Liebe

Sommerfrost

Sommerfrost auf meinem Herzen,
blühen doch die Wälder ihren Duft,
als brannten lichterloh die Kerzen,
und ruften nur nach ihrer Liebesluft.

Wie rein und klar der Wind doch weht,
so sehne ich die Wärme mir herbei,
wohin der Weg des Herzens dann auch geht,
wartet nur ein Bild auf seine Malerei.

Und blühet bald der Wald in Farbenpracht,
so spüre ich, der einst so frostig Schnee,
die Pinsel malen durch die eine Nacht,
den uns’ren allerwärmsten Liebessee.

© Amy Herzog

Glück.

Erdbeereis
in der Sonne
auf den Lippen
teilt ein Kuss
unser Glück

© Amy Herzog

Regen…

Die Wolken regnen immerfort,
obwohl die Sommersonne scheint,
im Herzen herrscht ein düst’rer Ort,
so bleibt’s der Ort, der ewig weint.

Sie klimpern leis‘ ans Fensterglas,
so trübe, schwach erklingt ein Lied,
geschrieben ward, was längst vergaß,
doch sieht das Herz diesen Abschied.

Und trinkt es Regen immerfort,
wo niemand noch das Herz erhellt,
so dunkel regnen Wolken dort,
bis es in sich zusammenfällt.

© Amy Herzog

Tränenliebe..

Die Liebe lebt doch so verrückt,
im Leichtsinn scheinend zu verkehrt,
doch sind die Herzen auch entzückt,
und sehen manchmal diesen Wert.

Doch diesen Wert genau zu wissen,
sind auch Herzen manchmal blind,
als sei der Glaube zu vermessen,
wo dann die Herzen traurig sind.

Nur die Tränen zeigen richtig,
wonach die Herzen sehnen sich,
und plötzlich ist die Liebe wichtig,
sie lässt die Wahre nicht im Stich.

© Amy Herzog

Wie ein Kind

Wie ein Kind in deinen Augen,
versinke ich im Schein und Meer,
kann ich nicht der Liebe glauben,
glaubst den kleinen Zweifeln mehr.

Wie ein Kind in deinem Herzen,
erblinde ich im Rauch und Schaum,
helfen Träume gegen Schmerzen,
spüre ich dort die Liebe kaum.

Wie ein Kind in deinen Worten,
trinkt mein Herz die Verliebtheit,
bleibt doch klein an deinen Orten,
fehlt in Wahrheit doch die Zeit.

© Amy Herzog

Das nennt sich dann ‚Frei‘..

Zerfrisst kein Wort mein fades Gesicht,
als fehlte uns dort jegliches Gewicht,
schaut doch der Wahnsinn nach rechts,
und lässt mich allein, nur ohne ein Licht.

So zwingen mich die Tage zum trinken,
kann ich nur in deinem Bild ertrinken,
giftig wohl – doch fügt sich Nähe ein –
nur am Tage trink‘ ich mich nicht rein.

Wo selbst mit jedem Tag ein jeder Wein,
fühlt sich mein gefüllter Magen nur allein,
Zitronenduft erfüllt – nur niemals genug,
brennt Leidenschaft den letzten Betrug.

Als rauchte mein Herz nicht mit Hirn,
sondern trank stets das wortloses Gift,
aus Wolkentänzen und Dämmerkrug,
bleibt Sonne, kein Wein, und nichts genug.

Und das nennt sich am Ende dann ‚frei‘.

© Amy Herzog

 

Schimmernde Liebe…

Liebend deine Augen schimmern,
für mich in einer finst’ren Nacht,
nur übertönt dein Schlaflied noch,
dein Herzschlag über meinen wacht.

Und wenn du auch nur selten singst,
so glänzt mein Traum doch immerfort,
die Liebe, die mein Herz verschickt,
auch bis zum weit entfernten Ort.

Liegt meine Nacht in Einsamkeit,
so blick‘ ich Sterne an – so warm,
und seh das Funkeln deiner Lieb‘,
als läg‘ es nun in meinem Arm.

© Amy Herzog

Brennende Sehnsucht…

Des Sehnsucht’s heißer Duft,
zieht mir so fest am Leibe,
tief in die schwarze Kluft,
in Tränen mich gar kleide.

Und wär‘ es nicht vergebens,
so schickte ich den Brief,
mit meinem Herzen Lebens,
wonach ich ewig rief.

