Lyrik

Mein Sturm…

Du bist der Sturm auf meiner Haut,
der eine, der mich sachte streift,
zuerst, doch immer wilder dann,
weshalb im Herz die Liebe reift.

Du bist der Sturm in meinem Herz,
strahlst ein, wie heller Sonnenschein,
die Wolke, die das Glück geraubt,
dein Wind, er pustet sie ganz klein.

Du bist der Sturm in meinem Hirn,
der Ort, an dem die Seele wohnt,
und streifst dabei jedes Gefühl,
wo jeder Atemzug sich lohnt.

 

© Amy Herzog

Flügelschläge…

Sehnsucht schreit und platzt,
der Flügelschläge Töne laut,
wo Lust noch zitternd kratzt,
und Feuer diese Herzen baut.

Wie schwerelos benommen,
in Leidenschaft und wilder Gier,
ein sanft und leises kommen,
am dunkel-fernen Orte hier.

Da führt die leise Stimme,
durch den geheimen Pfad,
wodurch ich mit ihr Summe,
doch ihr am Ende erlag.

Die Flügelschläge schlafen,
durch träumend Bilder wild,
erinnernd schwelgend trafen,
und wurden danach mild.

 

© Amy Herzog

Was?

Würde sich der Nebel verziehen,
und bricht aus Wolken Sonnenlicht,
dann würd‘ so manches klarer sein,
doch warmes Licht, das gibt es nicht.

Dann gäbe es da noch den Wind,
der könnt‘ in meine Richtung wehen,
doch würd‘ dann die Gedankenwelt,
ein kleines bisschen klarer sehen.

Da bleiben Wolken über mir,
sie regnen, doch sind tonnenschwer,
das Herz gefüllt mit kaltem Nass,
und doch verbleibt es dunkel-leer.

Nur ein Gedanke dringt hervor,
die Flammen aus dem trüben Nass,
und diese Frage, die sich drängt,
was wär das Feuer ohne…, was?

Was wäre, wenn die Sonne scheint,
und sich der Nebel bald verzieht,
der Wind in meine Richtung weht,
und der Gedanke klarer sieht?

 

© Amy Herzog

Gedankengarten…

Ich springe über die Gedanken,
und stellt mir einer stets ein Bein,
so fall‘ ich tief in diesen Garten,
und verirr‘ mich tief hinein.

In diesem Garten ist es dunkel,
ein Irrweg, weder fern noch weit,
so wünsche ich mir dort ein Licht,
das mich von diesem Weg befreit.

Der Weg scheint nicht mal allzu weit,
doch kann ich ohne Licht nicht seh’n,
und hoffe ich im Garten hier,
nur etwas Land in Sicht zu seh’n.

 

© Amy Herzog

Licht…

Rauch umhüllt mein kleines Herz,
und fall ich ohne Glück hinein,
in diese unbekannte Schlucht,
doch bin ich darin nicht allein.

So fand ich dort dein warmes Licht,
es tanzt und kribbelt auf der Haut,
ich kenn es nicht, doch hab es gern,
und frag mich, wer die Brücke baut.

Der Weg kehrt mit dem Lächeln ein,
und doch verbrennen Lippen nicht,
ich gleite mit dem schnellen Wind,
und trink ein Schluck vom Sonnenlicht.

© Amy Herzog

Verloren…

In der einen Sekunde
saßen wir da, eng
umschlungene Liebe
wurde unsichtbar…

© Amy Herzog

Lasst mich Wasser sein…

Lasst mich klares Wasser sein,
durch tausend Flüsse dieser Welt,
und ankommen in jenem Bach,
wo Regen mich am Leben hält.

Ein Leben, nichts sei unwegsam,
ich lebte frei und unsichtbar,
nach langem Suchen fände ich,
was lange war zu unnahbar.

So bahnte ich mir einen Weg,
der deiner Brust das Feuer nimmt,
und löschte ich den deinen Schmerz,
sobald dein Herz im Wasser schwimmt.

 

© Amy Herzog

Gemeinsam…

Ein Schluchzen hinter schwarzer Tür,
verzweifelt schließt die Wahrheit ab,
doch hält die Sehnsucht bei der Hand,
und stürzt die Freiheit stumm hinab.

Verführend greifen Küsse stumm,
wer in der Schlucht nach Reimen sucht,
und hält die Sehnsucht weiter fest,
die Seelen seien nicht verflucht.

