Worte

N U R Kunst.Blut.

© Amy Herzog

LICHT

dieses Umherschwirren
unberechenbar brechend in dir das
haltlose Flirren
und fühlloses Reißen
bittest nachts um Hilfe schr
ei Hertz schrei

zum Morgen (grau) en
tauen Tauben auf deinem Grab
wie wi ll st du, wie bewegst du
was im Innternen stirbt
immer Laternenindir

und ich brauche
doch LICHT Herz
LICHT LICHT LICHT L

© Amy Herzog

An meinen Winter

© Amy Herzog

Angst

© Amy Herzog

Wollen dann wieder Verbindung
nicht. und sehen sie nicht
dann doch unter keinem Umstand
in dieser abstrusen Stille
die wir geflissentlich ignorieren

© Amy Herzog

Abgeflacht

© Amy Herzog

Nachtwach

die Nacht vergisst
zu atmen,
ich tue es ihr gleich.
was ist hier geschehen?
na, wieder Nacht, wieder wach.
kalt, dann voll, dann wieder schwach.
schwarzer Äther lacht
und mein Kaffee schmeckt alt.
ahnungslosigkeit windet sich raus,
klarheit will nicht gelingen.
den letzten Gedanken habe ich verworfen,
war Romantik, war verdorben.
lasse mir das Falsche chirurgisch entfernen,
und wenn der Morgen flüstert
stricke ich mir aus übrigen Spinnweben
einen passenden Strick.

© Amy Herzog

Du, ich, die ganze Welt


Du, ich, die ganze Welt
fühlt luftleer
schreit und schweigt
in unendlich vielen Puzzlespielen
jedes mit unzähligen Teilen
auf engstem Raum
in mir.

Ich sortiere
das meiste Fehlt
du, ich, die ganze Welt
fühlt erdrückt
und fällt
mir aus dem Schoß
ins Meer.

© Amy Herzog

match #3

„Was findest du anziehend?“
„Intelligenz und eine ichhabeschonmaljemandenumgebracht-Ausstrahlung.“
„Ich meine äußerlich.“
„Ist das nicht zu weit entfernt?“
„Wenn wir kuscheln nicht, sind nur zwei Kilometer.“
„Ziemlich weit.“

© Amy Herzog

/

Du gibst mir … Schreibmaschinenvibes
und wenn du atmest
denke/
ich/
abgehackt
und beiße mir auf die
Unterlippe…..

© Amy Herzog

match #1

Die liken halt. Die schreiben halt.
Ich weiß nicht warum.
Aber meine absolute Flirtunfähigkeit
bricht deren Verstand.

© Amy Herzog

Der Morgen danach.

Verrutschten Lidschatten über Gefühle gemalt,
sie lächeln sich unter den verküssten Lippenstift.
Ein wenig Frage steht im kleinsten Raum: Ich.
Und der Wunsch nach dem Abend davor.

© Amy Herzog

Liebeserklärung

Als Kind, ich war gerade mal drei Jahre alt, meinten die anderen Mütter mit ihren gleichaltrigen zu meiner Mutter, ihr Kind, ich, müsse mit den Anderen spielen. Sozialverhalten und so. Wir setzten uns alle in einen Kreis. Ich stand auf, ging in die Mitte des Kreises und sagte meiner Mutter laut, dass ich sie hasse. Dann ging ich weg. Wahre Geschichte. Ich habe Menschen noch nie ertragen, schon gar nicht die gleichaltrigen. Und das werde ich auch nie. Ich weiß, wie man Menschen vertreibt. Instinkt oder Reflex oder beides und so. Die flüchten von selbst. Aber wenn dieses überaus seltene Phänomen stattfindet, dass ich einen Menschen zwar meistens nicht ertrage, aber ein bisschen dann schon, kommt das meiner größtmöglichen Liebeserklärung gleich. Aufrichtig, ehrlich, aus tiefster Seele, auf Ewig und mit all meinen überschwappenden Gefühlen, die kaum ein Mensch erträgt.

Statt zu lieben
halte ich dich aus 
Und du? 

Unzusammenhängend

Alle elf Minuten verliebt sich jemand über […]. Sie ist schneller. Sie muss schneller sein. Die „das war knapp“-Momente häufen sich. Vor dem überqueren einer Straße hat sie aufgehört nach links oder wenigstens nach rechts zu schauen.

⁃ wie hat es sich angefühlt über dich zu schreiben? Komplett eskaliert. Schon vor Sonnenaufgang.

Sie hat aufgehört Fragen zu stellen. Diese Gleichgültigkeit berührt sie tiefer, als jeder Schwanz. Nur wenn sie mal wieder ein Buch liest fragt sie sich, bei welchen Worten der Autor wohl nackt war, als er sie geschrieben hat. Beim lesen fühlen sie sich nackt an.

