Liebe

Er dachte nur..

Ich denke immerzu an Euch. Dachte er, ohne sie zu kennen.

Mein Gefühl kennt Euch bereits. Dachte er, ohne zu wissen, dass sie ihn kennt. 

Nach Euch suchte ich so viele Jahre. Dachte er, ohne zu wissen, dass sie sein Verlangen spürt.

Ich will Euch nahe sein. Dachte er, ohne zu wissen, dass sie ihm nahe ist.

Ich will Euch lieben. Dachte er, ohne es ihr zu sagen. 

Wie kann ich Euch lieben? Dachte er, verzweifelte und sah keine Hoffnung. 

Ich bin Eurer nicht würdig. Dachte er und schlief ein.

 

Ich spüre Euch my Lord, ich weiß was Ihr fühlt, schämet Euch nicht, gehet nicht fort. …dachte sie und hoffte, dass er sich eines Tages würdig fühlt. 

© Amy H.

Stark, Schwach, tot..?

Aus Liebe würd‘ ich alles machen,
ein Kampf durch Wasser, Wüste, Wind,
selbst tausend Reisen durch die Hölle,
wenn nur am Schluss das Glück gewinnt.

Und bin ich wohl nicht unbewaffnet,
nein, meine Lieb‘ die stärkste ist,
doch frier ich weiter durch die Hölle,
weil mein Herz doch das Glück vermisst.

Es sind die Waffen zweier Monster,
und Schwach sind sie wohl eigentlich,
doch töten sie mich in der Hölle,
und mit mir auch die Lieb‘ und dich.

 

© Amy Herzog

Beim Liebenden verbleiben..

Auch kein totes Herz
(sei’s noch so kalt und leer)
kann mir meine Liebe vertreiben.
Sie wird sich nur entfernen
(nur vom Monster, das nicht liebt)
und beim Liebenden verbleiben.

 

© Amy Herzog

wegen…

Was ich suchte
fand ich in keinem Wort
und zwischen keiner Zeile
nur jetzt, wo ich leise hier verweile
hinter fest verschlossenen Augen
beginnt es stumm zu regnen
mit einem Lächeln
wegen…

Ich kann nur schreiben
dass der Himmel hier blau ist
obwohl es seit einem Jahr regnet
und die Vögel sich bewegen
in lautesten Gesängen
nur ohne Luft
wegen…

Hinter verschlossenen Augen
liegt kein unbeschriebenes Papier
nur Händchenhaltend jetzt und hier
und alles was ihr draußen seht
ist Zeit, die niemals steht

Doch hier im Käfig
kann ich fliegend länger leben
wie an die Zeit den Sinn vergeben
und das alles wegen Regen
und noch mehr nur
wegen…

 

 

 

© Amy Herzog

kennen.

Ein starrer Blick
juckt salzig in den Fingern
vor den Toren meines Himmels
kannte ich den Regen nicht

Wie im Paradies
zuckt es rhythmisch Worte
wie eine neu erlerne Sprache
kannte ich die Tänze nicht

Bleiben kalte Füße
in den Fängen deiner Seele
nun das Hauptgericht des Tages
kannte ich die Sonne nicht

Sättigende Ewigkeit
so fliegend wie ein Luftballon
wandre ich von Mond zu Mond
als kannte ich die Liebe jetzt

 

 

 

© Amy Herzog

Wasser

Deine Augen sind wie Wasser
wie der Nebel um die Abendsonne tanzt
schweigend mit den Fischen schwimmt
und neben Freiheit neue Wege
reißend jeden Berg erklimmt

Deine Augen sind die Stürme
in der Mitte stellst du höchste Türme
noch viel weiter als der Horizont
ist mein Herz die wärmste Quelle
weil es sich unter deinem sonnt

Deine Augen sind die Klarheit
wie der Schnee im letzten Winter
sprühen Funken in die Weiten
und dann ist’s mir plötzlich
als könnt ich in die Ewigkeit gleiten

Deine Augen sind wie Wege
mit den Strömen, selbst gewählte
durch die Wüst‘ ein halbes Leben
mit der Macht zu Brot und Luft
dein Wasser noch zu geben

 

 

© Amy Herzog

Irgendwann..

