Liebe

In meinem Traum..

So fiel ich tief in einen Schlaf,
worin ich tausend Träume traf,
von Sternenlicht um Wolkenbank,
und in des Herzens Arme sank.

So träume ich durch einen Traum,
zuweilen glaube ich ihn kaum,
doch lebe ich im hier und jetzt,
und träume all das bis zuletzt.

So sitz‘ ich auf der Wolkenbank,
und trink der Wolken Liebestrank,
verweil‘ im Sternenlichte warm,
solang ich sink‘ in deinen Arm.

So wenn der Morgen aufgewacht,
mein Herze dennoch weiter lacht,
denn führt der Sternenweg zum Traum,
und schafft für meine Liebe Raum.

© Amy Herzog

Zitat „Selbstbetrug“

Sich um die Liebe zu betrügen ist der fürchterlichste Betrug; es ist ein ewiger Verlust, der sich nie ersetzen läßt, weder in der Zeit noch in der Ewigkeit.

– Søren Kierkegaard

Liebe..

Ich liebe dich, mit allen Seiten,
das Wort, das in der Seele steht,
ich bleib bei dir für alle Zeiten,
wo dieser Wind niemals verweht.

Ich liebe dich, kaum zu beschreiben,
in Ecken, Kanten mich verrannt,
doch Hand in Hand möchte ich bleiben,
dein Blick letztendlich so charmant.

Ich liebe dich, dein ganzes Wesen,
mal lustig, zickig, wie ein Kind,
doch bis zum Ende will ich lesen,
wenn wir im Glück zusammen sind.

Ich liebe dich, so wenn ich lache,
das größte Glück, das du mir gibst,
selbst wenn das Herze ist das schwache,
so zeigst du stets, dass du mich liebst.

Ich liebe dich, Fels in der Brandung,
mein Leuchtturm in der Dunkelheit,
in deinem Arm für mich die Landung,
so sanft und warm in Ewigkeit.

© Amy Herzog

Was will das Herz?

Ich lese deine schwarzen Worte,
und frage mich nur noch „warum“,
so unnötig sind all die Wunden,
doch bleibe ich nur weiter stumm.

Ich sehe noch in meinem Herzen,
wie sich das Glück mit uns verband,
die Reise ohne diese Schmerzen,
sie war gemeinsam Hand in Hand.

Ich sehne nur nach diesen Zeiten,
und frage mich noch einmal still,
warum kein Glück, nur Seelenwunden,
was ist es, was das Herz denn will?

© Amy Herzog

Leben im Herzen..

Das Schlagen meines kleinen Herzens,
ein zarter Klang, der hier entspringt,
reicht zum Mond bis zu den Sternen,
wo er mein Lied zum leuchten bringt.

Schau in deinen dunklen Stunden,
vertraue, geh‘ den Schritt hinaus,
und hör den Wind im Baum der Seele,
so spür‘ in dir mein wärmstes Haus.

In meinem Herzen kannst du wohnen,
denn nur durch dich mein Lied erklingt,
und gehst du mit dem Blatt der Noten,
erst dann fällt Regen – und es ertrinkt.

© Amy Herzog

Starke Worte..

Niemals wieder Schmerz empfinden,
hast du aus starkem Wort erbaut,
so einfach Glück und Liebe binden,
hab ich auf deinen Blick vertraut.

Aus deinen Augen sprach die Seele,
und ich ein jedes Wort verstand,
so einfach wie das Schicksal wähle,
doch einfacher in Angst verschwand.

Dein Herzschlag ward zur Traurigkeit,
und ich stand ratlos, still zur Wand,
die Sehnsucht nach Unendlichkeit,
mein Herzschlag bleibt in deiner Hand.

Und lausche ich nun meinen Schmerzen,
die Wahrheit doch erkennend noch,
so denk ich fest an’s Glück der Herzen,
bis zum Sturz ins Schwarze Loch.

© Amy Herzog

Sommerschluss…

Müdigkeit weht durch den Sommer,
trägt mich hin zum kühlen Herbst,
liegt das Meer schon unter Wolken,
die du für mich schwarz verfärbst.