Nur stehe ich im Schnee,
am Himmel Sonne scheint,
der brennend Sehnsuchtssee,
für mich im Stillen weint.

© Amy Herzog

Wo Blut fließt…

Wo Blut fließt, fließt auch Leben,
warum nur dann der Tod,
erweckt doch Herz im Beben,
so nur aus kranker Not.

Wo Blut fließt, fließt auch Liebe,
und wird sie auch verenden,
im Schatten all der Diebe,
doch könnt‘ das Blatt sich wenden.

Wo Blut fließt, fließt auch Leid,
nur trägt der Tod den Mut,
zwar geht’s auf Messers Schneid,
und hebt am End‘ den Hut.

© Amy Herzog

lieblich kühler Wanderer…

Oh, lieblich kühler Wanderer,
so sei mir nah in finstrer Nacht,
schwebst über blaue Meere hoch,
mit deiner reinen Herzensmacht.

Oh, sinke nicht für mich hinab,
sei meine Herzenslast zu schwer,
nur atme auch mit ferner Brust,
das Salz für mich aus deinem Meer.

Oh, lieblich kühler Wanderer,
traf mich in ferner Zukunft bald,
ereilt uns nur in andrer Nacht,
ein Kuss an deines Meeres Wald.

© Amy Herzog

Sterbende Augenblicke

Die Liebe in Momenten schwebt,
als lebt mein Herz in Ewigkeit,
nur wenn es wieder leiser schlägt,
dann höre ich, es kommt die Zeit.

Mit jedem Augenblick der stirbt,
bricht auch ein Stückchen Herz in mir,
wie lang es dennoch weiter kämpft,
das zeigt die Zeit, wenn ich verlier.

So wartet stets mein krankes Herz,
bis deine Liebe nicht mehr rennt,
und der Moment in Wahrheit weilt,
im lauten Klang die Zeit benennt.

© Amy Herzog

Und wie ich liebe, …

Und wie ich liebe, nicht –
was nie war, doch begehre,
das Licht, das um mich strahlt,
doch nie gewesen, nie geschah.

Und wie ich liebe, nicht –
so laut geschrieen, ungesagt,
die Herzen bis zum Himmel ragt,
doch nie gesehen, ohne Licht.

Und wie ich liebe, nicht –
die flüsternde Leidenschaft,
in Lücken tief im Herzen klafft,
ungesehen, ungesagt, dahingerafft.

Und wie ich liebe, nicht –
ein Fall in Arm, Warm und Sucht,
nur eine Flucht in Phantasie,
doch passiert die Liebe nie.

Und wie ich liebe, nicht –
vom frei sein zu leben, schweben,
schwere Sehnsuchtslasten heben,
ohne Beben, heimlich, stumm.

Und wie ich liebe, nicht –
drum Worte auch verenden,
wird die Liebe sich nicht wenden,
nur schweigend im Kusse enden.

Und wie ich liebe, nicht –
das Wort, im warm, im Kuss,
ungewollt und nie geschah,
wo das Herz verlassen muss.

Und wie ich liebe, nicht –
man merkt, es will nicht enden,
hoffen auf Hoffnung, Zukunft, Licht,
bis zum Schluss dem Himmel senden.

(c) Amy Herzog

Sinnverhext…

Gespeist die Sinne in der Tiefe,
als wenn ich lautstark danach riefe,
doch bleiben Worte mir nicht frei,
weil’s noch verhext im Innern sei.

Vertraut wohl noch im Angesicht,
im Sinnenrausch der Liebe spricht,
verzaubert bloß in weiter Fern,
der fremde glühendheiße Stern.

Ergeb‘ ich mich in dieser Pracht,
gar wundervoll verheißte Nacht,
der Duft des Donners hält zu fest,
und sinnverhext nicht gehen lässt.

© Amy Herzog

Wahre Worte?

In deinen Worten habe ich mich verloren,
wurde gewärmt und wieder eingefroren,
Lügen, Wahres und ein wenig Phantasie,
doch die Realität erreichten sie noch nie.

Nun sind sie fort, ließen mich zurück –
wortlos im Kalten, ganz ohne Glück,
in der Angst, mich wieder zu verlieren,
mich anzulehnen und wieder zu frieren.

Die neuen Worte, die ich so sehr liebe,
sind sie sanft, oder wie Peitschenhiebe?
Beschreiten sie nun einen wahren Weg,
oder werde ich doch wieder auf Eis gelegt.