Irgendwann hörst du nicht mehr zu
nicht mal mehr dem Wind
obwohl du ihn noch beneidest
wie die Worte um dich
schöner kreisen, Lächeln wecken
bis du dich in Masken kleidest

Irgendwann verstummt die Musik
und mit ihr auch der Blick
doch ihr Schweigen leert dich nicht
nur das fort und dennoch da
weil kein Wort vom Ander’n war
nur sie bleibt dein Licht

Irgendwann ist stark der Wind
und bläst die Kerze aus
so bist du einsam, willst du sinken
tief und tiefer in dich selbst
bleibt kein Atmen in der Stille
wirst du nur ertrinken

Irgendwann zerfällt dein Bett
nur farbenlos zu Staub
was wirst du tun, welch Blut zuletzt
ob Lächeln, Tränen, Liebe, Nichts
wo willst du sein, was wäre wenn
dein irgendwann sei jetzt

 

 

© Amy Herzog

Keller ohne Farben

dreht ein buntes Karussell
immer weiter, immer schneller
denk‘ ich, wann nur wird es heller
plötzlich wie im falschen Film
in meinem kalten Bunkerkeller

kalt sind Zäune, kälter Wände
weiß und heller, dreht es schneller
halten mich denn keine Hände
fühl ich bloß noch eine Leere
in den Augen dieser Fremde

wände nähern, lachend starren
wart‘ ich nur auf’s laute Knallen
einsam in mein Grab gefallen
bin ich machtlos, stehe grade
schweigend flehe ich um Gnade

in dem Albtraum kein erwachen
oben hör ich’s leise lachen
würdigt mich nur keines Blickes
bin ich ärmer, bin ich leblos
welchen Nutzen, wenn so wertlos

liebe stechen, liebe lassen
lächelnd nirgends niederlassen
krallen tiefer, schneller drehen
auch die Sehnsucht in mir hassen
hör nur ich’s im Keller flehen

grab ist einsam, wie ich falle
selbstmitleid im Licht der Halle
leb ich noch, doch sterb‘ ich auch
was ich habe, was ich brauch‘
nur ein Keller ohne Farben

nur ein Grab, wie meine Flucht.

 

© Amy Herzog

Zitat: Liebe

Denn steinerne Grenzen können Liebe nicht fernhalten,und was Liebe kann, das wagt Liebe zu versuchen.

– Shakespeare 

Das Freundschaftsding.

Das Ding mit der Freundschaft, das habe ich schon oft versucht. Bruder kommt vor Luder. Oder so. Nun ja, ganz ehrlich?

Ich bin so schnell genervt, dass sich Freundschaft gar nicht erst entwickeln kann. Und ja, oft habe ich gegrübelt, was denn bei mir nicht ganz richtig läuft. Denn Hass spüre ich auch nicht. Es ist Ekel. Obwohl ich mich recht loyal beschreibe.

Aber dafür genügt mir ein Mensch. Nicht irgendeiner. Sondern einen, den ich aufrichtig und mit voller Hingabe Liebe. Dieser Mensch ist mein Freund.

Und sollte er mich nerven, so bleibe ich dabei – Luder kommt vor Bruder.

© Amy Herzog

Hin- und her (ge)Drabble mit Maccabros, mit den Worten: Liebe, Hass, Freundschaft.

Reichtum. 

Ich bin arm. Vielleicht habe ich deshalb instinktiv keinen Hunger? Es ist zwar nicht so, dass ich mir nichts zu essen kaufen könnte, aber ich habe eben keinen Hunger. Und es scheint mir eine einfache Erklärung zu sein. Ich bin nicht reich. 

