Betrachtest mich nicht von außen schneidest mein Fleisch auf weidest meine Organe füllst mich mit Mandarinen aus du trägst ein schlichtes Hemd riechst nach moosbewachsenem Holz und in Jahrzehnte gekommene Bitterkeit dein Arschloch hält auf Abstand hast du doch nur viel mehr Angst vor mir als ich vor’m schwarzen Loch
Meine Seele schläft getränkt Methanol und Formaldehyd im Glas die Staubdecke wärmt dieses entblößt fristende Dasein in deinem Nachtschrank
Mit so viel Hingabe hast du nicht gerechnet Versprechen kommt nicht in die Jahre mein Liebster, der Wahre vielleicht nicht mein ganzes Leben doch hast nur du mein Wahres gesehen das niemand dir entreißt betrachtest mich nicht von außen der, der mein Herz verspeist
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So falsch, ich fremder Geist und Seiltanz schweigt schwappt hin und her und über wie letzte Nacht ertrunken (füge deine Nähe in mich ein) wie den Abklatsch meiner Wunden schließen diese Wellen schlagend, zehrendes Gefäß Dasein sucht den Sinn- gemäß und frisst sich selbst am stillen Grund
Heute aber ziehe ich die Lüge vor denn mir gefällt die Sonne und es tut nicht weh sie auf meinem Lächeln zu spüren und der warme Sommerwind lässt mich schweben schweigen, fließen und genießen ja, heute will ich lügen es tut nicht weh
Einsamkeit fällt am Rande des Rahmens in meinen Wahnsinn und bezieht die Nacht neu unbarmherzig infiltriertes Malignom du liegst mir auf der Zunge und wärmst was abkühlen soll blute dich aus meinen dunklen Träumen damit ich endlich Badewasser schmecke sehnsuchtsstill
lebe im winter haut wie pauspapier mit deinen bildern auf mir dein streichholz zündet den funken hoffnung im innern und verbrennt mich zur kalten asche im schnee blutspur farblos zwischenwelt schweigt bis mein winter schmilzt tragen schneeflocken dieses leid
blutmond lichtet uns trinke insomnia aus deinem glas roter lippenstift erinnert an den langsam sinkenden tanz den gestohlenen kuss an glanzweite kerzenaugen und sanftes saugen an meinem hals dein inneres betten von eingeatmetem duft sommersonnenaufgang und regen nieselt auf wachsende herzen die sich in eine richtung bewegen
Mein Geist war nicht tragbar das Herz schmeckt nach Schlamm belanglose Beerdigung windstill nicht mal Regen hast du mir gebracht doch mein Grab hat alles gesagt letzter Text wispert Schwarzdrosseln in blattlose Baumkronen sie entfernen deinem Schweigen mein tonnenschweres Gefühl und kacken mir auf’s wuchernde Unkraut
Vielleicht liegst du auf meiner Zunge Stillstand denkt nach runter schlucken, ausspucken Organe debattieren vielleicht am offenen Bauchgefühl dabei hast du dich zersetzt
Vielleicht würd’s Denken enden wenn ich nicht schreibe Finger bluten im Sekundentakt vielleicht würd’s implodieren Herzkernschmelze und ließe nichts zurück vielleicht
in den Absätzen erfundener Sprache verfasse ich an dich, mein Liebster täglich einen langen Brief über Liebe und lese aus den Spuren meines Herzens dein in Sicherheit ruhendes Seelenfragment in dieser unsicheren, gar feindlichen Welt kannst nur du die Wahrheit in mir lesen
Tristesse wartet nach dem Abenteuer mit einer Flasche hochprozentigem Gefühl damit es echt wirkt und warm ums Herz intensiv der Duft der Welt solange sie passiert
wie eine Tafel Schokolade
Nur kein Duft der Welt dringt so intensiv ein [ganz explizit!] Sex mit einem Menschen dem man sein Leben ganz und gar nicht nur Haut und Haar anvertraut
Gelegt in die Hände eines überdauernden Vorspiels in dem es kein ‚danach‘ gibt