⁃ bei acht von zehn Worten bin ich nackt. Bei den übrigen töte ich etwas in mir.

Und dann wieder diese Massenpsychose. Der eine sagt, sie ist nicht schön, der andere sagt, sie ist nicht klug. Dabei ist sie einfach nur nicht Frau genug. Benimmt sich brav wie ein Mensch, der nicht weint und stattdessen eine raucht.

⁃ könnte ich mich heute selbst vergessen, schenkte ich dir meine Haut.

Alle elf Minuten schlägt ihr jemand auf den Kopf. Beim letzten Mal ist es durch ihre Kehle gerutscht und unzusammenhängend im Herz gelandet. Direkt zwischen Mittelfinger und ficken. [hier ein poetisches Happy End einfügen]

© Amy Herzog

nacht.tanz.anziehung

Der erste Wind
am Abend haucht mir ein
ich ziehe hin
du hältst mich an
ich verrückt
und du bist zu kaputt
lass uns über die Nähe tanzen
zusammenfestgedrückt
unter den Augen
zahlloser Glühwürmchen

© Amy Herzog

wolkenkuss

Mein lippenzarter Rosenkuss
deine Zunge hängt in fernen Weiten
die mein Mund nicht mehr erreichen kann
im Himmel tanzt mit tausend Sternen
jedes Wort am fremden Herz
ich sehe Funken, Blitz und Donnerschlag
unter deiner grauen Wolkenbank
lautes Niederschweigen
umkreist mich seit einer Ewigkeit
und wartet auf den Kuss
der Wort und Mund vereint

© Amy Herzog

fremd

müde im hellwachsein
hungrig nach großen gefühlen
lügen scheuermilch und drahtschwamm
über blankgezogene nerven
damit sich irgendwas in mir bewegt
halt den vortrag übers schweigen
schreibe wortlos leere seiten
schreien laut als leise
wie sich diese zwischenzeile legt
starre in die ferne
perspektive sucht nach wärme
in entfernten gedärmen
weil ich fremd geworden bin

© Amy Herzog

Wo

WO. IST. DIE. WÄRME. Fragst du jeden Abend bis zum Mond, dein fragen hallt zurück. Die Schlampen in deinem Bett lenken dich schon lange nicht mehr so gut vom Leben ab, wie es mal war. Am Ende des Tages schmiegst du dich an deine überschwappende Sehnsucht. WO. IST. DIESER. KÖRPER. Der sich an deinen drückt, als gäbe es nur dich. Als wärst du der wichtigste Mensch. Du nimmst diesen Körper mit all deinen Sinnen in dir auf, nimmst sie auf, umfasst sie mit deinen Armen so fest, dass es deinen inneren Tod besiegt. WO. IST. DAS. LEBEN. Das alltägliche, das in sich außergewöhnlich ist. Nicht frei von Hemmung, Angst, Schmerz und Zwang. Aber über allem schwebend, leicht. Losgelöst in absolut offenliegenden Herzen. OFFEN. Aufgefangen von der Weichheit ihrer Haut, gebettet im leidenschaftlichen Kuss. Nicht dieses abschlabbern. Diesen Kuss, der nach Vertrauen schmeckt. WO. IST. DIE. LIEBE. Die dir einfach nur die Hand hält, ganz egal wer du bist. Die dich überwältigt, dich am Boden hält, die höchsten Wellen schlägt, ohne dich zu ertränken. Die dich endlich wieder fühlen lässt, mit all deinen Sinnen funkenschlagend. WO? Vielleicht fragst du noch ein mal.

Skala eins bis schwer

Auf der Skala
von eins bis zehn
laufe ich hin und her
und finde die Metapher
eines arrhythmischen Klopfens
da ist Bedeutung in mir
Wahrheit im Wort
da ist Gefühl
schwer wie Meere
kann nicht vergessen
nur leugnen die weite See
schaffe Raum dafür
auf einer Skala
von eins bis schwer
laufe ich in diesem Ende
müde hin und her