Dann fassen Worte dies Gefühl,
im Dunkel könnt es niemand sehen,
doch eine Seele sieht gewiss,
mit dieser kann’s gemeinsam gehen.

 

© Amy Herzog

Schwarzes Herz

Kämpfend im Fluss
bin ich im Herzen schwarz
Sehnsucht nach Leben
Schmerz und Haut und Kuss

Ertrinke ich im Fluss
wie staubiges Land

– und suche ich dich…

Denn ich bin ewig
zur Liebe verdammt

© Amy Herzog

Altes Herz…

Ich schwebe durch den langen Tag,
durch all die fernen Worte,
im Traum fang ich sie alle ein,
auch wenn ich sie nie hörte.

Und in der träumerischen Welt,
dort sind die Wörter nah,
wo ich sie in dem Sonnenlicht,
nie klar im Herzen sah.

Es schlägt und hüpft in dieser Welt,
denn sie ist niemals kalt,
doch draußen in der Kältezeit,
wird es schon blass und alt.

 

© Amy Herzog

Morgenkuss…


Vogelgesang hallt durch Geäst

Kalte Luft zieht ihre Schleier

Silbernes Licht küsst den Morgen

Verabschiedet den Mond

Und grüßt reinigenden Regen

 

Schwärze macht sich auf den Weg

Spiegelt sich in großen Pfützen

Eine weinende Seele fällt hinein

Schwindet im Wasser aus Eis

Und küsst die Sonne morgen



© Amy Herzog

Ablaufende Zeit…


Sie harrt verschwiegen Wort um Wort,

und tropft die Sehnsucht nur blass,

mit jedem Ticken quietscht es zu laut,

die Zeiger der Zeit sind schon nass.

 

Sie läuft die Schritte durch die Nacht,

die Hoffnung, der Weg scheint zu weit,

doch tropft und tickt sie sehnsuchtsvoll,

durch die Zeiten warmer Zweisamkeit.

 

Doch schläft sie bald schon unterm Rost,

wo nur noch Erinnerungen Gähnen,

wenn diese Zeit bleibt müde stehen,

dann wird sie auch mein Herz lähmen.



© Amy Herzog

Stechendes Herz…

Ich spüre, wie es sticht…
Mein Herz weint bitterlich
süße Tränen, und wie sie rinnen
über mein Gesicht – und beginnen
dröhnend, kreischend zu schreien
willens sich aus dieser Gruft zu befreien
in ferne Gezeiten zu reisen, flüchten
fern, nur fern von deinen Gerüchen
vom Herz aus abertausend Brüchen
doch es sticht, und versperrt jede Sicht
weint bitterlich – ganz ohne ein Licht
einsam im Nebel… ohne Gewicht…

© Amy Herzog

Die Botschaft….


Die Botschaft, die im Herzen zuckt,

wie Honig aus dem Munde tropft,

verlockend lächelt süßes Gift,

wo niemand eine Warnung klopft.

 

Die Botschaft, die im Herzen zuckt,

so schreite ich über den Pfad,

berauscht von einer Leidenschaft,

wanke ich auf dem schmalen Grat.

 

Die Botschaft, die im Herzen zuckt,

hier oben wird sie immer leis‘,

betrunken – doch im Traum erstickt,

was niemand ahnt, und niemand weiß.

 

 

© Amy Herzog

Traurig…

In wirren Gedanken
bin ich wortlos betrübt
doch wie immer geheim
fast könnte ich schreien
dieses falsche Gefühle
das nicht sollte sein

© Amy Herzog

vom Herzchen..


Wie könnte dieses Herzchen noch sterben,

wenn tiefe Liebe dies einfach vergisst,

wie noch könnte das zu leise Klopfen,

in Tönen schwingen wie sehr es vermisst?

 

Wie könnte dieses Herzchen noch atmen,

wenn jedes Gefühl die Meere beweint,

und wie sollten diese zu kleinen Tränen,

noch ausreichend weinen bis ein anders reimt?

 

Wie könnten nun zwei Herzchen noch lieben,

wenn eines der Herzen im Ozean sinkt,

und wie sollte irgendein Herz dabei hören,

wenn unter dem Wasser rein gar nichts erklingt..?