Welche Wege führen zum Reichtum? Gute Noten in der Schule. Eine gute Ausbildung. Etwas Glück vielleicht? Ein paar tote Verwandte. Über Leichen gehen. Zur Richtigen Zeit am richtigen Ort sein. Stets hart arbeiten. Vielleicht auch etwas hochschlafen? Ich weiß nicht. 

Ich brauche kein Geld. Ich möchte reich sein. Geld spielt dabei keine Rolle. Liebe geht durch den Magen.

© Amy Herzog  

Hin- und her (ge)Drabble mit Maccabros, mit den Worten ‚Reich, Ausbildung, Wege‘

Sünde..

Die Liebe, sie ist manchmal Sünde,
nur wenn sie nicht ganz ehrlich ist,
sie zeigt den Weg in eine Zukunft,
wo du nur warm und sicher bist.

Die Liebe, sie ist keine Sünde,
ich glaube so spricht Gott zu mir,
wohin sie mich auch leiten mag,
sie schenkt das Leben jetzt und hier.

Die Liebe, sie ist niemals Sünde,
sie zeigt den Weg zu Glück und Licht,
letztendlich bleibt die Sünde nur,
wenn du vertraust den Worten nicht.

 

© Amy Herzog

„Dame seines Herzens“

Ich bin die Dame seines Herzens,
dort wo er fühlt das Herz und Heim,
wie schön es aussieht in der Zukunft,
ein Bild, dort sind wir nicht allein.

Ich bin die Frau mit leeren Fingern,
so nackt, die starrt er ständig an,
in seinen Blicken steht dann weiter,
dass Ewigkeit beginnen kann.

Er ist es, der sich hier ganz richtig,
mit ganzen Leib und Herzen sieht,
der Ort, an dem er glücklich sein will,
falls er nicht heut mal wieder flieht.

Dann bin ich wieder diese eine,
die Schlampe, die ich gar nicht bin,
und doch lässt er mich hier alleine,
und beide leiden ohne Sinn.

Dann stellt sich wieder eine Frage,
wie lange bleibt das hin und her,
die Dame seines Herzens leidet,
und irgendwann verbleibt sie leer.

 

 

 

© Amy Herzog

Unter Steinen..

Und täglich lauern tausend Steine,
nur oftmals falle ich doch hin,
dann dreh‘ ich mich kurz an die Seite,
und plötzlich hat der Stein den Sinn.

Denn schaue ich nur stetig drunter,
was sich dann unterm Stein verbirgt,
es zaubert bunt ins graue lachen,
weil dieser auf mein Leben wirkt.

So falle ich dann in die Zukunft,
die ich zuvor noch nie geahnt,
ich steck‘ ihn einfach in die Tasche,
denn hier war Glück als Stein getarnt.

 

 

 

© Amy Herzog

Ich glaube noch

Ich glaube noch an kleine Worte,
sie reichen gleich schon zu Beginn,
schon wissen Herzen wo sie wohnen,
für Zweie wird dies ein Gewinn.

Ich glaube noch an diese Fälle,
dort wo der Zufall trifft den Plan,
und plötzlich malen sich die Bilder,
ganz unverhofft und nur spontan.

Ich glaube noch an diese Liebe,
sie wartet schweigsam und gespannt,
und bald schon wird sie hell erblühen,
wo alle Last dem Herz entschwand.

 

 

© Amy Herzog

Wie auch du…

Für D.

 

Aus der Ferne, aus dem Schweigen,
ohne Kenntnis deiner Schritte,
hast du mich im Wind zerrissen,
wie auch du zerrissen bist.

Mit den Worten für die Menschheit,
und dem Zweifel an dir selbst,
hast du mich ins Herz getroffen,
wie auch du getroffen bist.

Meine Liebe fischt im Trüben,
wie du durch dein Leben fischt,
trinkst zum schreiben deine Tränen,
wie auch ich ertrunken bin.

