Gedichte

Herzblut..

Aus Liebe lieblos lieben lassen,
ein Schweigen dreht sich fort,
in Herzenswunden Blut vergossen,
bleib‘ ich vereinsamt dort.

Aus Liebe einsam Leid ertragen,
gestorben wird dann stumm,
die Tränen können auch nichts sagen,
doch keiner weiß warum.

Aus Liebe lachen bis zum Schluss,
und sei’s auch ohne Sinn,
bin glücklich mit dem kalten Kuss,
bis ich verblutet bin.

 

© Amy Herzog

Grau..

Einsam bleibt der Untergang,
wie Staub auf meiner Haut,
der Schmerz verweilet ewig lang,
selbst wenn man ihn umbaut.

Der Wind mir keinen Schrei ertönt,
im Halse rinnt der Sand,
ein Lächeln bleibet ungekrönt,
wie Regen an der Wand.

Trüber wird es nur im grau,
selbst wenn’s von außen glänzt,
fester hält mich nur ein Tau,
so wie’s am Schweigen grenzt.

 

© Amy Herzog

Halte mich…

Wir kennen uns nicht,
doch das ist egal…

nehme mich
wärme mich
halte mich fest

und gib mir das Gefühl,
dass die letzte Nacht
unsterblich ist…

© Amy Herzog

Genügend.

Stille Steine an den Scheiben,
wie sie sich in Schreien kleiden,
noch dazu am Leiden weiden,
doch die Worte letztlich meiden.

Tränen aus den Wolken weinen,
eigentlich ein Klopfen meinen,
dieses letztlich falsch verneinen,
hält der Stille Stein sein Leiden.

Glücklich könnte er nicht seien,
schreiend in der Stille bleiben,
glücklich reicht es ihm zu scheinen,
in den Tränen schweigend kleiden.

 

© Amy Herzog

Fort..

Wollte nie diesem Leben entkommen,
wie benommen, doch entrissen,
hörte ich mit deinem Wissen – bald
das Schärfen der Klingen
im dunklen Wald.

Wollte nie diesem Leben entkommen,
so zerronnen, in den Träumen,
zwischen den Bäumen – die Hasen
konnten auch nicht schneller
um ihr Leben rasen.

Wollte nie diesem Leben entkommen,
doch genommen, meine Seele,
wolltest du, dass ich lebe? – in bunt
gemaltes Bild in Flaschenpost
blieb mein Leben wund.

 

© Amy Herzog

Das Schweigen des Liebsten..

Die Lippen mir zittern,
zum Schweigen verdammt,
so fühlt sich das Herze,
als sei es verbannt.

Ein warten im Wasser,
auf Luft oder Not,
die Worte des Liebsten,
erbauten das Boot.

Doch Schweigend der Liebste,
es gleicht einem Tritt,
das Wort, das dann folgend,
dem tödlichen Schnitt?

© Amy Herzog

Vertrauen..

So was der Heiligtümer droht,
beschütze ich mit meinen Lungen,
wo selbst noch lauert höchst der meine Tod,
noch kann ich mit den Wellen summen.

So was die Meerestiefen schreiben,
sind Worte die ich selbst durchschwamm,
und könnt ich, aber muss noch lang nicht schweigen,
solang ich neue Liebeslieder sang.

So wie die meinen Augen strahlen,
wenn ich die meine Luft mit wem geteilt,
selbst wenn wir unser Herzen gegenseitig stahlen,
so wundervoll vertraut es doch verweilt.

© Amy Herzog

Sternenwege..

Unter abertausend hellen Sternen,
da reise ich durch viele kleine Zellen,
und lausche tief in eine dunkle Stund,
welch Sehnsuchtsfragen sie mir stellen.

Unterm Monde scheine ich zu klein,
so unsichtbar bin ich doch in der Zeit,
doch auch in diesen Zellen stets allein,
als wär der Weg zum Traume viel zu weit.

Unter abertausend hellen Sternen,
da lausche ich auch deinem Atem hier,
im hellen Schein erspüre ich den Weg,
zum Traum aus meinen Zellen zum Wir.

