Glück

Starke Worte..

Niemals wieder Schmerz empfinden,
hast du aus starkem Wort erbaut,
so einfach Glück und Liebe binden,
hab ich auf deinen Blick vertraut.

Aus deinen Augen sprach die Seele,
und ich ein jedes Wort verstand,
so einfach wie das Schicksal wähle,
doch einfacher in Angst verschwand.

Dein Herzschlag ward zur Traurigkeit,
und ich stand ratlos, still zur Wand,
die Sehnsucht nach Unendlichkeit,
mein Herzschlag bleibt in deiner Hand.

Und lausche ich nun meinen Schmerzen,
die Wahrheit doch erkennend noch,
so denk ich fest an’s Glück der Herzen,
bis zum Sturz ins Schwarze Loch.

© Amy Herzog

Ich bin nicht sicher…

Ich bin nicht sicher
bin ich noch da?
wo einst das Glück in Strömen floss
ist nichts mehr wie es war

Ich bin nicht sicher
bin ich denn tot?
der Geist meiner lechzenden Seele
schreit noch große Not

Ich bin nicht sicher
bin ich gefallen?
die Kammern meines leeren Herzens
hören lauter Scherben fallen

Ich bin nicht sicher
bin ich am Leben?
wo einst mein Glück in Strömen floss
bin ich betäubt am schweben

© Amy Herzog

Meines Herzens Gift..

Tief in eines schwarzen Traumes
trank ich meines Geistes Gift
mein Herze doch ertrank im Leide
auf dass es auf mein Ende trifft

Gezwungen ward ich zu dem Traume
der Seele Kränklichkeit erdrückt
so bliebe mir in meinem Schmerze
im Gifte noch die Liebe glückt

So lag ich noch in deinem Schoße
doch sah ich darin keinen Grund
ich schlief in meinem Traume sanft
und nahm der Liebe ihre Stund

© Amy Herzog

Das wertvollste spiel.

Ich sehe traurig durch mein Fernglas
die mit reifen quietschende kurze Zeit,
als sei das Auto, das mich mitnimmt
nicht weit entfernt und schon vorbei
gefahren. Voll gepackt mit meinen
Erinnerungen, die ihren Wert verlieren.

Auf ins Niemandsland, an den Rand 
der Grenze des strahlenden Scheins.
Hat es mich vergessen, oder ich mich
verloren in der Sanduhr des nassen
Sandes? Die zwei Silben der Nähe des
ängstlich (selbst) verschütteten Bandes.

Es geht nicht um des Lebens Rennen,
doch geht es um den erkämpften Sieg.
Um mein Gehör, mein Gespür, zu folgen,
auch ohne zu wissen, wofür. Klopfend
an die Tür des Glücks. Mit meinen Regeln
einfach über die Grenze hinaus zu segeln.

Und dort angekommen, ist die Aussicht
in seinen spektakulären Farben frei. Zeit
bekommt einen Sinn ohne spürbar zu sein.
Doch weit ist dann kein Ziel, nur die Stille 
des Waldes bedeutet dann unendlich viel.
Hinter des Glückes Tür im wertvollsten Spiel.

© Amy Herzog

Eule & Baum… (3/3)

Im weißen Kleid aus leichten Federn,
ist starr mein Blick zum Ziel gericht,
vor lauter Wärme, Glück und Liebe,
verlier ich doch nun meine Sicht.

Der Baum auf dem ich sicher warte,
so bricht der Ast auf dem ich wohn‘,
und plötzlich schlägt ein fester Stoß,
das brechend Herz als letzten Ton.

Im Schmerze hilflos nun am Boden,
verklebt, voll Matsch, mein Federkleid,
die Wärme, einst vom Baum gegeben,
sie endet hoffnungskalt im Leid.

© Amy Herzog

Deutlichkeit..

So deutlich sehe ich’s im Worte,
noch deutlicher in Einsamkeit,
verschlägt es mich an tausend Orte,
als fehlt in aller Eil‘ die Zeit.