 

 

© Amy Herzog

Verdampfen…

Schmerzen – die verdampfen
wie der Qualm nach oben zieht
mit den Stürmen – in den Wolken
schneller, immer schneller flieht
bis zur Sternenklaren Nacht.

(dann leiser, immer leiser)

Bis es regnet, an den Tagen
keiner mehr die Wolken sieht
kann ich mich zum Wort
schon lange nicht mehr wagen
wo mein Herz am Boden kniet.

 

 

© Amy Herzog

Heute oder irgendwann.

Wenn nicht heut der Tag der Liebe,
wann soll er denn kommen dann,
schieb statt gestern doch auf morgen,
oder auch auf irgendwann.

Zeit bleibt eine feine Sache,
viel zu kurz klagt Herz und Leid,
doch die Liebe spielt mit Mächten,
bis in die Unendlichkeit.

Auf der Erde sind wir menschlich,
und zu gern auf bald verschiebt,
wirklich glücklich wird man dann nur,
wenn man heut statt morgen liebt.

 

 

© Amy Herzog

Die Hälfte…

Die Hälfte warf ich weg von mir,
sie war nicht mehr so wichtig.
Nur alte Lasten, tief vergraben,
könnt‘ ich dir nur wahrlich sagen,
was du aber für mich bist.

Freude unter Angst geschlafen
und doch ist’s hier hell und wach!
Ich mache Platz und räume auf,
den Staub, den nehme ich in Kauf,
das ist es, was du wirklich bist.

Morgen ist die Angst vertrieben,
morgen werden wir uns lieben…
Zwischen Düften und der Hitze,
während ich noch schweigend sitze
und dein Platz auf Fülle fühlt.

Die Hälfte warf ich weg von mir,
sie stand uns doch im Weg.
Denn daraus wird ein großes wir,
aus uns, schon lange Tränen hier,
doch das ist dann vorbei.

 

 

© Amy Herzog

Ich zähle nur die letzten Tage..

Versprochen sagst du, wirklich sicher,
bis du dann endlich bei mir bist,
ich zähl‘ nur noch die letzten Tage,
bis nichts mehr dieses Herz vermisst.

Und ich vertraue deinen Worten,
der Tag, der schnell vorüber zieht,
ich zähl‘ nur leise an fünf Fingern,
bis niemand vor der Zukunft flieht.

Versprochen sag ich, wirklich sicher,
mein Herze sei dir stets ein Heim,
ich zähl‘ nur noch die letzten Tage,
und wir zwei sind nie mehr allein.

 

© Amy Herzog

Herz an Herz..

Du bist nicht meine erste Liebe,
doch ist es wirklich das was zählt?
Wirklich wichtig bleibt am Ende,
das mein Herz fortan deines wählt.

Denn darin höre ich die Zukunft,
und nichts wird jemals dort vermisst,
ein neues Leben für zwei Herzen,
das ist es, was noch wichtig ist.

Ich bin nicht deine erste Liebe,
doch ist auch das nicht, was hier zählt,
hörst du in meinem Herz die Zukunft,
dann deines einfach meines wählt.

So wählen wir für uns das Leben,
was wir uns bald ein Jahr ersehnt,
und hören bis zum Schluss die Lieder,
während wir Herz an Herz gelehnt.

 

 

© Amy Herzog

Vertrauen auf die Liebe..

Ich vertraue auf die Liebe,
die mich täglich weiter lenkt,
durch die Stürme und den Hagel,
bis sie uns die Sonne schenkt.

Ich vertraue auf die Liebe,
wie sie mich zum Glücke trug,
schweben wir gemeinsam weiter,
nur dein Herz ist mir genug.

Ich vertraue auf die Liebe,
wo die Zukunft mit uns bleibt,
nichts werde ich je vermissen,
wenn sie uns durchs Leben treibt.

 

 

© Amy Herzog

Ewig.