© Amy Herzog

 

Neubeginn..?

Regen, Blitz und Donnergrollen,
fegen lautstark übers Land,
schlagen durch die Wolken Bäume,
dessen Holzes dann verbrannt.

Riesenwellen rollen Städte,
wo die Natur sich alles krallt,
vereinen sich die großen Kräfte,
und der Mensch den Preis bezahlt.

Des Blitzes Feuer lodert hell,
verbrennend dabei nichts entwischt,
verbreitet sich das Feuer schnell,
bis dass es schlussendlich erlischt.

Über die graue Weltenasche,
kaltes Wasser strömt im Massen,
säubert uns den Mutterboden,
den wir fortan ruhen lassen.

Die Natur könnt wieder blühen,
Menschenschäden sind dahin,
leichte Winde könnten wehen,
dieses wär ein Neubeginn.

 

© Amy Herzog

Begehren…

atme leise, beinah fauchend
schreibe nur in dunkler Trance
getrieben vom schmerzlich
unersättlich Durst
gib dich brennend heiß
in meine Hände
lass dich führen
in mich – in meine Welt
und gib am ende dein Blut
die treibende kraft…

 

© Amy Herzog

Phantasie…

Zurückhaltend zärtlich
berührt er sie
im Kopf gefährlich
die Phantasie
und schaut er sie an
sieht sie will mehr
zieht sie ganz nah
an sich heran..

Küsst ihren Hals
küsst ihre Brust
ohne ein Wort
kraftlos vor Lust
ihr Körper vibriert
umfasst sie ihn
schmiegt er sich an
und nichts existiert..

 

© Amy Herzog

Das Gefühl, das bleibt.

Gefühle, die ich niederschreibe,
wenn ich hier im Dunkel verbleibe,
treibt mich tiefer an düstre Orte,
aus tiefen Gefühlen werden Worte.

Mein Herz wandert wie benommen,
du hast es mir im Wort genommen,
Gefühle, die unbeschreiblich sind,
sie machen mich zuweilen blind.

Nur das Wort, das du mir gibst,
das Wort, das du besonders liebst,
es ist auch das, was in mir spricht,
mir zeitgleich doch das Herz zerbricht.

Doch sehe ich entfernt ein Licht,
von Herz zu Herz durch deine Sicht,
entschwindet mit uns an ferne Orte,
übrig bleibt nur das Gefühl im Worte.

 

(c) Amy Herzog

Gelesen: Dafür gibt es kein Wort

Dafür gibt es kein Wort

 

Heute ist mir ausnahmsweise Mal nach etwas Melancholie zumute. 😉

Dankeschön! 🙂

Neue Gedichte…

Durch weite Welten schreiten, folgen,
Möchte ich dir in deinen Visionen,
Schließe die Tür hinter der Vernunft,
Wartend auf unsere Zusammenkunft.

Folge dem Fühlen, Hand und Wort,
Reiche ich dir bis zum magischen Ort,
Die Naivität uns wachsam umgibt,
Im Schutze allein zu zweit kurz verliebt.

Entkleiden wir uns von unserem Traum,
Still und leise hier im realen Raum,
Niemand sollte vom Irrsinn erwecken,
Das kurze verloren sein niemand entdecken.

Hier im Raum gibt es jetzt nur uns,
Die Träume, Gedichte und den Wunsch,
Lassen wir uns im Wahnsinn erbeben,
Und neue Gedichte werden davon leben.

© Amy Herzog

Im Abgrund…

 

Im Abgrund

Der Schattenwelt

Kalt verlassener Seelen

Warten hoffnungslos

Leere schwarze Hüllen

Auf ewiges schweben

Und doch schreien

Die zarten Seelen

Gegen ihre Hüllen

Leise an:

„Gib nicht auf!“

Wir können gemeinsam

Leben!

