt er in Sekunden,
bis kein Tropfen mehr vorhanden,
die Frau im Jenseits ist verschwunden.

Der einst so höflich schöne Mann,
durch sie er neue Kraft gewann,
wartet er bis irgendwann,
bis er wieder spürt, den Drang.

Im Park er wieder warten wird,
bis eine Frau erneut rumirrt,
und sie sich in ihm verliert,
er ihr Blut nimmt und sie auch stirbt.

© Amy Herzog

Die Seiltänzerin…

Hoch in den Lüften tanzt sie federleicht,
spielt ein Theater, fingiert das Lächeln.
Sie spürt es nicht, doch die Zeit verrinnt,
zu lang schon lässt sie die Augen verschlossen.

Das hauchdünne Seil ist bestimmt nur für nie,
wo sie auch sucht, sie verweilt dort allein.
Doch schlimm ist das nicht, sie lebt Harmonie,
fragend ist nur wer würd hörn, würd sie schrein?

Manchmal lässt sie ja die Neugier nicht los,
schaut hinunter zur Erde, tief in den Abgrund.
Von so weit hoch oben, scheint’s hoffnungslos,
wenn sie käme, hinab, was wär dann der Grund?

Plötzlich ein Windstoß hoch über den Wolken,
das erste mal, das sie so schwebt in Gefahr.
Kann sie sich gerade mit einem Arm halten,
verziehen schon Bilder, wie ihr Leben dort war.

Die Panik verfliegt, als sie einladend sieht,
ein schwarzes Wesen den Arm nach ihr streckt.
Der Tod stellt sich vor, sie hat keine Furcht,
er sagt, er schenkt ihr freie Erlösung direkt.

Gerade als sie den Arm greifen will, den,
welchen sie sich so lang hat ersehnt.
Hört sie ganz leise von links irgendwen,
sagt der, dass sich dieses Geschenk nicht lohnt.

Ein letztes mal riskiert sie hinüber, den Blick
zu der Stimme, die nun sagt, bleib am Seil.
Das schwarze Wesen, es ist nur ein Trick,
will treiben zwischen dich und das Leben den Keil.

Steig wieder auf, und versprechen werd ich dir,
es gibt ein Ende und du kannst gehen, für immer.
Balanciere am Seil, nur immer weiter so hier,
und ich schenke dir Leben und manchmal auch Kummer.

Jetzt liegt es an ihr, wem will sie nun folgen,
Tod oder Leben, welchen Preis will sie zahlen.
Eine Entscheidung werden wohl wir nie erfahren,
entweder oder, sie wird es ertragen haben.

© Amy Herzog

Sinnenrausch…

Wollüstig glühende Phantasie,
dem Sinnenrausch verfallen.
Entfacht ist sie, die Magie,
die lässt prickelndes Verspüren.
Intensiviertes Verlangen,
nach der Melodie, die eine,
um Befriedigung zu erlangen.

© Amy Herzog

Fleischeslust…

Leise streift dein Atem,
an meinem Hals vorbei,
doch ich kann nicht warten,
hör doch mein Geschrei.

Immer näher deine Lippen,
sanfte küsse erregen,
gleicht einem Ausflippen,
dieses höher fliegen.

So lasse ich mich fallen,
in deinen warmen Schoß,
gib mich dir hin mit allem,
vom Kopfe bis zum Fuß.

Bewegungen verfliegen,
im Rhythmus der Zeit,
lass mich auf dir liegen,
dann sind wir gleich bereit.

Verbunden sind wir nun,
in Fleischeslust fast blind,
immer schneller wir es tun,
diese Leidenschaft beginnt.

© Amy Herzog

Geweckt…

sanft verschlafen
wach ist sie
die augen noch verschlossen
ein kuss am hals
erregt wie nie
gefühle überschlagen
ist das erste was sie spürt
die eure lust so stählern
zwischen ihren beinen rasch
ihr immer näher rückt

© Amy Herzog

Rauschendes Wasser

das wasser so klar
sichtbar und doch
beinah ist es unsichtbar
das wasser es rauscht
murmelt so still davon
fließend es eintaucht
wässrig flotte tropfen
klein so wie groß
bei loderndem feuer
können sie kämpfen
und werden siegen
wasser fließt davon
durch die erde
und wieder von vorn
wiederholt sich
dieser klangvolle song

© Amy H.

Liebe…

sehen, fühlen wie sie,
die menschen.
lieben, blind, einfach so
auf wolken schweben.

nichts als kälte,
hinter jedem wort.

© Amy Herzog

Kalt…

in bunt zerstörten

illusionen, richten

perfide gedanken

lästige empfindungen.

lassen verloren stehen

im herzstein, kalt,

sehen…

© Amy H.

Verlangen nach dir…

unbeschreiblich
ist mein, verlangen
nach dein, bei dir sein
ich will, nein muss
sei ganz mein.
spüren will ich dich
nah bei mir
haut auf haut
ganz tief in mir.
zittern vor lust
schreien so laut
bändige mich, du musst
stillen diese lust.

© Amy Herzog

Manchmal ist es 

einfach richtig schlimm.

Liege da, im Dunkel,

warte.

Dann denke ich

die Seele ist dein, nimm

Behalte sie, ich will

sie nicht mehr. 

© Amy Herzog

Seelenmusik…

höret was die musik
euch bereitet
lasst sie in euch
gebühren geleitet
nehmt auf
stück um stück
lasst es wirken
in euch lodern
auch riskieren
es wird
nicht dauern
und ihr spürt
dass dieser klang
die seele berührt

© Amy H.