Doch ich schlafe ruhig und selig,
bis der Winter bricht herein,
klettere durch tausend Stürme,
und bin doch am Schluss allein.

Gedenke ich noch all der Stunden,
die der Sommer zeichnen lässt,
an das Glück aus meinem Herzen,
ehe mich das Licht verlässt.

© Amy Herzog

Was übrig ist…

Meine Seele zu beschreiben,
wo doch niemand mit ihr singt,
unvollständig muss sie fürchten,
dass sie in der Nacht ertrinkt.

Nur die Maske, undurchdringlich,
lacht so laut – voll Heiterkeit,
doch der Ort der halben Seele,
flüstert von der Einsamkeit.

Mittendrin schlägt die Ruine,
messerscharf die Felsen sind,
fließt das Wasser für die Tränen,
ohne warmen, frischen Wind.

In der Unvollständigkeit gefangen,
leer und kalt verbleibt mein Raum,
draußen spielen fremde Lieder,
hier in mir verstirbt der Traum.

© Amy Herzog

Solang ich in der Kälte bin..

Das Gefühl von tiefer Wärme,
voller Sehnsucht ruft mein Sinn,
nach den grenzenlosen Weiten,
solang ich in der Kälte bin.

Das Gefühl der Liebesküsse,
schwimmt im Regen nur forthin,
bleibt mir nur der Duft der Leere,
solang ich in der Kälte bin.

Das Gefühl auf meiner Seele,
schlägt mein Herz im Neubeginn,
nur die Sehnsucht lässt es schlafen,
solang ich in der Kälte bin.

© Amy Herzog

Gedicht von Ferdinand von Saar

Wer einmal einen tiefen Schmerz erlitten,
Ist nicht mehr jung. Bis dahin war er’s,
Und hätte silberweiß sein Haar bereits
Den tiefgebeugten Scheitel ihm umglänzt.

Wer zählt die Jahre, wenn er glücklich ist?
Er lebt und weiß nicht, daß er lebt.
Der Schmerz erst ist die Grenze, wo wir weinend
Zurück und schaudernd vorwärts blicken.

© Ferdinand von Saar

Vermissen

Seit du aus meinem Herzen bist,
(doch kann man das so sagen?)
so wird dein Herz zu sehr vermisst,
ich könnt‘ gar um mich schlagen.

Ich denke an die Zweisamkeit,
(es war gewiss kein Traume!)
ein Bad in der Unendlichkeit,
ertrank im schwarzen Schaume.

Doch seit du aus dem Herzen bist,
(du hast dich mir entrissen…)
wird irgendwas noch mehr vermisst,
es schläft mein Herz – zerrissen.

© Amy Herzog

Das Salz auf meinem Herzen…

Das Salz aus einem weiten Meer,
es brennt in meinem Herzen,
ganz ohne Liebe viel zu schwer,
ertrinkt in seinen Schmerzen.

Nur eine Träne fließt durch Rauch,
den Vorhang meiner Seele,
der Schwermut zittert sie heraus,
durch meine schreiend Kehle.

Die Weite doch bleibt ungeweint,
im Schatten meiner Liebe,
sie bleiben hier im Wort gereimt,
worin ich mich noch wiege.

© Amy Herzog

Zitat „Leben“

Es gibt nur zwei Tage im Jahr, an denen man nichts tun kann. Der eine ist Gestern, der andere Morgen. Dies bedeutet, dass heute der richtige Tag zum Lieben, Glauben und in erster Linie zum Leben ist.

– Dalai Lama 

Das Schweigen des Liebsten..

Die Lippen mir zittern,
zum Schweigen verdammt,
so fühlt sich das Herze,
als sei es verbannt.

Ein warten im Wasser,
auf Luft oder Not,
die Worte des Liebsten,
erbauten das Boot.

Doch Schweigend der Liebste,
es gleicht einem Tritt,
das Wort, das dann folgend,
dem tödlichen Schnitt?

© Amy Herzog

Meines Herzens Gift..