Sag, deine Worte, sind sie nur warm?
Sind sie reich an Gefühl, oder doch arm?
Zeige mir im Wort den Funken Wahrheit,
oder bleibe mir fern und lasse die Freiheit.

© Amy Herzog

Wildgeworden…

Schwarzbunt gemischte Farben
schenken sich Wildgewordene Lust
Durch die ewigen Nächte…

© Amy Herzog

Aus dem Liebesleid…


Ungepflegt gar schon zerfranst,

wie bloß hier könnt‘ es heilen?

Der Weg aus diesem Tränenmeer,

schenkt kein Licht zum verweilen.

 

Nur kann und will die Liebe nicht,

ein Leben in Leid und Schmerz!

Und bald schon treiben Tränen fort,

wo’s atmen kann, mein Herz.

 

Es atmet noch die Sehnsucht ein,

der Traumwelt’s falsches Glück..

Und schwimmt heraus dem Liebesleid,

suchend sein wahres Stück.


© Amy Herzog

Bangen um den Kuss…

Leise küssen meine Lippen,
bangen um den nächsten Kuss,
reisen über Meer und Stürme,
bis mein Herz dann gehen muss.

Heimlich schleichen sanfte Hände,
über Liebe, Berg durch’s Tal,
wie ein Herbstblatt durch die Winde,
fliege ich mit dir ohne Wahl.

Und flieg ich höher, fall ich tief,
zu viel doch nur im Traume bleibt,
zitternd Herzen in Ruinen,
bis meine Haut an deiner reibt.

Zeigt sich irgendwann der Sommer,
wo der Wind in Ziele weht,
hält mein Herz solange deines,
bis der Kuss zum Ende geht.

 

© Amy Herzog

Unerwiderte Liebe…

Wird eine Liebe nicht erkannt,
weil niemand wollte sie je sehen,
so kann sie nur im Rauch der Zeit,
allein mit diesen Schmerzen gehen.

Wird eine Liebe nicht erwidert,
weil niemand diese Worte ließt,
und wie das Herz zu Bette geht,
wo kaltes Blut nach außen fließt.

Wird eine Liebe nicht gewollt,
das Herz schlägt dort nur abgelehnt,
so weint es leise, bis es schläft,
was bleibt ist das, wonach es sehnt.

© Amy Herzog

Liebesangst…

Angst mich weiter zu verlieben,
Ehrfurcht vor der großen Macht,
könnt‘ ich mich darin verlieren,
und feststecken in der Nacht.

Könnte ich mich dafür hassen,
für mein furchtlos Liebesherz,
was es hat passieren lassen,
reicht mir hin den kalten Schmerz.

Doch das Herz liebt heiter weiter,
Rücksicht sei ihm unbekannt,
wählt es sich den Herzbegleiter,
den es dann beim Namen nennt.

 

© Amy Herzog

Schneetanz…

Kalt weißer Zuckerschnee
umhüllt uns sanft
und gleitet
durch fliegende Winde.

Wir tanzen leicht
im Traum der Winternacht,
ehe der Traum entweicht
küssen wir uns.

Im liebenden Mondschein
sind nur wir,
wir sind nicht klein
nein, wir wachsen
und wärmen uns.

In dieser Schneesanften
Kälte…

© Amy Herzog

Keine Angst…

Dein Rauch versetzt mich
nicht in Angst und Schrecken.
Sitzt neben mir, hältst deine Hände
um mich – ohne mich zu berühren.
Aber ich kann dich spüren!
Deine Kälte, Wärme, Nähe
zum Schweben führen…

Sieh mich an!
Ich habe keine Angst!
Komm ruhig näher.
Gemeinsam können wir
ein letztes Mal am Eis schlecken.
Niemals würde ich wollen,
dass du gehst, deine Anziehung
mich verlässt, dass du mich
des letzten Gefühls beraubst
und nur noch Hass hinterlässt..

Alle sehen nur dein Schlechtes,
doch ich sehe deine Schönheit,
deinen Großmut, deine Wärme,
und sogar deine Liebe,
die den Menschen nicht gut tut,
die sie nicht wollen,
nicht mit dir schweben
in deine leichte Welt…

Frei von Sorgen, Ängsten, Nöten.
Frei von beengten Zimmern,
in denen Menschen
nur einsam wimmern,
in der Ecke kauern,
sich verstecken
und sinnlos ums Überleben
kämpfen.

