Woher kommt diese Stille
und sag mir was du schreibst
erzähl mir dein Geheimnis
komm sag warum du schweigst
Ich höre deine Stimme
doch das bist auch nicht du
komm sag mir was gemeint ist
dann hast du deine Ruh
© Amy Herzog
Woher kommt diese Stille
und sag mir was du schreibst
erzähl mir dein Geheimnis
komm sag warum du schweigst
Ich höre deine Stimme
doch das bist auch nicht du
komm sag mir was gemeint ist
dann hast du deine Ruh
© Amy Herzog
Treibt mich jeder Tag
durch seine eigene kleine Zeit,
über jeden Weg, ob steinig, ob weit.
Doch nichts. Nichts war je weit genug
auf meiner schier endlosen Strecke
des Wartens. Das Leben, der Sinn,
wie ich den Boden lecke, doch
wo nur, wo treibt’s mich hin?
© Amy Herzog
Als sei’s ein lauer Wind im Sommer
streift sanft mich deine Hand
und ich, ich Träume in den Wolken
doch schlief im grünsten Gras
als ich zum späten Abend dann
die Lieb‘ in deinen Augen las
Sind es Sterne, sind es Augen
kann ich deinem Traum denn glauben
sagst du nur „komm lass dich fallen“
und schenke dein Vertrauen
Vom Kusse unterm Sternenzelt
so wach bin ich verloren
doch führst du mich mit in deine Welt
wo du mich an den Händen hältst
in Seide mich bekleidest
durch die Nacht in deinen Traum
© Amy Herzog
Zum Einstieg mit einem Gedicht von Maccabros:
Der Drachenfels, so groß und mächtig,
wie er hoch oben einfach thront,
der Blick geht weit, über die Lande,
mit dem Er Deinen Aufstieg lohnt…
© Maccabros 15.02.2019
Zur Seite und zum Gedicht von Maccabros

Ausblick aus der Drachenfelsbahn.


Ausblick Siebengebirge

Der Rhein.

Der Drachenfels ist ein Berg im Siebengebirge am Rhein, zwischen Königswinter und Bad Honnef.

Ruine Burg Drachenfels.


Die Ruine.

Was es in einem Loch einer alten Mauer zu entdecken gibt 🙂



Drachenfelsbahn.




Selbstverständlich gibt es dort auch echte Drachen, was dachtet ihr denn?


Ich hoffe die Bilder haben euch gefallen. 🙂
Bei Verwendung bitte ich um vorheriges Nachfragen und um eine Verlinkung zu diesem Beitrag. Danke.
Wie sehnsuchtsvoll dein Blick
zurück in Menschenmassen
doch keiner hört und keiner sieht
wenn du nur in die Leere fällst
Und hin und her und hin und her
als würdest du ein Kindlein suchen
bringt dir selbst dein Innerst fluchen
deine liebe nicht dort hin
© Amy Herzog
Habe es so lange schon vor gehabt…Lesen per Video…und werde es künftig häufiger tun. 🙂
Ein neues Bild fand ich, fand mich
wie ein Moment der Freude
flüsternd in Gedanken – dich
und riss mich doch in Stücke
Atme weder ein noch aus
wie Blut drückt durch die Kehle
und starr‘ ich mich zum Spiegel ein
weil ich dein Herz noch fühle
Fand ich zwischen tausend Welten
eines nur, doch war allein
und war es Freude, wahrhaft Freude
schmecktest du wie süßer Wein
© Amy Herzog
Leise wird es nur bei Nacht
wenn mein Schweigen spricht
weiße Haare, blaue Lippen
die am letzten Tropfen nippen
doch du hörst es nicht
Regen fällt nur in der Nacht
auch wenn kein Wort entspringt
lautes Klirren, tausend Scherben
die am Boden einsam Sterben
doch du siehst sie nicht
Träume reisen nur bei Nacht
der Schweiß gen Himmel steigt
leere Räume, eng die Schlinge
wie ich um mein Leben ringe
doch mein Mund verschweigt
© Amy Herzog
Ewigkeiten sind vergangen,
Nebelschwaden ziehen vorbei,
und die Seele liegt in Ketten,
wann nur bin ich endlich frei?
