Gedicht
Schmerz verbindet…
Ist der Schmerz nur eine Summe,
nur verteilt der Köpfe gleich,
werde ich, ehe ich verstumme,
doch noch an der Liebe reich?
Wie das Laub in allen Straßen,
selbst die Stadt nicht sicher ist,
in der Zweie sich einst trafen,
trennt der Dämon, nun vermisst?
Flüchten in das blumig-schöne,
nur ein Reich der Phantasie,
denn erklingen Schmerzenstöne,
ohne Herzen niemals nie.
Ist die Welt ein Teil der Schmerzen,
finden Tränen sich wie Fluss,
leiden kühl gar manche Herzen,
bis die Liebe schwimmt im Kuss.
© Amy Herzog
Unsere Dämonen…
Und du kennst sie
die, die auch ich kenne
möglicherweise besser als ich
und deshalb wünsche ich
wenn sie an meine Tür
hämmern
dich
Doch du bist
mir ferner denn je
schweigsam und vertieft
in deinen Besuch
in dich
Wärst du hier
dann wären Träume
verschwunden und sie
die, die du auch kennst
und sie beim Namen nennst
unser Untergang
Wären wir allein
mit unseren Dämonen
wären wir zu klein
Deshalb bleibe ich
denke an dich – allein
bleibe versteckt wie du
vertieft und klein
Lausche nur
deinen Worten
die längst geschrieben
und doch immer blieben
und mein Herz übertönen
schweigsam und starr
für dich
© Amy Herzog
Bis in den Tot…
Heute ging ich raus
obwohl ich Angst hatte
und hoffte auf einen Menschen
der mir in die Augen sieht
und handelt
Meistens schreiben
sich die Worte von selbst
doch heute fallen leise Tränen
aufs Papier und schreiben
stumm für mich
Unsichtbar bleiben
oder unsichtbar werden
sollte die eine Zahl auf null
ist meine Hoffnung für
immer gestorben
Und doch kämpfe ich
kämpfe für das was mir blieb
habe Hoffnung in Tränen
im steinernen Herz
bis in den Tot
© Amy Herzog
Verdampfen…
Schmerzen – die verdampfen
wie der Qualm nach oben zieht
mit den Stürmen – in den Wolken
schneller, immer schneller flieht
bis zur Sternenklaren Nacht.
Bis es regnet, an den Tagen
keiner mehr die Wolken sieht
kann ich mich zum Wort
schon lange nicht mehr wagen
wo mein Herz am Boden kniet.
© Amy Herzog
Gar. Nichts.
Ich denke, ich muss nichts machen,
die Zeit dreht sich langsam voran.
Keine Stunde am Herd, keine Wärme,
kein Duft und kein erwarten.
Putzen geht auch morgen noch.
Vielleicht eine Tütensuppe?
Aber hey, nichtmal wach muss ich sein.
Nichts muss ich machen allein.
Gar. Nichts.
Gar. Nichts.
© Amy Herzog
Die erste Nacht (nach dem Umzug)…
Ein einziges drehen und ein wälzen
durch die langsame Zeit
zwischen begreifen und träumen
in gefühlter Endlosigkeit
doch immer blieb noch lange Zeit
noch weitere zehn Minuten
der Weg war kurz und dennoch weit
jetzt steh ich auf und gehe weiter
müde zwar und doch wahrhaftig heiter
blicke um mich, tausend Kisten
kommen heut an ihren Platz
und später komm ich dann hier an
zuhaus, gemütlich und –
auch glücklich dann und wann.
© Amy Herzog
Herz an Herz..
Du bist nicht meine erste Liebe,
doch ist es wirklich das was zählt?
Wirklich wichtig bleibt am Ende,
das mein Herz fortan deines wählt.
Denn darin höre ich die Zukunft,
und nichts wird jemals dort vermisst,
ein neues Leben für zwei Herzen,
das ist es, was noch wichtig ist.