ich bin klein komparse in der letzten reihe rufe zwei mal täglich sehnsucht an bleibe im wald allein wie zersplitterter nagellack an alten rinden kratzt
nur ein brief in schwarzer tinte kann ihn nicht mehr lesen grauer nebel schläft auf meinem rücken mückenstiche bleiben mein gefühl
ich bin klein gedichte brechen während ich leichen lache und wie ich wache durch jede schwarze nacht lacht sie mich aus die sehnsucht
zwei mal täglich rufe ich dich an beständigkeit ist dumm habe ich gelernt doch bin ich hier allein und stumm kratze meinen lack noch ab und kündige die rolle in diesen stück
Nicht konkret nur wie Wasser durch’s Sieb wollt‘ noch bleiben warte aber länger auf den Bus blocke random Leute damit sie mir gleichgültig sind und tanze wild durch die Gegend damit ich mir kurz glaube dass alles gut ist
Höre Musik die mir nicht gefällt aber selbst wenn mich nichts hält wird mir im Magen flau und dann laufen wieder Tränen obwohl ich vor Hass nicht denken aber noch immer fühlen kann nur nicht zu konkret
Halte fest was ich nie hatte nur damit ich etwas halten kann verstecke hinter Masken wo ich nichts zu sagen habe würd‘ aber gern mal drüber reden bis der Bus kommt nur deswegen bloß nicht zu konkret
Waldbrand auf meinem Kopf ätzend der Kummer trinke Salpetersäure damit mein Bauchgefühl was zu lachen hat die Äste brechen unter meiner Leidenschaft krieche müde Abendrot in die Nacht damit Orientierungslosigkeit Sinn ergibt
Gedanken schreien laut auf Sprachlos im ständigen Zug auf, zu, auf, zu, auf, zu endet mit einem lauten Knall der mich aufschreckt lege meine Hände vors Gesicht weil Augenschließen nicht genügt und schlafe wieder ein die Wangen brennen es verschlägt mir den Atem und jedes Wort
zweiundzwanzig Stunden lachen dreißig Minuten reichen mir nicht aus hab’s kurz gespürt und wieder an der Angst gerührt zu lieben verstecke mich dahinter fühle, fühle, fühle und hasse es dafür
hasse dich aber gerade ein bisschen mehr als sonst kurz den Tod gewünscht und bereut
schwer mir einzugestehen wofür ich so früh aufgestanden bin und bin nicht gut darin, etwas zu beenden nicht zu brennen was in Flammen steht
lerne schweigen hab’s mir von dir abgeguckt mit banalem Wort und mitten im Satz ein kleines Ende
Geöffnete Arterien multiplizieren sich für eine Nacht spielen große Gefühle spielen Schach bis Remis spielen Russisch Roulette spielen Poker malen nach Zahlen und warten auf die Rechnung während der Pinsel Muttermale verbindet
Gerinnt der nächste Morgen und verschwitzte Wände schmecken kalt so will ich blutleer sein weil ich zu hoch verloren hab
Vernähe doch nur kurz die blauen Lippen mit geliehenen Sekunden und spiele ein letztes großes Spiel mit meinen Wunden bis im letzten Blick ein Schmerz gewinnt
kippe Benzodiazepine auf mein Bauchgefühl bis mein Kopf in den Seilen hängt sehe rosige Wangen und tropfenden Mond es duftet nach zeitlosen Laken, Staub und Hunger der mich durch ewige Nächte gleiten kann und ich traue mich nicht zu fragen ob die Ewigkeit ein Ende kennt denn wohin mich auch die Seile tragen ernährt mich dieser Mond in jedem Kuss
Sehnsucht malt in die Nacht – du albtrügerisches Zaubermärchen im luftleeren Raum und für den Moment halte ich den Atem an wünschte, ich könnte es ewig doch erwache ich dem Traum und trauere darum wie Angst in mir tanzt (und mein Skelett pulverisiert) mich beinahe selbst verloren zu haben liegt im Ende erst der gnadenlose Anfang wenn Verzweiflung ein neues Bild mit einem Blick aus Nachtsternen formt