Du kannst mich vermeiden,
ignorieren, hassen und verachten.
Und vielleicht ist dir mein Leiden
zwischen deinem ewigen schweigen
gekrönt von kalten Worten egal.

Vielleicht.

Aber ich werde immer da sein,
nah bei dir, an deiner Seite,
haltend deine Hand, unsichtbar
und doch vom Himmel,
über Wasser und Land und bis weit
über den letzten trockenen Rand.

Versprochen.

 

 

© Amy Herzog

Für meinen Liebsten..

Ein jeder Tag mit dir ist wertvoll,
doch heut‘ wo dein besonderer ist,
da singt die Eule noch viel lauter,
weil du in meinem Leben bist.

Ich denke an die deine Freude,
die du heut hast mit mir geteilt,
bis in die Zukunft und noch weiter,
du fest in meinem Herzen weilst.

Doch heute, da ist dein Geburtstag,
die Eule fliegt schnell auf dich zu,
sie singt ein Lied von Glück und Liebe,
und lässt dich damit nie in Ruh.

 

 

© Amy Herzog

Meine Wurzel..

Woran denn klammert sich meine Wurzel,
in dunklen Stunden, in Stürmen, im Sand,
leise getrieben von Furcht in den Flammen,
Gedanken getrieben bis zum Meeresrand.

Wo denn hier finde ich schützende Wände,
in Flammen, im Treiben, im ängstlichen Mut,
stehe mit nichts als den Händen voll Asche,
und warte verloren am Rande auf Flut.

Wo denn noch finde ich blühende Wege,
umgeben von Asche bleibt Hoffnung ergraut,
ich springe in meterhoch schlagende Wellen,
in Hoffnung die Wurzel dann Liebe erbaut.

© Amy Herzog

Lebewohl…

Wenn dieser Horizont dich ruft
und du gehst, dann sage Lebewohl.

Schwimme nicht schweigend fort,
halte meine Hand, finde meinen Blick,
ich halte deine und finde dich dort,
und ich finde unser kleines Glück.

Wenn dieser Horizont dich ruft
und du gehst, dann sage Lebewohl.

Dein Duft wird in den Wellen bleiben,
und ich werde nie darin erfrieren,
nur im Sonnenuntergang verweilen,
so niemals deine Hand verlieren.

Wenn dieser Horizont dich ruft
und du gehst, dann sage Lebewohl.

Warte nur solange dort ein Blick,
hier in unsren Zeiten ewig lang,
blicke ich dem Lande bald zurück,
wir singen Lebewohl im Wellenklang.

 

© Amy Herzog

Liebe..?

Woher ich weiß und das gewiss,

so wer mich sieht und deshalb liebt,

das seh‘ ich selbst in tiefster Nacht,

wer mir die Zeit und’s Herze gibt. 

© Amy Herzog  

In deiner Seele…

Wie ich verschlungen war,
von deinen Worten, wie sie fraßen,
doch zeitgleich nur stumm
neben mir saßen.

Wie ich ertrunken war,
in deinen Augen, um Luft rang,
und doch vor Liebesglück
drei Worte sang.

Wie ich gefangen war,
in deiner Hand, sanft und warm,
entrissen dem hier und jetzt
in deinem Arm.

Wie ich versunken war,
in deinem Herz, deiner Seele,
und wie ich umhüllt von dir
in Geborgenheit lebe.

 

© Amy Herzog

Brennen…

Deine Hand brennt auf meiner Haut
wie der Sonnenuntergang
Flammen auf das Wasser spuckt
und rote Steine leuchten Wege
wenn ich mich in deine Fesseln lege
wo mein Herze schneller zuckt

Reicher macht mich nur dein Gold
wenn ich bade, wenn ich trinke
in den Blicken deiner Liebe
schneller atmen summend sinke
bin ich deine – du der mein
still nur sollen diese Stürme sein

 

 

© Amy Herzog

Einsames Einhorn…

Ein Einhorn stand im Wald allein,
so schaut es nach den Vögelein,
sie flogen zweisam wild umher,
und kurz darauf wurden es mehr.