© Amy Herzog

Der Tröster

Die einen stopfen sich mit Schokolade voll, die Anderen stürzen sich in ihre Arbeit, wieder Andere schauen einen traurigen Liebesfilm nach dem anderen, heulen Rotz und Wasser und die Übrigen betrinken sich, bis es vorbei ist. Sie bevorzugt das nächstbeste Bett eines schlappschwänzigen Langweilers. Nah, das klingt so abwertend. Sagen wir, sie bevorzugt das nächstbeste Bett eines Trösters, der sich eigentlich sogar sehr oft als total netter, ja nahezu rundum perfekter Typ entpuppt. Zu nett, zu gutaussehend, zu erfolgreich und dazu noch zu gut im Bett. Und dann geht er, als wäre das nicht alles schon mehr als genug, auch noch so achtsam und liebevoll mit ihrer zerbrochenen Seele um. Perfekt für die Zukunft. Nur nicht für ihre. Für sie ist er der perfekte Tröster, noch perfekter, als der Tröster davor. Dann geht man eben einen kleinen Weg gemeinsam. Und jedes mal denkt sie sich, eine andere Frau wird ein tolles Leben mit ihm führen, während sie sich auf ihr Magnetherz verlässt, das Arschlöcher magisch anzieht. Es ist immer ein noch größeres Arschloch, als das Arschloch davor. Ein perfekter innerer Tanz aus Distanz und Enthusiasmus. Ein auf und ab, hin- und hergerissen. Sie mag eben keine Schokolade und geweint hat sie schon lange nicht mehr. Nur denkt sie darüber auch nie abwertend, sie ist nie gelangweilt. Diese großen und immer größer werdenden Gefühle, die diese Arschlöcher auslösen, die sind es. Ja, selbst dann, wenn sie wieder im Bett des Nächsten Trösters aufwacht, hallen diese großen Gefühle noch lange nach, diese Sehnsucht und der Wunsch nach ein kleines bisschen Leben spüren. Und dann dieses luftschlossartige innere Verzehren, das dauerhaft an ihrem Herzen zieht. Immer stärker, wenn diese großen Gefühle nach und nach vom Tröster verschluckt werden, eines Tages doch noch dieses größte Arschloch von allen zu finden und endlich anzukommen.

Leere

ein Entgleiten auf der Eisbahn
voll von Verliebten
im Zauber des Weihnachtsmarktes
liege in zerbrechlicher Mitte
und sehe das buntflimmernde Licht
Vorträge wehen zwischen kahlen Bäumen
mein Schweigen aber sitzt so tief
wie der Schmerz
der mir im Treiben um mich
die Leere im Ich zeigt

© Amy Herzog

Geben.

Ich lasse mich nicht in deine Schublade stecken, nicht in dein Konzept einrahmen. Vergiss es, dass ich Sonntags nach der Kirche mit dir und deiner Familie in entspannt-steifer Atmosphäre lieb lächelnd Torte esse und träume nicht mal von unseren Urlauben mit den Kinderchen auf’m Rücksitz. Ich bin die Droge, vor der dich deine Eltern gewarnt haben, dein schlechter Einfluss. Die, die mitten in der Nacht auf dem Friedhof nach neuen Ideen gräbt und die Schule noch mal besucht, nur um wieder mit dem Lehrer ins Bett zu steigen, oder auf den Schreibtisch. Und der zweiwöchige Filmriss endet mit drei Gummienten, einem großen Brandloch auf deiner Couch und nem negativen Schwangerschaftstest im Mülleimer. Danach gestehe ich eine Straftat, die du begangen hast und lebe auf der Flucht. Nur immer, wenn mich die Inspiration küsst, besuche ich dich und unterstütze deine Sucht. Berechenbar unberechenbar. Ich passe nicht in dein gutbürgerliches Leben, aber ich bin dein treuer Wolf für die Zukunft, das bin ich, das kann ich geben.

Regen

Niederschlagsliebe
ich werde nass
spanne den Regenschirm auf
ich sterbe schwach

© Amy Herzog

abschweifen

etwas, das nähe heißt
bleibt mir fern

in diesen fremden armen
drückt meine echtzeit
gegen die sollbruchstelle
meines staubigen sternums

du sagst: ich liebe dich

aber
ich bin mir fern
in deiner nähe
und weine nach innen

ich sage: ich liebe dich auch
[gedanken schweifen ab]

© Amy Herzog

Grenze in mir
jeder Satz feindlich gestimmt
deine Tür gerade Luftzugbreit geöffnet
summt ein infernalisches Lachen in meinen Hals
und ich atme dich in die kleine Mitte
die ich mir erfunden hab

Wie reibe ich die Wunden
die du küsst
im Tagtraum bis tief in meine Nacht
nur um irgendwas zu fühlen
das was ich nicht beschreiben kann
kann dich auch nicht berühren

Grenze in mir
wo jedes Wort erstickt
für’s gesittete Menschlein verdorben
doch für die Hölle noch zu gut
lebt mein Schweigen von der Kälte
und stirbt an deinem Blut