So deutlich spüre ich’s im Kusse,
ein Lächeln aus dem Herz befreit,
die Ewigkeit im warmen Flusse,
im Schatten jener Zweisamkeit.

So deutlich höre ich’s im Winter,
im Schweigen der Unendlichkeit,
und blicke ich nur kurz dahinter,
durchfährt mich in der Dunkelheit.

So deutlich seh‘ ich’s im Gesichte,
wie eine Wahrheit längst gesehen,
und schreibt es Klarheit in Gedichte,
wird am End‘ das Glück geschehen.

© Amy Herzog

Gelogen!

Eine Lüge habe ich aufgeschrieben. Unwissentlich zwar, aber das ist lediglich ein Grund, keine Entschuldigung. 

Wenns mir schlecht geht, kann ich schreiben, und wenn ich schreiben kann, gehts mir gut. 

Und eine Lüge ist es, weil ich erkannt habe, dass kein Wort der Welt dem Glück das Wasser reichen könnte. 

Die Wahrheit ist… 

Wenn ich so glücklich bin, dass es mir die Worte raubt, weil dieses Glück schlichtweg unbeschreiblich ist, dann geht’s mir gut. Wirklich gut. 

Leid…

Wenn du freiwillig leidest, dann sollte es das Leiden wert sein. 

Ist es das nicht, dann versuche das Glück…

Reinstes Gold…

Wie reinstes Gold aus deinem Munde tropft,
so baden Wolken tief im Himmelblau,
doch ehe noch mein Unheil leise klopft,
so merke ich doch schon der Wolken grau.

Doch trinke ich mit Leid und ganzer Seele,
dein gold’nes Gift verhüllt mich gänzlich warm,
und wie ich mich ganz leise darin quäle,
so scheint mein Herz im Augenblick nicht arm.

So wie das Leben nach dem Glücke sterbe,
so kostete mein Herz auf Erden blau,
und schnitze ich den Tagen ihre Kerbe,
dann sehe ich vom Himmel aus kein grau.

© Amy Herzog

ohne Wind..

Von der sanften Sekunde getrieben,
als sei’s im Scheine gut gemeint,
so könnt ich ohne Wind noch lieben,
doch hat die Zeit darum geweint.

Und so starrte mich an dieses Leben,
in Wahrheit doch nur halb gelebt,
so könnt ich nach dem Glücke streben,
doch bleibt die Stille unbewegt.

Nur wo der Zufall sanft erscheint,
dort trägt der Wind die Lasten,
und wenn fortan die Sonne scheint,
so werd‘ ich glücklich rasten.

© Amy Herzog

Schweige für den Augenblick..

Allein der Mund spricht keine Liebe,
denn jedes Wort ist noch zu kühl,
so warm es dennoch stets gemeint,
kennt nur mein Herz dieses Gefühl.

Es komponiert die Liebeslieder,
und singt ganz ohne Wort vom Glück,
so lausche du auch mit dem Herz,
und schweige für den Augenblick.

© Amy Herzog

Blühender Weg…

Und flüsternd atmen all die Worte,
ahnungslos – doch Hand in Hand,
wohin der Weg auch führen mag,
so wage ich den Schritt zum Rand.

Und schweigend wehen laue Winde,
als schwebten sie mich hin zum Glück,
und schlaf‘ ich ruhig in deinem Schutz,
die Hoffnung weht mich nicht zurück.

Und schaltet sich die Welt dann aus,
in Wärme schwimme ich durchs Meer,
saphirblau strahlt dein Liebesblick,
so blüht der Weg in Zukunft sehr.
© Amy Herzog

Mein Licht

Du bist das Licht in meiner Seele,
die Sonne, die mir Hoffnung bringt,
das Schlaflied klingt aus deinem Herz,
wo auch mein Herz in Liebe singt.

© Amy Herzog

 

Maskenball..

Auf dem Maskenball des Tages,
schläft im Herz die Dunkelheit,
reißt mich in die tiefsten Nächte,
zurück bleibt kalte Einsamkeit.