Es hörte Tag für Tag das Lied,
und sah dabei das Glück, es fliegt,
so wünschte sich das Einhorn bald,
auch Flügelein für diesen Wald.

Nur wuchsen mit den Jahren nicht,
die Flügel blieben fern in Sicht,
das Einhorn weinte um sein Glück,
und zog sich immer mehr zurück.

Doch eines fernen Tages dann,
das Lied der Vögel stets erklang,
ein trappeln auch im Hintergrund,
als tat sich eine Botschaft kund.

Die Vögel flogen schneller fort,
ganz ängstlich zu dem fernen Ort,
das trappeln immer lauter hallt,
am Boden groß und schön Gestalt.

Ein Einhorn war es, dieses Lied,
die Einsamkeit noch schneller fliegt,
zwei Einhörner in Zweisamkeit,
vertrappeln sie sich nun die Zeit.

Das Glück der Vögel kehrte nicht,
so lang es da war, nicht in Sicht,
das Einhorn doch erinnert kalt,
es war nicht stets allein im Wald.

Doch nun ist dieses Einhorn da,
das Glück in nun tatsächlich nah,
ganz ohne Flügel nicht allein,
zwei Einhörner im trauten Heim.

 

 

© Amy Herzog

Herzblut..

Aus Liebe lieblos lieben lassen,
ein Schweigen dreht sich fort,
in Herzenswunden Blut vergossen,
bleib‘ ich vereinsamt dort.

Aus Liebe einsam Leid ertragen,
gestorben wird dann stumm,
die Tränen können auch nichts sagen,
doch keiner weiß warum.

Aus Liebe lachen bis zum Schluss,
und sei’s auch ohne Sinn,
bin glücklich mit dem kalten Kuss,
bis ich verblutet bin.

 

© Amy Herzog

Zitat: Was Liebe ist…

Auch ist das vielleicht nicht eigentlich Liebe, wenn ich sage, daß Du mir das Liebste bist; 

Liebe ist, daß Du mir das Messer bist, mit dem ich in mir wühle.

– Franz Kafka  

Zitat: Tatsachen 

Tatsachen lassen sich verdrehen, bemänteln und verleugnen. Das alles verändert die Tatsachen nicht. 

– Emil Baschnonga

Von Steinen…

Nur so bin ich Tag um Tag für mich alleine,
gar erstickt von dem was endlos um mich ist,
stürzen nur auf mich hinab die großen Steine,
und darunter liegt das was mein Herz vermisst.

Und so wandeln sich die Straßen stetig weiter,
während ich im Keller still und aufrecht bin,
doch die Steine um mich lachen immer heiter,
nur ich weine, denn mir fehlt hier nun der Sinn.

Nur so bleibe ich hier weiter nicht alleine,
nein ich trage Stein um Stein mit meiner Kraft,
und wenn ich dabei auch noch weiter weine,
weiß ich, dass mein Herz es bis zur Liebe schafft.

 

 

© Amy Herzog

Ertrinken…

Der Augenblick, der mich zerbricht,
der mit dem Sturm entgegenweht,
dort ringt mein Herze um kein Licht,
wenn’s Liebe ganz und gar versteht.

Verbleibst dem Traume spiegelgleich,
doch werde ich dort niemals satt,
im Winde schmeckt das Wasser süß,
im Tränenmeer doch wirkt es matt.

Wenn mir mein Herze dort ertrinkt,
zu schal sind Stunden des Gewichts,
von einem Sein zum andern Schein,
ertrinkt mein Herze bald im Nichts.

© Amy Herzog

Kalter stummer Wind..

Ein letzter sanfter Kuss
zum Schluss, der Atemzug
weht der Wind an mir vorbei
meine Hand auf deiner Brust
wonach du gehen musst.