Ich bin nicht deine erste Liebe,
doch ist auch das nicht, was hier zählt,
hörst du in meinem Herz die Zukunft,
dann deines einfach meines wählt.
So wählen wir für uns das Leben,
was wir uns bald ein Jahr ersehnt,
und hören bis zum Schluss die Lieder,
während wir Herz an Herz gelehnt.
© Amy Herzog
Leises Sehnen…
Oh, spürst du nicht mein Sehnen
mein Liebster, und mein leises Flehen
verborgen hinter tausend Sternen
so hoch oben zwischen Wolken
wie könnt ich dich nicht begehren
Liebster, spürst du nicht mein Sehnen
Strahlt ein Lied, ein Licht in Tränen
spiegelt mich in allen Pfützen
sag bloß, kannst du Bilder sehen
durch dein Haar die Stürme wehen
kann dich wärmend sanft beschützen
Spürst du nur mein leises Sehnen
© Amy Herzog
Seelenschnitt…
Ich atme deine Worte ein,
sie rauben mir die Luft,
erdrosselt liegt die Hoffnung hier,
es raucht des Sterbens Duft.
Tränen die vergossen sind,
nur Blut tropft in den Fluss,
Schatten über Glück sich legt,
versperrt den letzten Kuss.
Tief der blutend Seelenschnitt,
doch nichts gegen den Schmerz,
ich bade unter Rauch und Schwarz,
es ruht – mein stummes Herz.
Ich atme deine Worte ein,
sie gaben mir die Scherben,
aßen reich und tranken Wein,
und ließen mich im Sterben.
© Amy Herzog
Für meinen Liebsten..
Ein jeder Tag mit dir ist wertvoll,
doch heut‘ wo dein besonderer ist,
da singt die Eule noch viel lauter,
weil du in meinem Leben bist.
Ich denke an die deine Freude,
die du heut hast mit mir geteilt,
bis in die Zukunft und noch weiter,
du fest in meinem Herzen weilst.
Doch heute, da ist dein Geburtstag,
die Eule fliegt schnell auf dich zu,
sie singt ein Lied von Glück und Liebe,
und lässt dich damit nie in Ruh.
© Amy Herzog
Meine Wurzel..
Woran denn klammert sich meine Wurzel,
in dunklen Stunden, in Stürmen, im Sand,
leise getrieben von Furcht in den Flammen,
Gedanken getrieben bis zum Meeresrand.
Wo denn hier finde ich schützende Wände,
in Flammen, im Treiben, im ängstlichen Mut,
stehe mit nichts als den Händen voll Asche,
und warte verloren am Rande auf Flut.
Wo denn noch finde ich blühende Wege,
umgeben von Asche bleibt Hoffnung ergraut,
ich springe in meterhoch schlagende Wellen,
in Hoffnung die Wurzel dann Liebe erbaut.
© Amy Herzog
Lebewohl…
Wenn dieser Horizont dich ruft
und du gehst, dann sage Lebewohl.
Schwimme nicht schweigend fort,
halte meine Hand, finde meinen Blick,
ich halte deine und finde dich dort,
und ich finde unser kleines Glück.
Wenn dieser Horizont dich ruft
und du gehst, dann sage Lebewohl.
Dein Duft wird in den Wellen bleiben,
und ich werde nie darin erfrieren,
nur im Sonnenuntergang verweilen,
so niemals deine Hand verlieren.
Wenn dieser Horizont dich ruft
und du gehst, dann sage Lebewohl.
Warte nur solange dort ein Blick,
hier in unsren Zeiten ewig lang,
blicke ich dem Lande bald zurück,
wir singen Lebewohl im Wellenklang.
© Amy Herzog
Liebe..?
Woher ich weiß und das gewiss,
so wer mich sieht und deshalb liebt,
das seh‘ ich selbst in tiefster Nacht,
wer mir die Zeit und’s Herze gibt.