In der Kälte schlägt es weiter,
sucht das Herz sein kleines Glück,
doch der Einbruch jeden Tages,
wirft mich aus dem Traum zurück.

Bleibt mir in der Eiseskälte,
nur der Wunsch nach Sonnenlicht,
doch im Schutze meiner Maske,
fand ich dieses Glück noch nicht.

© Amy Herzog

Glück.

Erdbeereis
in der Sonne
auf den Lippen
teilt ein Kuss
unser Glück

© Amy Herzog

Ohne „wenn“ und ohne „aber“

Ohne „wenn“ und ohne „aber“,
krümmen ängstlich Bäume sich,
stimmt die Zukunft stets mit ein,
doch siehst du, all das Grün, es strahlt –
so hell doch, bist im Walde nicht allein.

Ohne „wenn“ und ohne „aber“,
so lausche nur dem Augenblick,
singt das Schicksal laut sein Lied,
doch Köpfe hoch, den Zucker herbei –
und sei des Glückes eig’ner Schmied.

Ohne „wenn“ und ohne „aber“,
weine nicht um dein Erinnern,
findet dich der Abschied wieder,
und soll’s nicht bitter vor dem Tore –
so mach’s doch einfach süßer, lieber.

© Amy Herzog

Riese!

So Riese, hältst dich fest,
und rennst noch gegen Zeit,
nur sieh! – wie sie dich gehen lässt,
und dein Weg wird zu weit.

So Riese, wirst du klein,
erdrückt gar von der Zeit,
kannst nur im Tränenfluss allein,
ertrinken an dem Leid.

So Riese, lass dich los,
und halt‘ die Hand der Zeit,
so fest! – erbaust dein eig’nes Floß,
und lebst in Heiterkeit.

© Amy Herzog

Die Suche nach dem Glück…

Er hält und zieht an meiner Hand,
wirft mich ins Meer, drückt an die Wand,
die Suche nach dem wärmsten Glück,
spielt mir nur ein Theaterstück.

Ein Ausbruch, wo die Maske fällt,
das Stück, das mich zusammenhält,
im Traum wo dieses Glück noch reift,
im Leben doch die Wahrheit greift.

Ein Blick in diese kalte Welt,
vermisse ich das Schauspielzelt,
doch suche ich hier nach dem Glück,
die Hand, sie hält mich nicht zurück.

 

© Amy Herzog

Glück…

Ich wanke müde durch den Tag,
der ohne jedes Glück sich neigt,
so denke ich mal kurz daran,
was mir der helle Mond gezeigt.

Das Schlaflied ward gesungen dort,
wo all die Meere lauter rauschen,
nur damit ein Niemand hört,
dass Mond und Sterne Träume tauschen.

So träum‘ ich leise durch den Tag,
auf dass das Lied woanders klingt,
wo wir uns finden, oder dort,
wo uns ein wenig Glück zuwinkt.

 

© Amy Herzog

Liebendes Auf und Ab…

Im Wechsel zwischen Trauer und Glück,
wünsche ich mir mein Leben zurück,
Gedanken, die mein Herz verschlingen,
verwelktes Leben – um Luft muss ich ringen.

Doch kann ich diesen Schmerz nur lieben,
kann er mich noch am Leben erhalten,
zu oft kann ich nur kraftlos liegen,
wenn die Gedanken an dich siegen.

So hört doch endlich damit auf,
Gedanken, die ihr seid zu Hauf,
gib mir mein schmerzend Herz zurück,
und lass mich spüren etwas Glück…

 

© Amy Herzog

Freudentränen…


Die Nebelschwaden zieh’n vorbei,

der Himmel strahlt und scheint,

bei Nacht in tiefes schwarz getränkt,

im Bild der Traum erscheint.

 

Milliarden Sterne funkeln hell,

im Traum klopft Regen an,

das Glück blüht in der Wolke auf,

dass sie nur weinen kann.

 

Der Nachtwind trägt die Wolke fort,

ein Herzgeschenk von mir,

die Freudentränen hält sie fest,

und regnet sie bei dir.