Tief in eines schwarzen Traumes
trank ich meines Geistes Gift
mein Herze doch ertrank im Leide
auf dass es auf mein Ende trifft

Gezwungen ward ich zu dem Traume
der Seele Kränklichkeit erdrückt
so bliebe mir in meinem Schmerze
im Gifte noch die Liebe glückt

So lag ich noch in deinem Schoße
doch sah ich darin keinen Grund
ich schlief in meinem Traume sanft
und nahm der Liebe ihre Stund

© Amy Herzog

In der Stille

Ach wenn doch jemand höre
mein Ächzen danach flehe
nicht länger mehr mein Herze
die Hoffnung in sich sehe

Allein im Schrei der Leere
was ich dem Nichts entsenden
der bunten Welt gar zeigen
im Traum sich Blätter wenden

Nur wenn doch niemand höre
was ruft hier laut mein Herz
so bleibt in all der Stille
das Leben tief im Schmerz

© Amy Herzog

Von der Schneeflocke..

So kann ich in die Zukunft blicken,
der Regen spiegelt schon mein Bild,
am blauen Himmel kann ich sehen,
das Wetter wird ganz langsam mild.

Und glitzert neben mir die Pfütze,
so dicht daneben schmilzt mein Eis,
die Ecken werden immer runder,
sie knistern leise, was ich weiß.

So werde ich im Meer verschwinden,
ganz einfach aus dem Weg geräumt,
und all die kuschelweichen Winter,
sie wurden nur von mir erträumt.

© Amy Herzog

Das wertvollste spiel.

Ich sehe traurig durch mein Fernglas
die mit reifen quietschende kurze Zeit,
als sei das Auto, das mich mitnimmt
nicht weit entfernt und schon vorbei
gefahren. Voll gepackt mit meinen
Erinnerungen, die ihren Wert verlieren.

Auf ins Niemandsland, an den Rand 
der Grenze des strahlenden Scheins.
Hat es mich vergessen, oder ich mich
verloren in der Sanduhr des nassen
Sandes? Die zwei Silben der Nähe des
ängstlich (selbst) verschütteten Bandes.

Es geht nicht um des Lebens Rennen,
doch geht es um den erkämpften Sieg.
Um mein Gehör, mein Gespür, zu folgen,
auch ohne zu wissen, wofür. Klopfend
an die Tür des Glücks. Mit meinen Regeln
einfach über die Grenze hinaus zu segeln.

Und dort angekommen, ist die Aussicht
in seinen spektakulären Farben frei. Zeit
bekommt einen Sinn ohne spürbar zu sein.
Doch weit ist dann kein Ziel, nur die Stille 
des Waldes bedeutet dann unendlich viel.
Hinter des Glückes Tür im wertvollsten Spiel.

© Amy Herzog

Nur das Meer kennt…

Nur das Meer kennt meine Tränen,
wenn die Flut mich überrollt,
in schwarzer Tiefe liegt die Wahrheit,
wenn ich doch daran glauben sollt.

Nur das Meer kennt meine Stimme,
wie sie zu oft einfach schweigt,
und tief verborgen liegt mein Kämpfer,
wenn die Angst im Innern steigt.

Nur das Meer kennt meine Sehnsucht,
und sie spricht durch diese Flut,
bis sich irgendwann die Schwärze,
glänzend zeigt, so wird es gut.

© Amy Herzog

Nur der Winter weiß um meine Sehnsucht…

Blaue Augen funkeln nicht im Schwarzen,
wenn der Stern des Himmels mit mir litt,
durch die Schleifen meiner tiefen Liebe,
doch mein Herze pocht mit jedem Schritt.

Und fortan kennt auch nur der graue Nebel,
streichelt sanft im Walde mein Gesicht,
Blicke schweifen schweigend über Berge,
wie an deinem Blatt mein Traum zerbricht.

Nur der Winter weiß um meine Sehnsucht,
wie der schwere Schnee im Fluss versinkt,
fahre leise durch des Glaubens Nächte,
bis mein Herz von deinen Tränen trinkt.