Ist die Kehle fast vertrocknet,
und ich sah ein Leben zieh‘n,
welches ich nie leben würde,
also begann ich zu flieh‘n.
Auf der Suche nach der Sonne,
war ich fast schon endlich da?
doch das Leben rannte hinten,
und schlussendlich ist es nah.
(C) Amy Herzog
Minuten ziehen sich wie Stunden,
dort wo Momente nie vergehen,
die Ängste laufen dabei schneller,
zudem sie auch von hinten sehen.
(c) Amy Herzog
Und ich vermisse dieses Leben,
welches Fremde mir einst nahm,
hämisch lachend über Herzen,
die fortan gebrochen warn.
Was mir bleibt ist eine Lehre,
und ein Weg entlang dem Fluss,
weg vom Bösen nur zur Liebe,
weil mein Herz dort leben muss.
Ohne Takt kann es nicht singen,
übertönt die Fremden nicht,
doch lachen sie nur ewig einsam,
und ich wandere zum Licht.
© Amy Herzog
Täglich blickt man diesen Menschen,
in das Lügengleich‘ Gesicht,
doch mit diesem bleibt ein Leben,
bitter – (einsam) dies Gericht.
Lieber eine wahre Liebe,
wo der Kampf sich selbst gewinnt,
denn die Größe einer Wahrheit,
sieht man, wenn das Glück beginnt.
Liebe soll für immer das sein,
was zum Schluss die Hand mir reicht,
und sie bringt mir überhaupt nichts,
wenn sie falschen Fratzen gleicht.
© Amy Herzog
Deine Haut ist mein Kleid
und mein Atem ist deine Luft,
die, wie sie um die Ohren tänzelt,
singt von Stille meinen Duft.
Und das knistern eines Astes,
der im Wald am Boden liegt,
der, wie des Kusses leiser Hall,
wie Sommerluft am Körper schmiegt.
Werden Tropfen meines Regens,
nur mit deinen für uns Meer,
das, wie es uns‘re Seelen reinigt,
wiegt die Stille umso mehr.
Nur des Feuers rote Flammen,
dass das Blut zum kochen bringt,
schwebt die Erde zu den Wolken,
ist mein Körper frei und sinkt.
In den Nächten uns‘rer Augen,
wirkt im Innern Malerei,
bis die Sonne will‘s erwecken,
bleiben übrig nur wir zwei.
© Amy Herzog
Du bringst die Sonne in den Winter,
wenn du an meiner Seite bist,
ein Strahlen nur aus echtem Lachen,
zeigst du mir was die Liebe ist.
© Amy Herzog
Wolltest du einmal meine Sprache lesen,
dann würdest du meine Träume verstehen,
und würden dann meine Worte verstanden,
würden sie nicht mit dem Restwind verwehen.
Wolltest du einmal zu den Sternen blicken,
könntest du meine Fragen dort sehen,
sie strahlen und schreien bei Tag und Nacht,
doch möchtest du an ihnen nur vorbei gehen.
Wolltest du einmal meine Liebe hören,
und dich nicht verhüllen im Schweigen,
dann könnten wir mit den Träumen reisen,
und ich müsste sie nicht weiter beweinen.
© Amy Herzog (17.12.2015)
Die Steine sind in meiner Wohnung,
doch Stück für Stück trägst du sie fort,
und immer wenn das Licht dann heller,
so lässt du noch ’ne Kerze dort.
Und leuchtest du mir meine Wege,
(die schönsten sind nie wirklich weit),
denn wenn am Ende eines fehlt dann,
bleibt da höchstens nur die Zeit.
Doch all die Zeiten voller Wärme,
bleibst du mit deinem Licht bei mir,
die Steine werden mehr zu Kerzen,
(das schönste sind am Ende wir).