So oft hast du mich sanft berührt
Mich an die Tür deiner Welt geführt.
Gezeigt wie leicht der Weg mit dir.
Dein Gift der Wärme ruht in mir,
wartend, dass es Wirkung zeigt.
Wieder sanft sich nieder legt,
Schwärze meine Augen streift,
irgendwo das Neue reift.
Weit von allem Raum und Zeit.
Längst verließ sie mich,
die Angst vor dir.
Nur geblieben ist
ein leises…
Ich liebe dich.

 



© Amy Herzog

Verloren…

In der einen Sekunde
saßen wir da, eng
umschlungene Liebe
wurde unsichtbar…

© Amy Herzog

Schwarzes Herz

Kämpfend im Fluss
bin ich im Herzen schwarz
Sehnsucht nach Leben
Schmerz und Haut und Kuss

Ertrinke ich im Fluss
wie staubiges Land

– und suche ich dich…

Denn ich bin ewig
zur Liebe verdammt

© Amy Herzog

Einsamkeitsgesang…

Erklang tief in meiner Seele,
sanft der Einsamkeitsgesang,
doch zu ängstlich vor der Macht,
so dass ich in die Tiefe sprang.

Rannte vor dem süßen Schmerz,
der mich am bunten Leben sang,
ohne Spur der Einsamkeit,
so dass immer tiefer sprang.

Doch in der Tiefe bin ich jetzt,
so schwarz dunkel ohne Liebe,
was mich trifft ins blutend Herz,
nur Schmerz und Peitschenhiebe.

Denkend an den Song zurück,
voll tränenreicher Liedsehnsucht,
hätt‘ ich bloß das Lied geliebt,
dann wäre ich nicht auf der Flucht.

Diese Angst hat’s mir entrissen,
alles Bunte weilt zu fort,
hier der kalten Tiefe Schmerz,
der mich kettet an diesen Ort.

 

© Amy Herzog

Zeit?

Kuss?
Was ist ein Kuss?
Aus Gewohnheit ein
für immer sanftes Muss.
Wenn niemand fehlt,
in dem Moment
den Fluss der Zeit
mit Zuckerguss.

Immer?
Was ist für immer?
Das letzte Wort flüstert
näher mein Ohr
und doch habe ich
am Ende keinen
Schimmer.

Zeit?
Was ist schon Zeit?
Wenn sie auf Lücken
der Erinnerung verweilt.
Zum Mond rennt
und zurück,
ihn nicht erkennt
und auch nicht reicht.

Moment
Dieser Moment!
Keine Fragen, kein blabla
lass uns lieben, küssen
ehe dieser rennt,
und zwischen uns
die Zeit verbrennt.

© Amy Herzog

Phantasie…

Zurückhaltend zärtlich
berührt er sie
im Kopf gefährlich
die Phantasie
und schaut er sie an
sieht sie will mehr
zieht sie ganz nah
an sich heran..

Küsst ihren Hals
küsst ihre Brust
ohne ein Wort
kraftlos vor Lust
ihr Körper vibriert
umfasst sie ihn
schmiegt er sich an
und nichts existiert..

 

© Amy Herzog

Dem Sturm folgen…

Der laue Wind, so ruhig und sanft,
nimmt mich in seinen Arm,
streift meine Seele im Gesang,
im zarten Kuss – so warm.

Indes, ich suche nach dem Stoß,
der mit zum Himmel flieht,
erobert mich im Sturmgebraus,
ein Leben – wie es zieht.

Ich folge ferner diesem Sturm,
wie er das Herz ergreift,
in seinen Armen fest zum Rand,
wo Licht und Liebe reift.

 

© Amy Herzog

Liebendes Auf und Ab…

Im Wechsel zwischen Trauer und Glück,
wünsche ich mir mein Leben zurück,
Gedanken, die mein Herz verschlingen,
verwelktes Leben – um Luft muss ich ringen.

Doch kann ich diesen Schmerz nur lieben,
kann er mich noch am Leben erhalten,
zu oft kann ich nur kraftlos liegen,
wenn die Gedanken an dich siegen.