© Amy Herzog

 

Eule & Baum… (2/3)

Du bist mein Baum in allen Zeiten,
im Stamm ein großes Herz geschnitzt,
umgeben von gar tausend Blättern,
in Wärme, die mein Kleid beschützt.

Du bist mein Baum in allen Zeiten,
vom Regen bis zum Sonnenschein,
die deine Eule schläft im Schatten,
und fühlt sich dort nicht mehr allein.

Du bist mein Baum in allen Zeiten,
bei Tag und auch im schönsten Traum,
denn du bist, der mein Herz bewegt,
und so bleib ich bei meinem Baum.

© Amy Herzog

Vergessen in der Tiefe…

Tief im grünen Grase,
wollen wir den Sommer singen,
unterm Baume zwischen Blättern,
lächelnd in der Liebe schwingen.

Tief in Herzens Liebe,
wollen wir im Wasser baden,
getränkt im Ozean der Seelen,
wo uns’re Blicke alles sagen.

Tief in blauen Blicken,
wollen wir den Winter finden,
in den Sinnen eingekuschelt,
ewig unser Arme binden.

Tief in uns’ren Armen,
wollen wir die Zeit vergessen,
spielt sie einst vom Tränenlied,
in dem wir Wärme nur vermissen.

© Amy Herzog

Vergangen…

kaltes Wasser
fließt in Massen
nur um der Musik zu lauschen
sind Sekunden mich umklammernd
längst im Grau vergangen

leben nur im wolkenlosen Schein
kratzen vergebens Worte
um weiter existent zu sein
qualmend im fensterlosen Raum
lauter als der Tod zu schreien

in Dauerschleife
wird mein Herz versetzt
niemand sucht nach dem Sturm
halte Händchen mit dem Tod
nur um mehr als Qualm zu sein
liebe letztlich aber doch allein

© Amy Herzog

…und die Farben – brüchig kalt.

Blicke fallen durch den Nebel,
in der sehnsuchtskranken Nacht,
Sterne leuchten tausend Bilder,
doch der Mond hat keine Macht.

Dieses Mädchen, voller Hoffnung,
kämpft noch für den ew’gen Kuss,
mit aller Liebe für die Farben,
bis sie sich letztlich sehen muss:

Durch die Seele tausend Nägel,
rostig stechend durch die Wand,
nur am Boden glänzt die Pfütze,
niemand sah und niemand fand.

Dieses längst erstarrte Mädchen,
kämpfend ward sie stumm und alt,
glanzlos sind schon all die Tränen,
und die Farben – brüchig kalt.

© Amy Herzog

Das Abbild meiner Seele…

Du bist das Abbild meiner Seele
auf der größten Bühne unter der Sonne
als erstrahlte ich im neuen Glanz
trägst mich durch die Flüsse der Welt
ohne mich im Meer zu verlieren
bis unterm dunklen Sternenhimmelstanz

Worin sollte ich mich länger sehen
wenn nicht im Glanze meines Herzens
der mein Haar vor Winden schützt
schneller gar scheine ich zu entgleiten
in meine unsichtbare Melancholie
wenn kein Fels in der Brandung stützt

Bleiben all die Sterne an ihrem Platz
auch wenn auf meinem Wege Dürre herrscht
so bin ich doch nur Mensch zu halb
ohne das Bild, das einst von dir gemalt
verliert die Farbe ihre Kraft
und ich, ich verliere meinen Halt

© Amy Herzog

Lieder deines Herzens

Ich höre Lieder deines Herzens,
ob du mir fern bist oder nah,
es singt von Liebe durch die Winde,
wo vorher nur der Regen war.

Ich spüre Lieder deines Herzens,
sie wehen durch mein Haar geschwind,
vertreiben all die grauen Wolken,
im Kuss, wenn wir zusammen sind.

Ich sehe Lieder deines Herzens,
in deinen Augen sternenklar,
ein glitzernd Funkeln auf dem Meer,
wo ohne dich nur Stille war.

© Amy Herzog

Wo ist der Anfang und wo ist das Ende?