Die Erde unter meinen Füßen duftet nach Regen und eben diesem Frühling der nur weiche Brotkrumen hinterlässt und lässt die Schweigepflicht auch Poren öffnen ist die eine Blume doch verloren wenn sie als einzige blüht
So welkt sie trotz des vielen Regens und verliert das kleine Glück des Lebens ich doch nur ein Weg zurück verspreche mir doch weiter geradeaus und breche dieses nicht die kleine Blume längst vergessen trinke ich von deinem wortsanften Regen auch dann nicht, wenn er mich mit weichen Lippen küsst
Der Hahn kräht nicht und ich verschlafe das Leben was könnt’s mir auch schon geben nur den Jäger in meiner Brust mit gespanntem Bogen sobald ich die Augen öffne weil ich ein Märchen ersehne während ich im Traum Wunde um Wunde vernähe mein Herz, der Hahn ich jage ihn mit eigenem Wahn und warte noch auf Leben
Kurz Realität Gardinen aufziehen und Fakten reinlassen die Oberflächlichkeit brennt mir die Augenbrauen schmeckt abgestumpft und hinterlässt Laufmaschen auf meiner Zunge
Ziehe die Gardinen wieder zu und putze Träume der letzten Wochen von haarig-gewordenen Zähnen das Fell allein spendet keine Wärme
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Der Traum schmeckte nach Kokosnuss am Strand und nach Sand zwischen den Zehen wie endlose Zeit auf einer Decke am Rand des Wassers
Und nach süßer Melancholie zu jedem Nachtisch weil ein Leben am Ende zu kurz ist
fresse stundenlang lavendelseife um schmutzbehaftete gefühle zu bereinigen sie moussiert in blutenden wangen weil sich meine worte am morschen larynx verfangen – seife nutzlos doch brennendes fleisch stopft jedes loch mit erbärmlicher galle wie die gans an weihnachten der vorgetäuschten liebe doch nur ein geschlachtetes wesen so wie ich angestarrt werde wenn ich dir mit bittersüßen tränen dein tägliches fest verderbe
bei der Obduktion findet sich vielleicht noch ein wenig Herz das sich zu spenden lohnt und Haut für neue Narben überall wieder neue Narben die blauen Augen möchte niemand haben sie haben zu viel gesehen und während ich im Wartezimmer darauf wette nur um mich selbst zu verlieren verrottet im Sarg etwas woran ich mich festhalten muss und hätte ich noch einen letzten Atemzug frei würde ich dich küssen
Herzamputiert mit Giftmüll verbrannt der Rest ist Phantomschmerz kotze den Rotz verschlissener Liebe lausche dem Klang deiner Zufriedenheit schlucke überdosierte Illusionen und stanze mir das Lächeln das du dir wünscht ins kalte Gesicht
Seeleneiter fließt aus meinen Poren du garnierst mit Lilien und Salz und schlingst ohne Luft zu holen die Fleischeslust aus deinem warmen Schoß in die zwielichtigen Ecken deiner Haut es graut mir, zittert, flimmert tief durch die Äste meines Lebens und winselt, wimmert dir ein Lächeln ins Ohr trinkst es, wie den ersten Regentropfen nach einer verbrannten Nacht bleibt mir dies ein Albtraum schwitzend, dreht und wendet doch bin ich nicht mehr aufgewacht
– ein paar Tausend Tode gestorben die Gleichgültigkeit schmeckt nach vortäuschen einer Straftat (es hat sich niemand notiert) – einer ist mir geblieben und verschweigt die Wahrheit aber sie duftet nach freudestrahlendem Sprung aus Vierzigtausend Fuß ohne Fallschirm
Manchmal, wenn ich dran denke,
aber nur wenn auch eine Träne
in die Wunde fließt,
kommt’s mir vor, als wäre es erst gestern gewesen
und wünsche mir dann,
es wäre doch das gestern von morgen
Aber sag mal, sagst du Bescheid,
wenn es soweit ist, wenn es morgen ist?
Denn heute lebe ich nicht.
