Komm,
und trink dich taumelnd
in mein Weltmeer
so komm,
und trink aus Lenden,
Lust und uns
mein ganzes Herz
leer
© Amy Herzog
Komm,
und trink dich taumelnd
in mein Weltmeer
so komm,
und trink aus Lenden,
Lust und uns
mein ganzes Herz
leer
© Amy Herzog
Nichts auf meinen Lippen
und in meinen Händen nur Staub
aus grauem Herz
und zwischen.Menschlichkeit
mein Puls flüstert müde
in knisternd streichelndem Herbstlaub
ein Blatt halte ich
und gieße dich darin auf
wie den Tee vor der Dunkelheit
damit ein bisschen Wärme
aus meinem Mund
und Glassplitter in meine Ferse
fällt und fließt und sticht
ich wünsche wieder
nichts auf meinen Lippen
und einmal nur ein kleines Herz
das nicht so klirrend bricht
© Amy Herzog
Sehnsucht malt in die Nacht
– du albtrügerisches Zaubermärchen
im luftleeren Raum
und für den Moment halte ich den Atem an
wünschte, ich könnte es ewig
doch erwache ich dem Traum und trauere darum
wie Angst in mir tanzt
(und mein Skelett pulverisiert)
mich beinahe selbst verloren zu haben
liegt im Ende erst der gnadenlose Anfang
wenn Verzweiflung ein neues Bild
mit einem Blick
aus Nachtsternen formt
© Amy Herzog
Kurz Realität
Gardinen aufziehen
und Fakten reinlassen
die Oberflächlichkeit
brennt mir die Augenbrauen
schmeckt abgestumpft
und hinterlässt Laufmaschen
auf meiner Zunge
Ziehe die Gardinen wieder zu
und putze Träume der letzten Wochen
von haarig-gewordenen Zähnen
das Fell allein spendet keine Wärme
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Der Traum schmeckte
nach Kokosnuss am Strand
und nach Sand zwischen den Zehen
wie endlose Zeit auf einer Decke
am Rand des Wassers
Und nach süßer Melancholie
zu jedem Nachtisch
weil ein Leben am Ende zu kurz ist
© Amy Herzog
Dunkelheit schmückt Wohnung
Schallplatten malen Musik auf Wände
eine Gitarre sammelt Staub
in einer Ecke
Schließe ich meine Augen
hängen im Kopf abertausende Bilder
dann ist es gar nicht mehr
so dunkel
Wenn ich sie öffne
steht auf dem Nachttisch
ein Bild von dir
Das einzige, welches ich besitze…
Schlaf findet nicht
schaue dich wortlos an
dein Bild wortlos zurück
finde mich in irgendeiner Realität
und verliere die Balance
Plötzlich hören wir
gemeinsam Musik, berühren uns
in abertausenden Bildern
wälzen nackte Körper durch Farben
hinterlassen ein weiteres Bild
Und wenn Augen dann schließen
ist es gar nicht mehr so dunkel
© Amy Herzog
Die tagelange Schlaflosigkeit
macht mich taumelnd im Kreis
und zurück bleibt nur dieses Sehnen
nach zurückgerufenen Gedanken
die sich gegen dich wehren
Und dein Schweigen schlägt
lauter in meiner Brust
als dein Schreien jemals wiegt
und zurück bleibt nur dieses Hoffen
dass du in meinen Träumen liegst
Zu dunkel spüre ich die Anmut
deiner allumkreisenden Anwesenheit
doch zurück bleiben nur bleierne Lider
wieder wartend auf einen Hauch
sinken meine Gedanken nieder
© Amy Herzog

Versteck dich nicht mein Liebster
im Mondlicht sehen wir alle gleich aus
und er kommt, er kommt gleich
um uns zu holen, damit wir uns finden
Schäme dich nicht mein Liebster
deine dunklen Narben sind mir Kunst
und im lilafarbenen Schimmer
meiner Hämatome sonnen wir uns
Und fürchte dich nicht mein Liebster
die Klingen zerschneiden Fäden
die wir uns auf unsere Lippen Nähten
doch wir brechen unser Herz nicht
So lasse dich fallen mein Liebster
meine Wunden bedecken nur das Ende
ich zeige dir den Anfang des Mondes
und gleich nimmt er uns mit nach Haus
© Amy Herzog
Mich kurz dabei erwischt,
dass du mir fehlst
und gehofft,
dass auch du mich suchst.