© Amy Herzog
In deiner Seele…
Wie ich verschlungen war,
von deinen Worten, wie sie fraßen,
doch zeitgleich nur stumm
neben mir saßen.
Wie ich ertrunken war,
in deinen Augen, um Luft rang,
und doch vor Liebesglück
drei Worte sang.
Wie ich gefangen war,
in deiner Hand, sanft und warm,
entrissen dem hier und jetzt
in deinem Arm.
Wie ich versunken war,
in deinem Herz, deiner Seele,
und wie ich umhüllt von dir
in Geborgenheit lebe.
© Amy Herzog
Gelesen: Braune Augen
Braune Augen
Es macht einfach zu viel Freude zwischendurch etwas zu lesen. Dankeschön für Euer anhören. (-:
Brennen…
Deine Hand brennt auf meiner Haut
wie der Sonnenuntergang
Flammen auf das Wasser spuckt
und rote Steine leuchten Wege
wenn ich mich in deine Fesseln lege
wo mein Herze schneller zuckt
Reicher macht mich nur dein Gold
wenn ich bade, wenn ich trinke
in den Blicken deiner Liebe
schneller atmen summend sinke
bin ich deine – du der mein
still nur sollen diese Stürme sein
© Amy Herzog
Wunsch..
Tränen fließen niemals grundlos,
wenn ein Wunsch am schwimmen ist,
reiche ihm dein Schiff des Herzens,
und er zeigt was du vermisst.
Lebt er dann in deinem Herzen,
weist er dir den Weg zum Glück,
halt ihn fest in deinen Händen,
geh mit ihm ein weites Stück.
Habe Angst in dunklen Gassen,
doch sei dir sicher – nie allein,
ein Wunsch ist bei dir ohne Zweifel,
und wird dir Schutz und Sonne sein.
© Amy Herzog
Kleine Eule..
Kleine Eule in dem Herzen,
so verspielt und noch so klein,
rosa flauschig strahlen Bäckchen,
grün und zart die Flügelein.
Flattert sie durch die Gedanken,
warm das Nest in meinem Traum,
kleine Lieder zwischen Stürmen,
sicher in dem stärksten Baum.
Kleine Eule in dem Herzen,
doch der hellste Sonnenschein,
und in tiefen schwarzen Nächten,
zaubert sie ein Herzensheim.
© Amy Herzog
Unsterblich..
Flucht…
Ich fürchte mich vor diesen Nächten,
dort wo kein Licht über mich wacht,
wenn nur der Mond hinter den Wolken,
am schwarzen Himmel lauter lacht.
Ich fürchte mich vor all den Worten,
wie als Gespenster in dem Wind,
mit roten Augen durch Gedanken,
und ich als das verlorene Kind.
Ich fürchte mich vor tausend Tränen,
am Tag versteckt in einer Schlucht,
doch in der Dunkelheit ertrinkend,
verbleibt als Hoffnung nur die Flucht.
© Amy Herzog
Maske…
Wie kann eine Maske lächeln,
wenn sie aus dem Schmerz erbaut,
wo die Schreie brennend flehen,
doch das Lächeln lacht zu laut.
Wie kann eine Maske lächeln,
schweigend wie ein Grab bei Nacht,
funktionieren wie ein Uhrwerk,
gar zerbrechend noch gelacht.
Wie kann eine Maske lächeln,
wenn das Herz doch einsam weint,
wenn der Sinn in allen Stunden,
nur noch lacht, damit es scheint.
© Amy Herzog
Lückenlied….
Der Hagel schlägt an meine Seele,
und klopft dort laut sein Lückenlied,
ein Prasseln bis in die Erkenntnis,
dort wo der Himmel Klarheit sieht.
Der Hagel tanzt in wilden Winden,
und klingt nach kurzen Zeiten ab,
ein ruhiges Lied aus Regentropfen,
sie rieseln bald als Schnee hinab.