© Amy Herzog

Harfen-Lied…


Aus weißen Wolken fällt das Eis,

es schmiegt sich um mein Herz,

ein jedes Harfen-Lied begraben,

zurück bleibt Trän‘ und Schmerz.

 

Ich stürze tief in’s dunkle Meer,

es droht mein Herz zu lähmen,

fehlendes, es schmerzt zu sehr,

doch flieh‘ ich nicht vor Tränen.

 

An des Meeres tiefsten Grund,

ich lieg‘ im Schutz und schlafe,

vergessen all das Leid der Trän‘,

spielt stumm zuletzt die Harfe.



© Amy Herzog

Begehren…

atme leise, beinah fauchend
schreibe nur in dunkler Trance
getrieben vom schmerzlich
unersättlich Durst
gib dich brennend heiß
in meine Hände
lass dich führen
in mich – in meine Welt
und gib am ende dein Blut
die treibende kraft…

 

© Amy Herzog

Schönster Abgrund…

Wie sanfte Worte mich umkreisen,
als fiele Sommer in den Schnee,
suchend Schutz im finstren Rauch,
und Herzen tun geheim nur weh.

Warmer Wind fegt durch mein Haar,
wie ein so warmer Kuss im Wort,
und ich verfall‘ mit diesem Herz,
bis in den schönsten Abgrundsort.

Ein fester Kuss an meinem Hals,
lässt blühen, leben, leiden, sterben,
noch tiefer dingt die Sehnsucht ein,
und fällt mit Freuden ins Verderben.

 

© Amy Herzog

Zufälle…

Ein kurzer Blick
auf Kleinigkeiten genügt,
um zu sehen…

Diese vielen kleinen
Zufälle,
die es gar nicht
geben sollte.

Aber sie sind da,
und alle miteinander
sind sie wahr.

Schade nur,
wenn dann und wann,
nicht jeder so gut
sehen kann.

© Amy Herzog

Roter Fluss…


Ein roter Fluss rinnt warm bergab,

fließt darin glänzend mein Gefühl,

so lieblich, sanft, bedingungslos,

aus meinem Herzen, niemals kühl.

 

Der Fluss tropft bis zur Dunkelheit,

und mein Gefühl fließt leise mit,

zurück bleibt mir die Einsamkeit,

und in dem Herz ein tiefer Schnitt.



© Amy Herzog

Verklungenes Stück…

Verstohlene Blicke im zweifelnden Fallen,
wo Körper sich blind aneinander krallen,
die sprühende Wärme schlug ein und ich sah,
die Wellen der Liebe, sie kamen mir nah.

Ein tiefes Berühren, es schien kurz vertraut,
zwei Herzen aus Eis, sie tanzten so laut,
durch dunkle Gassen sah man sie nicht,
doch sprühten die Funken im Seelenlicht.

Und wären zwei Körper beinahe verbrannt,
ward Feuer zu Wasser in Eis sich benannt,
verstohlene Blicke, sie blieben zurück,
vorbei war des schlagenden Herzens Stück.

 

© Amy Herzog

Verschenkte Herzhälfte…

Meine Seele ertränkt
im silbern glänzenden Blut
ertrinkt das halbe Herz
anders, kalt verbleibt
der schmale Rest

Vermag ich kaum
ein helles Licht zu fühlen
nur den Schmerz zerrissen
einsam in meiner engen
Brust ertragen

In Sehnsucht
schwer an dich zu denken
mein Herz weiterhin zu schenken
wortlos, ruhig verbleibe ich
ertrinkend, leise, einsam
geht die Reise weiter

© Amy Herzog

Einsamkeitsgesang…

Erklang tief in meiner Seele,
sanft der Einsamkeitsgesang,
doch zu ängstlich vor der Macht,
so dass ich in die Tiefe sprang.

Rannte vor dem süßen Schmerz,
der mich am bunten Leben sang,
ohne Spur der Einsamkeit,
so dass immer tiefer sprang.

Doch in der Tiefe bin ich jetzt,
so schwarz dunkel ohne Liebe,
was mich trifft ins blutend Herz,
nur Schmerz und Peitschenhiebe.

Denkend an den Song zurück,
voll tränenreicher Liedsehnsucht,
hätt‘ ich bloß das Lied geliebt,
dann wäre ich nicht auf der Flucht.