© Amy Herzog
Zehn Gebete malen blaue Finger
Zwanzig werden Schwarz
Bin ich nicht in Zahl und Wort
Doch Regen malt die Antwort dort
Wo meine Wangen nass.
Keine Frage nur so ein Gefühl
Sind meine Finger kühl
So bin bin ich längst schon tot
Nur mein Name regnet auf Papier
Ich mein Herz wir stehen hier
Umarmen hier und liegen auf dem Tisch
Zähle doch von zehn zurück
Und Schlaf für immer ein
Nur du mein Herz tanzt weiter
Wo jedes Wort versinkt
Und doch viel näher als gedacht
Erfreut’s von oben, wie du lachst
Und endlos glücklich klingst
© Amy Herzog
Mal einen Tag im Bett verbringen,
ganz anständig und brav zumeist,
nur eines wird ganz ohne Pausen,
und diese Sache kuscheln heißt.
Kuscheln kann ganz einfach jeder,
ob nur mit Kissen oder doch dir,
so such dir nur das allerwärmste,
und halt es fest im jetzt und hier.
Letztlich nimmt es all die Tränen,
wenn dann auch keine Zeit hier eilt,
so kuschle mit dem was dir wichtig,
wo dann dein Herz auch Liebe teilt.
© Amy Herzog
Wer denn sagt mir was ich sollte,
wenn ich doch was anderes wollte,
bleibt’s letztendlich doch mein Leben,
kann bloß ich mein bestes geben.
Wahrhaft in mein Herze sehen,
Tränen dort vor Sehnsucht flehen,
was mich einsperrt hier auf Erden,
muss am Schluss auch ich nur sterben.
Und wer sagt dann was ich sollte,
wenn ich nur glücklich sterben wollte,
doch bin ich heut‘ gewiss am Leben,
sollt‘ ich nur mein Glück mir geben.
© Amy Herzog
Der Albtraum hört nicht auf
sich über mein wundes Herz zu ergießen
und bitte ich und flehe ich
erschreck mich nicht und wecke mich
bevor die Tränen fließen
so wie ich dafür leid‘ und liebe
willst du wohl nur mein Herz verschließen
bis es für immer schweigt
© Amy Herzog
Ein jedes Wort steht nur geschrieben,
und wird dabei noch kaum gesagt,
so weht der Wind in Wahrheit kälter,
weil nach der Nähe niemand fragt.
So bleibt die Lieb‘ noch überlesen,
denn sie ist es, sie will gezeigt,
und liegt man sich dann fest im Arm,
ist es egal, wenn jeder schweigt.
Ein jedes Wort wird stehen gelassen,
und ich häng einfach in der Luft,
doch könnt ich so viel leichter fliegen,
und du fällst einsam in die Kluft.
© Amy Herzog
Ich habe Angst
Angst
davor zu funktionieren
und dabei meinen Schatten
den so geliebten
zu verlieren
Ich habe weiter Angst
Angst davor
dass mich keiner hält
und dabei noch zu lachen
während mein wahres
Ich langsam fällt
Ich habe Angst
Angst täglich zu leben
wo kein Halt und kein Versteck
noch den Sinn des Lebens
mir vergeben
Ich hab nur Angst
immer Angst
ohne meinen Schatten
gibt er doch die Dunkelheit
die wir nicht wirklich
mit uns hatten
Angst
ich habe Angst
als Licht zu funktionieren
doch ohne eine Quelle
mein Leben lang
zu frieren
© Amy Herzog
Menschen sterben Tag und täglich,
und alle sind sie irgendwie tot,
vielleicht schon morgen etwas näher,
doch heut‘ das letzte Abendbrot.
Bleibt es immer nur ein warten,
wenn’s am Ende ist zu spät,
doch das längste was wir haben,
bleibt die schönste Realität.
Wo wirst du zum Abend essen,
wer sitzt neben dir am Platz,
lebst du warm wie an der Sonne,
hört die Lieb‘ den letzten Satz?
© Amy Herzog
Ich knie einfach immer tiefer,
und bin letztendlich doch allein,
denn der, den ich aufrichtig Liebe,
der will nur wenig bei mir sein.