Sind alle meine Figuren schon tot
und ich sehe nur den Staub.
tränen verschweißen meine augen starre in verschwommenes schreibe in fingerspuren auf sandpapier glattgeschmirgeltes gedankengut albträume räumen die nacht und lassen die leiche spurlos verschwinden ich denke an nichts, nichts, nichts.. aber wenn ich wieder klar sehe atme ich tiefblutentkleidete furcht in deine kalte richtung
(furcht sitzt da, wo das herz verblutete) - der platz war noch warm
Handwerkskunst nicht die Fassung zu verlieren hübsch der Stuck am Ende wie eine zauberhafte Lüge ist mein Hirn verziert nähe mir etwas Spitze an die Zunge damit Worte nicht fallen wie die Asche meiner Zigarette bestaune eine Weile mein Kunstwerk schweige und zünde es an mit meinem letzten Streichholz verliere ich wohlerzogen meinen Verstand
Stehe unter Scheinwerfern auf einer Bühne so gigantisch dass mich niemand sehen kann ohrenbetäubende Schreie übertönen meine greifende Hand die Seelenstücke ziehen gebrochen an Gondeln vorbei ins Schlachthaus
Dieser tief verankerte täglich neue Wurzeln schlagende mit Spinnweben fixierte Harz tropfende im Mondlicht schimmernde stumm vibrierende zerfressende alles umgebende
In der Kälte tropft es im Rhythmus meines verschollenen Herzens auf nassen Beton aber ich bin nicht mehr nicht mal mehr Geschichte
Meine Bleiatmung zeichnet Schatten in bodenlose Schlaglöcher schnappt an scharfen Kanten nach Zärtlichkeit blutet aus meinen Fingern doch nur die Last aus meinem Herzen
unter Verschluss den Schlüssel in die Flut
hinter den Fenstern meiner Seele bleibt es schwarz es duftet nach unberührtem Schnee nach Ruhe und Sicherheit wie Illusion nach rosa Zuckerwatte vom Valentinstagsrummelplatz schmeckt
Hitze steigt aus meinem Aderlass in prickelnden Regenbogenblubberblasen und ein Platz ist noch frei steig dazu, solange mein Bad noch warm ist und der Schaum mein Wort bedeckt bis ich in der fernen Endlichkeit koaguliere
sehnsucht liebt leben
leben stirbt
und ich spiele auf der beerdigung
die hauptrolle
dabei kannte ich leben nicht
die sehnsucht legt sich in hoffnungslose arme
und weint bitterlich
mir hingegen wird einfach nur kalt
Die Zukunft liegt in verstaubten Urnen mein Mittelfinger wiegt den Ringfinger in den Schlaf und gewinnt das Spiel ich kleide mich in Diamant und werfe mein Ende in dein Augenglas das sterbende Lächeln wird in einer dunklen Ecke ein letztes mal Liebkost zum Nachtisch gibt es exquisite Tränen aus Herzblut und Rizin und heute Nacht verstopfen wir die Rohre mit der gottverdammten Liebe
Wenn Singultus klopft denkt jemand an mich und küsst… aber lassen wir das die eingeflößten Tumore füttern mein Gelüst und es hebt und bebt meine Zunge, meine Brust ein wenig Trug ein wenig Schluss dacht‘ ich lerne das laufen und spüre dass ich kriechen muss
Goldgelb, sprühend, sanft ausharren in deiner feinstaubig fahl und stiller Dürre trocknen wehende Dünen Tränen grämen sich nicht vor lauter in der Ferne regnenden sich abkühlenden Pfützen die mich wie Fata Morgana locken nein, stur harre ich aus meine Tränen sind trocken und ich begehre dich, mein Sand streichelst meine Wangen so wie mit deinem warmen Kuss dem unendlich weiten Nichts auch die Zeit verschwand
es ist schon sehr toll eine unbekannte, anonyme ja, so gestehe ich mir ein auch irrelevante unsichtbare, namenlose unterbezahlte (ah, moment mal…) gar nicht bezahlte geschundene, alte, kranke abschreckende in sich aufblühende, träumende dann wieder dahinsickernde, aufschlagende weinende, ertrinkende, schweigende aus leibeskräften schreiende unverständlich bleibend schreibende aus tiefstem herzen leidende fühlende, sehnende immerzu liebende dichterseele zu sein