So hört doch endlich damit auf,
Gedanken, die ihr seid zu Hauf,
gib mir mein schmerzend Herz zurück,
und lass mich spüren etwas Glück…

 

© Amy Herzog

Liebe…

So aufrecht unsere Körper auch stehen:

– in Momenten der wahren Liebe

beginnen unsere Seelen zu knien…

© Amy Herzog

Herz aus Eis…

Mein Atem schnellt, der Körper heiß,
Gefühle wachsen im Herz aus Eis,
der Puls vibriert, das Hirn, es ringt,
um mein Herz, das durch dich zerspringt.

In tausend Scherben liegt es zerfetzt,
wo du noch weiter die Krallen wetzt,
mein Hirn kocht nur vor Fragen über,
und du? Du stehst auf Wolken darüber.

Mein Herz, es sei dir nicht geschenkt,
wenn man die Unfreiwilligkeit bedenkt,
vor Leid und Schmerz, du bringst mich hin,
kein aus den Augen aus dem Sinn.

Und wo wir nun den Sinn bereden,
wo liegt er denn im Körperbeben,
mein Atem schnellt, der Körper heiß,
Gefühl so groß, im Herz aus Eis.

 

© Amy Herzog

Hier, mein Herz…

Grafik

Ich werfe dir mein Herz,
hier gleich auf die Erde,
und gebe was du liebst,
nämlich nur diese Scherbe.

Du musst nicht mehr bleiben,
dein Werk ist vollbracht,
du hast mich zerbrochen,
und am Ende gelacht.

© Amy Herzog

Wichtigkeit…

Wenn Liebe tief im Herzen schreit,
die Sehnsucht schon nach Sternen greift,
die Lippen nach dem Kuss sich sehnen,
und Schultern sich an Wärme lehnen.

Wenn Worte aus der Seele schreiben,
die Herzen zu getrennt nur leiden,
verliert die Logik ihren Sinn,
denn Liebe ist nur ein Gewinn.

Verloren ist in Raum und Zeit,
am Boden liegt die Einsamkeit,
die Geschichte bleibt zurück,
heraus kommt dann das große Glück.

Es gibt nur dieses eine Leben,
zu zweit umschifft ein jedes Beben,
was war ist schlicht Vergangenheit,
verliert im Jetzt die Wichtigkeit.

 

© Amy Herzog

Auf hoher See…

Ich summe für uns ein Lied im Wind,
sag, kannst du es in der Seele fühlen,
wir sind uns nahe bei den Sternen,
wie sie dort oben nur für uns glühen.

Wir treffen uns bei Nacht auf See,
spürst du, unsere Seelen sind verbunden,
du baust ein Schiff aus Unendlichkeit,
und wir drehen damit die Lebensrunden.

Hier strahlen deine Augen nach Liebe,
so weit und unendlich wie das Meer,
wir verlassen die Zeit und die Realität,
all die Sorgen begleiten uns nicht mehr.

Auf unserem Schiff sind wir allein,
nur das Summen liegt noch im Stern,
wie lang wird uns das Schiff nun tragen,
wie lang bleiben wir uns nicht fern.

Die Wellen des Meeres, sie schlagen,
als ob es unser Geheimnis nun kennt,
nur im Traume können wir schwimmen,
doch genießen wir hier jeden Moment.

 

© Amy Herzog

Nur wir.

Wir sitzen hier in deiner Wohnung,
und neben uns steht ein Klavier,
ich spiele dir noch ein paar Lieder,
dann trinken wir bis Abends Bier.

Draußen rauschen noch die Autos,
doch wird es Nachts allein bei dir,
in Gedanken entflammen die Kerzen,
hier sind wir nur, hier sind wir nur wir.

Ein Blick hier, und ein Wort dort,
wo nur das ist, was zu uns gehört,
mit kribbelndem Bauch in Sicherheit,
ist nichts mehr hier, was uns noch stört.

Sinnlich duftet es hier nach Verbot,
wir atmen und lieben uns über Stunden,
verdecken einen Moment lang die Herzen,
und die darin so tiefen Wunden.

Keinem werden wir etwas verraten,
wo wir in Luft und Liebe war’n,
wir laben uns an unserem Traum,
und unsere Seelen lachen so warm.

Und wird es uns des Nachts zu heiß,
so machen wie die Fenster auf,
und ist es dann zu schmutzig und laut,
nimmt unser Lied so seinen Lauf.

So schnell wie es begonnen hat,
muss ich zum Morgen wieder Heim,
doch nehme ich das Gefühl mit,
wir zwei sind nie wieder allein.