© Amy Herzog

Der fehlerhafte Mensch

Könntest drüber nachdenken, krampfhaft versuchen es herauszufinden, aber du kannst es auch lassen. Irgendwas ist immer falsch, vielleicht nur ein kleiner Teil, vielleicht ein bisschen von allem, wer weiß das schon. Du nimmst einfach alles, das spart Zeit. Rennst dann trotzdem lachend in die Kreissäge und redest dir ein, dachtest lange Zeit tatsächlich, glaubtest daran, du würdest drauf stehen, auf diesen Schmerz, aber dem ist nicht so, oder? Ganz im Gegenteil. Aber so die Art Menschen, die selbst mit ihren Fehlern perfekt sind, die es mit diesen einfach nur von Grund auf fehlerhaften Menschen selten gut meinen, die geben sich paradoxerweise große Mühe, die Größte. Irgendwie anders. Intensiver, tiefgehender. Eben bevor sie einen unsanft in den Müll werfen, in die Wüste schicken oder auch in einer Autopresse verschwinden lassen. Vom Gefühl her tut sich da nichts, bei der Art der Entsorgung. So von Grund auf fehlerhafte Menschen, oder diese, die den Fehler nicht nur bei sich selbst suchen, sondern ihn auch stets finden, fallen bevorzugt darauf rein. Wobei „drauf reinfallen“ so negativ klingt. Sagen wir, sie sind geblendet von ihrer eigenen Gutgläubigkeit, von ihrer Hoffnung. Beides sorgt dafür, dass dieses Muster, wenn auch mit den Jahren stetig fallend, eisern stand hält. Es wird seltener, ja, vielleicht lässt du, du von Grund auf fehlerhafter Mensch, nicht mehr jeden ach so perfekten Menschen in dich hinein. Bekanntlich bestätigen jedoch Ausnahmen die Regel. Und irgendetwas muss dich ja schließlich von Zeit zu Zeit auf dein fehlerhaftes Dasein hinweisen.

bahnhof bei nacht

bahnhof in der nacht
niemand findet, niemand sucht
trunkenbold, der weise
singt von fernweh hinter kerzen
dies feuer aber leuchtet
mir die sehnsucht nach dem heim
unter kälte, unter schmerzen
sollt’s der nächste zug mir sein

kann nicht fühlen, nicht mehr sehen
wohin die roten blätter wehen
erbamungslos ihr glanz
so verrottet auch ihr letzter tanz
und weiß ich nicht wohin

bahnhof in der nacht
sag, wie laut schweigt dieses licht
sag, wie oft fährt diese bahn
und wieso finde ich dich nicht?

summt es denn lauter, summt es leiser
trunkenbold, sag bist du weiser?
singst von fernweh, singst von wärme
blendet mich denn nur mein herz
sag, was deutet diese liebe
find‘ ich weh, so find‘ ich heim
mein feuer in der ferne

© Amy Herzog

vielleicht

dieser bittere Nachgeschmack
legt deiner Sehnsucht vor dem schlafen
ein Stück Eifersucht auf’s Kissen
und du hasst es, mein Wort
und du liebst diese unstillbare Sucht
diese Wunden, dieses offen sein
machtlos gegen die Angst
über die du heißen Zucker gießt
ein Vielleicht schweigst du in deine Tiefe
vielleicht schmeckt diese Sehnsucht
nach Wahrheit, etwas Irrsinn und Leben

© Amy Herzog

nächstes mal

ausdruckslos wieder
ins fremde bett gesprungen
wollt mich nicht finden
nur verlieren
wieder

ich tue befreit
verschwinde unter asteria
dem vertrauten bild
das morgengrauen küsst
mich wach

beim nächsten mal, elpis
trocknet mein atem
so lass mich

(bedeutung) finden

© Amy Herzog

Hingabe

Betrachtest mich nicht von außen
schneidest mein Fleisch auf
weidest meine Organe
füllst mich mit Mandarinen aus
du trägst ein schlichtes Hemd
riechst nach moosbewachsenem Holz
und in Jahrzehnte gekommene Bitterkeit
dein Arschloch hält auf Abstand
hast du doch nur viel mehr Angst vor mir
als ich vor’m schwarzen Loch

Meine Seele schläft getränkt
Methanol und Formaldehyd im Glas
die Staubdecke wärmt
dieses entblößt fristende Dasein
in deinem Nachtschrank

Mit so viel Hingabe
hast du nicht gerechnet
Versprechen kommt nicht in die Jahre
mein Liebster, der Wahre
vielleicht nicht mein ganzes Leben
doch hast nur du mein Wahres gesehen
das niemand dir entreißt
betrachtest mich nicht von außen
der, der mein Herz verspeist

© Amy Herzog

Kampf oder Flucht


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[ … ]
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hinwerfen werfen entfernen
neu Gestalt en . neu er finden
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Bedeutung bleibt reibt treibt
vor jedem einschlafen
an der dünnen Seelenwand
zurück wird verweigert
[ … ]
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© Amy Herzog

alleine plus du

papierberge, leer
sie starren mich an
anstarren
ließt sich endlos
dieser abschiedsbrief

leben ist gedehnt
dehnbar, nur ein wenig
irgendwo sitzt
oder rennst du davon
in die nächste kleine leere

voll von lehren
ich will ausgelernt sein
ohne gefühl
ist die fallhöhe zu hoch
ich will ausgefüllt sein

zu viel abschied
schmeckt das leben
zu viel von mir
kreist wie feiner staub
um die welt

ich will liegen
zum erliegen kommen
gehen, stehen, atmen
leben be schreiben
alleine plus du