© Amy Herzog

Das Stück…

Das Stück schreibt sich selbst.
Die Worte, die ich habe, sind nutzlos.
Sie führen mich nur durch das Labyrinth.
Aber nicht heraus aus der Dunkelheit.

Sie führen mich am Glück vorbei.
Immer tiefer verirrt.
Das Glück rennt vor mir weg.
Wir kennen uns nicht.
Aber es will sich nicht verirren.

Es wird immer dunkler.
Aber ich habe keine Angst.
Die Nacht hüllt mich in Sicherheit.
Bis der letzte Vorhang fällt.
Und das Stück beendet ist.

So lange tu ich so, als wäre nichts.

© Amy Herzog

Glück in Geschichten..

Vielleicht war es schon zu spät,
als die Zeit um mich geschah,
die Hoffnung wurde dort gesät,
wo es einst am schönsten war.

Wie der Kopf dann mit mir spielt,
spielt das Herz ein kleines Glück,
und wie der Wind dann weiter zieht,
lässt er mich Verzweifelt zurück.

Nun steckt die Zeit im Regen fest,
und ich kann nur schweigend weinen,
das Schöne war wohl nur ein Rest,
und Glück wird in Geschichten scheinen.

 

© Amy Herzog

Vertrauen…

Ein wenig Fluss den Berg hinab,
der Weg, er scheint zu weit,
doch ist der Traum viel näher als,
das Ende unserer Zeit.

Am Wegrand duftet es nach grün,
im Gras, dort liegt der Mut,
pflücken wir so viel wir brauchen,
der Rest, er wird schon gut.

Wir geben unsere Herzen frei,
so unhandlich sie sind,
vertrauen wir dem Schicksal mit,
dem Glück vom tragend Wind.

 

© Amy Herzog

Ohne dich…

Ich trenne mich von meinem Geist,
und reise weiter ohne mich,
lebe in Freiheit ohne Grenzen,
und verlasse dann auch dich.

Ich nehme nichts was wichtig ist,
und lasse Altes nur zurück,
all das zieht mich in die Tiefe,
wo ich finde nicht das Glück.

Ich suche weiter ohne Geist,
und finde irgendwann auch mich,
und alles was mal wichtig war,
das finde ich nur ohne dich.

 

© Amy Herzog

Glück vom Traum…

 

Mein Traum starb in den Armen der Nacht,

Und ließ mich in der Wirklichkeit zurück,

Er umarmte mich noch kurz doch sanft,

Und entschwand mit seinem reinen Glück.




© Amy Herzog

Wichtigkeit…

Wenn Liebe tief im Herzen schreit,
die Sehnsucht schon nach Sternen greift,
die Lippen nach dem Kuss sich sehnen,
und Schultern sich an Wärme lehnen.

Wenn Worte aus der Seele schreiben,
die Herzen zu getrennt nur leiden,
verliert die Logik ihren Sinn,
denn Liebe ist nur ein Gewinn.

Verloren ist in Raum und Zeit,
am Boden liegt die Einsamkeit,
die Geschichte bleibt zurück,
heraus kommt dann das große Glück.

Es gibt nur dieses eine Leben,
zu zweit umschifft ein jedes Beben,
was war ist schlicht Vergangenheit,
verliert im Jetzt die Wichtigkeit.

 

© Amy Herzog

Seelenlieder…

Wenn unsere Lippen sich berühren,
das Herz, es pocht und springt,
wir atmen Glück und Liebe ein,
ein Vöglein Liebeslieder singt.

Es ruht in mir der kleine Wunsch,
der Kuss nach Wärme schmeckt,
und wenn ich meine Augen schließe,
die Sehnsucht mehr und mehr erweckt.

Der Herzschlag durch die Luft vibriert,
die Mauern stürzen nieder,
ein Kuss, der alle Türen öffnet,
wir hören Seelenlieder.