Der Hagel, der mich einst geschlagen,
zu weichem Schnee verwandelt taut,
das Lückenlied verschwand im Sturm,
die Schneebrücke sich selbst erbaut.
© Amy Herzog
Bis zum Ozean..
Und so liege ich im Dunkeln ganz alleine,
trage Hoffnungslosigkeiten vor mir her,
atme immer schwerer wenn ich sie verteile,
sehe zwischen Staub und Steinen gar kein Meer.
Und so atme ich im Dunkeln ganz alleine,
höre nur noch Schweigen und den leisen Wind,
doch was wäre wenn ich sie einfach vereine,
baue Steine bis das Meer wieder erklingt.
Und so baue ich im Dunkeln ganz alleine,
bis ein jeder Seelenriss verschlossen ist,
vielleicht fände ich mit jedem dieser Steine,
einen Ozean, den noch mein Herz vermisst.
© Amy Herzog
Ende..
die ganze Welt wirkt plötzlich starr
wo selbst der Wind verweht kein Ton
und auch kein Haar als wenn nichts ist
bin ich mir fremd und niemals wahr
die Reise hier das Ende findet
und nichts mehr vermisst..
© Amy Herzog
In Gedanken..
Still bist du schwer mir im Herze verkeilt,
du Windhauch im Schweigen vorbei,
und wie du auch ewiglich schwerer verweilst,
bist irgendwann du an der Reih‘.
Nach Pfützen die Meere, so schwimmend dahin,
die Beine noch schwerer doch leicht,
gemeinsam wir suchen und denkend den Sinn,
die Seele daneben verbleicht.
Mein Herze zum Uhrwerk, es lahmet schon sehr,
die Zeiger den Abgrund im Blick,
das Herze mag schwimmen, doch all dieses Meer,
sinkt tiefer und schweigend zurück.
© Amy Herzog
Von Steinen…
Nur so bin ich Tag um Tag für mich alleine,
gar erstickt von dem was endlos um mich ist,
stürzen nur auf mich hinab die großen Steine,
und darunter liegt das was mein Herz vermisst.
Und so wandeln sich die Straßen stetig weiter,
während ich im Keller still und aufrecht bin,
doch die Steine um mich lachen immer heiter,
nur ich weine, denn mir fehlt hier nun der Sinn.
Nur so bleibe ich hier weiter nicht alleine,
nein ich trage Stein um Stein mit meiner Kraft,
und wenn ich dabei auch noch weiter weine,
weiß ich, dass mein Herz es bis zur Liebe schafft.
© Amy Herzog
Fremd? (1/2)
kein Schreien und kein Schmerz!
nur alles bleibt mir fremd…
hinter glänzend großen Mauern
wo sich nur der Maurer kennt
und auf sein Schweigen leise flennt
nur wo kann ich noch lauern?
blut fließt aus dem wunden Herzen
kann es gar ein Leben dauern…
alles älter, alles weiser?
beißt der Regen weiter heiser
bis er mich beendet bleib‘ ich
leb‘ ich immer leiser…
© Amy Herzog
Letzte Schrift..
In den Stunden trüber Blicke,
zitternd um den Atemzug,
ward gefüllt die schwere Lücke,
wie ein Licht zur Küste trug.
Schlagen falsche Worte nieder,
aus den Augen fließt das Blut,
mit des Herzenswunden Lieder,
ertrinkend an der letzten Flut.
Aus der Seele schwimmen Schreie,
auf die Wand die letzte Schrift,
ob ein starkes Wort befreie,
bevor mein Herz das Jenseits trifft.
© Amy Herzog
Vom Herbstblatt…
Wie schwankend doch ein Herbstblatt ist,
so zweisam dort am Ast,
den Sommer doch schon bald vermisst,
im ankommen – nur fast.
Wie treibend doch die Winde sind,
so trägt das Herbstblatt fort,
gar freut es sich noch wie ein Kind,
auf einen neuen Ort.