Dann doch nur
die Hoffnung verflucht,
denn bis zu mir ist’s nicht weit.
Und Zeit ist nur ein Wort,
macht noch längst kein Gefühl.
Starrte noch etwas auf’s Ticken der Uhr,
träumte drauf los, dachte an Liebe,
an mit nach Hause nehmen.
Wurd dann wieder wach
von meinem Leben.
Und denke dran,
dass du mir nicht fehlst,
während die Hoffnung den
Sekundenzeiger unaufhörlich zählt.
© Amy Herzog
Schlaflos war der Tag
und schlaflos die letzte Nacht
aber Müdigkeit ist ehrlich
und Gedanken frei
Zeit mich dem zu widmen
abzuschweifen und weiter zu ziehen
was bedeutsam für die Seele
aber nichtmal der Traum
zu kennen vermag
© Amy Herzog
Meine Bühne hinter Gittern
würde noch zittern
wär‘ ich’s nicht schon längst gewohnt
Der Sommer küsst
und so müsst ich’s erwidern
hinter Lächeln, hinter Liedern
geht mir der Atem aus
Schatten Winter ist allein
stürme, kreische, krieche, Schlaf
wart‘ ich träum dir nach
allein
Meine Bühne hinter Gittern
würde verbittern
wär‘ ich’s nicht schon längst gewohnt
© Amy Herzog
Ewigkeiten sind vergangen,
Nebelschwaden ziehen vorbei,
und die Seele liegt in Ketten,
wann nur bin ich endlich frei?
Ist die Kehle fast vertrocknet,
und ich sah ein Leben zieh‘n,
welches ich nie leben würde,
also begann ich zu flieh‘n.
Auf der Suche nach der Sonne,
war ich fast schon endlich da?
doch das Leben rannte hinten,
und schlussendlich ist es nah.
(C) Amy Herzog
Kleine Eule in dem Herzen,
so verspielt und noch so klein,
rosa flauschig strahlen Bäckchen,
grün und zart die Flügelein.
Flattert sie durch die Gedanken,
warm das Nest in meinem Traum,
kleine Lieder zwischen Stürmen,
sicher in dem stärksten Baum.
Kleine Eule in dem Herzen,
doch der hellste Sonnenschein,
und in tiefen schwarzen Nächten,
zaubert sie ein Herzensheim.
© Amy Herzog
So fiel ich tief in einen Schlaf,
worin ich tausend Träume traf,
von Sternenlicht um Wolkenbank,
und in des Herzens Arme sank.
So träume ich durch einen Traum,
zuweilen glaube ich ihn kaum,
doch lebe ich im hier und jetzt,
und träume all das bis zuletzt.
So sitz‘ ich auf der Wolkenbank,
und trink der Wolken Liebestrank,
verweil‘ im Sternenlichte warm,
solang ich sink‘ in deinen Arm.
So wenn der Morgen aufgewacht,
mein Herze dennoch weiter lacht,
denn führt der Sternenweg zum Traum,
und schafft für meine Liebe Raum.
© Amy Herzog
Wo immer ich noch sehen kann,
dort sehe ich mich selber nicht,
im Leben fern den Träumen sein,
als wenn mein Herze niemals bricht.
Wo immer ich noch leben kann,
warum lebt dieser Traum auch dort,
ich könnt doch – oder lieber nicht,
so Hand in Hand im Traume fort.
Wo immer ich noch träumen kann,
dort bleib ich auch dem Geiste treu,
so lächelt falsch mein müder Blick,
in Hülle, traurig, stumm und scheu.
© Amy Herzog
So wird er nicht versickern,
der Regen, den ich trinke,
nur wird er mich auch nähren,
während ich doch versinke?