Wo ist der Anfang, wo ist das Ende,
wann erlöst mich die rettende Wende?
Mein Kopf, noch steht er seinen Mann,
und fragt ob mein Bauch kämpfen kann.

Nervös und laut erschlägt mein Herz,
voll Panik, doch woher der Schmerz?
Aus meiner Stirn tropft Schweiß aus Eis,
als stünd‘ darauf, was mein Herz weiß.

Zweifel kitzeln durch die Nerven,
könnt ich nur die Angst verwerfen,
lässt mich all das zu schnell laufen,
und mein Kopf kann nur noch rauchen.

Auf den Bauch soll man vertrauen,
doch kann er auch auf Liebe bauen?
Wann erlöst mich die rettende Wende,
wo ist der Anfang und wo ist das Ende.

© Amy Herzog

Vom erkennen…

Wie viel Glück doch liegt
um die blasse Traurigkeit
so fliegt sie erst zum Himmel
und blickt nicht mehr zurück…

Doch könnte sie nur sehen
fällt doch stets so flügellos
warum nur, niemand weiß es
am wenigsten sie selbst…

Was bleibt ist der Stein
der heiß unter Sonne brennt
den niemand näher kennt
und Tränen von uns nimmt…

Gar Hoffnung schenkt er
wenn wir glauben zu wissen
und nebenher anderes ahnen
was wir in der Seele missen…

Morgen fliegen Töne wieder
und am Ende liegen wir tief
ob glücklich, der Fluss fließt
wenn wir erkennen was war…

© Amy Herzog

Inspiriert von Jin Shi – Narrate

Kein Traum…

Mein Albtraum wandert durch die Tage,
die Kirchenglocke stumm zerbricht,
auch die Vögel zwitschern schweigend,
und Sonnenstrahlen blenden nicht.

Alles um mich wirkt verschwommen,
nichts und niemand zeigt den Sinn,
wer küsst mich in den guten Morgen,
wenn ich hier ganz allein nur bin?

Mein Albtraum wandert ohne Pausen,
Tag und Nacht geküsst vom Schmerz,
und langsam muss mein Auge sehen,
es ist kein Traum, gebroch’nes Herz..

© Amy Herzog

Der letzte Abschied.

Die letzte Umarmung:
irgendwie trägt sie alles,
was uns fest verband.
Und doch haben wir uns
in langsam wachsender
Kälte blind verrannt.

Der letzte Augenblick:
ein wenig Wehmut hält
das letzte Bild von uns.
Von unserm warmen Zelt,
doch reicht er nicht mal
für eine kleine Träne.

Der letzte laue Wind:
legt sich sanft zwischen
unsere entfernten Welten.
Traurig – wohl irgendwie,
wo doch keine Gedanken,
lassen mich schwanken.

© Amy Herzog

Reinstes Gold…

Wie reinstes Gold aus deinem Munde tropft,
so baden Wolken tief im Himmelblau,
doch ehe noch mein Unheil leise klopft,
so merke ich doch schon der Wolken grau.

Doch trinke ich mit Leid und ganzer Seele,
dein gold’nes Gift verhüllt mich gänzlich warm,
und wie ich mich ganz leise darin quäle,
so scheint mein Herz im Augenblick nicht arm.

So wie das Leben nach dem Glücke sterbe,
so kostete mein Herz auf Erden blau,
und schnitze ich den Tagen ihre Kerbe,
dann sehe ich vom Himmel aus kein grau.

© Amy Herzog

Entrissene Liebe…

wo bist du, dunkle nacht?
– du rennst!
lässt mich hier baden
von acht zu acht
im grellen gift
und dazwischen
falsche lichter trinken

grausam, immer wieder
trinkst du meine seele
warum?
du willst mir liebe schenken
nehmen, geben, reißen, fressen
und im licht des nichts
wieder finden

wo bist du, liebe
unsanft mir entrissen
reift in mir die pest
und geister ohne schatten
greifen hier zuletzt
da bin ich, tod
alea iacta est!

© Amy Herzog

Sterbendes Herz..