hab mir die lippen blutig gebissen und hab’s nicht mal gemerkt stoß mich runter, liebster na los, festfest, mit einem ruck ich verspreche, ich schaue nicht zurück und bitte versprich du es mir auch mit letztem kuss von der klippe dann ist es vorbei, endlich
ich sage, dass ich mir die sonne wünsche doch sie brennt wie eine lüge auf meiner haut
die wahrheit ist ich ersehne den regenfall stark, fegend, den sturm wie hinter dem rauschen und pfeifen leise tropfen auf fensterbänken tanzen leere straßen, freiheit atmen
ich will triefende haare nasse wangen blaue lippen geschlossene augen kreuzende hände suchende perlen finden die sich ineinander winden
kalte kleidung, warme körper rennen, schutz suchend sich selbst im einander findend finden lachen, blicke, abschweifen wortlos enden lieben schlafen trocknen
Meine blasse Haut schmeckt nach Tränen einer sehnenden Jungfrau zaghaft, leicht, stark, schwach leckt jede feine Pore eine Sinnlichkeit die sich in meinen zerbrechlichen Augengläsern paralysiert
Meine blasse Haut erzählt eine lange Geschichte die niemand je zu lesen wagt wie ein Geist der Verderbnis, des Endens gelegentlich an meinen Ohren nagt und die Leidenschaft weckt
Meine blasse Haut ruft wie geschlüpfte Spatzen aus ihrem Nest ich aber bin ihm entfallen schutzlos und einsam in eurer lauten Welt und halte mich am Hunger fest
Zugegeben, hier wird wohl kaum jemand sein, der seine Werke im originalen oder mindestens in beliebiger Übersetzung nicht kennt, trotzdem wollte ich dies mal teilen. Dieses Buch wird nächstes Jahr vierzig Jahre alt, natürlich ist es nicht das älteste, das ich besitze, aber eines, in das ich immer mal wieder reinlese, obwohl ich es auswendig kenne. Dieses Buch erschien zum 30. Todestag. Ich bin jedes mal ein wenig traurig darüber, dass ich zu spät geboren wurde.
Ich bin da unfassbar wählerisch, wenn es hochkommt, kann ich höchstens eine Top 10 Liste erstellen, mit Lyriker:innen, die mich wirklich berühren und zum Teil auch inspirieren oder beeinflussen. Von einflussreich und extrem bekannt, bis hin zu kaum jemand kennt diese Genialität.
Nun, dieses Buch fand ich vor einigen Jahren in einem sehr staubigen, sehr kleinen und sehr vollgestopften Buchladen, in dem eine Frau gebrauchte Bücher verkaufte. Unscheinbar stand es in den oberen Reihen. Am liebsten mochte ich den Geruch in diesem Buchladen, eben nach alten Büchern. Für den Rest lasse ich Fotos sprechen:
Wann immer meine Finger bluten mein Liebster, lege ich sanft jedes totgefahrene Wort in dein leergetrunkenes kaltzerkratztes Gefäß schwerwiegendvolltrunken
Badend lege ich die Kleider nieder und mein Herz knistert dich gleichmäßig tief in meinen dunkelsten Traum aus Wahrheit, Lügen, Lachen, Gold und Rot
Und wann immer ich meine kleine Welt so achtlos und naiv in deine lege bist du mir Atlas, stark vom Sonnenschein geblendet und von meiner Sehnsucht betrogen
Dann mein Liebster, dann beginnen wahrhaftig meine Finger für dich zu bluten
bitte weck mich auf aus diesem elendsehnenden traum droge paralysiert herz krepiert und ich bin laufend high die gesittete welt lacht mich aus wie roter lippenstift an deinen rippen nagt aus mir krächzt nur der leise leidende hurenschrei
dem äther regnet’s glut brennt aus deinen totgesandten klauen auf blanker haut und könnt ich kleine liebe draus erbauen so weck mich endlich auf aus diesem elendsehnenden traum