 

© Amy Herzog

Das Glück kommt wieder…

Irgendwann war ich dir mal nahe,
doch jetzt fehlst du und ich weine,
wenn ich wieder ein Bild von dir sehe,
bin ich dunkler als ich scheine.

Das Leben könnte ich verfluchen,
die Sonne scheint nur hin und wieder,
doch kann ich dich nicht weiter suchen,
ich singe stattdessen bunte Lieder.

Jetzt ich muss dann auch mal weiter,
erwachsen sein, vermutlich für immer,
verbleibe dennoch einfach heiter,
denn Tränen machen’s nur schlimmer.

Also höre ich endlich auf zu wein‘
das Schicksal ist nicht immer staubig,
das Glück kommt hier von ganz allein,
und ich bin nun nicht mehr traurig.

 

© Amy Herzog

Wirre Gedanken…

Die wirren Gedanken ranken sich,
klettern Dächer hoch, verirren,
verwirren, treffen Dunkelheit,
und versuchen sich zu entwirren.

Versuchen ein Licht zu finden,
lindern, Schmerzen, Heilung,
zu trinken, aus Regen schöpfen,
zu baden in reinster Hoffnung.

Könnten sie nur lauter schreien,
diese stillschweigenden Gedanken,
an Worten kleben, singen, tanzen,
nicht nutzlos in die Höhe ranken.

Doch hier bleiben Worte, still,
an Dächer geschrieben, lesen,
das kann keiner, sie Weinen,
weinen bitter über ihr Wesen.

Das Haus, es wird brüchig,
flüchtig nehmen Menschen,
die Fassade, die mal schöner,
gehüllt nun wahr in Wünschen.

Doch das Wort, es lebt,
rankt sich weiter hoch, bebt,
lässt das Haus zerfallen, egal,
bis das Licht Gedanken webt.

© Amy Herzog

Gefühlsmusik…

Sitz die Nacht still am Klavier,
und denke mich im Klang zu dir,
tanze schweigend über Tasten,
lasse Noten für mich sprechen.

Verbinde schreiende Gefühle,
bis ich keine Stunden zähle,
forme sie in Liebesworte,
schwinge mit an ferne Orte.

Der Ort ist nur erfüllt vom Glück,
als gäbe es dort kein Zurück,
schreiben Worte bis hin zu dir,
was ich wirklich für dich fühl.

Die Musik spricht Wahrheiten,
kein blabla, kein Rätselraten,
sie spricht nur das, was ich fühle,
das du sie hörst, ist was ich hoffe.

© Amy Herzog

Ungewisse Sehnsucht…

Glücklich lächelt sie in sich hinein,
das Gefühl ihr dabei niemals wich,
mit ganzem Herz und ganzer Seele,
grundlos und beinah lächerlich.

Wurde ihr Herz nie sanft berührt,
doch sehnt sie sich noch danach,
sie lächelt nur, als sei sie verführt,
von dem, der ihr Herz einst brach.

Seine Worte haben sie berührt,
sie zogen sie in die Leidenschaft,
und er, was macht er nur mit ihr?
Lässt ihr die Lücke, die offen klafft.

Doch sie, sie lächelt in sich hinein,
ihre Augen strahlen gar vor Glück,
im Innern, da sehnt sie sich nach ihm,
von außen, da schreckt sie zurück.

© Amy Herzog

Gedankenlose Hände… 

Als läge ein schwerer Stein auf den Händen,
Können sie nicht schreiben, was sie denken,
Wagen sich nicht mit dem Herzen zu bewegen,
Und schon gar nicht offen mit dem Mund zu reden.

Dann wird es wieder leicht, das drehen und wenden,
Einfach die Worte mit dem Herzen zu vollenden,
Nicht daran zu denken, was die anderen denken,
Die Hände können richtig nur mit dem Schicksal lenken.

Sie brauchen nichts, nur das ganze Leben,
Ein Herz, das bereitwillig will lieben und Beben,
Die Gedanken tragen den Stein in weite Ferne,
Zurück bleibt die Freiheit allein, so hat sie es gerne.