© Amy Herzog

Unterm Sternenhimmel…

Liegend im Gras

Die Sterne funkeln

Doch ich friere, zittere gar

Erst als ich dich

Auf mich zukommen sah

Wurde mir klar

Dass du es bist

Der hier gleich liegt

Mich wärmt

Und Arm in Arm

Mit mir Liebeslieder singt

Alle Gedichte ruh’n in mir…

alle gedichte ruh’n in mir
dreihundertfünfunddreißig tage
fließt das blut von hier
bis zu dir
wird mir schlecht
und werde schwächer
menschenlose massen werden blasser
werden wage
werden träge
werden lüge

bin ich sein
betrunken vom wein
tränen weinen lauter
spülen blutend wunden
weit davon
quer durch wörter
falsch gehöhrt
gesagt
waren nie da
ich bin im wahn
und unscheinbar

träume die noch ruhn in mir
genommen, zerrissen
in tausend stücke
raste
warte
auf den bus
verspätet sinkt er in den fluss
worin dein lächeln
spiegelt sich
scheint es mir gerad
besser als sex

seele halb zerschlagen
kann sie’s sich nicht leisten
sich zu wehren
lässt sich treiben
lässt sich lähmen
lässt sich ficken
lässt sich töten
bis ihr blut gefriert
und kaum mehr jemand kommt
um sie zu retten

© Amy Herzog

Regennacht und Wüstensand…

Manchmal, wenn der Himmel weint
im Kampf ein jeder Sonnenstrahl schreit
in meinem Leben sind fort die Tage
viel mehr, als ich noch zu Leben habe

Der Sand, der Sanduhr schnell verschwand
längst steh ich nicht mehr im Wüstensand
zu viel hab ich im Leben verpasst
zu oft hab ich mein Leben gehasst

Ein Mädchen dort im Regen steht
in meinen Gedanken ihr Haar noch weht
um sie herum liegt noch Wüstensand
sie dennoch nicht durchs Leben rennt

In Regennächten lieg ich wach
immer an dieses Mädchen gedacht
was wäre wenn sie bei mir weilt
und ihren Sand noch mit mir teilt

Könnt sie in meinen Armen weinen
und sie den Sand noch mit mir teilen
gemeinsam könnten wir noch rennen
den Sonnenstrahl zum brennen bringen

Ob sie wohl noch im Regen steht
ihr Haar noch immer schweigend weht
sie nicht in meinen Gedanken bleibt
sondern sich zu mir ins Leben reiht

© Amy Herzog

Dieb…

leise er kam,
ein dieb, charmant,
verkleidet in liebe,
und nahm,
leben..

© Amy Herzog

Stadtenge

Wo sind sie,
die Sterne?

Wann funkeln sie
dort oben in der Ferne?

Das Laut vertreibt
das Licht verschlingt,
zwischen grauen Mauern
eingezwängt.

Lass sie fallen,
reiche Luft.

Beschleicht das Land,
des ländlich Duft.

In nächster Nacht
da strahlen sie,
die Sterne hoch
so hell wie nie.

© Amy Herzog

Tränenlos…

Blutrot unterlaufene Augen
Blicken tränenlos hinunter
Scheinen wie bitterlich beweint
Doch niemand kann den Augen glauben

Sie kennen keine Tränen mehr
Das ist es, was sie traurig macht
Die Traurigkeit nicht auszudrücken
Das Tränenreich scheint gänzlich leer

© Amy Herzog

Die Nacht…

Die Nacht ist allein
Die Nacht ist still
Die Nacht offenbart
Sie macht was sie will

Die Nacht will schützen
Die Nacht will begehren
Die Nacht, sie befreit
in ihrer schönen Reinheit

© Amy Herzog

Emotionen…

Stillstehend am Wegesrand,
dunkelschwarz beängstigend,
unverstanden distanziert,
an der Welt desinteressiert.

In der Leere hoffnungslos,
erstickend schweigsam nutzlos,
unbehaglich nachdenklich,
verschlossen unerschütterlich.

Melancholisch sehnsüchtig,
wichtig wandel unwichtig,
im Vakuum zu abwesend,
Zeit nur so dahinrasend.