Diese Angst hat’s mir entrissen,
alles Bunte weilt zu fort,
hier der kalten Tiefe Schmerz,
der mich kettet an diesen Ort.

 

© Amy Herzog

Schrei…


Die Blätter schweben alle still,

Der letzte Wind, er ist verweht,

Nur die Tränen fließen weiter,

Wo die Liebe einfach geht.

 

Die Melodie in meiner Brust,

Sie ist schwach, beinahe taub,

Nur die Schreie meiner Seele,

Höre ich allein noch laut.

 

Sterbend hier so laut ich kann,

Schreie ich und suche Luft,

Die schwache Kraft opfere ich,

Für ein letztes, deinen Duft..

 

© Amy Herzog

Luft…

Mein glasiger Blick
in starren Ketten gefangen
leblos sinkt der Geist in seine Gruft
und Ohnmacht hüllt mich ein im falschen Hass
der Schmerz doch riecht noch deinen Duft
küsst noch, kratzt und weint, schreit,
verwelkt mein leeres Herz
und ringt um Luft..

© Amy Herzog

Zeit?

Kuss?
Was ist ein Kuss?
Aus Gewohnheit ein
für immer sanftes Muss.
Wenn niemand fehlt,
in dem Moment
den Fluss der Zeit
mit Zuckerguss.

Immer?
Was ist für immer?
Das letzte Wort flüstert
näher mein Ohr
und doch habe ich
am Ende keinen
Schimmer.

Zeit?
Was ist schon Zeit?
Wenn sie auf Lücken
der Erinnerung verweilt.
Zum Mond rennt
und zurück,
ihn nicht erkennt
und auch nicht reicht.

Moment
Dieser Moment!
Keine Fragen, kein blabla
lass uns lieben, küssen
ehe dieser rennt,
und zwischen uns
die Zeit verbrennt.

© Amy Herzog

Furcht…


Die Furcht, sie liegt in meinem Herz,

Und frisst sich durch mein Körperreich,

Wer sagt mir was nun kommen wird,

In diesem dunklen Lebensteich?



© Amy Herzog

Wunden…

Tränenbedeckte Ecken und Kanten,
niemals perfekte beflecke Fassaden,
Seelenschmerzen mit Fehlern verbunden,
unsichtbar schweigen voll innerer Wunden..

© Amy Herzog

Unverhofft…

Fassbar wird mir der Widerspruch
schmerzhaft wohl – verliebt zugleich
doch nähern sich mir schwarze Wände
ersticke ich? Nein, es waren deine Hände

Und dieser unverhofft warme Wind
so plötzlich in meinem Nacken – zart
schlägt Strom durch meine Adern
lässt mich zittern, lachen, leben.

Scheint noch alles unsichtbar
die Wahrheit tanzt am anderen Ende
Welten, groß, doch klein genug
Gedanken wärmen meine Hände

 

© Amy Herzog

…andererseits

…andererseits,

sehne ich mich danach
gestürzt zu werden,
nur um zu sehen,
wie weit es noch gehen
kann…

© Amy Herzog

Mein Regen…

Mein Regen flutet gestern Geist,
erst zäh und spät das Gold im Mund,
tropft flüssig, rein und sanft, dann fest,
als sei’s des Glückes wahrer Grund.

Elektrisiert, doch kaum dahin,
ward ich nach Schlucken schwerer,
bin ich der Bettler, stinkendreich,
seid ihr’s doch, ihr seid leerer.

Mein Regen, er lässt Dürre blüh’n,
tropft Gold aus seinen Händen,
Gefühl, welch unbeschreiblich schön,
lässt Augenblick nie enden.

 

© Amy Herzog

Phantasie…

Zurückhaltend zärtlich
berührt er sie
im Kopf gefährlich
die Phantasie
und schaut er sie an
sieht sie will mehr
zieht sie ganz nah
an sich heran..

Küsst ihren Hals
küsst ihre Brust
ohne ein Wort
kraftlos vor Lust
ihr Körper vibriert
umfasst sie ihn
schmiegt er sich an
und nichts existiert..

 

© Amy Herzog

Dem Sturm folgen…

Der laue Wind, so ruhig und sanft,
nimmt mich in seinen Arm,
streift meine Seele im Gesang,
im zarten Kuss – so warm.

Indes, ich suche nach dem Stoß,
der mit zum Himmel flieht,
erobert mich im Sturmgebraus,
ein Leben – wie es zieht.