Er kommt und geht nur für das eine,
und ich, ich liebe trotzdem mehr,
dann geht er fort in fremde Arme,
dazwischen friere ich dann sehr.
Zwar sagt er, ich sei nur die eine,
und mache stets sein Leben bunt,
doch ich, ich knie hier alleine,
und er schlägt meine Seele wund.
Und knie ich hier immer tiefer,
mein Lachen bleibt dabei nur still,
so voller Angst vor einer Zukunft,
in der er mich dann gar nicht will.
© Amy Herzog
Mein Kuss für den Tag
wie auch tiefer liegt der Blick
geht zwar manchmal weg
doch geht niemals mehr zurück
Bist zart in der Nacht
wie ein Flug über’s blaue Meer
tropft ganz nasse Bilder
doch gibt sie trocken wieder her
Hältst durch kalten Winter
und wenn die Sonne wieder scheint
liegt in meinem Abendkuss
ein Liebeslied, das Wärme meint
© Amy Herzog
Ich fühle mich unendlich einsam,
auch wenn ich nicht alleine bin,
ich möchte einfach nur nach Hause,
nur weiß ich nicht, wo soll ich hin.
Zwar bin ich dankbar für den Menschen,
doch wenn was wirklich ehrlich ist,
so hält mich hier ganz schlicht der falsche,
und nicht das was mein Herz vermisst.
So schlucke ich einfach die Tränen,
und lache falsch dem Ende zu,
vielleicht ist oben mein zu Hause,
vielleicht komme ich dort zur Ruh‘.
© Amy Herzog
Abgewiesen bist du
und du, du klopfst doch an
nimmst wärmstens meine Hände
und ziehst mich an dich ran
Zeigst du mir die Wege
und ich, ich bin zu schwach
doch hältst mich etwas fester
und baust für uns ein Dach
Lässt du mir den Regen
so reichst mir deinen Schirm
und du, du hältst mich fester
im Kuss auf meine Stirn
© Amy Herzog
Auch kein totes Herz
(sei’s noch so kalt und leer)
kann mir meine Liebe vertreiben.
Sie wird sich nur entfernen
(nur vom Monster, das nicht liebt)
und beim Liebenden verbleiben.
© Amy Herzog
Ertrage ich den Schmerz
du stolperndes in meiner Brust
so springt mein Herz in einer Handvoll
zwischen Tränen zwischen Lust
Zeichne Punkte auf ein Glas
wirkt der Frühlingswind fortwährend klar
doch auf Regen folgen dicke Steine
bis ich nur noch Scherben sah
Lebe ich mit diesem Drang
nur jeden Abend zu ersehnen
selbst wenn er mich zu Boden zwang
kann ich mich an die Stille lehnen
© Amy Herzog
*
Manchmal
Suche ich nach Worten
Verzweiflung spricht vom Herzen
Und schrecke dann zusammen
Wenn ich sie gar gefunden
Habe…
*
Worte
Die beschreiben
So klar durch Scherben spiegeln
Was tief in meiner Seele
Verursacht diese
Schmerzen…
*
Finden
Will ich sie immer
Doch machen Sie mir Angst
So kann ich sie nur löschen
Vertreiben aus Gedanken
Dass du sie niemals
Hören kannst…
*
© Amy Herzog
Einsam klingt das Glockenläuten,
durch verregnete Straßen,
in der Pfütze, in der wir trafen,
bleibt eine Träne zurück.
Einsam klingt der Regentropfen,
mit seiner tausend Liebe,
sind Straßen doch die Diebe,
verschlucken mein Herz.
Einsam klingt das schlagend Herz,
in den glänzenden Morgen,
und machte es sich noch Sorgen,
wäre es hier nicht allein.
Allein aber in abertausend Tränen,
ertrinkt in Einsamkeit,
bleibt mir noch die kurze Zeit,
lausche dem Glockenspiel.