Gefangen einsam Liebloses,
denkend an zu Sinnloses,
starr wartend eingefroren,
mitten im Nichts verloren.

© Amy Herzog

Lass mein Herz hier liegen…

Unter Tränen sage ich,
bitte komm und halte mich,
küsse mich so fest du kannst,
eine Nacht dich in mich rammst.

Lasse uns nur einmal fliegen,
sehnlichst will ich bei dir liegen,
einmal spüren deine Nähe,
eh ich dich nie wieder sehe.

Geh nicht ohne mich zu lieben,
zeig es mir in deinen Trieben,
am Ende darfst du einfach gehen,
nur bitte lass mein Herz hier stehen.

© Amy Herzog

Meine Seele…

meine Seele zerfetzt
gefickt durch den Dreck
gehetzt – gejagt geschunden rot
verwundet liegen gelassen
in Sicherheit wiegen
geschlagen belehrt
beraubt verbraucht
nichts mehr wert
verliebt

© Amy Herzog

Sinnlose Worte…

Mehr und mehr
verlerne ich es zu reden,
mich normal auszudrücken,
normale Sätze zu formulieren,
meine Gefühle zu beschreiben.

Jedes solcher Worte,
gesprochen, geschrieben
erscheint mir so sinnlos,
wertlos und unverständlich,
oder zu verständlich.

Gefühle versteckt
hinter fremden Worten,
wartend, dass sie jemand versteht,
wirklich versteht.

Fühlt.

Mich fühlt.

© Amy Herzog

Grinsen…

Weit über das ganze Gesicht
grinse ich bei jedem Gedicht
ob schön, grausam oder traurig
grinsen muss ich dennoch glücklich

Mag es heut am Wetter liegen
nein, ich seh‘ nur Wolken oben
nur in mir da scheint sie grell
die Sonne lacht für heute hell

Glück wird es ganz sicher sein
was ich fühle in mir fein
ich weiß nicht, woher es kommt
doch die Gefühle niemand nimmt

Vielleicht ja eine Vorahnung
auf eine kleine Überraschung
dauert es vielleicht nicht lang,
bis ich echtes Glück fühlen kann

Ich hoffe nur ich sehe bald
das Glück in diesem vollen Wald
ich hoffe nur es zeigt sich dann
zum Glück teilen irgendwann

Bis dahin genieße ich
das Grinsen auf meinem Gesicht
das kleine Glücksgefühl zuvor
mit dem strahlenden Humor

© Amy Herzog

Die Frau im dämmergrau…

Im Abendlichen dämmergrau,
sieht in der Ferne ungenau,
eine wunderschöne Frau,
diese Gestalt in Dunkelblau.

Auf dem Weg ins traute Heim,
umher lustwandelt sie allein,
die Gestalt steht nah im Schein,
ein großer Mann, wer mag das sein?

Er steht da und schaut sie an,
dieser wunderschöne Mann,
geht auf sie zu und begann,
zu sprechen, oh welch ein Klang.

Begleitet er sie noch ein Stück,
höflich mit betörendem Blick,
denkt sie noch, was für ein Glück,
nicht zu ahnen, das Unglück.

Er schmeichelt ihr ein letztes Mal,
sucht einen Platz der ideal,
im Dunkel ist für seine Qual,
die Uhr schlägt 12, gerad an der Zahl.

Hat er einen Platz gefunden,
beißt und trinkt er in Sekunden,
bis kein Tropfen mehr vorhanden,
die Frau im Jenseits ist verschwunden.

Der einst so höflich schöne Mann,
durch sie er neue Kraft gewann,
wartet er bis irgendwann,
bis er wieder spürt, den Drang.

Im Park er wieder warten wird,
bis eine Frau erneut rumirrt,
und sie sich in ihm verliert,
er ihr Blut nimmt und sie auch stirbt.

© Amy Herzog

Fleischeslust…

Leise streift dein Atem,
an meinem Hals vorbei,
doch ich kann nicht warten,
hör doch mein Geschrei.