© Amy Herzog

Immun

Nichts als Honig auf deiner Zunge

ich mag ihn nicht

und das warme Herz in meinem Tee

waren ein paar K.O. Tropfen

Wirkung verfehlt

[bin gegen Süßholzraspel geimpft]

© Amy Herzog

Dein sicherer Fels

Klarheit im Sturm, der sprichwörtliche Fels in der Brandung, ein Rastender mit seinem Stock, der Blick gen Ferne. Du, nackte Angst, deshalb schaust du nicht hin, treibst wellenlos umher. Kleine Insel auf dem Ozean, ich sehe Licht, Quelle und die reichhaltigsten Speisen. Sehe Meerjungfrauen, die du lockst, um dich an ihren Tränen zu nähren, wie du sie zurück ins Meer wirfst. So viel Ruine in dir, unendlich schmerzende Abwehr. Unter dir Dunkelheit, dass selbst das Schwarz gestorben ist. In mir war Farbe nie abwesend, nie anwesend. Ich habe keine Angst vor Dunkelheit. Ich war immer da, werde immer dort sein.

Drabble-Dienstag mit Lyrix, 100 Worte. Vorgegeben sind: Abwehr, Stock, Ruine

löschen.weg

alles
einfach
löschen

gehweg zurück
bin zu offen aufgewacht
und wieder schreiben
geh . weg

eingeholtes wort
sinnlos um her getrieben
[weiß nicht wovon]
glaube nicht an zufall
schicksal kennt mich nicht
aber irgendwas ist
da hier da

[sag]

was ist schon
da bei

zu viel hier und jetzt
schlucke diese
un se re meine welt

unsichtbar bleiben
fertig leiden
weg

einfach
alles
löschen

© Amy Herzog

Hass: Innerer Monolog (aus den Entwürfen ausgebuddelt)

Ich hasse die Menschen nicht. Zwar mag ich sie auch nicht sonderlich, aber ich kann behaupten, keinen einzigen Menschen zu hassen. Keinen einzigen. Manchmal frage ich mich, ob ich zu tiefem Hass überhaupt fähig bin. Was ich aber hasse – nein Hass ist eigentlich das falsche Wort. Was ich verachte, ja verachte, ist die Nähe die sie ständig wollen. Die Nähe, die sie immerzu suchen. Körperliche Nähe, Emotionale Nähe. Denn. All das kann zerstören und sie haben keine Ahnung. Sie können nicht damit umgehen. Sie können es nicht steuern. Nicht kontrollieren. Ich verachte es, wenn sie mich umarmen wollen, wenn sie mir nah sein wollen, wenn sie mich ergründen wollen. Wenn sie mir nah sein wollen.

Wie sie keine Ahnung haben, von der unberechenbaren Macht, die sie besitzen. Aber ob ich das an ihnen verachten kann? Darf? Nein. Das darf ich nicht. Es sind Menschen, sie sind menschlich. Das verachte ich an mir! Das muss ich an mir verachten. Meine Menschlichkeit. Ich verachte die Schwäche, die Schwäche diese Menschen letztendlich doch an mich heran zu lassen. Nicht alle, aber es kommt immer jemand, der die Schwäche blind nutzt. Und ich? Was passiert? Es ist meine Schuld. Ich lasse mich darauf ein. Immer mal wieder. Menschlich. Aber was bleibt mir sonst übrig?

Mir scheint das wie ein unfairer Kampf. Einer gegen alle. Oder zumindest gegen viele. Wie sollte ich allen Stand halten können? Wie sollte ich, wenn ich so geschwächt bin gegen die Stärke der Menschen Stand halten? Gegen ihr lebendig sein? Gegen ihre Energie, ihre Energie, die sie immer haben, immer so einfach bekommen können, nie muss es ihnen daran mangeln. Sie durchleiden das nicht, nein, sie sind einfach nur blind.

Wenn sie kommen und mich erfahren, mich ergründen wollen, haben sie Angst vor mir. Denn auch ich bin im Besitz dieser Macht. Als ob sie mich je vollständig ergründen könnten, als ob ich das je zulassen würde. Niemals reichte meine Schwäche aus, um sie so unglaublich nah an mich heran zu lassen. Ja unglaublich. Denn es wäre tatsächlich nicht zu glauben. Nein. Aber sie sehen die Oberfläche, sie spüren, das ich nicht wie sie bin. Und das macht ihnen Angst. Ich spüre ihre Angst. Sie geraten in eine Abwehrhaltung und wollen mich zerstören. Aus Angst ich könnte es mit ihnen zuerst machen. Diese blinden Narren! Wie könnte ich sie zerstören, wenn ich so geschwächt bin, wenn sie mich so geschwächt zurück lassen. Als wollte ich ihnen etwas antun. Als könnte ich das so schwach. Nein, ich kann nicht. Nicht ohne ihr Lebendig sein, nicht ohne, dass sie mich lebendig halten. Nicht ohne ihre Energie, nicht ohne ihr Blut. Ihre Liebe.