Und so lenken gedankenlose Hände zum Glück,
Blicken nach geschriebenen Worten niemals zurück,
Legen sich entspannt in ein weiches überall,
Und lenken die Liebe nicht, wohin sie nicht will.

© Amy Herzog

Traum im Schrank…

In der tiefen Nacht schläft mein Herz so fern,
Rechnet mit Liebe, Träumen und Wundern,
Mein Körper ruht, und die Seele kann entdecken,
Ganz ohne die wirkliche Welt zu wecken.

Sie findet in jeder so wertvollen Nacht,
Sterne und all das was noch über sie wacht,
Alles worüber ihr Herz in Wahrheit lacht,
Einfach all das, was sie so glücklich macht.

Die Träume stehen ihr in der Nacht brillant,
Erst am Tage gehen sie mit Gedanken zum Schrank,
Legen die Träume, die Liebe und das Glück,
In eine dunkle, verstaubte kleine Ecke zurück.

Dann warte ich in meinen Gedanken verloren,
Auf das, was nur im Traum bleibt verborgen,
Dass es kommt und mich in den Traum entführt,
Und am helllichten Tag meine Seele berührt.

© Amy Herzog

Glück in der Eifersucht…


Wortlos ziehen Schmerzen Bahnen,

Verirren sich in deinen Gefühlen,

Und du leidest, weil sie falsch sind,

Wortlos Schmerzt es tief im Herzen.

 

Hüllst dich sanft im Schweigen ein,

Und du verlierst das Lächeln nicht,

All das frisst sich durch dein Fleisch,

Von außen bleibst du stets ein Licht.

 

Verlierst du dich in den Gedanken,

Deine Eifersucht bedeutet auch Glück,

Ist jemand glücklich, tust du es gleich,

Und dein Gefühl verliert sein Unglück.

 

Gedanken wagen nicht zu schreiben,

Zu groß die Worte schon und mehr,

Du vermisst, was nie war, nie sein wird,

Bis in die Tiefen des blauen Meers.


© Amy Herzog

Warte auf die Hand…

Ich werde nicht mehr denken,
das Schicksal nicht mehr lenken,
denn nach all diesem Sterben,
laufe ich nur noch auf Scherben.

Nur dich kann ich noch sehen,
du strahlst, scheinst, weinst,
in der Sonne konnte ich fühlen,
wie auch du gestorben warst.

In dir sehe ich Lust, Leben,
das streben nach Glückseligkeit,
wie konntest du nur entfliehen,
dieser schwarzen Schattenewigkeit.

Eine Hand wurde dir gereicht,
mehr kann ich nicht hören,
doch hat dir das schon gereicht,
um wieder ins Leben zu gehen.

Doch warum du nun weinst,
das kann ich nicht sehen,
du warst doch nur einst,
nicht mehr in diesem Leben.

Und du sagtest zum Schluss,
warte nur auf eine Hand,
auf den kleinen Lebenskuss,
und du treibst nicht im Sand.

© Amy Herzog

Wanderweg….


– wanderweg

 

staubgraubraun

hier und da ein zaun

ein stein – manchmal fein

der schutz, das warten

 

kühl im schatten unterm baum

liegen, verharren im grün

blickend in zukunft –

zeit, glück und raum
ein vogel zwitschert aus dem schlaf

plötzlich klopft ein wanderer

fragt, ob er bleiben darf

reicht ein warmes glas

 

mit flüssigem glück

 

fragt, sag: willst du jetzt

zurück? oder fort?

bleib doch hier, wir klettern

über den zaun – gemeinsam

an den nächsten ort

© Amy Herzog

Flüchtiger Wind…

Mädchen

Das Mädchen fühlt keinen Sinn im Leid,
nur dauert der Schmerz eine Ewigkeit,
entfernt liegt das Glück, kaum zu fangen,
sie schafft es nicht, dort hin noch zu rennen.