Im Winterstraßen glänzend Frost,
das Blatt doch wartet fein,
ein Lächeln noch verbirgt den Rost,
wenn es zerbricht allein.
© Amy Herzog
Todeskuss..
Um den Herzschlag die Verwesung,
beißt sich durch der Klippen kalt,
nass geküsst von roten Lippen,
wie vom Tode selbst gemalt.
Was am Ende noch verblieb,
der Glockenklang der Ewigkeit,
verschwindend zeitlos in der Schleife,
frisst mich die Unendlichkeit.
Um den Herzschlag schwarze Dürre,
ward genommen Luft und Wind,
wie des Todes rote Lippen,
küsse ich in Liebe blind.
© Amy Herzog
Hinter Stein und Wasser…
Fiel das Wasser vor die Füße,
schlug es auf wie harter Stein,
dacht‘ es perlt an mir herunter,
sollt‘ es doch nur Regen sein.
Wird ein Lachen immer dumpfer,
scheint es nicht in’s Herz hinein,
singt die Luft um Stein und Wasser,
lässt mich doch darin allein.
Doch immerwährend scheint die Sonne,
die eine Seit‘ mit Moos bedeckt,
das große Leben wie ein Kunstwerk,
verbleibt mein Herz im Stein versteckt.
© Amy Herzog
Zu früh im Paradies..
Manchmal frag ich, wie es mir erginge,
wenn ich tanze und dann einfach springe,
dann der Rest des Lebens mir verginge,
und ob ein Lied im Paradies erklinge.
Würden fehlen mir die größten Dinge,
wenn ich einfach früher dorthin ginge,
und das Paradies mir schnell erzwinge,
fehlten vielleicht dort die Schmetterlinge.
Zuweilen ist’s als ob ich schneller schwinge,
mit dem Kopf in eine nächste Schlinge,
doch höre ich auf Erden Schmetterlinge,
im Paradies, dort fehlten mir die Dinge.
© Amy Herzog
Ertrinken…
Der Augenblick, der mich zerbricht,
der mit dem Sturm entgegenweht,
dort ringt mein Herze um kein Licht,
wenn’s Liebe ganz und gar versteht.
Verbleibst dem Traume spiegelgleich,
doch werde ich dort niemals satt,
im Winde schmeckt das Wasser süß,
im Tränenmeer doch wirkt es matt.
Wenn mir mein Herze dort ertrinkt,
zu schal sind Stunden des Gewichts,
von einem Sein zum andern Schein,
ertrinkt mein Herze bald im Nichts.
© Amy Herzog
Kalter stummer Wind..
Ein letzter sanfter Kuss
zum Schluss, der Atemzug
weht der Wind an mir vorbei
meine Hand auf deiner Brust
wonach du gehen musst.
Die duftende Erinnerung
bleibt mir nur erhalten, immer
wird sie schlimmer, sehe nicht
sehe nur durch Nebelschimmer
dich mein allzu fernes Licht.
Hat es mir noch weh getan
einst, wenn so stumm du weinst
weint mein Auge keine Tränen
mehr, schwimme längst im
bittersüßen Tränenmeer.
So ward ich in die Knie
gezwungen, hast dich nur nie
umgedreht, dann – wenn du
und dieser kalte stumme Wind
in die falsche Richtung weht.
© Amy Herzog
Meine Wurzeln..
Ich schlage Wurzeln in die Seele,
bis mein Herz für immer bleibt,
wo weder Sturm noch stärkster Regen,
die Liebe für dich je vertreibt.
Dein Herz bedeutet mir ein Leben,
es zieht in die Unendlichkeit,
die Reise hat mich einst geboren,
und zeigt es mir in dieser Zeit.
Doch halte ich mich fest im Regen,
und lebe mit dem kalten Wind,
so wird er mich niemals zerstören,
solang die Wurzeln stärker sind.
© Amy Herzog
Kalter Kuss..