Dabei sind sie es, die mir etwas antun. Und sie wissen nie, was sie tun. Sie haben keine Ahnung. Sie sind blind. Sie nutzen ihre Stärke, ohne es zu wissen. Mit verbundenen Augen laufen sie durch die Welt und haben keine Ahnung von der Macht,  die sie besitzen. Die Macht andere zu zerstören. Und sie nutzen sie nicht mal richtig. So unwissend und wahllos. Aber unberechenbar. Ja, unberechenbar.. Ich muss dieses Risiko eingehen, jedes Mal muss ich dieses Risiko eingehen, muss sie an mich heranlassen. Ich bin auf sie angewiesen. Ich bin menschlich.

Angewiesen auf ihr Leben. Aber ich kann das nicht mehr. Ich bin geschwächt, wurde zerfetzt. Ein Mensch hat es geschafft. Und er hat keine Ahnung, dieser blinde Mensch. Und selbst diesen Menschen kann ich nicht hassen. Ich kann ihn ums verrecken nicht hassen! Ich kann ihn nur begehren. Diesen Menschen.

Angewiesen bin ich darauf, dass sie Leben! Ich brauche ihre Kraft, ihre Energie, um selbst aufrecht stehen zu können. Brauche es, um sie zu Manipulieren und für meine Zwecke zu nutzen. Brauche es um stark zu bleiben. Brauche ihr Leben, ihre Liebe, ihr Blut. Ein ewiger Kreislauf. Und niemals darf ich schwach werden. Niemals darf ich sie in mich hineingreifen lassen, immer muss ich ihnen die Nähe vorspielen. Sie müssen mir nah sein und sie müssen mir egal sein. Ich darf sie nicht hassen! Sie müssen mir egal sein! Wie kann das gehen, wenn ich schwach bin, wie?

Wie diese Menschen ihre Kraft haben, das habe ich nicht. Wie sollte ich also fair gegen sie kämpfen können? Wie sollte ich hinterlistig und unfair an ihr Leben kommen und selbst stark zu sein? Ich muss stark sein, obwohl ich es nicht bin. Wie soll das nur gehen..

In Wahrheit machen mir die Menschen nur Angst. Große Angst. Manchmal gar panisch. Und aus dieser Angst halte ich mich fern von ihrem Lebendig sein, werde schwächer und schwächer. Und schwach bin ich ihnen schutzlos ausgeliefert. Das macht mir nur Angst. Ein Kreislauf, aus dem es kein Entkommen gibt? Wie sollte ich meine Stärke zurück bekommen, ohne wieder zerfetzt zu werden? Wie? Ich brauche einen schwachen Menschen. Eine schwache, kleine, bemitleidenswerte Zapfsäule, die mir meine Stärke zurück gibt.

Es braucht nur einen Menschen, einmal einen Menschen, einen schwachen Menschen, den ich für meine Zwecke nutzen kann! Den ich benutzen kann um wieder Teil des Kreislaufs zu werden. Um nicht mehr zerfetzt zu sein, um keine Angst mehr haben zu müssen, um endlich wieder stark sein zu können. Einen schwachen Menschen, der gegen meine Schwäche schon nicht mehr ankommt. Einen Menschen, der schon zerstört ist. Einen der am Boden liegt. Mit einem Bein im Grabe, gerade noch stark genug um mich zu stärken.

Diesem zerstörten lebendigen Menschen die letzte Kraft entnehmen und sie für mich nutzen. Und er muss mir egal sein, er darf mir nicht Leid tun. Ich darf kein Mitgefühl kennen. Ich muss es vergessen. Es gibt kein Mitgefühl! Ich muss diesen zerstörten Menschen endgültig und kaltblütig vernichten, zurück lassen und weiter stark werden. Wieder stark werden.

Ich habe mich schwächen lassen von diesem Menschen und schwebe außerhalb des Kreislaufs, nie wieder darf mir das passieren.

Nie wieder!