Beruhigt mich der Gedanke
wenn ich falle, renne oder schwanke
läuft das Leben immer schneller
mal zu dunkel, mal doch um so heller
viel zu kurz doch stets am Ende
doch das längste, was ich hab
Wenn ich doch in hundert Jahren
wo vor langer Zeit wir waren
neue Leben – wenn ich tot bin
frag ich nicht mehr wann, wohin
nur dann habe ich gelebt
so wie ich es will
Also stell ich heut die Frage
bin ich glücklich, wenn ich’s sage
wen zum Teufel kümmert’s schon
denn nur ich erhalt den Lohn
für die Tat die ich begehe
wenn ich durch mein Leben gehe
Beruhigt mich also der Gedanke
ob ich falle, renne oder schwanke
Ziel sollt nur für mich jetzt sein
glücklich sein nicht nur zum Schein
denn in hundert Jahren bricht
doch eh die Nacht hinein
© Amy Herzog
Was ich suchte
fand ich in keinem Wort
und zwischen keiner Zeile
nur jetzt, wo ich leise hier verweile
hinter fest verschlossenen Augen
beginnt es stumm zu regnen
mit einem Lächeln
wegen…
Ich kann nur schreiben
dass der Himmel hier blau ist
obwohl es seit einem Jahr regnet
und die Vögel sich bewegen
in lautesten Gesängen
nur ohne Luft
wegen…
Hinter verschlossenen Augen
liegt kein unbeschriebenes Papier
nur Händchenhaltend jetzt und hier
und alles was ihr draußen seht
ist Zeit, die niemals steht
Doch hier im Käfig
kann ich fliegend länger leben
wie an die Zeit den Sinn vergeben
und das alles wegen Regen
und noch mehr nur
wegen…
© Amy Herzog
Ich lebe heute, tanze jetzt,
wo du dich nur durchs Leben hetzt,
wo kommst du an, wo willst du hin,
und worin findest du den Sinn?
Ach weißt du was, ist mir egal,
denn weißt du, auch du hast die Wahl,
komm sei bei mir, und tanze jetzt,
und ich versprech‘ dir, bis zuletzt.
Ich tanze heute bis zum Morgen,
leichtfüßig über Angst und Sorgen,
denn was auch immer gestern war,
der Tanz soll werden wunderbar.
© Amy Herzog
Deine Augen sind wie Wasser
wie der Nebel um die Abendsonne tanzt
schweigend mit den Fischen schwimmt
und neben Freiheit neue Wege
reißend jeden Berg erklimmt
Deine Augen sind die Stürme
in der Mitte stellst du höchste Türme
noch viel weiter als der Horizont
ist mein Herz die wärmste Quelle
weil es sich unter deinem sonnt
Deine Augen sind die Klarheit
wie der Schnee im letzten Winter
sprühen Funken in die Weiten
und dann ist’s mir plötzlich
als könnt ich in die Ewigkeit gleiten
Deine Augen sind wie Wege
mit den Strömen, selbst gewählte
durch die Wüst‘ ein halbes Leben
mit der Macht zu Brot und Luft
dein Wasser noch zu geben
© Amy Herzog
Beneidest du den Baum
und jedes Blatt
wie es tanzt, Hand in Hand
fällt und schwebend
noch den Glanz des Regens hat
Geworfen in die Luft
bleibt ein lautes Lachen zurück
wie der Ruf zum Essen
fliegst du weiter
fliehst du schneller Richtung Glück
Den Weg kennt nur der Wind
lässt dich tragen
und während dir die Zeit vergeht
wie der Wind auch weiter weht
so stellst du keine Fragen
Nur der Baum trägt neue Blätter
folgen sie dir bald
und selbst im Leichtsinn
mit der Freiheit
wirst auch du noch alt
© Amy Herzog
ich bestehe aus Erinnerungen
doch damit kann ich nicht bestehen
kann mit ihnen nicht weiter gehen
wohin mich auch die Sehnsucht trägt
wie sie in meinem Körper sitzen