Wie der Schnee auf meinen Poren,
so der Rauch um Hirn und Kuss,
auch das Herz in meinem Magen,
der noch schwer verdauen muss.
Wie das Eis in meinen Welten,
blau zersplittert schläft das Glas,
nur der ferne Sturm lässt hören,
wie mein Geist erstickt im Gas.
Wie die Wärme in den Bergen,
doch mein Schritt versinkt im Blei,
muss ich stumm im Hier verharren,
doch der Regen tönt den Schrei.
© Amy Herzog
Leblos..
Farbenlos versinkt die Welt,
und ringt um kein Gefühl,
die Seele ward herausgerissen,
das Herz ist alt und kühl.
Taub und stumm erstarrt das Herz,
der Feind ist nicht die Zeit,
doch als das Blatt vom Baume fiel,
versank die Welt im Leid.
Leblos schweigt der Regen noch,
die Wolken tragen schwer,
und meine Welt ertrinkt im Schnee,
die Seele stirbt noch mehr.
© Amy Herzog
Nachthimmel…
sterne blicken
hinter zarten Wolken hervor
im kühlen Wind tanzen kleine Regentropfen
klopfen sanft an mein Fenster
bevor ich am hektischen Tage ihre Lieder
nicht mehr spielen hören kann…
© Amy Herzog
Meine Liebe..
So weit du mir entfernt bist…
Wächst mein Herz in die Ewigkeit
An jedem Tag und in jeder Nacht
Damit dich in allen Träumen
Und in den Tränen der Zeit
Meine aufrichtige Liebe
Wärmt und bewacht
© Amy Herzog
Furcht…
Ich fürchte mich vor deiner Stimme,
denn dort hab ich mich einst verirrt,
verstecke mich vor deinen Worten,
wo mein Herz doch nur fallen wird.
Ich fürchte mich vor deinen Worten,
wo eines mir die Hoffnung spricht,
wenn du doch niemals dazu stehst,
erlischt zugleich mein kleines Licht.
Ich fürchte mich vor deiner Sonne,
vielleicht erscheint sie nicht für mich,
ich bleibe ängstlich in den Schatten,
und warte letztlich dort auf dich.
© Amy Herzog
Ankommen?
Ich dachte einst vor langer Zeit,
dass ich schon angekommen wär,
doch jagt mich hier die Traurigkeit,
umhüllt von Sehnsucht immer mehr.
Der Weg, ist er denn endlos lang,
so sag, wohin wird er mich führen?
Zuweilen wird mein schwerer Gang,
in Sackgassen das grau berühren.
Ich dachte einst vor langer Zeit,
dass ich längst angekommen wär,
und wird der Weg auch endlos weit,
die Hauptsache, er bleibt nicht leer.
© Amy Herzog
Meine Asche…
Wie Regenbogenfarben in den Augen brennen,
so rennen sie doch schnell an mir vorbei,
ungesehen, in meinem schwarzen Kämmerlein,
wünsch ich mir nicht mal mehr den Trost herbei.
Nur die Träume senden meine Asche noch dem Himmel,
und treiben meine Tränen durch die Nacht,
vermissen sie im Sonnenschein wohl noch das Gold,
erliegen letztlich lieber dieser größten Macht.
Und wenn die letzte Farbe schon verschluckt ist,
was nützt mir dann noch dieses letzte Wort,
ich bleibe schweigend sitzen, während du nie warst,
und sehne mich so kraftlos nach dem warmen Hort.
© Amy Herzog
Ich sehe noch heute…
Ich sehe noch heute –
im Augenwinkel mein Haar,
wie es wehte im Winterwind,
und warm kamst du mir nah…
Ich sehe noch heute –
im Schnee Hand in Hand,
und mit nur einer Berührung,
verschloss das Liebesband…
Ich sehe noch heute –
deinen schüchternen Blick,
als du im Frühling fragtest,
begleitest du mich ins Glück?