Adieu

So falsch, ich fremder Geist
und Seiltanz schweigt
schwappt hin und her und über
wie letzte Nacht ertrunken
(füge deine Nähe in mich ein)
wie den Abklatsch meiner Wunden
schließen diese Wellen
schlagend, zehrendes Gefäß
Dasein sucht den Sinn-
gemäß und frisst sich selbst
am stillen Grund

Adieu

© Amy Herzog

Heute will ich lügen

Heute aber ziehe ich die Lüge vor
denn mir gefällt die Sonne
und es tut nicht weh
sie auf meinem Lächeln zu spüren
und der warme Sommerwind
lässt mich schweben
schweigen, fließen und genießen
ja, heute will ich lügen
es tut nicht weh

© Amy Herzog

Still

Einsamkeit fällt
am Rande des Rahmens
in meinen Wahnsinn
und bezieht die Nacht neu
unbarmherzig infiltriertes Malignom
du liegst mir auf der Zunge
und wärmst
was abkühlen soll
blute dich
aus meinen dunklen Träumen
damit ich endlich
Badewasser schmecke
sehnsuchtsstill

© Amy Herzog

mein Winter

lebe im winter
haut wie pauspapier
mit deinen bildern auf mir
dein streichholz
zündet
den funken hoffnung
im innern
und verbrennt
mich zur kalten asche
im schnee
blutspur farblos
zwischenwelt schweigt
bis mein winter
schmilzt
tragen schneeflocken
dieses leid

© Amy Herzog

Wir sind nicht zu Ende

Heute habe ich unterschrieben. Vom Gefühl her war es vergleichbar mit dem unterschreiben beim Paketboten. Nicht etwa für ein Paket mit ersehntem Inhalt. Eher so, als wäre in dem Paket nur heiße Luft. Ja, so fühlte es sich heute an, dieses Dokument zu unterschreiben. Gleichzeitig so, als hätte ich einer Hinrichtung zugestimmt. Meiner Hinrichtung. Bereitwillig. Und dabei habe ich auch noch verkrampft gelächelt. Mit meinen Gedanken war ich bei dir, bin ich bei dir. Nur deshalb konnte ich heute lächeln. Mein Brief an dich beinhaltet das erste Mal keine Einleitung. Kein ‚Hallo‘, kein ‚Guten Abend‘, kein ‚mein Liebster‘. Das wäre…unpassend. Aber du weißt, was ich denke. Und ich weiß, was du denkst. Nur hat niemand etwas gesagt. War das der Fehler? Nun habe ich Schwarzwälderkirschtorte in meinen Zahnzwischenräumen. Er mag sie. Ich mag sie nicht. Du auch nicht. Bei uns würde es nun reichlich Met geben und dazu Bratwürstchen im stehen. Und – es wird dich überraschen – für dich hätte ich ein Kleid getragen. Mittelalter, klar oder? Ich mache mir Gedanken. Bin ich eine Betrügerin? Ich glaube nicht. Nicht für ihn. Hab ja keinen Sex. Und meine Gefühle sind ihm egal. Das ich dich liebe spielt keine Rolle. Und das, was uns verbindet, würde er in tausend Jahren nicht verstehen. Er ist ein Schwanzdenker. Du nicht. Du ganz und gar nicht. Ich hatte erwartet, dass es sich anders anfühlen würde. Jetzt, wo ich unterschrieben habe. Stattdessen denke ich an dich. Schreibe dir einen Brief. Ich denke, dass ich ihn auch liebe. Nicht, weil er so ist, wie er ist. Obwohl er so ist, wie er ist. Und ich schreibe dir nun auch kein Ende. Denn wir sind nicht zu Ende, werden wir nie sein. Dieses Dokument ist wertlos.

tanz

blutmond lichtet uns
trinke insomnia aus deinem glas
roter lippenstift erinnert
an den langsam sinkenden tanz
den gestohlenen kuss
an glanzweite kerzenaugen
und sanftes saugen an meinem hals
dein inneres betten von eingeatmetem duft
sommersonnenaufgang und regen
nieselt auf wachsende herzen
die sich in eine richtung bewegen

© Amy Herzog

Für Niemand.

Ich bin nicht das, was du dir erschaffen willst. Ich bin ich. Ich bin eine Frau, zumindest im biologischen Sinn. Unterdurchschnittlich schön. Und der Körper, nur eine Massenkarambolage auf der Grundlage von jahrzehntelangem Selbsthass. Männer denken, sie können Frauen benutzen. Ich denke nicht. Und dann suchen sie eine Muse. Ich bin nicht deine Muse. Ich bin ich. Deinen Liebesbrief lasse ich im Zug liegen, damit ihn irgendjemand liest. Ich tue dir den Gefallen, obwohl ich mit mir selbst beschäftigt bin. Ich schreibe. Schreibe in mich. In mein dunkles Inneres mit schwarzer Tinte, damit du meinen Brief nicht lesen kannst. Und ich wälze mich nackt im Schnee, bevor ich an deine Tür klopfe. Unterstreiche meine dick-gedruckte Kälte im CAPS LOCK, während ich kursiv empfinde. Mit einem Lächeln begrüße ich dich, tue belesen und spreize die Beine. Seestern. Vergiss nicht, ein Kissen unter meinen Arsch zu schieben, ich will deine Höhenangst spüren. Ich will dein Fallen hören. Schiebe dich tief in mich und lies mich. Lies rücksichtslos meine Dunkelheit und ich diktiere dir meinen Schmerz dich zu lieben. Du berührst das, was du dir erschaffen willst. Aber ich bin ich. Zu komplex, dann noch verschwiegen. Ich berühre nichts. Dein Liebesbrief ist genauso weit weg wie ich. Du bist niemand. Ich bin wie du. Mir ist heiß geworden unter deinem schweren, nassen Körper. Ich will Schnee. Ich bin nicht deine Muse. Ich bin eine Frau. Ich bin ich. Ich bin nicht das, was du dir erschaffen wolltest. Ich löse mich auf.