Sie blickt in die Sterne, beneidet den Mond,
um Freiheit, Leben, und wär doch lieber tot,
nur der Wind sei ihr noch ein guter Freund,
mit ihm kann sie sein noch ein wenig verträumt.

Doch auch er wendet sich ab und lässt sie zurück,
lässt sie im dunkeln sitzen im ganzen Stück,
sie wartet vergebens, blickt dem Rauch hinterher,
der Wind, er ist fort, wer kommt jetzt noch, wer?

© Amy Herzog

Wahnsinn…


Das Fenster ist verstaubt

Der Verstand bleibt geraubt

Die Realität glänzt verzerrt

Und der Schatten vermehrt

 

Das kleine Kartenhaus zerfällt

Ein Hund draußen laut bellt

Das Gehör dahinter verstummt

Der Wahnsinn leise summt

 

Die Kämpfe gehen verloren

Die Gefühle sie zerbohren

Eine kleine Seele voll Löcher

Springt betäubt über Dächer

 

Kühle Winde leise wehen

Seifenblasen können sehen

Spiegeln den harten Sturz

Das Glück war nur zu kurz



© Amy Herzog

Hinter den Pforten…

Die Realität verirrt sich in Worten,
Verschlossen sind diese starken Pforten,
Regen fließt an dies düsteren Orten,
Ertränkt den einst so grünen Garten.

Stürme verwüsten die bunte Welt,
Schmerzende Stille macht sich so breit,
Hier scheint der Abgrund nicht mehr weit,
Wo ist der Mensch der hier noch schreit.

Ein Blutbad fließt in Liedern heraus,
Draußen leben sie glücklich in Saus und Braus,
Doch tanzen gemeinsam im Schauspielhaus,
Und lenken die Blicke nur stur geradeaus.

Hinter den Pforten verbleibt es still,
Sie alle gehen vorbei, so ganz prinzipiell,
Dahinter ist alles zerfallen, nicht mehr hell,
Dort verendet das, was keiner sehen will.

Jahre vergehen, dem Erdboden gleich,
Verschlungen vom düsteren Lebensteich,
Dann kommt da einer, der „ach so reich“,
Kauft, und spielt fortan ein Glück vorm Besuch.

© Amy H.

Süße Sehnsucht…

Süße tiefe kleine Sehnsucht,
Da lebst du in meinem Herzen,
Breitest Gier, Begierde, Lust,
In mir mit deinen breiten Flügeln.

Ziehst mich hin und her und zurück,
Ziehst mich ins lächelnde Glück,
Reißt mich in die Tiefen der Tränen,
Mal im ganzen, dann wieder ein Stück.

Lässt mich sterben, dann wieder Leben,
Dann plötzlich kann die Erde beben,
Da hilft kein schweigen, auch kein reden,
Nur ein miteinander schwebend Leben!

© Amy Herzog

Vergessen…

Vergiss es!
Das Glück, lass es alleine liegen
Allein soll es sich in den Schlaf wiegen
All das Glück sind große Lügen!
Glück? – nein, mach die Augen auf
Und lass den Realismus siegen!

Erinnere dich!
Ja, das Glück ist schnell vergessen
Kurz – vermischt in Regentropfen
Doch kommt es immer wieder nah!
Erinnere dich also an das Vergessen
Die Lüge – das Glück – stets liegenlassen!

© Amy Herzog

In der Nacht…

In der Nacht
bricht der Nebel herein

Die Flüsse rauschen
und springende Frösche
quellen leise empor
im weißen Nebelschein

Weiße Glückseelen singen
lieblich klingende Lieder
und tanzen sanft
in uns herein

Sterne glitzern
wie Saphire
klimpern für uns
in unseren Herzen
die hohen Töne
der Klaviere

Unterm großen Mond
halten wir uns fest
im Schein, in der Nacht
im Traum bis der Tag
uns erwacht

© Amy Herzog

Sehe dich!