Immer näher deine Lippen,
sanfte küsse erregen,
gleicht einem Ausflippen,
dieses höher fliegen.

So lasse ich mich fallen,
in deinen warmen Schoß,
gib mich dir hin mit allem,
vom Kopfe bis zum Fuß.

Bewegungen verfliegen,
im Rhythmus der Zeit,
lass mich auf dir liegen,
dann sind wir gleich bereit.

Verbunden sind wir nun,
in Fleischeslust fast blind,
immer schneller wir es tun,
diese Leidenschaft beginnt.

© Amy Herzog

Geweckt…

sanft verschlafen
wach ist sie
die augen noch verschlossen
ein kuss am hals
erregt wie nie
gefühle überschlagen
ist das erste was sie spürt
die eure lust so stählern
zwischen ihren beinen rasch
ihr immer näher rückt

© Amy Herzog

Rauschendes Wasser

das wasser so klar
sichtbar und doch
beinah ist es unsichtbar
das wasser es rauscht
murmelt so still davon
fließend es eintaucht
wässrig flotte tropfen
klein so wie groß
bei loderndem feuer
können sie kämpfen
und werden siegen
wasser fließt davon
durch die erde
und wieder von vorn
wiederholt sich
dieser klangvolle song

© Amy H.

Verlangen nach dir…

unbeschreiblich
ist mein, verlangen
nach dein, bei dir sein
ich will, nein muss
sei ganz mein.
spüren will ich dich
nah bei mir
haut auf haut
ganz tief in mir.
zittern vor lust
schreien so laut
bändige mich, du musst
stillen diese lust.

© Amy Herzog

Manchmal ist es 

einfach richtig schlimm.

Liege da, im Dunkel,

warte.

Dann denke ich

die Seele ist dein, nimm

Behalte sie, ich will

sie nicht mehr. 

© Amy Herzog

Seelenmusik…

höret was die musik
euch bereitet
lasst sie in euch
gebühren geleitet
nehmt auf
stück um stück
lasst es wirken
in euch lodern
auch riskieren
es wird
nicht dauern
und ihr spürt
dass dieser klang
die seele berührt

© Amy H.

Staubkorn im Wind

Unsichtbar du schwebst,
hoch oben geschwind,
fällst rasend hinab,
am Abgrund verbleibst.

Der nächste Stoß,
erneutes hoch schweben,
und wieder fliegst du,
unendlich hoch oben.

Rast durch die Wüste,
legst Meilen zurück,
bevor du kommst an,
beim Winde der Küste.

Ziehst deine Strecken,
durch Städte und Land,
siehst Schönheit und Hass,
kannst alles erblicken.

Quer durch die Welt,
suchst du dein Ziel,
wo du dann aufschlägst,
das unsichtbare Zelt.

Doch wie leider so oft,
wirst du wieder verjagt,
bleibst stets unerwünscht,
wenngleich du’s anders hoffst.

So eilig geschwind,
suchst du den Platz,
wo bleibst du willkommen,
du Staubkorn im Wind.

© Amy Herzog

Vereinigung…

Ein Blick genügt, schon ist es geschehen,
in meine Gedanken dich eingeschlichen.
Tag sowie Nacht nur Sehnsüchtgiges denken,
so denk ich, könnt ich dich doch einfach packen.

Eine Berührung, ist einmal vergangen,
steigert in uns sogleich das Verlangen.
Spüren, berühren, mich zerrt es zu dir,
du und ich näher, wir werden zu wir.

Einen Kuss später, entfacht sind die flammen,
liegen wir da, ganz eng nun beisammen.
Die Körper umfasst und sinnlich geküsst,
stillen die Sehnsucht in tiefer Lust.

© Amy Herzog

Masochistische Sehnsucht…

Der lauter Schrei
nach Euch – sticht zu
Immer wieder, immerzu

Der Schmerz, das sei
Das ihr mir gebt
Mein Herz, es weint
Nach mehr – bis ihr geht

Genieße es, das Euch
In mir, bis dass ich
Am Ende doch noch –

Erfrier…

© Amy Herzog

Ein letzter Blick…

Aus Euer Leib das Blut gewonnen,
trink von Euch, mach Euch zu meinem,
spüre wie Ihr schwächer werdet,
Euer kleines Leben so bald endet.