Fotografie

Hoch über mir hängt ein ausgeblichenes Foto von dem Menschen, der ich gern wäre, mit wem ich sein könnte, wie es sein kann, alles so abstrakt. Auf meinem Tisch ein schnelles Essen, ohne Liebe zubereitet. Trotzdem nährt es den müden Kadaver, das muss es ja schließlich. Leben muss, Körper muss, ich muss. Heute dies, morgen das. Und das Lächeln, das ich mir angetrunken habe, nicht zu vergessen. Bin es leid, diese Angst haben, leid, sie allein zu haben, einfach nicht mehr darüber zu reden, weil ich sie niemandem zumuten will. Ach, was rede ich, niemand könnte mich tragen. Schon gar nicht dieser Mensch, diese zwei Menschen auf meinem Foto. Ich bin es leid, das schön reden, das Betäuben, diese angstverseuchte Ödnis. Diesen Abklatsch meiner Selbst. Den tagtäglichen Anfang und das Ende, das mir hinterher hechtet. Und all das, was ich niemanden sehen lasse. Niemanden sehen lassen kann. Diese Angst, diese verdammte Angst, die mir nach all dem guten zureden, in meinen täglichen Enden im Wege steht. Jeden Menschen vertreibt. Bin es leid zu flüchten, vor mir, vor dir. Mich hinter meiner Fassade zu verstecken. Nur die Tür habe ich schon lange aus den Augen verloren. Und die Anderen, ihnen genügt die Oberfläche. Das tragbare. Sie denken, ich spiele mit ihnen, dabei spiele ich mit mir, nur um mich zu bewegen, um kurz etwas zu fühlen um dann wieder allein und banal zu sterben. Dieser elendig-gewohnte Kreislauf, diese Sicherheit, die mir am Ende des Tages nichts gibt. Und meine wahren Träume finde ich erst im Bett. Ja, schlafen kann ich gut. Ich muss. Im Traum habe ich keine Angst. Im Traum sehe ich diese Fotografie. Im Traum fühle ich sie, lebe ich sie. Und dann präsentiere ich, frisch und munter ausgeschlafen diesen strahlenden Menschen, diesen starken Menschen, der Angst davor hat, gerettet zu werden und sich gleichzeitig nichts sehnlicher wünscht als das. Aber ich rede es gut. Ich bin happy.

aneinander vorbei

Ja, vielleicht ist sie naiv, vielleicht vergibt sie viel zu viele Chancen an Menschen, die es nicht einmal bemerken. Während die letzte Chance gerade erst den Weg in den Abfall findet, fliegt die Nächste schon hinterher. Und so langsam spürt sie, dass ihr die Chancen ausgehen. Jedes Mal ein Stück Seele herausschneiden, es hübsch verpacken, so tun, als machte es ihr nichts aus und die neue Chance überreichen. Das wäre nur halb so schlimm, wenn diese Menschen es wenigstens verdient hätten. Wenn er all diese Chancen verdienen würde. Ne, das wäre ja nur halb so zerfleischend. Und wenn sie dann doch irgendwann weiterzieht, versucht, das was noch von ihr übrig ist, das durchlöcherte, verdreckte, zerfledderte Stückchen Seele irgendwie zu flicken, dann nennt er sie Nutte. Komisch, ein Mann muss nicht einmal zerfleddert sein, um sich ebenso zu verhalten. Und er ist dann ein toller Hecht. Ne. Für sie nicht. Für sie ist er ausgelutscht. Verbraucht. Für sie ist er eine Nutte. Noch dazu eine eifersüchtige Nutte. Immerhin genügt ihm der Gedanke, sein Gedanke als Beweis dafür, dass sie sich in den Armen eines anderen Mannes trösten lassen würde. Selbst wenn dies nicht der Wahrheit entspricht. Sein Urteil steht fest. Und um sich von dieser Eifersucht abzulenken, lässt er sich trösten. Ja. Sie gibt ihm zu viele Chancen, jeden Tag redet sie sich gut zu, während sie sich bemüht, es nicht zu tun. Aber sie sieht über all das hinweg. Sie sieht in seine gute Seele. Mit jeder neuen Chance. Mit jedem Stück neuer Seele. Ja, sie ist naiv. Aber er, er ist vollständig gedankenlos.