nur mein Herz will morgen schlagen
kann ich wohl über gestern klagen
doch nach morgen bringt’s mich nicht
gleich schon wird es dunkel werden
und mein Herz spricht allzu laut
es malt ein Bild woraus sich baut
mein Leben will ich hier und jetzt
© Amy Herzog
Von der Erde zum Licht
nur ein mal, ein mal spür‘ ich’s nicht
höre ich, nur höre ich
aus qualmenden Rädern gezählt
die Lieder hab ich ausgewält
aus hausgemachter Melancholie
das Glück, das Glück, das seh‘ ich nie
doch bleibt mir meine Symphonie
versickert auch das Licht
sowie ich noch zur Sonne Blick‘
der letzte Spiegel fällt – zerbricht
und Asche deckt mich zu
© Amy Herzog
dreht ein buntes Karussell
immer weiter, immer schneller
denk‘ ich, wann nur wird es heller
plötzlich wie im falschen Film
in meinem kalten Bunkerkeller
kalt sind Zäune, kälter Wände
weiß und heller, dreht es schneller
halten mich denn keine Hände
fühl ich bloß noch eine Leere
in den Augen dieser Fremde
wände nähern, lachend starren
wart‘ ich nur auf’s laute Knallen
einsam in mein Grab gefallen
bin ich machtlos, stehe grade
schweigend flehe ich um Gnade
in dem Albtraum kein erwachen
oben hör ich’s leise lachen
würdigt mich nur keines Blickes
bin ich ärmer, bin ich leblos
welchen Nutzen, wenn so wertlos
liebe stechen, liebe lassen
lächelnd nirgends niederlassen
krallen tiefer, schneller drehen
auch die Sehnsucht in mir hassen
hör nur ich’s im Keller flehen
grab ist einsam, wie ich falle
selbstmitleid im Licht der Halle
leb ich noch, doch sterb‘ ich auch
was ich habe, was ich brauch‘
nur ein Keller ohne Farben
nur ein Grab, wie meine Flucht.
© Amy Herzog
Heute morgen
war’s kein Lächeln
Regen regnet, nichts als Regen
wie viel muss mein schwacher Wald
denn noch in Asche legen
Reicht dir
nicht der Sommer
dann auch nicht der Sand
der mit meinem Feuer
schneller noch nur
stillschweigend
verschwand
Nur der Mund
vollbringt kein Heil
in den schwarzen Nächten, weil
doch der Seelenzucker klammt
tropfend bitterkaltes Blut
zum blassen Nichts
verdammt
© Amy Herzog
Mehr wert ist ein totes Leben,
ohne Glück und ohne Sinn,
einfach schweigend vegetieren,
bis mein Dasein rafft dahin.
Ruh mich aus auf diesen Ängsten,
und ein Bad aus Selbstmitleid,
sollen Zweifel schöner glänzen,
wo Heimweh trifft die Einsamkeit.
Lüge ich dann bis zum Ende,
nur mich selbst belüg ich nicht,
denn die Liebe zieht nun weiter,
und ich sterbe ohne Licht.
© Amy Herzog
Bin ich nur
nur bin ich Glas
das zu oft hinter Gittern saß
nur bin ich nur
zerbrechlich klein
wie ich zu oft die Splitter fraß
Bin ich nur
nur bin ich klein
im Dunkeln sitzend ganz allein
nur bin ich nur
verweint im Schlamm
dem Willen nicht mehr so zu sein
Bin ich nur
nur bin ich stark
wie ich im Schreien einmal wag‘
nur bin ich nur
aus feinstem Glas
mit meiner Stimme alles sag‘
Bin ich nur
nur bin ich bald
sobald es in die Welten schallt
nur bin ich nur
mit meiner Kraft
wie schön ein Vogel frei im Wald
© Amy Herzog
Wie’s schwächelt unterm Busen,
so zittert noch der Mund,
die Sonne brennt zum Gipfel,
doch ich verbleibe wund.
Die Kerzen brennen weiter,
dem schmalen Pfad entlang,
nur in der Ecke kauernd,
verzieht mein Leben bang.