 

© Amy Herzog

Nur ein Traum…

In meinem Traum sitze ich allein,
in meiner Wohnung, es ist kalt,
und hinter mir hängt noch ein Bild,
von dir, doch es ist längst alt.

Über mir schwebt eine Wolke,
aus weißem Rauch, voll traurig sein,
sie ist viel größer, als ich dachte,
und ich sammle Worte dazu ein.

Ich schreibe dir, dass du mir fehlst,
obwohl ich vorhin noch lachte,
doch die Worte sind mir nicht geheuer,
die Liebe ist größer, als ich dachte.

Doch hier bin ich in meinem Traum,
und werfe die Worte in den Kamin,
sie verbrennen heimlich und leise,
nun sind sie kleiner, als es schien.

All das hier, das weiß nur ich,
und wenn ich später dann erwache,
dann wünsche ich dir guten Morgen,
und zeige dir, dass ich nun lache.

 

© Amy Herzog

Seelenlieder…

Wenn unsere Lippen sich berühren,
das Herz, es pocht und springt,
wir atmen Glück und Liebe ein,
ein Vöglein Liebeslieder singt.

Es ruht in mir der kleine Wunsch,
der Kuss nach Wärme schmeckt,
und wenn ich meine Augen schließe,
die Sehnsucht mehr und mehr erweckt.

Der Herzschlag durch die Luft vibriert,
die Mauern stürzen nieder,
ein Kuss, der alle Türen öffnet,
wir hören Seelenlieder.

 

© Amy Herzog

Tote Liebe…


Das Herz, es war und verbleibt kalt,

Die Liebe darin ist schon längst alt,

Ein Wunsch, der zwar noch Pinsel hat,

Doch Farben nutzt, vertrocknet matt.

 

Wer könnte hier noch Wasser reichen,

Nicht mehr vom kalten Herzen weichen,

Die Farbe wieder zum strahlen bringen,

Auf Bildern träumend Lieder singen.

 

Die Stimmen, sie erklingen nicht mehr,

Vielleicht wird aus der Pfütze Meer,

Das Herz läge darin kochend warm,

In Farben die nur einst trocken war’n.

 

Doch wagt ein niemand sich auf Eis,

Die Farben bleiben schwarz und weiß,

Das Herz, es liegt im Trockenen rot,

Die Liebe ist inzwischen tot.

© Amy Herzog

Keine Briefe mehr…

Ich schreibe dir keine Briefe mehr,
du wirst sie eh niemals lesen,
ich lasse sie einfach im Herzen liegen,
sie sollen mit mir verwesen.

Nur die Erinnerung trage ich noch,
die Kleidung in kunterbunt,
auf ihr verweilen ein, zwei Tränen,
dahinter ist das Herz schon wund.

Selbst dein Duft fehlt überall,
nur nicht in meinen Gedanken,
die Briefe im Herzen erinnern mich,
dir täglich für’s Brechen zu danken.

 

© Amy Herzog

Traumwärme…

Dunkelheit klopft an mein Fenster,
die Äste schlagen laut im Wind,
allein liege ich im weichen Bett,
und warte bis ein Traum beginnt.

In mir weint der Wunsch nach Liebe,
weil du in meinem Herzen bist,
ich wünsche dich zuweilen fort,
denn hier wirst du zu sehr vermisst.

Manchmal flimmern kalte Lichter,
an Wänden tun sich Träume auf,
schlafe in erträumter Wärme ein,
und falle tief in deinen Rausch.

Und alle Wünsche sind nun fort,
denn ich schlafe in deinem Arm,
sei es gerade der letzte Traum,
dennoch ist es hier nun warm.

 

© Amy Herzog

Liebeskummer…


Wenn meine Liebe im Kummer ertrinkt,

Kann die Einsamkeit sich entfalten,

Tröste mich leise mit dem Gedanken,

Die Hoffnung nicht abzuschalten.

 

Wo meine Welt immer dunkler scheint,

Trage ich mich von Nacht zur Nacht,

Irgendwo scheint sicher noch Sonne,

Sehe ich nur nicht wie sie laut lacht.

 

Alles versinkt in dicken Tropfen,

Die Welt, sie erscheint nur als Meer,

Und irgendwie löst der Trost sich ab,

Denn mein Herz, es kann nicht mehr.