Die duftende Erinnerung
bleibt mir nur erhalten, immer
wird sie schlimmer, sehe nicht
sehe nur durch Nebelschimmer
dich mein allzu fernes Licht.

Hat es mir noch weh getan
einst, wenn so stumm du weinst
weint mein Auge keine Tränen
mehr, schwimme längst im
bittersüßen Tränenmeer.

So ward ich in die Knie
gezwungen, hast dich nur nie
umgedreht, dann – wenn du
und dieser kalte stumme Wind
in die falsche Richtung weht.

 

© Amy Herzog

Meine Wurzeln..

Ich schlage Wurzeln in die Seele,
bis mein Herz für immer bleibt,
wo weder Sturm noch stärkster Regen,
die Liebe für dich je vertreibt.

Dein Herz bedeutet mir ein Leben,
es zieht in die Unendlichkeit,
die Reise hat mich einst geboren,
und zeigt es mir in dieser Zeit.

Doch halte ich mich fest im Regen,
und lebe mit dem kalten Wind,
so wird er mich niemals zerstören,
solang die Wurzeln stärker sind.

 

© Amy Herzog

Rettung…

„Du warst meine ersehnte Rettung. Du hast mich vor dem ertrinken bewahrt..“

Zitat aus Grey’s Anatomy 

Meine Liebe..

So weit du mir entfernt bist…
Wächst mein Herz in die Ewigkeit
An jedem Tag und in jeder Nacht
Damit dich in allen Träumen
Und in den Tränen der Zeit
Meine aufrichtige Liebe
Wärmt und bewacht

© Amy Herzog

Furcht…

Ich fürchte mich vor deiner Stimme,
denn dort hab ich mich einst verirrt,
verstecke mich vor deinen Worten,
wo mein Herz doch nur fallen wird.

Ich fürchte mich vor deinen Worten,
wo eines mir die Hoffnung spricht,
wenn du doch niemals dazu stehst,
erlischt zugleich mein kleines Licht.

Ich fürchte mich vor deiner Sonne,
vielleicht erscheint sie nicht für mich,
ich bleibe ängstlich in den Schatten,
und warte letztlich dort auf dich.

© Amy Herzog

Ankommen?

Ich dachte einst vor langer Zeit,
dass ich schon angekommen wär,
doch jagt mich hier die Traurigkeit,
umhüllt von Sehnsucht immer mehr.

Der Weg, ist er denn endlos lang,
so sag, wohin wird er mich führen?
Zuweilen wird mein schwerer Gang,
in Sackgassen das grau berühren.

Ich dachte einst vor langer Zeit,
dass ich längst angekommen wär,
und wird der Weg auch endlos weit,
die Hauptsache, er bleibt nicht leer.

© Amy Herzog

Meine Asche…

Wie Regenbogenfarben in den Augen brennen,
so rennen sie doch schnell an mir vorbei,
ungesehen, in meinem schwarzen Kämmerlein,
wünsch ich mir nicht mal mehr den Trost herbei.

Nur die Träume senden meine Asche noch dem Himmel,
und treiben meine Tränen durch die Nacht,
vermissen sie im Sonnenschein wohl noch das Gold,
erliegen letztlich lieber dieser größten Macht.

Und wenn die letzte Farbe schon verschluckt ist,
was nützt mir dann noch dieses letzte Wort,
ich bleibe schweigend sitzen, während du nie warst,
und sehne mich so kraftlos nach dem warmen Hort.

© Amy Herzog

Ich sehe noch heute…

Ich sehe noch heute –
im Augenwinkel mein Haar,
wie es wehte im Winterwind,
und warm kamst du mir nah…

Ich sehe noch heute –
im Schnee Hand in Hand,
und mit nur einer Berührung,
verschloss das Liebesband…

Ich sehe noch heute –
deinen schüchternen Blick,
als du im Frühling fragtest,
begleitest du mich ins Glück?

© Amy Herzog

Erdrückend.