Sehe dich!
Sehe dich warm
Berauscht vom Wein
Rieche rot vom Glück erschlagen
Innerlich qualmend tot
Fluten Städte voll Schaum
Tanzen, lachen, rauchen, saufen
Und einen Scotch später
Landen wir im Traum

© Amy Herzog

Träumerisches Glück…

Tag und Nacht
im Wechsel spielen,
während Zeiten
sich verziehen,
liege ich
und schreibe hier,
schier endlos lange Sätze
hier.
Und ich spüre
niemals Bange,
denn so fühle ich sehr lange,
dieses wundervolle Stück,
vom träumerischen Glück.

© Amy Herzog

Im Anfang – 1

Im Anfang blüh’n die Blumen bunt
zu Wind und Wetter,
in jeder Stund.
Ein Lachen weit,
ein Strahlen hell,
nichts ahnend, dass’s bald
schreien will.

© Amy Herzog

Noch eine letzte Zigarette…

War ich doch einst
nur eine von vielen
klein in der Einzigartigkeit,
die allen anderen gleicht.

Im Lichte aufrecht und perfekt
stand und stehe ich noch heute
inmitten dieser gesichtslosen Meute
von einfallslosen Masken.

Nur hast du mich fallen gelassen,
betäubt zum Monster gewandelt
und mein Inneres zerrissen
im Schlamm liegen gelassen.

So muss ich dich hassen
das kann ich nicht.
Gezwungen in Liebe
will ich dich nicht.

Glücklich will ich dich sehen
nur einmal spüren und wissen,
tu es, mach es gleich
und beschreite dein Begehren.

Beende dein prachtvolles Werk
und schicke mich fort,
gewähre mir nach dem Sex
noch die letzte Zigarette.

Dann ist es so weit
ich bin längst bereit
auf ewig verloren
im Himmel der Nacht.

© Amy Herzog

Sehnsucht nach dir…

schau die Sehnsucht
zeigt voller Lust
sie saugt mich aus
ich kann nicht mehr
und auch nicht raus
im Dunkeln warte
bis das du kommst
und endlich nimmst
mich hier erweckst
aus dieser kraftlos
stillen Müdigkeit
für einen Moment
nimmst mein Leid
die Sterne zeigst
mir Leben reichst
lass mich spüren
wo bist du hier
ich will mit dir
verführt sein
bis ich war
dein

© Amy Herzog

Grinsen…

Weit über das ganze Gesicht
grinse ich bei jedem Gedicht
ob schön, grausam oder traurig
grinsen muss ich dennoch glücklich

Mag es heut am Wetter liegen
nein, ich seh‘ nur Wolken oben
nur in mir da scheint sie grell
die Sonne lacht für heute hell

Glück wird es ganz sicher sein
was ich fühle in mir fein
ich weiß nicht, woher es kommt
doch die Gefühle niemand nimmt

Vielleicht ja eine Vorahnung
auf eine kleine Überraschung
dauert es vielleicht nicht lang,
bis ich echtes Glück fühlen kann

Ich hoffe nur ich sehe bald
das Glück in diesem vollen Wald
ich hoffe nur es zeigt sich dann
zum Glück teilen irgendwann

Bis dahin genieße ich
das Grinsen auf meinem Gesicht
das kleine Glücksgefühl zuvor
mit dem strahlenden Humor

© Amy Herzog

Zwinge mich zum Glück…

Viel zu lange schon
suche ich das Glück
doch meine Seele ist zerrissen
und ich sehe es nicht…

Immer, immer wieder
will man es mir geben
doch denke ich dann
das kann es doch nicht sein
warum sollte ich es nehmen…

Ist es jetzt geschehen
die Hoffnung ist gestorben
meine Seele bleibt zerrissen
und die Hoffnung entnommen…

Die Träume sind verschwunden
nur mal ein schlechter ruft
mich in den tiefen Nächten
und kratzt an meiner Haut…

Nur einen Wunsch habe ich
und dieser ist wahr
auch wenn ich nicht glaube
verbürge ich mich dafür…

Bitte komme näher
verschrecke mich nicht
sei nur ein Mal stark genug
und zwinge mich zum Glück…

© Amy Herzog