Staubkorn im Wind

Unsichtbar du schwebst,
hoch oben geschwind,
fällst rasend hinab,
am Abgrund verbleibst.

Der nächste Stoß,
erneutes hoch schweben,
und wieder fliegst du,
unendlich hoch oben.

Rast durch die Wüste,
legst Meilen zurück,
bevor du kommst an,
beim Winde der Küste.

Ziehst deine Strecken,
durch Städte und Land,
siehst Schönheit und Hass,
kannst alles erblicken.

Quer durch die Welt,
suchst du dein Ziel,
wo du dann aufschlägst,
das unsichtbare Zelt.

Doch wie leider so oft,
wirst du wieder verjagt,
bleibst stets unerwünscht,
wenngleich du’s anders hoffst.

So eilig geschwind,
suchst du den Platz,
wo bleibst du willkommen,
du Staubkorn im Wind.

© Amy Herzog

Vereinigung…

Ein Blick genügt, schon ist es geschehen,
in meine Gedanken dich eingeschlichen.
Tag sowie Nacht nur Sehnsüchtgiges denken,
so denk ich, könnt ich dich doch einfach packen.

Eine Berührung, ist einmal vergangen,
steigert in uns sogleich das Verlangen.
Spüren, berühren, mich zerrt es zu dir,
du und ich näher, wir werden zu wir.

Einen Kuss später, entfacht sind die flammen,
liegen wir da, ganz eng nun beisammen.
Die Körper umfasst und sinnlich geküsst,
stillen die Sehnsucht in tiefer Lust.

© Amy Herzog

Masochistische Sehnsucht…

Der lauter Schrei
nach Euch – sticht zu
Immer wieder, immerzu

Der Schmerz, das sei
Das ihr mir gebt
Mein Herz, es weint
Nach mehr – bis ihr geht

Genieße es, das Euch
In mir, bis dass ich
Am Ende doch noch –

Erfrier…

© Amy Herzog

Ein letzter Blick…

Aus Euer Leib das Blut gewonnen,
trink von Euch, mach Euch zu meinem,
spüre wie Ihr schwächer werdet,
Euer kleines Leben so bald endet.

Schaut mich an, seht Euch an,
seht an, was ich Euch angetan,
nehmt den Blick den Ihr noch habt,
in meinen Armen Ihr gleich sterbt.

Ein kleiner Wunsch sei Euch gegönnt,
seht noch mal die Welt so bunt,
ein letzter Kuss, dann schlaft Ihr ein,
seid in mir, für immer mein.

© Amy Herzog

Einsamer Tanz

bei abenddämmerung
tanzt sie vereint
mit hoffnung
schwebend
über der erde
entrinnen jahre
zugleich erscheint
das dasein
hellgrün
unter ihr
zu erblühen
das leuchtend gras
es beginnt
wie sie
zu lieben
den wind
voll anmut
auf ewig
traurig
allein

© Amy Herzog

Am Klavier…

so sitze ich hier
seit stunden schon
am klavier und
verbinde stunden
verschwommene noten
minuten zu runden
gefühlvollen worten
die nie gehört werden

© Amy H.

Bilder…

sanfte bilder
in meinen gedanken
nah seid ihr
so tief in mir
ich muss euch danken
mich fühlen lasst
lebendig scheinen
im herzen weinen
traurig scheint ihr
aufrichtige schreie
so lasst euch fallen
und seid bei mir

© Amy Herzog

Das letzte Sehen…

Im Regen stehen,
lassen es geschehen,
den langen Kuss,
bevor wir gehen.

Ein Wiedersehen,
wird nicht geschehen,
ein letztes mal,
in Liebe gesehen.

Ich würde flehen,
euch nicht zu verlieren,
es wäre vergebens,
ihr seid entschlossen.

Euer letztes Lächeln,
werde ich sehen,
in tiefer Sehnsucht,
in meinen Träumen.

© Amy Herzog

Gefangen…

Im Körper gefangene Seele,
Auf ewig sie sich quäle,
Vom Leben stets bewacht,
Nur der Tod hat die Macht.

Das Gefängnis zu brechen,
Und die Seele kann entfliehen,
Sich dem Raster entziehen.

In ein freifliegendes Leben,
Das Glück pur erleben…

© Amy Herzog

Einmal kurz leben…

Innerlich nichts als Leere,
berühre ich tot die Tasten.
Suche nach spürbarer Nähe,
wo nur, ich kann nicht sehen.

Voll Nöten bitte und bettle,
klangvoll ertönen die Noten.
Kommen ein paar Gefühle?
Ich gehöre nicht zu den Toten!

Schließe fest die Augen,
meine Hände tanzen allein.
Sie müssen Gefühlen folgen,
seien sie noch so klein.

Ich bin wie erstarrt!
Kann mich nicht rühren!
Sagen kann ich kein Wort,
die Emotionen kann ich spüren.

Wild umher schiessen sie,
quer durch meinen Körper.
Im Rhythmus zur Melodie,
werden wunderschön hörbar.

Immer mehr, viel zu viel!
Gemisch aus Leid und Liebe,
höre ich auf und werde still.
Kurz spürte ich, das ich noch lebe.

© Amy Herzog

Seele…

Seele in matten
Farben, getrieben
verfolgt vom
Todesschatten.
Funkenhelles Gut
des dunkelbösen,
verbleibt verdammt,
ewig vom venösen
Blut.

© Amy Herzog