Ein Herz, es klopfte für die Liebe,
doch langsam stirbt’s in Einsamkeit,
so sehnt es starr nach Luft und Liebe,
nach Glück und purer Fröhlichkeit.

Ein Herz, es klopft sich in den Traum,
weil es doch zu lang Tränen litt,
so sehnt es nur nach Luft und Tanz,
und nahm das Lächeln dorthin mit.

Ein Herz, es klopft von dieser Welt,
und starb nicht mehr in Einsamkeit,
es sprang und sang durch einen Traum,
und spürte nicht die flüchtig‘ Zeit.

© Amy Herzog

Allein.

Ich lehne mich an meinen Traum,
dort wo ich nicht alleine bin,
mit der Musik aus deinem Herz,
ergibt im Traum die Liebe Sinn.

Geschlossen liegend Arm in Arm,
dort wo es warm und sicher ist,
so wanke ich durch meinen Traum,
und niemand bleibt dort je vermisst.

Nur wenn das Licht den Tag erweckt,
wo finde ich dann noch den Sinn,
wenn ohne die Musik des Traums,
ich doch am Schluss alleine bin.

© Amy Herzog

Schweige für den Augenblick..

Allein der Mund spricht keine Liebe,
denn jedes Wort ist noch zu kühl,
so warm es dennoch stets gemeint,
kennt nur mein Herz dieses Gefühl.

Es komponiert die Liebeslieder,
und singt ganz ohne Wort vom Glück,
so lausche du auch mit dem Herz,
und schweige für den Augenblick.

© Amy Herzog

Blühender Weg…

Und flüsternd atmen all die Worte,
ahnungslos – doch Hand in Hand,
wohin der Weg auch führen mag,
so wage ich den Schritt zum Rand.

Und schweigend wehen laue Winde,
als schwebten sie mich hin zum Glück,
und schlaf‘ ich ruhig in deinem Schutz,
die Hoffnung weht mich nicht zurück.

Und schaltet sich die Welt dann aus,
in Wärme schwimme ich durchs Meer,
saphirblau strahlt dein Liebesblick,
so blüht der Weg in Zukunft sehr.
© Amy Herzog

Vertrauen..

So was der Heiligtümer droht,
beschütze ich mit meinen Lungen,
wo selbst noch lauert höchst der meine Tod,
noch kann ich mit den Wellen summen.

So was die Meerestiefen schreiben,
sind Worte die ich selbst durchschwamm,
und könnt ich, aber muss noch lang nicht schweigen,
solang ich neue Liebeslieder sang.

So wie die meinen Augen strahlen,
wenn ich die meine Luft mit wem geteilt,
selbst wenn wir unser Herzen gegenseitig stahlen,
so wundervoll vertraut es doch verweilt.

© Amy Herzog

Mein Licht

Du bist das Licht in meiner Seele,
die Sonne, die mir Hoffnung bringt,
das Schlaflied klingt aus deinem Herz,
wo auch mein Herz in Liebe singt.

© Amy Herzog

 

Geliebt habe ich

Geliebt habe ich,
durch Zeiten, sanft und wild,
doch dieser Sommer heller blüht,
und so verblasst das Bild.

Geliebt habe ich,
und doch die Zeit, sie rennt,
war ich einfach viel zu schnell,
so plötzlich bist du fremd.

Geliebt habe ich,
so bleibt ein kleines Wort,
gar unscheinbar in meiner Zeit,
bleibt nur  der Abschied dort.

© Amy Herzog

Eine Träne..

Tausend Gründe für die Tränen,
doch fließt nur eine zart und klein,
übrig bleibt ein falsches Lächeln,
und dieses Herz, es liebt allein.

© Amy Herzog

Warmes Nest.

Wenn der Wind ganz sanft nur weht,
wo selbst ein Schweigen alles sagt,
dort sind zwei Herzen auf Eis gelegt,
doch kein Wort über Kälte klagt.

Wenn ein Blick dort alles zeigt,
denn Seelen liegen sich im Arm,
was tief im Meer verborgen bleibt,
schützt beide in sich mollig warm.