 

Ich warte einfach im Kerzenlicht,

Warte, bis die Trauer heraustropft,

Zu meinem Zimmer ist’s nicht weit,

Vielleicht gibt es wen, der hier klopft.

 


 

© Amy Herzog

Ich bleib‘ im Traum…

Häng hier an dicken Seilen fest,
und fühle mich noch wohl im Nest,
zwar – ja gewiss, die Traurigkeit,
doch häng‘ ich in dieser Ewigkeit.

In meinem Traum so fest gebunden,
hab ich die Liebe hier gefunden,
was sollt ich dann da draußen suchen,
da gibt’s ja doch nur Zeit zum fluchen.

Drum träum ich einfach noch viel mehr,
schreibe aus Tränen, Blut und Meer,
die Sonne, warum sollt sie fehlen,
hier kann ich sie mir einfach stehlen.

Doch eines will zugegeben sein,
das Sein ist und bleibt hier Schein,
drum, wenn der Traum dann doch mal endet,
das Blatt sich unbekannt dann wendet.

Was ist dann schlimm an Ewigkeit,
bis auf die Welt, die draußen schreit,
da bleib ich einfach hier im Traum,
du kannst ja auch mal vorbei schaun.

© Amy Herzog

Schlag deines Herzens…

Ich spüre den Schlag deines Herzens,
durch meine Brust schlägt er so wild,
sehe dein Lächeln und deine Trauer,
vor mir dein so wunderschönes Bild.

Der Wind weht sanft durch dein Haar,
und auf meiner Haut streichelt er warm,
trägt unsere Seelen näher beisammen,
lässt uns behutsam fallen, Arm in Arm.

Spüre deine Seele und all deine Gefühle,
als seien wir ein Körper im selben Blut,
verbundene Herzen schweben im Wind,
und trinken die Liebe in kochender Glut.

© Amy Herzog

Gedankenlose Hände… 

Als läge ein schwerer Stein auf den Händen,
Können sie nicht schreiben, was sie denken,
Wagen sich nicht mit dem Herzen zu bewegen,
Und schon gar nicht offen mit dem Mund zu reden.

Dann wird es wieder leicht, das drehen und wenden,
Einfach die Worte mit dem Herzen zu vollenden,
Nicht daran zu denken, was die anderen denken,
Die Hände können richtig nur mit dem Schicksal lenken.

Sie brauchen nichts, nur das ganze Leben,
Ein Herz, das bereitwillig will lieben und Beben,
Die Gedanken tragen den Stein in weite Ferne,
Zurück bleibt die Freiheit allein, so hat sie es gerne.

Und so lenken gedankenlose Hände zum Glück,
Blicken nach geschriebenen Worten niemals zurück,
Legen sich entspannt in ein weiches überall,
Und lenken die Liebe nicht, wohin sie nicht will.

© Amy Herzog

Feuer…


in mir lodert ein feuer,

und mich begleitet die angst,

ganz so, als seis ein ungeheuer…

dabei bin ich es selbst die brennt,

sich in der liebe blind verrennt,

den ausweg nicht kennt,

nicht kennen will…

© Amy Herzog

Worte können…


Worte können das Herz beleben, 

In ferne Welten weiter schweben, 

Gar all die Kriege fort bewegen, 

Die Welt doch auch zu Bette legen. 


Worte können Schmerz besiegen, 

Von einem Ort zum nächsten schieben, 

Trauertränen durch Papiere sieben, 

Die Menschen sich darin verlieren.


Worte können doch auch täuschen, 

Verschlingen die Kalenderwochen,

Blenden in zu lieblichen Geräuschen,

Reales wird darin zerbrochen. 


Worte können Schmerz bereiten, 

Die Liebe könnte falsch entgleiten, 

Sie haben immer zweie Seiten,

Wohin die Worte auch immer leiten.


So können Worte lieblich sein, 

Doch auch trügerischer Schein, 

Manchmal scheinen sie nur klein, 

Dann stechen sie ins Herz hinein. 





(c) Amy H. 

Augen aus eisblauem Meer…

In Deinem Herzen
sah ich eine Lücke klaffen,
und ich nahm es in die Hand,
zu unbedacht hat es stets Gefühlt,
stand mit dem Rücken zur Wand.

War es dann sich selbst überlassen,
allein in der verregneten Dunkelheit,
verteilte Worte in Deinem Herzen,
sie linderten Deine Schmerzen,
stärkten Deinen Geist,
tief wurde es berührt,
manchmal gar alle Sinne verführt.