So klingeln schon die Uhren,
verschlafe ich mein Grab,
ich renn‘ sogleich zur Sonne,
des Lebenswillens tat.
© Amy Herzog
Ich selbst doch bin die Letzte,
die dies hier all noch lesen kann,
nur kälter läuft’s dem Rücken,
wie Geister aus dem Grabgesang.
Bin ich’s, die sich hier wendet,
gar windend unter’m Wortgeröll,
doch schweigend zwischen Zeilen,
nur hörte niemand mein Gebrüll.
So rinnt es Jahr um Wasser,
ertrinke ich im letzten Wort,
wohl Ende sei’s gekommen,
herrscht Stille nun an diesem Ort.
© Amy Herzog
Die Liebe, sie ist manchmal Sünde,
nur wenn sie nicht ganz ehrlich ist,
sie zeigt den Weg in eine Zukunft,
wo du nur warm und sicher bist.
Die Liebe, sie ist keine Sünde,
ich glaube so spricht Gott zu mir,
wohin sie mich auch leiten mag,
sie schenkt das Leben jetzt und hier.
Die Liebe, sie ist niemals Sünde,
sie zeigt den Weg zu Glück und Licht,
letztendlich bleibt die Sünde nur,
wenn du vertraust den Worten nicht.
© Amy Herzog
Heute, wenn ich schwach bin,
dann spüre ich dich.
Ich dachte wirklich, du hättest
aufgegeben, einfach so,
doch das hast du nicht.
Heute spüre ich dein Lächeln,
heute auch deine Furcht,
doch auch dein Feuer, dein brodeln,
doch sehe ich dich nicht.
Heute wage ich zu schreiben,
heute lasse ich es zu,
konntest du auch nie verstehen,
doch erspüren konntest du…
© Amy Herzog
Du könntest mich verkleiden
könntest schützen, könntest leiden
wo andere sich am Schmerze weiden
Worte Stricken, Worte häkeln
dich mit mir im Atem räkeln
Du könntest mich tragen
nicht mit Muskeln, nicht mit sagen
einfach schreiben, schweigend wagen
im Dunkeln zehn Zigarren rauchen
um mit mir ins Meer zu tauchen
Du könntest mich fühlen
nur berühren, tief, gar tiefer wühlen
vor dem Winde, vor dem kühlen
mit den Lippen leise klopfen
Wärme in die Leere stopfen
Du könntest mich begreifen
langsam wachsen, schneller reifen
mich vom Rand des Lebens greifen
einfach Worte schweigend halten
lässt die Ruh der Liebe walten
© Amy Herzog
Ich bin die Dame seines Herzens,
dort wo er fühlt das Herz und Heim,
wie schön es aussieht in der Zukunft,
ein Bild, dort sind wir nicht allein.
Ich bin die Frau mit leeren Fingern,
so nackt, die starrt er ständig an,
in seinen Blicken steht dann weiter,
dass Ewigkeit beginnen kann.
Er ist es, der sich hier ganz richtig,
mit ganzen Leib und Herzen sieht,
der Ort, an dem er glücklich sein will,
falls er nicht heut mal wieder flieht.
Dann bin ich wieder diese eine,
die Schlampe, die ich gar nicht bin,
und doch lässt er mich hier alleine,
und beide leiden ohne Sinn.
Dann stellt sich wieder eine Frage,
wie lange bleibt das hin und her,
die Dame seines Herzens leidet,
und irgendwann verbleibt sie leer.
© Amy Herzog
Unter der Fassade,
naja unter der Fassade,
was zu sprechen, könnte, sollte,
was ich gestern doch schon wollte.
Bleibt doch unter der Fassade,
zeige nur die Maskerade,
was ich gestern doch schon könnte,
mir auch morgen vielleicht gönnte.
Zeige heute meine Maske,
nur im Spiegel, ja da lachste,
schaue unter die Fassade,
was ich sehe, das ist schade.
Denn dort sehnen sich die Tränen,
nach dem Leben mit den Plänen,
was ich gestern doch schon wollte,
doch vielleicht noch heute sollte.
© Amy Herzog