Eingesperrt bin ich. In mir, in dir. Du kommst mir näher. Kälte kitzelt meine Nerven. Erdrückst mich. Heiß wird es. Suggerierst Sicherheit. Wärme. Schutz und Zuflucht. Ich genieße. Schließe meine Augen. Und falle in mein sicheres Schwarz.

Du lachst. Stumm. Aber du lachst. In meinem Kopf. Du zeigst mit dem Finger auf mich. Die Kranke nennst du mich hinter den Türen.

Dann wieder fängst du mich auf. Schenkst mir deine Liebe. Deine Ruhe. Lässt mich Freiheit spüren. Während ich eingesperrt bin. Und niemand kann mich hören. Ich bin stumm. Kalt. Ich genieße.

Schließe meine Augen. Und falle in mein ewiges Schwarz.

Wolkenschlaf..

Wenn ich in den Wolken schlafe,
zeichne ich die Zukunft auf,
und am Abend in den Sternen,
blicke nur, mein Schatz, hinauf.

Tausend Sterne formen Bilder,
wie sie unser Leben zeigt,
die zwei Herzen in der Mitte,
mit dem Traum zum Himmel steigt.

Unser Traum, er bleibt unendlich,
wie die Liebe uns einst traf,
und am Abend in den Sternen,
wiegen wir uns in den Schlaf.

© Amy Herzog

Farblos.

Wenn ich schlafen könnte,
wo ich doch nicht mehr atme,
dann würde ich jetzt schlafen.

Doch ich suche nach Farben,
während ich Schokolade fresse.
Sie schmeckt nur nach Asche.

Und reibt sich um mein Herz.
Pumpt durch mein kaltes Blut,
bis in meine tränenden Augen.

Alles was ich finde bleibt grau.
Doch kann ich nicht schlafen,
und lebe in der farblosen Kälte.

© Amy Herzog

Hoffen auf ein Wunder…

Und ich warte auf ein Wunder,
wo der Kampf sich ein mal lohnt,
auf ein Leben nach den Stürmen,
wie das Licht im Herzen wohnt.

Und ich warte auf ein Wunder,
an der Hand so fest mein Glück,
wo die Blicke Richtung Zukunft,
nicht mehr blicken nur zurück.

Und ich Blicke auf ein Wunder,
nah dem Meer und doch zu fern,
doch ich hoffe auf das Wunder,
tränenlos mit Blick zum Stern.

© Amy Herzog

In der Wüste…

Einsam ging ich durch die Wüste,
schrieb im Sand „ich liebe dich“,
hoffnungslos verging die Nacht,
doch unerwartet fand ich mich.

Einsam ging ich durch die Wüste,
und fand darin dein blaues Meer,
traf dein Blitz in meinem Herzen,
Liebe – doch sie trägt sich schwer.

Einsam ging in durch die Wüste,
wenn das Schweigen mich geleit,
genügt ein Blick in deine Sterne,
wo Zweisamkeit mein Herz befreit.

© Amy Herzog

Am Felsen im Meer..

Als die Sonne den Sand küsste,
glaubte ich zu träumen.
Mein Blick vom Meere zur Küste,
konnte nichts versäumen.

Wie ich am starken Felsen lehnte,
sog mich der deine Kuss.
Wonach mein ganzes Leben sehnte,
dem ich nun folgen muss.

Sanft lag ich auf deinem Grunde,
gar leer und dunkel-kalt.
Doch küsste ich die Herzenswunde,
und gab dem Felsen Halt.

Als der Mond das Wasser küsste,
tauchten wir dann auf.
Unser Kuss doch brannte Lüste,
und nahmen ihren Lauf.

Doch der Mond wollt schlafen geh’n,
so trieben wir dahin.
Mein Traum, er würd im Wind verweh’n,
doch gab er uns den Sinn.

Und als die Lichter wieder küssten,
wir würden weiter Träumen.
So wie wir von der Zukunft wüssten,
am Strand gab’s kein versäumen.

© Amy Herzog