Ich folge ferner diesem Sturm,
wie er das Herz ergreift,
in seinen Armen fest zum Rand,
wo Licht und Liebe reift.

 

© Amy Herzog

In einer Winternacht…


Du wanderst in den Sternentraum,

im ruhigen Wind der Winternacht,

und lässt dich treiben im Gefühl,

dass in dem Herzen Liebe wacht.

 

Doch lebt die Liebe nur im Traum,

sodann erwacht, der Sturm erfüllt,

so ruhig von außen alles scheint,

das Herz mit Leid und Trän‘ gefüllt.

 

Die Liebe im Taifun ertrinkt,

so schwebt sie in den Himmel fort,

und wartet dort ein heller Stern,

der Traum, der Liebe sicher‘ Hort.

 

© Amy Herzog

Sei still! 

 

Ich wünsche mir zu dieser Zeit,

mein Herz dürft einmal sprechen,

doch wird es mit „sei still“ gestraft,

und muss am Wunsch zerbrechen.


© Amy Herzog

Gefühlter Wahnsinn…

Aus meiner Feder fließt kein Wort,
der Wahnsinn nur noch tropft,
und ich bin nur ein Schatten dort,
wo ein Gefühl anklopft.

Und ein Gefühl dazu verdammt,
im Schatten nur zu schweigen,
kein Wort aus dieser Feder stammt,
der Wahnsinn muss es zeigen.

Der Wahnsinn suchet etwas Mut,
und klopft sich an dich ran,
er zeigt dir welch Gefühl er trägt,
und hofft, es kommt auch an.

 

© Amy Herzog

Im Schreien der Geigen…

 

Im Rhythmus des Basses
schreien laute Geigen
unsere Körper vibrieren
schwerelos zittern
und verblassen..

Ausblenden
des Unwichtigen
und um uns die Geigen
sind wir uns nah
immer näher..

Schreien immer lauter
immer schneller
tanzende Küsse
fallen in Trance
immer tiefer..

Rauschend nieselnde
Wasserfälle
rauf und runter
reimen wir noch?
Ist doch egal
ohne Physik..

Nur Chemie
verbunden sind wir
zu einem verschmolzen
mehr und mehr
im schreien
der Geigen..

© Amy Herzog

Im Raum.

Die Nacht sich mit dem Kusse legt,
eröffnet sich mir sanft ein Traum,
die Sehnsucht um die Seele spielt,
ein Weg, er führt mich hin zum Raum.

Ein Raum gebaut nur für uns zwei,
in dem du ruhig und selig döst,
die sternenklare Nacht mir zeigt,
in diesem Raum, Problem gelöst.

Dort lege ich mich zu dir hin,
und streichele sanft durch dein Haar,
ein Niemand der uns stören kann,
und draußen bleibt, was jemals war.

Doch dauert diese Nacht zu kurz,
der Traum durch meine Finger rinnt,
am Tage, wo kein Raum erbaut,
und Herzen nur gebrochen sind.

So klauen wir uns Stein um Stein,
erbauen uns den wachen Raum,
wo Näh‘ und Wärme sind verliebt,
und leben einfach nur im Traum.

 

© Amy Herzog

Ich sehne mich, dir nah zu sein,
nach deiner Wärme, deinem Licht,
im Nacken nur ein leises Wort,
das niemals diese Liebe bricht.

Spüre ich dein Flüstern nah,
die deine Seele in mich schreit,
die Sehnsucht, sucht sie nicht nur mich,
auch dir ist sie nicht weit..

 

© Amy Herzog

Niemals leer…

Hinter blauem Schleier der Zeit,
das erste mal, ich ward entführt,
als sich unsere Lippen berührten,
eingeschlossen, das Herz verführt.

Ein Moment der Leidenschaft,
dort war es still, dort gab es dich,
versunken tief im schwarzen Meer,
Genuss und Liebe und auch mich.

Lass uns tauchen, tiefer noch,
zurück ins weit und freie Meer,
nur dich und mich in einem Lied,
der Kuss von Liebe war nie leer.

 

© Amy Herzog

Nackt…

Worte, durch Haut und Fleisch,
an Augen, Hirn und Herz vorbei,
so schnell, doch seis nicht geklagt,
wir sind Mensch – wir sind frei.