© Amy Herzog
Wolkenschlaf..
Wenn ich in den Wolken schlafe,
zeichne ich die Zukunft auf,
und am Abend in den Sternen,
blicke nur, mein Schatz, hinauf.
Tausend Sterne formen Bilder,
wie sie unser Leben zeigt,
die zwei Herzen in der Mitte,
mit dem Traum zum Himmel steigt.
Unser Traum, er bleibt unendlich,
wie die Liebe uns einst traf,
und am Abend in den Sternen,
wiegen wir uns in den Schlaf.
© Amy Herzog
Farblos.
Wenn ich schlafen könnte,
wo ich doch nicht mehr atme,
dann würde ich jetzt schlafen.
Doch ich suche nach Farben,
während ich Schokolade fresse.
Sie schmeckt nur nach Asche.
Und reibt sich um mein Herz.
Pumpt durch mein kaltes Blut,
bis in meine tränenden Augen.
Alles was ich finde bleibt grau.
Doch kann ich nicht schlafen,
und lebe in der farblosen Kälte.
© Amy Herzog
Hoffen auf ein Wunder…
Und ich warte auf ein Wunder,
wo der Kampf sich ein mal lohnt,
auf ein Leben nach den Stürmen,
wie das Licht im Herzen wohnt.
Und ich warte auf ein Wunder,
an der Hand so fest mein Glück,
wo die Blicke Richtung Zukunft,
nicht mehr blicken nur zurück.
Und ich Blicke auf ein Wunder,
nah dem Meer und doch zu fern,
doch ich hoffe auf das Wunder,
tränenlos mit Blick zum Stern.
© Amy Herzog
In der Wüste…
Einsam ging ich durch die Wüste,
schrieb im Sand „ich liebe dich“,
hoffnungslos verging die Nacht,
doch unerwartet fand ich mich.
Einsam ging ich durch die Wüste,
und fand darin dein blaues Meer,
traf dein Blitz in meinem Herzen,
Liebe – doch sie trägt sich schwer.
Einsam ging in durch die Wüste,
wenn das Schweigen mich geleit,
genügt ein Blick in deine Sterne,
wo Zweisamkeit mein Herz befreit.
© Amy Herzog
Am Felsen im Meer..
Als die Sonne den Sand küsste,
glaubte ich zu träumen.
Mein Blick vom Meere zur Küste,
konnte nichts versäumen.
Wie ich am starken Felsen lehnte,
sog mich der deine Kuss.
Wonach mein ganzes Leben sehnte,
dem ich nun folgen muss.
Sanft lag ich auf deinem Grunde,
gar leer und dunkel-kalt.
Doch küsste ich die Herzenswunde,
und gab dem Felsen Halt.
Als der Mond das Wasser küsste,
tauchten wir dann auf.
Unser Kuss doch brannte Lüste,
und nahmen ihren Lauf.
Doch der Mond wollt schlafen geh’n,
so trieben wir dahin.
Mein Traum, er würd im Wind verweh’n,
doch gab er uns den Sinn.
Und als die Lichter wieder küssten,
wir würden weiter Träumen.
So wie wir von der Zukunft wüssten,
am Strand gab’s kein versäumen.
© Amy Herzog
In meinem Traum..
So fiel ich tief in einen Schlaf,
worin ich tausend Träume traf,
von Sternenlicht um Wolkenbank,
und in des Herzens Arme sank.
So träume ich durch einen Traum,
zuweilen glaube ich ihn kaum,
doch lebe ich im hier und jetzt,
und träume all das bis zuletzt.
So sitz‘ ich auf der Wolkenbank,
und trink der Wolken Liebestrank,
verweil‘ im Sternenlichte warm,
solang ich sink‘ in deinen Arm.
So wenn der Morgen aufgewacht,
mein Herze dennoch weiter lacht,
denn führt der Sternenweg zum Traum,
und schafft für meine Liebe Raum.
© Amy Herzog