So scheint er doch zu wichtig,
beginnt in mir schäumen,
nur kann ich mich noch sehen,
durch all das Wasserträumen?
So schwimme ich nur mit ihm,
lass‘ seelenruhig ertrinken,
der Traum, er könnt‘ doch leben,
oder zum Leb‘ wohl winken.
© Amy Herzog
Ruhig, ruhig…
Träume und male dein Bild.
Flüstere nur ganz leis,
leise gemeinsam.
Sind wir zwei eins im Traum,
ruhig, wir sind nicht einsam.
Spürst du?
Wir sind nah
und malen Träume schweigsam
gemeinsam einsam.
© Amy Herzog
malen unsere
bilder in den schnee
und bleiben da
in diesen träumen
für immer…
bis das leben
erkennt dass der
schnee nur ein
teil des ganzen
so vergänglich
ist…
dann rennen wir los
ohne zu denken
und lenken
uns in neue bilder
wer weiß vielleicht
werden diese
wilder…
© Amy Herzog
Liege nieder in deinen Armen
Und wärme mich an deinen Träumen
Rücke näher an dich heran
Auf dass ich mit dir träumen kann
Geborgen schließen wir die Augen
Der Traum beginnt ohne zu schlafen
Nehmen wir unsere Träume auf
Und unsere Gefühle nehmen ihren Lauf
Im Arm liegen
und an nichts denken
ohne Worte zu verschwenden
nur die Nähe fühlen
Kann ich nur träumen
und will ich nicht leugnen
allein will ich verbleiben
über lange Zeiten
Nur kurz fühlen
einmal die Nähe spüren
dann weiter ziehen
und neue Wege finden
© Amy Herzog
Die Träume zerreißen
vereinsamen und blicken
durch trübe Welten
wie letzte Seifenblasen
in Regenbogenfarben
einfach zerplatzen
und wie Geschosse
den Körper durchlöchern
die letzten Gefühle
gnadenlos durchsickern
und für immer verloren
sind in Leere betäubt
© Amy Herzog
Viel zu lange schon
suche ich das Glück
doch meine Seele ist zerrissen
und ich sehe es nicht…
Immer, immer wieder
will man es mir geben
doch denke ich dann
das kann es doch nicht sein
warum sollte ich es nehmen…
Ist es jetzt geschehen
die Hoffnung ist gestorben
meine Seele bleibt zerrissen
und die Hoffnung entnommen…
Die Träume sind verschwunden
nur mal ein schlechter ruft
mich in den tiefen Nächten
und kratzt an meiner Haut…
Nur einen Wunsch habe ich
und dieser ist wahr
auch wenn ich nicht glaube
verbürge ich mich dafür…
Bitte komme näher
verschrecke mich nicht
sei nur ein Mal stark genug
und zwinge mich zum Glück…
© Amy Herzog
Wenn du schläfst und fällst
sanft in einen Traum,
scheint mir als seist du
in meinem Raum.
Eröffnen sich Welten
mal Nahe, mal Ferne,
reise ich gemeinsam
in wohlige Wärme.
Sind bunt und schwarz
zu gleicher Zeit,
sind laut und stark
und immer befreit.
Du weißt es, ich spüre
dich so nah bei mir,
lässt uns in deinen
Träumen werden zu Wir.
Ich weiß, dass du spürst
und lade dich ein,
beim nächsten Traum
bei mir mal zu sein.
Gemeinsames träumen
schreiben wir täglich,
in Freiheit und Liebe,
bis der Traum wird tödlich.
© Amy Herzog
Sehnsüchtig warte ich den ganzen Tag,
bis endlich hereinbricht die so klare Nacht,
und ich dich so tief in meinem Herzen spüre,
deine Hand auf mich legst und über mich wachst.
Sehnsüchtig träume ich und wollt es sei wahr,
das du immer bei mir bist nah, so nah,
doch mag es gerade nur ein kleiner Traum sein,
deine Hand sie liegt immer auf des Körper mein.
© Amy Herzog