Schaut mich an, seht Euch an,
seht an, was ich Euch angetan,
nehmt den Blick den Ihr noch habt,
in meinen Armen Ihr gleich sterbt.

Ein kleiner Wunsch sei Euch gegönnt,
seht noch mal die Welt so bunt,
ein letzter Kuss, dann schlaft Ihr ein,
seid in mir, für immer mein.

© Amy Herzog

Einsamer Tanz

bei abenddämmerung
tanzt sie vereint
mit hoffnung
schwebend
über der erde
entrinnen jahre
zugleich erscheint
das dasein
hellgrün
unter ihr
zu erblühen
das leuchtend gras
es beginnt
wie sie
zu lieben
den wind
voll anmut
auf ewig
traurig
allein

© Amy Herzog

Am Klavier…

so sitze ich hier
seit stunden schon
am klavier und
verbinde stunden
verschwommene noten
minuten zu runden
gefühlvollen worten
die nie gehört werden

© Amy H.

Bilder…

sanfte bilder
in meinen gedanken
nah seid ihr
so tief in mir
ich muss euch danken
mich fühlen lasst
lebendig scheinen
im herzen weinen
traurig scheint ihr
aufrichtige schreie
so lasst euch fallen
und seid bei mir

© Amy Herzog

Gefangen…

Im Körper gefangene Seele,
Auf ewig sie sich quäle,
Vom Leben stets bewacht,
Nur der Tod hat die Macht.

Das Gefängnis zu brechen,
Und die Seele kann entfliehen,
Sich dem Raster entziehen.

In ein freifliegendes Leben,
Das Glück pur erleben…

© Amy Herzog

Seele…

Seele in matten
Farben, getrieben
verfolgt vom
Todesschatten.
Funkenhelles Gut
des dunkelbösen,
verbleibt verdammt,
ewig vom venösen
Blut.

© Amy Herzog

Seifenblasen…

Seifenblasen glasig schön,
fliegen leicht durch Lüfte,
lassen lächelnd schöne Düfte,
zurück, bis zum Wiedersehn.

Diese Schönheit doch zu fangen,
ehe sie weit verflogen ist,
zärtlich sie noch einmal küsst,
voll Glück sie dann zerplatzen.

© Amy Herzog

Unbekannt

stumm lächelnd
zweifelnde emotionen
entfachen ungeahnt
lustvolles verlangen

nach unbekannt
berührenden händen
umfassen körper
beginnen brennen

aufgeheizt innig
vertraute berührungen
stillen sehnsüchte
die zuvor nie waren

© Amy Herzog

Am Klavier

schlaflos
am klavier
suchen
die melodie
hoffnungsvoller
tanz
auf tasten
endet
hoffnungslos

© Amy Herzog

Unsichtbar…

schnell
besetzt
aufgeblitzt
bunte lichter
immer näher
eingedrungen
das verlangen
atem rauben
hingegeben
keine gedanken
dir überlassen
hoch hinab
mich verdarb
wunderbar
unsichtbar

© Amy Herzog

Verführung…

schnelle verführung
sanfte berührung
irritiertes gespür
ich mich verlier
gedanken
wanken
ungewiss
ein genuss
gefühle beben
herzen schweben
augen schließen
dich sehen
verführen
fühlen
glühen

© Amy Herzog

Aufgeben…

Die Hände zittern,
Die Augen sind schwer.
Meine Seele, sie schreit,

Es ist der Schrei,
Nach Sicherheit.
Schrei nach Ehrlichkeit,
Schrei nach etwas…
Freundschaft.

Schrei, lauter Schrei,
Nach irgendwas.
Mut und Angst,
Viel zu viel Angst.
Angst zu kämpfen,

Nimm die Angst,
Diese schlimmste Angst.
Gib Sicherheit.
Etwas…

© Amy Herzog