Doch zählte ich die Stunden nicht mehr,
verlor mich selbst mitsamt meines Herzens
tief in Deinen Augen aus eisblauem Meer.

Mein Herz wurde schwach,
immer schwächer von Stunde zu Stunde,
irgendwann mich selbst
an Deiner Wärme gar verbrühte,
nur scheinen konnte ich noch Stark,
wo ich in meiner Brust die Schmerzen spürte.

War schier endlos in der Zeit gefangen,
umklammert von Sehnsucht,
von Träumen und der inneren Flucht.
Fand mich wieder in einem Gewühle,
meiner sprießend wachsenden Gefühle.

War mein Herz doch gleichzeitig leer,
ich fühlte mich nicht mehr, war gefangen,
in Deinen Augen aus eisblauem Meer.

© Amy Herzog

Blasses Wort…

Dein warmes Wort ist nur flüchtig,
wie ein blasses Sandkorn im Wind,
ich halte es fest in meinem Herzen,
auch wenn es kaum noch erklingt.

Verschlägt es mich an kalte Orte,
gar zerrissen werde ich im Takt,
im Innern brennt derweil das Blut,
doch außen scheine ich fast nackt.

Versuche es gänzlich zu vergessen,
warm zu kleiden mein Gefühl,
gefangen in deiner dunklen Welt,
bleibt auch mein Herz ewig kühl.

Deine Worte sind mein Verderben,
übrig bleibt Gift und kalte Asche,
nichts kann ich jetzt noch vererben,
nur das Suchen nach ewiger Liebe.

Wäre ich nie in deine Welt gefallen,
dann müsste ich nun nicht weinen,
die Erinnerung nicht vergessen,
und im Herzen dauernd schreien.

Ich wünsche nur schnell zu rennen,
an deinem Wort nicht mehr zu brennen,
die blasse Stimme doch bleibt gefangen,
sie schmerzt, ich halte sie in Armen.

© Amy Herzog

Suche die Seelen…



Ein Tanz in weißer Seide zur Nacht

Die Sehnsucht spielt leise im Wind

Auf dass die Erkenntnis weiter ruht

Und Gedanken in Freiheit sind

 

Tanzen die Klänge bis zum Mond

Kühle Freiheit weht durch das Haar

Führt kurz ein in eine ferne Welt

In welcher Geborenheit geschah

 

Hier ist man unter Seelenlosen

In Freiheit, wo nie welche war

In jener Nacht sind die kalten Schatten

Mit dem ganzen Herzen so nah

 

Zum Morgen steigt die Sonne hinauf

SchattenNacht verdrängt von Lichtern

Zum Abschied sagen sie nur noch sanft

„Tanz im Lichte wo Seelen lauern“

 

© Amy Herzog


warten auf den Traum…

 

Von tausenden Menschen umgeben,

verweilst nur du in meinen Träumen,

was würde ich noch darum geben,

keinen Traum mehr zu versäumen.

 

Doch ich wache hell durch Nächte,

wünsche kennt nur noch der Mond,

die Sterne zeichnen große Ängste,

der Wunsch nur tief im Traume wohnt.

 

Lasse mich von Sehnsucht tragen,

verweile hier bis zum langen Schlaf,

bis ich dich kann im Traume fragen,

wann ich in deinem Arm liegen darf.


© Amy Herzog

Vertrocknete Farben…

Wir lernten uns kennen,
wo niemand sich je kennen kann,
begannen doch zu brennen,
bevor der Regen begann.

Malten unsere Bilder,
ohne noch die Farben zu sehen,
und doch wurden sie wilder,
zugleich ohne Leben.

Tauschten tiefe Worte,
vertrauten ohne zu Vertrauen,
erkannten keine Orte,
und konnten dort nichts bauen.

Wir lebten im Schwarz,
im alles verschlingenden Nicht,
malten uns die Farben aus,
die sein könnten im Licht.

Doch während wir malten,
brannten wir heißer,
sahen weder Baum noch Garten,
und das Nichts wurde weißer.

Die Zukunft kam an,
und mit ihr die Erkenntnis,
dass Seelen am Friedhof,
nur warten aufs Begräbnis.

Das heiße Feuer erlosch,
und mit ihm auch wir,
nur die Farbe noch grinste,
verstohlen, trocken im Hier.

© Amy Herzog