Tanzen durch Tage und Nacht,
im Rhythmus des Wortes Kontakt,
knien Seelen im Regen, im Meer,
wir sind zweisam – wir sind nackt.

Geschützt liegt uns’re Furcht,
um uns, in strafend Blickes Arm,
so tief, doch bleibend wir nackt,
wir sind stark, in Liebe – warm.

 

© Amy Herzog

Ein wahres Wort. :)

Was mir fehlt,
ist hier ein wahres Wort,
denn weder hier,
noch sonst wo drüben dort,
steht im Hirn,
ein kleines Päckchen Mut,
das mir dann sagt,
am Ende wird’s doch gut.

Ich könnt sagen,
das ist manchmal ein Fluch,
denn mein Kopf,
so voll wie Buch für Buch,
und,… ach pssst,
man soll’s ja auch nicht sehen,
denn sonst könnt‘,
noch wer hier was verstehen.

Sagen wir,
es bleibt einfach geheim,
und das ist,
wie soll’s denn sein – gemein,
denn was hier fehlt,
ist nicht das wahre Wort,
in Wahrheit ist’s,
der Mut im Päckchen dort.

 

© Amy Herzog

Worte schweigen…


Ein Schweigen, das die Worte fand,

und doch kein Herz darin verband,

wo Wasser fließt, da schwindet Land,

und Worte sickern doch im Sand.

 

Ein Wort, das unterm Sande schreit,

der Weg hinauf scheint doch zu weit,

im Dunkel spürt es Schmerz und Leid,

und harrt dort aus in Einsamkeit.

 

Die Einsamkeit erdrückend ist,

nur unterm Wasser Sande frisst,

ein Schweigen, das dass Wort vermisst,

wo immer du auch oben bist..




© Amy Herzog

Liebendes Auf und Ab…

Im Wechsel zwischen Trauer und Glück,
wünsche ich mir mein Leben zurück,
Gedanken, die mein Herz verschlingen,
verwelktes Leben – um Luft muss ich ringen.

Doch kann ich diesen Schmerz nur lieben,
kann er mich noch am Leben erhalten,
zu oft kann ich nur kraftlos liegen,
wenn die Gedanken an dich siegen.

So hört doch endlich damit auf,
Gedanken, die ihr seid zu Hauf,
gib mir mein schmerzend Herz zurück,
und lass mich spüren etwas Glück…

 

© Amy Herzog

Verworren verwirren…

Tanz der Emotionen
auf dem schmalen Grat
der illusionierten Wirklichkeit.
Verworren im Gedankenreich
spielen lauter Klänge
Unsinn im Verrücktenteich.
Dünnen der Grat
bewahren des Wissens
der Illusionen
in der Wirklichkeit.

© Amy Herzog

Liebe…

So aufrecht unsere Körper auch stehen:

– in Momenten der wahren Liebe

beginnen unsere Seelen zu knien…

© Amy Herzog

Freudentränen…


Die Nebelschwaden zieh’n vorbei,

der Himmel strahlt und scheint,

bei Nacht in tiefes schwarz getränkt,

im Bild der Traum erscheint.

 

Milliarden Sterne funkeln hell,

im Traum klopft Regen an,

das Glück blüht in der Wolke auf,

dass sie nur weinen kann.

 

Der Nachtwind trägt die Wolke fort,

ein Herzgeschenk von mir,

die Freudentränen hält sie fest,

und regnet sie bei dir.



© Amy Herzog

Ruhig, ruhig…

Ruhig, ruhig…

Träume und male dein Bild.
Flüstere nur ganz leis,
leise gemeinsam.
Sind wir zwei eins im Traum,
ruhig, wir sind nicht einsam.

Spürst du?

Wir sind nah
und malen Träume schweigsam
gemeinsam einsam.

© Amy Herzog

Unter Stundenstaub…

Verborgen unter Stundenstaub,
verbleibt so mancher Text,
und ward das Herz genommen dort,
verstummt das Wort zuletzt.

Er sehnt sich nach Vergangenheit,
der Text, er war einst wichtig,
doch Staub, der ihn gefangen hält,
erklärt ihn hier für nichtig.

Verblassen einsam in der Zeit,
das Wort, es bleibt zurück,
der Text, der nie gesprochen ward,
sucht fruchtlos nach dem Glück.

 

© Amy Herzog