Wovon sie auch umgeben sind,
die Liebe hält zwei Herzen fest,
für sie weht stets ein Sommerwind,
und trägt sie sanft ins warme Nest.

© Amy Herzog

Nur der Traum..

Die Schmerzen lähmen die Sekunden,
mit jedem Herzschlag der vergeht,
und wo die Scherbe in den Wunden,
mit Tränen vor dem Ende steht.

Die Tränen lassen mich ertrinken,
wie könnt‘ ich dort noch sehen – klar,
so kann ich nur noch tiefer sinken,
gar rückwärts träumend, wie es war.

Wie kann die Zeit hier weiter gehen,
wenn doch die Dunkelheit zerfrisst,
kein Wind kann in die Zukunft wehen,
bleibt nur ein Traum der noch vermisst.

© Amy Herzog

Liebes-Macht…

Die Ruhe in den Augen weilt,
dort wo dein Lächeln heller strahlt,
der Duft durch Herbstes Blätter weht,
und für mich grünste Wälder malt.

Die Wärme in dem Herzen liegt,
wo nur für mich dein Lied erklingt,
ein Tanz durch diese Sommernacht,
die größte aller Freuden bringt.

Das Leben durch die Seele springt,
ward ich aus meinem Traum erwacht,
wie ich dort einst im Dunkeln lag,
dort atme ich die Liebes-Macht.

© Amy Herzog

Mit dir..

Mit dir gemeinsam kann ich atmen,
wo unser Wind nur schweigsam weht,
so fließt die Wärme durch die Meere,
auch wenn der Weg durch Wüsten geht.

Nicht zu ermessen sind die Worte,
selbst wenn es aus der Tiefe spricht,
am Grund des Meers zu verborgen,
doch findet sich selbst dort noch Licht.

Mit dir gemeinsam kann ich sehen,
ein Lächeln scheucht die Schatten fort,
und wenn wir durch die Wüsten gehen,
dann schweigend zwar, doch bleiben dort.

© Amy Herzog

Kleine wünsche…?

Die Wünsche die im Herzen leben,
scheinen vielleicht etwas klein,
doch ein Kuss am frühen Morgen,
ließe mein Herz glücklich sein.

Auch ein Kuss am späten Abend,
kurz bevor die Nacht einbricht,
schenkte mir in dunklen Stunden,
Wärme und dein Herzenslicht.

© Amy Herzog

 

Vereint

Atlantikblau und traurig blickend,
doch die Hoffnung aus dir scheint,
wärmstens lieben sich die Herzen,
in deinem Meer ganz fest vereint.

© Amy Herzog

Sonnentanz.

Ein Sonnentanz in meinem Herzen,
so trifft die Liebe den Augenblick,
entfacht das Feuer all der Kerzen,
brennend bis zum wärmsten Glück.

Selbst in der Ferne heller strahlend,
wärmt dich auch im dunkelsten Eck,
die Träume sich gemeinsam malend,
gar uns auf einen gemeinsam‘ Fleck.

© Amy Herzog

Waldtraum..

Raschele mit den leuchtenden Blättern,
schrie ich mit Leibeskräften dem Wald.
Hoffte doch auf warm wehende Winde,
so brächten sie blühende Gefühle bald.

Und zeige mir den wolkenlosen Himmel,
dachte ich stumm im nassen Schlamm.
Nur fliege mit in die tiefschwarze Nacht,
in der ich den Fluss der Träume besang.

Oh wärmende Sonne so tanze im Wind,
reiche die Hand in die singende Nacht.
Tanzen auch Sterne im lebenden Traum,
bleibt es mein Herz, das im Walde lacht.

© Amy Herzog

Neue Kerzen…

So trinke ich vom süßen Duft des Traums, 

und koste dort vom reinsten aller Herzen,

sehr wohl bin ich beflügelt gar berauscht,

vergessen gar die alten Liebesschmerzen,

so ward gestohlen sanft das meine Herz,

entflammt im Traum das deine neue Kerzen. 

© Amy Herzog